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Schutz vor Schadstoffen: "Ein bisschen mehr wie Oma kochen"
DPA

Blei im Blut, Weichmacher im Urin - seit gut drei Jahrzehnten dokumentiert das Umweltbundesamt, wie stark die Deutschen mit Schadstoffen belastet sind. Ein Anruf bei den Giftwächtern.

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MatthiasPetersbach 18.05.2016, 15:40
10.

Zitat von jujo
Es ist die Oma gemeint die nach dem Kriege weder mit Maggi, noch mit Konserven gekocht hat und das Geld nicht hatte eine Sahnetorte zu machen. Sondern es ist die Oma gemeint die alle Geschmäcker und Aromen selbst hergestellt hat, Gemüse und Obst eingekocht hat, bzw. getrocknet, die in Wald gegangen ist Pilze zu sammeln, auf die Wiese Wildkreuter sammeln, aus Himbeeren, Brommbeeren, Preißelbeeren Marmelade einkochte….
Nun, das würde ich bezweifeln. SO hat niemand in den letzten Jahrzehnten schwerpunktmäßig gelebt (leben können).

Aber noch vor zwanzig, dreissig Jahren war der Geschmack etwas, was aus dem Lebensmittel kam - und nicht von der Chemieindustrie.

Kaufen Sie heute mal ein "harmloses" Glas mit sauren Gurken, ohne daß die pappsüß nach Zuckerersatz schmecken und die Zutatenliste nicht mehr als 20 Positionen enthält.
Von den "Nichtzutaten" ganz zu schweigen. Die gibts nämlich auch.

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hausi_gdr 18.05.2016, 15:44
11. Der beste Umwelt / Selbstschutz

gebt dem Bauern 3 Eur mehr fürs Kilo, dann brauch er nicht mehr so auf den Ertrag zu schauen und braucht weniger Gift. Nur so lässt sich das noch steuern.

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MatthiasPetersbach 18.05.2016, 15:53
12.

Zitat von muellerthomas
:-) ja, schon klar wie die "Oma" gemeint ist, ich habe aber Zweifel, dass die Ernährung und das Bewusstsein für Lebensmittel früher besser waren. Ich würde eher sagen, dass sich heute viel mehr Menschen bewusst ernähren….
Nun, es war in den Lebensmittel weniger "drin". Also hat man sich automatisch besser ernährt.

Was nützt mir die bewusste Ernährung, wenn mir da Kornbrot empfohlen wird und ich beim Bäcker dann die -eher schädliche- AOK-Fertigmischungpampe ohne Sauerteigführung kaufe? Nur ein Beispiel.

"Bewusste Ernährung" erschöpft sich - leider- allzuoft in Empfehlungen für bestimmte Lebensmittel. Das nützt aber so gut wie garnix.
Übertrieben gesagt können Salat/Obst/Brot/Fleisch/Nudeln genausogut gesund oder schädlich sein: Abhängig von z.B. Zubereitungsart und Inhaltsstoffen.

Und da der Trend immer mehr dazu geht, daß die Lebensmittel Lebensmittel "nachäffen" ohne daß die entsprechenden Eigenschaften noch drin sind, sind die Empfehlungen eher zweischneidig.

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no_title 18.05.2016, 16:09
13.

Zitat von muellerthomas
:-) ja, schon klar wie die "Oma" gemeint ist, ich habe aber Zweifel, dass die Ernährung und das Bewusstsein für Lebensmittel früher besser waren. Ich würde eher sagen, dass sich heute viel mehr Menschen bewusst ernähren als in der "guten alten Zeit".
Ich verbinde mit "Omas Küche" u.a. das Zerkochen von (schadstoffarmem) Gemüse und fettreiche Soßen.

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derjoey 18.05.2016, 16:31
14. Der einsame Chef und Kochen wie Oma

Zitat von PeterKern
Ich staune immer wieder, wie einfältig das akademische Denken sich darstellt. Ich jedenfalls habe meine Achtung vor der sogenannten Wissenschaft schon lange verloren [...] Wäre ich Chef ihrer Behörde, oder was immer das auch sein mag, sie hätte heute Nachmittag die Kündigung auf dem Tisch.
Na denn viel Spaß als einsamer Chef bzw. nur mit Menschen, die ausschließlich dem Chef nach dem Mund reden. Es geht hier nicht um Substanzen, die für sich giftig sind, sondern um solche, die zusammen mit anderen schädlich wirken. Und sowas muss man halt wissenschaftlich (sic) untersuchen. Wobei sich das im Bereich Ernährung, mit langfristigen Folgen und dem Umstand, dass man mit Menschen glücklicherweise nicht einfach so herumexperimentieren darf, durchaus anspruchsvoll darstellt. Aber ich frage mich ohnehin, warum Personen, die öffentlich darstellen, nicht mehr "die sogenannte Wissenschaft" zu achten, sich dann doch mit Artikeln wie diesem beschäftigen ...

Zum Thema Kochen wie Oma: Man muss ja nicht gleich den großen Eiertanz aufführen, wie hier einige zu glauben meinen. Jeder kann sich statt zum Fertigjoghurt mit Fruchtessenz zu greifen auch mal schnell selbst aus Bio-Joghurt, Obst und Honig selber was mischen, statt einem Konditoreiprodukt ab und zu einen Apfel essen und statt zu McDonalds zu gehen auch mal selbst ein gutes Stück Bio-Steak braten. Wenn man über seine eigene, "normale" Ernährung nachdenkt, reichen manchmal ein paar Änderungen, um direkt gesünder zu leben. Dazu muss man nicht gleich zum Bio-Veganer werden oder eine Nachkriegs-Mangelernährung ertragen.

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matbhmx 18.05.2016, 16:33
15.

Zitat von MatthiasPetersbach
... Kaufen Sie heute mal ein "harmloses" Glas mit sauren Gurken, ohne daß die pappsüß nach Zuckerersatz schmecken und die Zutatenliste nicht mehr als 20 Positionen enthält. Von den "Nichtzutaten" ganz zu schweigen. Die gibts nämlich auch....
Also, das Glas saure Gurken ist nun wirklich ein schlechtes Beispiel, weil die überhaupt kein Problem darstellen. Klar gibt es welche mit Süßstoffen, aber die Meisten enthalten schlicht Zucker - und die Zutatenliste ist alleräußerst überschaubar. Und mit Sicherheit kam vor 20, 30 Jahren der Geschmack nicht nachhaltiger aus dem Essen als heute. Eher im Gegenteil, denn das Ernährungsbewusstsein ist so deutlich gestiegen, dass die Ernährungsindustrie inzwischen ebenfalls darauf achtet, darüber hinaus sind einige Stoffe in den vergangenen Jahrzehnten verboten worden.

Wirklich wichtig sind die gefährlichen Phtalate aus Kunststoffen - deswegen sollte man darauf achten, dass man möglichst wenig Getränke und Speisen aus Kunststoffen konsumiert. Das aber ist ein echtes Problem. Ich z. B. trinke Mineralwasser nur aus Flaschen, ebenso die Milch. Bei allem anderen wird es schon schwierig, denn selbst der Käse von der Käsetheke im Bioladen war vorher in Kunststoff eingeschweißt (Man darf nie vergessen, dass eingeschweißt heißt, dass mit viel Hitze das Schrumpfen der Kunststoffhülle erreicht wird, sodass diese die Ware dicht umschließt. Ich möchte nicht wissen, wieviel Schadstoffe dabei aus dem Kunststoff in den Käse wandern).

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jujo 18.05.2016, 16:35
16. ...

Zitat von MatthiasPetersbach
Nun, das würde ich bezweifeln. SO hat niemand in den letzten Jahrzehnten schwerpunktmäßig gelebt (leben können). Aber noch vor zwanzig, dreissig Jahren war der Geschmack etwas, was aus dem Lebensmittel kam - und nicht von der Chemieindustrie. Kaufen Sie heute mal ein "harmloses" Glas mit sauren Gurken, ohne daß die pappsüß nach Zuckerersatz schmecken und die Zutatenliste nicht mehr als 20 Positionen enthält. Von den "Nichtzutaten" ganz zu schweigen. Die gibts nämlich auch.
Ich rede von meiner Oma die mit meinem Opa als Heimatvertriebene ab 1950 in der Eifel lebten und bis der Lastenausgleich/Rente gezahlt wurde 2 Jahre lang von 84 DM / Monat (!) leben mußten. Was gibt es da zu zweifeln? Danach ging es einfacher.

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fleischzerleger 18.05.2016, 16:58
17.

Zitat von no_title
Ich verbinde mit "Omas Küche" u.a. das Zerkochen von (schadstoffarmem) Gemüse und fettreiche Soßen.
Lecker. Und dazu einen ordentlichen Hirsch.

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fleischzerleger 18.05.2016, 16:59
18.

Zitat von derjoey
Na denn viel Spaß als einsamer Chef bzw. nur mit Menschen, die ausschließlich dem Chef nach dem Mund reden. Es geht hier nicht um Substanzen, die für sich giftig sind, sondern um solche, die zusammen mit anderen schädlich wirken. Und sowas muss man halt wissenschaftlich (sic) untersuchen. Wobei sich das im Bereich Ernährung, mit langfristigen Folgen und dem Umstand, dass man mit Menschen glücklicherweise nicht einfach so herumexperimentieren darf, durchaus anspruchsvoll darstellt. Aber ich frage mich ohnehin, warum Personen, die öffentlich darstellen, nicht mehr "die sogenannte Wissenschaft" zu achten, sich dann doch mit Artikeln wie diesem beschäftigen ... Zum Thema Kochen wie Oma: Man muss ja nicht gleich den großen Eiertanz aufführen, wie hier einige zu glauben meinen. Jeder kann sich statt zum Fertigjoghurt mit Fruchtessenz zu greifen auch mal schnell selbst aus Bio-Joghurt, Obst und Honig selber was mischen, statt einem Konditoreiprodukt ab und zu einen Apfel essen und statt zu McDonalds zu gehen auch mal selbst ein gutes Stück Bio-Steak braten. Wenn man über seine eigene, "normale" Ernährung nachdenkt, reichen manchmal ein paar Änderungen, um direkt gesünder zu leben. Dazu muss man nicht gleich zum Bio-Veganer werden oder eine Nachkriegs-Mangelernährung ertragen.
Man muß auch nicht gleich Bio werden. Es sei denn, das Einkommen liegt höher als der Mindestlohn.

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cindy2009 18.05.2016, 18:00
19. der bericht

Ja, Himmel, was soll das alles aussagen? Nichts konkretes weiss man nicht und alles ist innerhalb der Grenzwerte. SPON, meine Oma hat in den Komposteimer gesch... und gesch... und dann bekamen das die Hühner und Schweine. Also, wenn man keinen Gaschromatografen zu Hause hat, was dann?

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