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Schutz vor Schadstoffen: "Ein bisschen mehr wie Oma kochen"
DPA

Blei im Blut, Weichmacher im Urin - seit gut drei Jahrzehnten dokumentiert das Umweltbundesamt, wie stark die Deutschen mit Schadstoffen belastet sind. Ein Anruf bei den Giftwächtern.

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muellerthomas 18.05.2016, 13:56
1.

"Eine Empfehlung ist deshalb, mehr wie die eigene Oma zu kochen, mit frischen Zutaten, gerne unverpackt, saisonal und regional, wenn möglich aus ökologischem Landbau."

Ich weiß oft nicht, von welchen Omas da die Rede ist. Von denen, die in den 1950er und 1960er Jahren mit Maggi, Konserven und Brühwürfeln gekocht haben, vorzugsweise viel Schweinefleisch und am Wochenende eine Buttercremetorte?

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PeterKern 18.05.2016, 13:56
2. Unverantwortlicher Umgang mit Giften

Zitat: "Allerdings wurden die Stoffe bislang nur einzeln bewertet. Inzwischen wissen wir aber von vielen dieser Substanzen, dass sich ihre schädliche Wirkung addiert."

Ich staune immer wieder, wie einfältig das akademische Denken sich darstellt. Ich jedenfalls habe meine Achtung vor der sogenannten Wissenschaft schon lange verloren, und solche Aussagen bestärken mich in meiner Haltung.
Unterm Strich liest sich auch hier die Industriefreundliche Haltung der "Giftwächterin" Marike Kolossa-Gehring leicht heraus. Ihr Ratschlag, "ein bisschen mehr wie Oma kochen" ist doch der blanke Hohn. Wäre ich Chef ihrer Behörde, oder was immer das auch sein mag, sie hätte heute Nachmittag die Kündigung auf dem Tisch. So ein naives Denken darf im Umgang mit weltweit verbreiteten Giftstoffen nicht eine Minute vorherrschen.

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ruhepuls 18.05.2016, 14:29
3. Wissenschaft?

Das Problem der Wissenschaftler liegt darin, dass - je mehr Einflussfaktoren da sind - es desto schwieriger wird, sie zu bewerten.

Beispiel aus der Medizin: In der täglichen Praxis hat man immer einen Mix an Einflussfaktoren (das Gespräch, eine Ernährungstipps, Medikamente usw.). Daher kann man in der Praxis eigentlich nie sagen, was von den verschiedenen Dingen nun eigentlich welche Wirkung hatte.

In Studien versucht man daher, alle Faktoren auszuklammern, um herauszufinden, welche Wirkung beispielsweise ein bestimmter Wirkstoff hat. Nur, damit erzeugt man Ergebnisse, die dann in der Praxis oft nicht wiedergefunden werden, weil da eben alle möglichen Faktoren reinspielen. Ist halt der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

So auch bei "Giftstoffen". Wir werden ständig mit Substanzen konfrontiert, sowohl natürlicher, als auch künstlicher Herkunft. Deren Wechselwirkungen kann kein Mensch wirklich beurteilen.

Und die Dame hat durchaus recht: Sehr viele der Giftstoffe könnte man vermeiden, wenn man achtsamer mit Nahrung, Kosmetik, Putzmitteln usw. umginge. Verzicht ist da oft der einzige Weg, denn ganz harmlos ist keine Substanz, wenn sie auch noch eine Wirkung (z.B. als Konservierungsstoff) haben soll.

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ruhepuls 18.05.2016, 14:33
4. Oma...

Zitat von muellerthomas
"Eine Empfehlung ist deshalb, mehr wie die eigene Oma zu kochen, mit frischen Zutaten, gerne unverpackt, saisonal und regional, wenn möglich aus ökologischem Landbau." Ich weiß oft nicht, von welchen Omas da die Rede ist. Von denen, die in den 1950er und 1960er Jahren mit Maggi, Konserven und Brühwürfeln gekocht haben, vorzugsweise viel Schweinefleisch und am Wochenende eine Buttercremetorte?
Die "Oma" steht hier als Synonym für eine Lebensweise, die noch weitgehend ohne "convenience food", also Fertigprodukten auskam. Klar gab es Konserven schon lange und auch Maggi. Nur, wenn man sich heute so umschaut, dann gibt es praktisch nichts mehr, das nicht als Halb- oder Fertiggericht verfügbar wäre. Natürlich alles mit Zusatzstoffen, denn haltbar soll es ja sein.

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af17555 18.05.2016, 14:41
5.

Mein Tipp wäre, gar nichts mehr zu essen, denn das ist dann garantiert "gift"frei

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muellerthomas 18.05.2016, 15:05
6.

Zitat von ruhepuls
Die "Oma" steht hier als Synonym für eine Lebensweise, die noch weitgehend ohne "convenience food", also Fertigprodukten auskam. Klar gab es Konserven schon lange und auch Maggi. Nur, wenn man sich heute so umschaut, dann gibt es praktisch nichts mehr, das nicht als Halb- oder Fertiggericht verfügbar wäre. Natürlich alles mit Zusatzstoffen, denn haltbar soll es ja sein.
:-) ja, schon klar wie die "Oma" gemeint ist, ich habe aber Zweifel, dass die Ernährung und das Bewusstsein für Lebensmittel früher besser waren. Ich würde eher sagen, dass sich heute viel mehr Menschen bewusst ernähren als in der "guten alten Zeit".

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jujo 18.05.2016, 15:08
7. ...

Zitat von muellerthomas
"Eine Empfehlung ist deshalb, mehr wie die eigene Oma zu kochen, mit frischen Zutaten, gerne unverpackt, saisonal und regional, wenn möglich aus ökologischem ......
Es ist die Oma gemeint die nach dem Kriege weder mit Maggi, noch mit Konserven gekocht hat und das Geld nicht hatte eine Sahnetorte zu machen. Sondern es ist die Oma gemeint die alle Geschmäcker und Aromen selbst hergestellt hat, Gemüse und Obst eingekocht hat, bzw. getrocknet, die in Wald gegangen ist Pilze zu sammeln, auf die Wiese Wildkreuter sammeln, aus Himbeeren, Brommbeeren, Preißelbeeren Marmelade einkochte. Gemeint sind die Oma's so wie meine!
Ich kann mich aber auch irren?

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af17555 18.05.2016, 15:20
8.

Bestimmt weiß das Umweltbundesamt Bescheid bez. Essen und Gift und sofort...

Das UBA ist wohl das sinnfreieste Institut, das sich unser Land leistet. Erinnert sich vielleicht jemand an die vor Jahren ergangene Empfehlung, an der Ampel den motor abzuschalten? Tausende von Spezialampeln wurden geschaffen, um dem dummen Autofahrer zu zeigen, wann "Motorrrr aus unddd Motorrr an!!
Viele Jahre später kam dann vom UBA: Alles Quatsch, wir haben uns geirrt, das Abschalten des Motors hat sogut wie keine positive Auswirkung auf die Umwelt.

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MatthiasPetersbach 18.05.2016, 15:34
9.

Zitat von ruhepuls
Die "Oma" steht hier als Synonym für eine Lebensweise, die noch weitgehend ohne "convenience food", also Fertigprodukten auskam…..
So siehts aus. Je nach Lebensalter/region/kulturellem Umfeld kann man da gerne auch Mutter oder Urgroßmutter dazu sagen.

Ich würde noch den Spruch nachschieben: Nur das essen, was Oma noch als "Essen" erkannt hätte.

Schon das ist für viele "essensähnliche Gemenge", die so im Supermarkt rumstehen - und leider auch von Ernährungs- und Gesundheitsberatern empfohlen werden- schon ne Hürde, die sie nicht nehmen würden.

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