Forum: Gesundheit
Schmerz-Patienten: Cannabis auf Rezept nur schwer erhältlich
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Das Gesetz ist noch neu, aber die Probleme schon da: Wer Cannabis auf Rezept haben möchte, findet oft nur schwer einen Arzt, der es verschreibt. Auch die Krankenkassen verweigern Genehmigungen.

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duesenberg 21.06.2017, 13:42
70. Ein paar Fragen

Zitat von Europa!
Die Haschrebellen lassen nicht locker. Auf dem Umweg über die Schmerzpatienten sollen dem Drogenhandel offenbar Tür und Tor geöffnet werden. Früher wurde auch Heroin als "Medizin" frei gehandelt (z.B. von Bayer), und nach dem 1. Weltkrieg wurden Tausende von Verwundeten drogenabhängig. Dass sich verantwortungsbewusste Ärzte dieser Praxis verweigern, ist nur zu begrüßen.
Keine Drogen für niemand - soll das so sein, weil Sie das so sagen?
Wer sind die von Ihnen so titulierten "Haschrebellen", die "dem Drogenhandel Tür und Tor öffnen"?
Wissen Sie, was eine "Droge" ist und was es von einem "Medikament" wie etwa einem Schlaf- oder Schmerzmittel auf Opiatbasis unterscheidet?
Interessiert Sie die Thematik eigentlich grundsätzlich oder wollten Sie einfach nur spontan irgendetwas schreiben?

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Europa! 21.06.2017, 13:48
71. Nö, weder noch, aber ...

Zitat von Stäffelesrutscher
Heute früh zu viel Kaffee, Nikotin oder Alkohol inhaliert?
Ich freue mich, dass sich in diesem Forum so viele gute Köpfe finden, die den Drogenkonsum konsequent abschaffen wollen. Und natürlich haben Sie recht: Die widerliche Raucherei (die auch andere schädigt)und die Volksdroge Alkohol sind genauso wenig akzeptabel wie Hasch, Heroin, Crystal Meth etc. pp.

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Thomas Schnitzer 21.06.2017, 13:48
72.

Zitat von skr72
[...] Woher ensteht der Hass auf Cannabis? [...] Dabei sind laut Statistik Dauerkiffer die sichersten Autofahrer. [...] Glauben Sie nicht? Dann suchen sie mal nach offiziellen Unfallstatistiken im Internet danach. Dort wird die Zahl verheimlicht. [...] Um Sicherheit und um eine kluge Drogenpolitk geht es doch gar nicht: Man braucht halt Leute die man wie Ratten behandeln kann, damit man sich selber besser fühlt. [...]
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Problem mit Cannabis gehabt, und habe als Student eine Zeit lang selbst geraucht.

Dennoch machen sie es sich deutlich zu einfach, denn erstens verursacht Cannabis bei nicht wenigen Menschen Psychosen und Depressionen, zweitens gibt es kaum lungenschädigendere Fluppen als Joints (COPD durch Pollen), drittens sind Kiffer aufgrund der verursachten Reaktionsträgheit sicherlich nicht die sichersten Autofahrer, (und wenn sie meinen, sie hätten einen Beleg für "das wird verheimlicht", weshalb posten sie den Link dann nicht?), und viertens macht Kiffen im Allgemeinen faul und antriebslos, ohne einen (abschreckenden) Kater zu verursachen, wobei gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt wird.

Die Gründe für das Verbot liegen somit hauptsächlich in der gesundheitlichen Gefahr und der Gefahr für Arbeitsmoral.

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ulrich.h.beck 21.06.2017, 13:53
73. @Europa! (Beitrag Nr. 2)

Haschrebellen? In welchem Jahrtausend leben Sie?

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Europa! 21.06.2017, 13:53
74. Nö, weder noch, aber ...

Ich freue mich, dass sich in diesem Forum so viele gute Köpfe finden, die den Drogenkonsum konsequent abschaffen wollen. Und natürlich haben Sie recht: Die widerliche Raucherei (die auch andere schädigt)und die Volksdroge Alkohol sind genauso wenig akzeptabel wie Hasch, Heroin, Crystal Meth etc. pp.

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touri 21.06.2017, 14:11
75.

Zitat von cassandros
Wasser ist auch ein physiologisch wirksamer Stoff, der kein Nährstoff ist. Daß Koffein die Stimmung (Affekt) beeinflussen soll, muss daran liegen, daß du anderes "Koffein" hast als der Rest der Welt. Selbst wenn es so wäre, wäre Koffein immer noch keine Droge. Koffein wird auch keine mehr; egal, wieviele spinnerte WWW-Mythen darüber in die Welt gesetzt werden.
http://de.drogen.wikia.com/wiki/Coffein

http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/koffein.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Coffein

Haben Sie noch weitere Weisheiten?

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ulrich.h.beck 21.06.2017, 14:11
76. Eine Diskussion aus der Steinzeit

74.000 plus 1.333 - Laut "Welt" beschreibt die erste Zahl die Todesfälle in Deutschland in Folge von Alkoholkonsum durchschnittlich pro Jahr. Die zweite Zahl beschreibt die Todesfälle durch Drogenkonsum laut Jahresbericht zur Rauschgiftkriminalität 2016. So weit ich weiß, ist unter diesen 1.333 Toten kein einziger Haschischkonsument. Dass immer noch zwischen Alkohol und Drogen unterschieden wird, ist ein Witz, der seit mindestens 40 Jahren niemanden mehr zum Lachen bringt. Gebt den Leuten, die es brauchen und wünschen, einfach ihr Haschisch oder Marihuana! Oder - noch besser - legalisiert es! Sich tot saufen ist immer noch ein Kavaliersselbstmord, aber einen Joint rauchen ein Verbrechen. Das ist so was von vorgestern. "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit." Immanuel Kant. 1784. Den Satz habe ich verstanden. 1976. Nach einem Joint.

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spon_420 21.06.2017, 14:12
77. gähn, ächz, seufz

Zitat von keine-#-ahnung
Lesen Sie sich hier: http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/justizportal_nrw.cgi?xid=137489,37 mal Absatz 6 (im Wortlaut) durch.
Ich rede davon, dass Ärzte nun verschreiben dürfen (natürlich auch für Selbstzahler), und Sie zeigen mir Gesetzestexte, wann die Krankenkasse bezahlen sollen muss (oder auch nicht)?

Wo ist der Zusammenhang?
Wer ist hier der Spezialist?

Wir reden über dieses Gesetz, falls Sie es noch nicht wussten: https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl#__bgbl__//*[@attr_id='bgbl117s0403.pdf']__1498046952684

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ulrich.h.beck 21.06.2017, 14:18
78. Eine Diskussion aus der Steinzeit

74.000 plus 1.333 - Laut "Welt" beschreibt die erste Zahl die Todesfälle in Deutschland in Folge von Alkoholkonsum durchschnittlich pro Jahr. Die zweite Zahl beschreibt die Todesfälle durch Drogenkonsum laut Jahresbericht zur Rauschgiftkriminalität 2016. So weit ich weiß, ist unter diesen 1.333 Toten kein einziger Haschischkonsument. Dass immer noch zwischen Alkohol und Drogen unterschieden wird, ist ein Witz, der seit mindestens 40 Jahren niemanden mehr zum Lachen bringt. Gebt den Leuten, die es brauchen und wünschen, einfach ihr Haschisch oder Marihuana! Oder - noch besser - legalisiert es! Sich tot saufen ist immer noch ein Kavaliersselbstmord, aber einen Joint rauchen ein Verbrechen. Das ist so was von vorgestern. "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit." Immanuel Kant. 1784. Den Satz habe ich verstanden. 1976. Nach einem Joint.

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spon_420 21.06.2017, 14:21
79.

Zitat von Thomas Schnitzer
Dennoch machen sie es sich deutlich zu einfach, denn erstens verursacht Cannabis bei nicht wenigen Menschen Psychosen und Depressionen, zweitens gibt es kaum lungenschädigendere Fluppen als Joints (COPD durch Pollen), drittens sind Kiffer aufgrund der verursachten Reaktionsträgheit sicherlich nicht die sichersten Autofahrer, (und wenn sie meinen, sie hätten einen Beleg für "das wird verheimlicht", weshalb posten sie den Link dann nicht?), und viertens macht Kiffen im Allgemeinen faul und antriebslos, ohne einen (abschreckenden) Kater zu verursachen, wobei gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt wird.
Das ist ja lachhaft.
Nulltens: Dann belegen SIE mal Ihre Behauptungen... könnten die Quellen etwa aus dem Amerika der 1930er stammen? (Ja, das könnten sie.)
Erstens: Im Verhältnis zu weltweit etwa 1-2 Millarden Cannabiskonsumenten entwickelt praktisch niemand (also nur ein paar Tausend) eine Psychose. Ausserdem ist inzwischen belegt, dass die Psychosen nicht durch Cannabis hervorgerufen, sondern nur aktiviert werden. Also würden all diese Psychosen auch zu einem anderen Zeitpunkt ohne Cannabis auftreten.
Zweitens: Die lungenschädigen Joints, ja dieses Gerücht kam erst in den 80er/90ern auf, die Bild-Zeitung hat da ganz große Arbeit geleistet. Glauben Sie doch dran, wenn Sie wollen, was soll ich dazu sagen... (By the way, ich rauche seit bald zwei Jahrzehnten Cannabis, pur, und mein Arzt wollte mir vergangenes Jahr beim Rundum-Check nicht glauben, dass ich überhaupt irgendetwas rauche.)
Drittens: faul und antriebsschwach? Sie kennen wohl keine Cannabiskonsumenten. Eine meiner Dummärtzinnen meinte letztens zu mir: "Bleiben Sie oft tagelang wach?", als ich erwähnte, oftmals Cannabis zu konsumieren. Die hat keine Ahnung, Sie haben keine Ahnung. Ist aber alles nicht so schlimm, Kanada legalisiert am 1.7.2018 vollständig, die weltweite Bewegung ist unumkehrbar. Selbst Trump kann den amerikanischen Graubereich nicht lahmlegen (obwohl er uns Sessions dies dringend möchten). Perfekt! 15, 20 Jahre noch in Deutschland. Ich hab Zeit, ich bin jung. Alle andern bauen solange weiter selbst an. Kein Problem. Außer man ist Bayer oder traut sich nicht, ohne Führerschein zu fahren.

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