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Sepsis: Die tödliche Krankheit, die selbst Ärzte zu spät erkennen
Science Photo Library/ Getty Images

Michael Zimmerman ist seit einer Routine-OP blind, er verlor Fingerkuppen, beide Unterschenkel und das Sehvermögen. Sein Fall zeigt, was eine Sepsis anrichten kann - die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

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s.olesch 03.08.2019, 18:32
1. Eine unnötige Krankheit

Ich hatte Anfang des Jahres das "Vergnügen" einer schweren Sepsis mit Schock, Multiorganversagen und langem künstlichen Koma. Meine eindringliche Bitte: werdet Blut- und Organspender, informiert euch über die Krankheit und genießt euer Leben jeden Tag. Besonderer Dank an das Team der Intensivstation der Ammerland-Klinik und dem Blutspender, dem ich mein Leben verdanke.

Munter bleiben!

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steppenwolf81 03.08.2019, 18:33
2. Goldesel, solange er nur etwas einbringt

Neben vielen Menschen degradierenden Zuständen im deutschen Gesundheitswesen ist das einer der schändlichsten: bei Anrichten eines Schadens alles abstreiten, ja nicht um Entschuldigung bitten - die rein menschliche Geste könnte ja juristisch verwertbar sein. Und selbst wenn Kliniken und Ärzte versichert sind - jede Zahlung vermeiden, denn die könnte das eigene Renommee beschädigen. Ein geschädigter Patient wird halt zum Abfallprodukt. Zu etwas gut war er nur solange, wie Arzt und Klinik die Behandlungskosten über die Krankenkasse abrechnen konnten. Und nun liegt es am medizinisch nicht Ausgebildeten, nachzuweisen was falsch lief. Eine Farce, der Tausende jedes Jahr unterliegen weil der Gesetzgeber schweigt.

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Mentor 54 03.08.2019, 18:34
3.

Für mich besteht der Skandal nicht in den ärztlichen Kunstfehlern (Ärzte sind auch nur Menschen, und Menschen machen halt Fehler), sondern wie im Folgenden aus Angst vor versicherungstechnischen und haftungsrechtlichen Konsequenzen damit umgegangen wird.

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nalle82 03.08.2019, 18:40
4. Sepsis wird in der öffentlichen

Wahrnehmung massiv unterschätzt. Darum finde ich es großartig, dass SPON hier darüber berichtet. Wenn man bedenkt dass täglich 18 mal mehr Menschen in Deutschland an einer Sepsis versterben als im Straßenverkehr (162 vs 9) muss man schon Schlucken.

Therapie? Fehlanzeige. Seitdem die Menschheit Blutkulturen anlegen und Antibiotika benutzen kann, hat sich auf dem Gebiet nicht viel innovatives getan.
Aber eine Reihe von Forschern der verschiedensten Fachdisziplinen hat sich im SYMBARA Konsortium zusammengeschlossen um Werkzeuge zu entwickeln, die Sepsis künftig besser zu diagnostizieren, den Verlauf vorhersagen und therapieren zu können.

Wenn Sie sich für das Thema interessieren schauen Sie doch mal hier vorbei:
www.symbara.de

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basic11 03.08.2019, 18:46
5. Wir kennen es, wir wissen es,

und doch interessiert es niemand. In der GroKo nicht und in der Bevölkerung auch nicht. Schliesslich stirbt man im Krankenhaus nicht medienwirksam, sondern still und leise.

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aussenminister 03.08.2019, 18:47
6. Sepsis

Bisgerade war ich der Meinung,dass mich eine Tetanusimpfung schützen würde,da es mit keinem Wort in dem Artikel erwähnt wurde,bin ich wohl einem Irrtum aufgesessen.Anteilnahme dem Menschen dem so viel Leid zugefügt wurde.

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alex300 03.08.2019, 18:47
7. Unverständlich

Der Mensch wurde kürzlich operiert.
Ist es denn so schwierig eins und eins zusammen zu zählen?
Außerdem, bei so einer Sepsis schwimmen Bakterienherde im Blut. Ein kurzer Blick aufs Blut unter Mikroskop sollte eigentlich alles offenbaren und sofort Antibiotika verabreicht werden.

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roflxd 03.08.2019, 18:57
8.

"Der Arzt sei pfeifend ins Haus gekommen und habe gefragt: "Was hat der Bub denn?", erinnert sich Zimmermann, der zu diesem Zeitpunkt keineswegs ein Bub ist, sondern ein 44-jähriger Mann, Vorgesetzter von 15 Mitarbeitern."

Ich glaube Zimmermann. Es ist kein Geheimnis, dass die größte Berufskrankheit der Ärzte grenzenlose Arroganz ist. Sieht man sich die Fehler der Ärzte in diesem Fall an, wird deutlich, dass sie die Letzten sind, die sich Hochmut leisten können.

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Stäffelesrutscher 03.08.2019, 19:00
9.

Wäre Deutschland ein Rechtsstaat und ein Sozialstaat, dann wären Arzt und Co. in der Beweispflicht, der Staat würde dem Opfer schnelle Hilfe gewähren und sich in aller Ruhe mit der Medizinerfraktion um das Geld streiten.

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