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Schwangerschaft: Bluttest auf Down-Syndrom könnte Kassenleistung werden
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Ein Bluttest kann ermitteln, ob ein ungeborenes Kind das Down-Syndrom hat. Jetzt wird geprüft, ob die Krankenkassen ihn bezahlen sollen. Behindertenrechtler sind entsetzt.

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OlafKoeln 18.08.2016, 17:32
1. Selbstverständlich!

Es sollte selbstverständlich sein, dass dieser Test eine Kassenleistung ist. Die Hinweise auf ein "Recht auf Behinderung" sind hier völlig fehl am Platze.

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max-mustermann 18.08.2016, 17:49
2.

Ja wirklich empörend wenn Eltern ein gesundes Kind haben wollen.

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M. Michaelis 18.08.2016, 17:50
3.

Wenn das der Adolf noch erleben könnte...

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Kurt Kraus 18.08.2016, 17:53
4. Eine Abtreibungsdebatte im Jahre 2016

Frauen dürfen bei Down-Syndrom abtreiben. Das ist ihr Recht und das ist lange und hart erkämpft worden. Das offen infragezustellen, scheut sich die Reaktion, weil sie den Kampf 2016 genauso verlieren würde wie in den 70igern. Deshalb geht es hintenrum und vollends zynisch: Wir zwingen den Leuten, die es sich nicht leisten können, die alte schmerzhafte und riskante Methode auf, um sie abzuschrecken.
Den "Behindertenrechtlern" rufe ich zu: Es wird immer genug Behinderte geben. Euer Job ist sicher, es bestand kein Anlass, jeglichen Anstand über Bord zu werfen.

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kionkouke 18.08.2016, 17:53
5. Ehrlichkeit wäre angebracht

Unter dem Deckmantel der Verhinderung von Leiden sollen Kinder, die aufgrund ihres Wesens oder genetischen Voraussetzungen den Leistungsansprüchen der Gesellschaft nicht genügen, verhindert werden. Das ist und war bislang schon so, da die Trisomie 21 die häufigste Indikation zur Abtreibung darstellt. Gerechtfertigt wird die Abtreibung mit Ziel, Leiden oder Gesundheitsgefährdung von Kind und/oder Mutter abzuwenden (siehe Indikation medizinischer Schwangerschaftsabbruch).
Doch wer leidet? Die meist fröhlichen, Menschen zugewandten, herzlichen Kinder mit Trisomie 21? Die Eltern, die ihr Kind lieben und sehr viel Zuneigung und Liebe von ihrem Kind erfahren?
Die Indikation für Kinder mit Trisomie 21 besteht nur, weil die Gesellschaft diese Kinder nicht haben will, die vielleicht mehr Aufwendungen benötigen und nach den Kriterien der Leistungsgesellschaft nicht mithalten können. Die Gesellschaft und Umgebung übt Druck (meist unterschwellig) auf die Eltern aus, ein Kind mit Trisomie 21 abzutreiben. Ein Routine-Bluttest macht dieses nur noch einfacher und damit die Abtreibung "normaler".

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Urzweck 18.08.2016, 17:58
6. unlogischer Standpunkt

"...steht im Widerspruch zum Grundgesetz..." (siehe Text)

Wenn eine Abtreibung an sich erlaubt ist, dann kann die Routineuntersuchung nicht dem Grundgesetz widersprechen. Frau Schmidt scheint mir da stark überzureagieren.

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susuki 18.08.2016, 18:15
7.

Als die Sterbehospize für HIV-Infizierte schliessen musten fabulierte ein Betreiber auch etwas von falschheit.

Schön das das Downsyndrom in 50-70 Jahren kein Thema mehr sein wird.

Grossartig dieser Test!

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haresu 18.08.2016, 18:21
8. Es gibt gute Gründe gegen diese Tests

Aber entweder man verbietet sie oder man ermöglicht sie allen.

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proratio 18.08.2016, 18:26
9. Was soll das?

Ich will selbst entscheiden können, ob ich ein behindertes Kind zur Welt bringe. Und wenn es eine schonendere Diagnosemethode als die Fruchtwasseruntersuchung gibt, sollte sie auch von der Kasse bezahlt werden. Mir scheint, hier soll das Selbstbestimmungsrecht der Frauen zugunsten einer von Interessengruppen formulierten Ethik eingeschränkt werden.

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