Forum: Gesundheit
Schmerzen bei Arthrose: Probier's mal mit Placebos
Getty Images/Cultura RF

Es gibt sie als Pulver, Kapseln, Ampullen: Bei Arthrose hoffen viele auf die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln. Dabei hilft ein Placebo bei Schmerzen mehr als die teuren Diät-Pillen.

Seite 1 von 5
steffen.duerr 15.02.2017, 15:12
1. Jahrelange Schmerzen / extreme Schmerzmittel

... Bestrahlung half fantastisch. Ärzte wussten davon,sagten aber nichts. Zwölf verlorene Jahre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pfaffenwinkel 15.02.2017, 15:13
2. Als Betroffener,

der auch einige der Mittel (einschließlich Weihrauch) ausprobierte, kann ich nur bestätigen: Wirklich geholfen hat nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EmiM 15.02.2017, 15:34
3. Faszinierendes Thema...

...dazu kann ich das hervorragende Buch "Cure: A Journey into the Science of Mind Over Body" von Jo Marchant empfehlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fpa 15.02.2017, 15:44
4. Bei Arthrose wohl nicht ...

durchaus aber bei Arthritis können entzündungshemmende Naturheilmittel, wie z.B. selbstgemachter Kefir (Wirkprinzip Symbioselenkung http://www.gesundheits-lexikon.com/Ohren/Therapie-/Mikrobiologische-Therapie-Symbioselenkung-.html), kombiniert mit einer entzündungshemmenden Ernährung (http://www.evidero.de/lebensmittel-gegen-entzuendungen bzw. http://www.sanofi.at/produkte/Broschuren/Rheuma_Ernaehrung.pdf ) durchaus eine Linderung der Beschwerden bewirken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
allessuper 15.02.2017, 15:49
5. Können Sie mehr dazu schreiben? danke!

Zitat von steffen.duerr
... Bestrahlung half fantastisch. Ärzte wussten davon,sagten aber nichts. Zwölf verlorene Jahre.
was für Bestrahlung, wie lange und wofür..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
georg69 15.02.2017, 15:53
6. Placeboeffekt und Preis

Der Preis eines Scheinmedikaments kann deutlich den Placeboeffekt beeinflussen. Je teurer ein solches Mittel gekauft wurde, desto besser der potenzielle Placebo-Effekt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.m.s. 15.02.2017, 16:02
7. Fake-News des Placebo-Effekts

Interessanterweise fehlt in der Studie die Nullgruppe (basiere diese Aussage auf dem Spiegel-Artikel). Also eine Gruppe bei der gar nichts gemacht wird, keine Intervention. Dann müsste zwischen der Placebo-Gruppe und der Null-Gruppe verglichen werden. Erst wenn es zwischen der Null-Gruppe und der Placebo-Gruppe einen Unterschied gäbe, könnte von einem Effekt des Placebos gesprochen werden. Alles andere ist Quacksalberei. In der obigen Studie könnten ja die Interventions-Medikamente der Interventionsgruppe auch zu einer Verschlechterung geführt habe. Das ist eben der Haken, wenn man die Null-Gruppe vergisst. Pech gehabt. .... Außerdem: Dass der Placebo-Effekt im Neusprech ausgedrückt "ein Fake-News" ist, wissen wir seit 2001. Da wurde nämlich die erste der Meta-Analysen der Cochrane-Kollaboration veröffentlicht die in der gesamten medizinischen Literatur seit 1950 weder einen objektiven noch einen subjektiven Placebo-Effekt nachgewiesen fand (abgekürzte Darstellung). In 2010 wurde die Meta-Analyse wiederholt, und es wurde immer noch nichts gefunden. Damit ist dieses Paradigma der modernen Medizin (oder auch "Fake-News") weggebrochen. Gut, in dichotomen Skalen bei subjektiven Knieschmerzen wurde in einer Studie ein nicht-signifikanter Effekt von 6 Millimeter auf einer 100 Millimeter-Skala gefunden, um es ganz detailliert darzustellen. Weder objektiv-dichotom, noch objektiv-kontinuierlich, noch subjektiv-dichotom, und auch nicht in allen anderen subjektiv-kontinuierlichen Studien wurde irgendein Hinweis auf einen Placebo-Effekt gefunden. Man kann das alles nachlesen, nachprüfen, und wird beim Selbststudium zum selben unumstößlichen Ergebnis kommen: 2001: http://dx.doi.org/10.1056/NEJM200105243442106 , 2004: http://dx.doi.org/10.1111/j.1365-2796.2004.01355.x , 2010: http://dx.doi.org/10.1002/14651858.CD003974.pub3 . Bei allen heutigen Vertretern des Placebo-Effekts handelt es sich um "begnadete Quacksalber", oder etwas temperierter und wissenschaftlicher ausgedrückt in einer wissenschaftliche Artikel-Streitserie im Journal of Clinical Psychology als "Powerful Spin": z.B. http://dx.doi.org/10.1002/jclp.20357 . Die Sache ist ein einziger Wissenschafts-Krimi, der inzwischen fast über 65 Jahre sich erstreckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steffen.duerr 15.02.2017, 16:09
8. @allessuper

Einfach mal in einer Praxis für Strahlentherapie beraten lassen. Sind sehr kurze, niedrigdosierte Bestrahlungen, die bei Arthrose recht gut gegen die Schmerzen helfen. Ich konnte meine Medikamentendosis um 70 % reduzieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HaraldSchicke 15.02.2017, 16:27
9. Placebos helfen

so lange man nicht weiß, dass es Placebos sind. Das wichtigste Placebo ist der Behandler, der mit dem Patienten ausführlich spricht und ihn gut untersucht, bei dem sich der Patient gut aufgehoben fühlt. Trotzdem finde ich es als Heilpraktiker seltsam, dass sich so wenige Patienten eine zweite Meinung einholen, wenn sie durch Schmerzen gequält werden. Zumindest die Knieglenksarthrose kann durch wenige Behandlungen für viele Jahre gebessert werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5