Forum: Gesundheit
Schwangerschaft: Bluttest auf Downsyndrom soll Kassenleistung werden
DPA

Die Krankenkassen sollen künftig nach SPIEGEL-Informationen einen Test für die Erkennung von Trisomien zahlen - zumindest bei Risikoschwangerschaften. Kritiker fürchten, dass die Zahl der Abtreibungen steigt.

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mumuwilli1975 16.03.2019, 12:09
20. a.usemann

Ich, für meinen Teil, möchte weder für mich, noch für mein Kind noch für die Gesellschaft ein behindertes Kind in die Welt setzen; darum ganz klarer Zuspruch!

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castorpollux 16.03.2019, 12:28
21.

Es ist schon erstaunlich was so alles möglich ist wenn es Interessenvertreter gibt die so einen Test verkaufen...seit 2012 ist der NIPT in Deutschland erhältlich. Anfänglich sehr teuer, mittlerweile doch erschwinglich. Fakt ist, es ist ein guter und zuverlässiger Test. Allerdings haben wir schon sehr viel länger auch das Ersttrimesterscreeing ( Ultraschall mit Messung der Nackenfalte, frühes Organscreening in Kombination mit einem Bluttest) das ebenfalls bisher nicht von den Krankenkassen getragen wird.
Beide Tests sind Screening Tests...sie geben also lediglich ein Risiko an. Bei auffälligen Ergebnissen muss dann trotzdem eine Amniozentese gemacht werden.
Im Unterschied zum NIPT können beim Ersttrimesterscreening auch andere nicht genetisch bedingte Erkrankungen erkannt werden, aber wie gesagt, wird nicht von den Krankenkassen bezahlt. Für mich völlig unverständlich. Frage ich mich dann doch welche Lobby hinter diesem Antrag steckt... und ob die Aufnahme des Ersttrimesterscreenings in den Vorsorgekatalog nicht mehr Sinn ergibt. Steht aber eben keine große Lobby dahinter.

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Freundschafter 16.03.2019, 12:39
22. Absolut in Ordnung!

Es ist das Recht der Eltern sich vor solchen belastenden Lebenssituationen wie ein behindertes Kind zu schützen!

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marcaurel1957 16.03.2019, 13:40
23.

Zitat von a.usemann
Einer von vielen Schritten in die falsche Richtung der bequemen Oberflächlichkeit im Kontext mit einer ausufernden Leistungsgesellschaft. Ist Trisomie 23 eine Krankheit? Muss alles pathologisiert werden? Ist es ein Zufall, zu wem so ein besonderes Kind kommt, oder könnte es eine Aufgabe sein? Sind viele bereits lebenden Kinder mit dieser Genbesonderheit nur da , weil man sie nicht hat kommen sehen können? Und ist es nicht so, das im gelebten Leben die meisten Eltern dieser Kinder diese, ihre Kinder nicht mehr missen möchten? Und ist es nicht so, dass diese mitunter auch anstrengenden Kinder für die ganze Gesellschaft auch eine Bereicherung sind mit ihrer bedingungslosen Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit? An genau diesen Eigenschaften mangelt es nämlich auf vielen Ebenen seriell! Wir sollten uns mal alle nicht so wichtig nehmen mit unserer vermeintlichen Gesundheit, an der wir "Krankheit" messen. Und wir sollten Eltern mit Kindern, die mehr Aufmerksamkeit erfordern, als es eine postmoderne Kleinfamiie zu leisten Im Stande ist unterstützen darin, diese Kinder aufzuziehen. Mit Geld und mit Zeit. Und nicht ihnen helfen, sie abzutreiben.
Ja, Trisomie 21 ist eine Krankheit und ja, ich kann auf ein solches Kind verzichten. Ich würde es unter keinen Umständen wollen

Es muss im Ermessen der Eltern, vor allem der Frau liegen, ob Sie ein behindertes Kind möchte oder nicht.

Als Bereicherung kann ich Down Kinder nicht ansehen, das bedeutet aber natürlich nicht, dass geborene Down Kinder Anspruch auf jedwede Unterstützung haben,

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areyoushure? 16.03.2019, 14:35
24. Details

Die Autoren dieses Artikel sollten vielleicht gewisse Dinge mit erwähnen, damit wird die Aussage des Artikels deutlich klarer!
Erstens,
es ist so das dieser Test erst ab 10 + 0 Schwangerschaftswoche durchgeführt werden kann, erst danach steht genügend Material zur Analyse zur Verfügung um diesen Test sicher durchführen zu können.
Zweitens,
es gibt genügend Tests auf dem Markt die mittlerweile sechs oder mehr Chromosomale Störungen analysieren können. Nur sind die Sensitivitäten teilweise nur bei 80 %!
Drittens,
der bisherige, vergleichbare Test, eine Fruchtwasseruntersuchung o.ä., wird Frauen mit 35 Lebensjahren oder älter angeboten. Weiteres Klientel könnte eine Schwangere sein, die eine risikobehaftete Vorgeschichte hat. Damit wird auch jetzt nur Schwangeren dieser Test angeboten werden, welche nach dem Mutterschaftsrichtlinien oben genannte Bedingung erfüllen.
Viertens,
sollte man nicht verschweigen, dass 2-3 % dieser Tests kein Ergebnis liefern! Bedeutet, weder eine Wiederholung noch einen Test mit einem anderen Testsystem liefert eine Aussage! Das bedeutet im Klartext, bei bis zu 3 % aller Tests entsteht Unklarheit durch den Test, im schlimmsten Falle würden also bei 3 % aller durchgeführten Tests eine Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt, was der schiere Horror wäre.
Als Screening Test sind diese Pränataltest nach wissenschaftlichen Erkenntnissen absolut nicht geeignet!
Im Einzelfall, mit Risikoanalyse, jedoch natürlich die richtige Wahl.

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Ventoux72- 16.03.2019, 14:39
25. Menno!

@Freundschafter und marcaurel1957: Ihre Grammatik ist so schlecht, dass bei strenger Leseweise absoluter Nonsens da steht. Ein bisschen mehr Sorgfalt wäre wünschenswert. Wenn inhaltlich jedoch das gemeint ist, was ich vermute (nicht lese!), dann sind wir jedoch derselben Meinung.

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unglaeubig 16.03.2019, 15:27
26. Mir doch egal...

...ob die KK das bezahlt. Im Alter meiner Frau war das Trisomie-Risiko bei 2.4%. Da zahl ich lieber rund 300€ selbst für den Test (die teurere Beratung zahlte die KK!) als für den Rest meines Lebens viel höhere Kosten zu haben. Wer nur sich aus kostengründen gegen diesen Test entscheidet, sollte lieber gar kein Kind kriegen.

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dereineuwe 16.03.2019, 15:33
27.

Zitat von a.usemann
Einer von vielen Schritten in die falsche Richtung der bequemen Oberflächlichkeit im Kontext mit einer ausufernden Leistungsgesellschaft. Ist Trisomie 23 eine Krankheit? Muss alles pathologisiert werden? Ist es ein Zufall, zu wem so ein besonderes Kind kommt, oder könnte es eine Aufgabe sein? Sind viele bereits lebenden Kinder mit dieser Genbesonderheit nur da , weil man sie nicht hat kommen sehen können? Und ist es nicht so, das im gelebten Leben die meisten Eltern dieser Kinder diese, ihre Kinder nicht mehr missen möchten? Und ist es nicht so, dass diese mitunter auch anstrengenden Kinder für die ganze Gesellschaft auch eine Bereicherung sind mit ihrer bedingungslosen Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit? An genau diesen Eigenschaften mangelt es nämlich auf vielen Ebenen seriell! Wir sollten uns mal alle nicht so wichtig nehmen mit unserer vermeintlichen Gesundheit, an der wir "Krankheit" messen. Und wir sollten Eltern mit Kindern, die mehr Aufmerksamkeit erfordern, als es eine postmoderne Kleinfamiie zu leisten Im Stande ist unterstützen darin, diese Kinder aufzuziehen. Mit Geld und mit Zeit. Und nicht ihnen helfen, sie abzutreiben.
offensichltich keine ahnung vom thema - wohl kein gymnasium besucht bzw befriffen. eine trisomie 23 wie sie sie ansprechn kann es nichtmal geben. ja es gibt triple-X weibchen aber hier geht es um trisomie 21, das ist ein grundsätzlicher teilungs-fehler bei dem entstehen der eizelle oder der spermien. ja es ist eine krankheit - noch grundsätzlicher kann eine krankheit gar nicht sein! alle anderen trisomien sind nicht wirklich lebensfähig. glauben tut man in der kirche - hier geht es um wissen und das fehlt ihnen offensichtlich.

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OlafKoeln 16.03.2019, 15:35
28.

Zitat von a.usemann
Einer von vielen Schritten in die falsche Richtung der bequemen Oberflächlichkeit im Kontext mit einer ausufernden Leistungsgesellschaft. Ist Trisomie 23 eine Krankheit? Muss alles pathologisiert werden? Ist es ein Zufall, zu wem so ein besonderes Kind kommt, oder könnte es eine Aufgabe sein? ....
Haben Sie sich schon einmal bei einer betroffenen Familie gemeldet, angeboten für einige Wochen die Pflege/Betreuung zu übernehmen? Und da meine ich kein Baby oder Kleinkind, sondern einen vielleicht 12 jähriges Kind, welches sich nicht alleine versorgen kann. Nein? Vielleicht sollten Sie das mal tun.

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smurfi 16.03.2019, 15:58
29.

Zitat von castorpollux
Es ist schon erstaunlich was so alles möglich ist wenn es Interessenvertreter gibt die so einen Test verkaufen...seit 2012 ist der NIPT in Deutschland erhältlich. Anfänglich sehr teuer, mittlerweile doch erschwinglich. Fakt ist, es ist ein guter und zuverlässiger Test. Allerdings haben wir schon sehr viel länger auch das Ersttrimesterscreeing ( Ultraschall mit Messung der Nackenfalte, frühes Organscreening in Kombination mit einem Bluttest) das ebenfalls bisher nicht von den Krankenkassen getragen wird. Beide Tests sind Screening Tests...sie geben also lediglich ein Risiko an. Bei auffälligen Ergebnissen muss dann trotzdem eine Amniozentese gemacht werden. Im Unterschied zum NIPT können beim Ersttrimesterscreening auch andere nicht genetisch bedingte Erkrankungen erkannt werden, aber wie gesagt, wird nicht von den Krankenkassen bezahlt. Für mich völlig unverständlich. Frage ich mich dann doch welche Lobby hinter diesem Antrag steckt... und ob die Aufnahme des Ersttrimesterscreenings in den Vorsorgekatalog nicht mehr Sinn ergibt. Steht aber eben keine große Lobby dahinter.
Das Ersttrimesterscreeming ist mit den Bluttests wie Praena oder Harmony doch überhaupt nicht zu vergleichen. Die falsch positiv Rate der Bluttests ist um den Faktor 50 bis 100 geringer als beim Ersttrimesterscreeming. Die Anzahl der Frauen die durch das Ersttrimesterscreeming sinnlos verunsichert werden ist immens. Das Verfahren ist deshalb einfach nicht mehr Zeitgemäß und gehört sich schon lange abgeschafft.

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