Forum: Gesundheit
"So okay": Spahn will Homöopathie auf Kassenkosten nicht antasten
Tom Weller/dpa

Sollen Krankenkassen die Kosten für homöopathische Arzneien übernehmen? Gesundheitsminister Spahn beendet den Streit mit einer einfachen Rechnung.

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Dingens 17.09.2019, 22:48
1. Feigling

eine sehr bedauerliche Entscheidung. Es geht nicht nur um das Geld, es geht vor allem um die Adelung der Homöopathie durch die Krankenkassen.

Ein schlechtes Signal aus dem Gesundheitsministerium, dass Fakten nun auch hier nicht mehr zählen.

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mucschwabe 17.09.2019, 23:09
2.

Ein Todesurteil für viele Menschen, die diesem Humbug folgen. Warum wird dieser Betrug nicht verboten? Die Kostenübernahme legitimiert die Homöopathie. Das ist das fatale.

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ralopf 17.09.2019, 23:10
3. Keine Profis

Das reiht sich also ein in eine (politische) Welt, in der gefühlte Wahrheiten, Wunschvorstellungen und das Ignorieren von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Fakten gestellt werden.
Wenn aber nicht auf Profis, Experten, Wissenschaftler gehört wird, sondern den Illusionen, Wünschen und Träumen der (vermeintlichen) Masse nachgegeben wird, dann leitet das das Ende der Aufklärung, das Ende der Erkenntnis ein. Wenn er nicht schon begonnen hat, der Weg zurück zu Glauben statt Vernunft, Angst statt Mut zu Neuem, Abgrenzung statt Offenheit.

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peter.eberl.pe 17.09.2019, 23:17
4. Gute Entscheidung!

An anderer Stelle schon einmal gesagt: jahrzehntelange Arbeit mit Patienten mit chronischen Schmerzen lehrt eines - erlaubt ist alles, was dem Patienten hilft; und wenn's der Placeboeffekt ist, prima! Man sollte die aufgrund des Placeboeffekts eingesparten Krankenstandstage mal gegen die 20 Mio gegerechnen, die Bilanz fiele zugunsten der Homöopathie aus!

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ClausB 17.09.2019, 23:20
5. Eine schlechte,

eine ganz schlechte und nicht nachvollziehbare Entscheidung des Gesundheitsministers ! Auch wenn es sich "nur" um 20 Mio handelt, es geht um Mittelchen, denen der Wirksamkeitsnachweis fehlt und trotzdem sollen für diese Summe alle Versicherten aufkommen. Einfach nur absurd. Wenn einer an diese Paramedizin und ihre Methoden und Mittel glaubt: bitte aus eigener Tasche zahlen.
" man [könne} emotional diskutieren und dabei vielen vor den Kopf stoßen." Was soll diese dumme Satz ?
Natürlich spielen Emotionen eine Rolle wie bei (fast) jeder Diskussion, in Bezug auf Globuli usw liegen aber handfeste Untersuchungsergebnisse vor aus zig und mehr medizinischen und naturwissenschaftlichen Studien und Metastudien. Die kommen zu einem eindeutigen Resultat: völlige Wirkungslosigkeit bis auf den placeboeffekt. Von diesem Gesundheitsminister bin ich enttäuscht, habe mehr von Spahn erwartet. Wissenschaftsstandort Deutschland ? Haben denn die Hersteller der Globuli und die Heilpraktiker eine so einflußreiche Lobby in Berlin, dass die Kosten dieser an Scharlatanerie grenzenden Methoden und Mittel in Zukunft weiterhin von den Gesetzlichen Kassen bezahlt werden können ?

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permissiveactionlink 17.09.2019, 23:22
6. Ausnahmsweise

will ich das hier mal nicht ausführlich kommentieren - aus Selbstschutz - da ich mich sonst womöglich vergesse und verbal verskandaliere. Nur so viel : Da hat sich wohl jemand dem Druck der einflußreichen und offenbar mächtigen Lobby gebeugt, und macht devot den Kotau. Das Geld für diese nutzlosen Zuckerglobuli, das einige wenige Scharlatane schwer reich macht, fehlt nun anderswo bei der Behandlung von Patienten mit nachgewiesenermaßen wirkungsvollen Medikamenten. Eine Kapitulation der Vernunft - dem Aberglauben und dem Reibach eine Schneise !

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Luscinia007 17.09.2019, 23:23
7.

20 Millionen? „Wir reden hier eigentlich von Peanuts ...“

Aber im Gegensatz zu Deutsche Bank-Chef Hilmar Kopper redet Bundesminister Jens Spahn von der Schwarze-Null-Partei vom Geld der Steuerzahler.

Eine unsägliche Rechtfertigung da dafür, dass sich Spahn es sich auf Kosten der Steuerzahler nicht mit dem globuli-gläubigen Teil seiner Wählerschaft verscherzen will. Und wenn der doofe Wähler weiter an Magie glaubt und es gerechtfertigt und finanziert wird, dass der doofe Wähler das Denken und die Vernunft ausschaltet, kann es den populistischen Volksverführern nur recht sein.

Glaube statt Wissenschaft! Die Zeiten der Aufklärung scheinen lang vorbei!

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aldibert 17.09.2019, 23:25
8. Auf den Zahn gefühlt

Wie wäre es zur Abwechslung mit einer vernünftigen Zahnersatzpolitik?

Dank der unsäglichen Sparzwänge hier können sich viele Menschen in diesem Land nur noch Provisorien leisten - wenn überhaupt - was für die Betroffenen oft hässliche Nebenwirkungen und vermehrte "Nacharbeiten" und somit Leiden zur Folge hat. Es ist damit auch nicht wirtschaftlich.

Ein vollwertiger Zahnersatz - Inlays, Implantate, hochwertige und haltbare Kronen und Brücken kosten ein Vermögen und stellen ein echtes Armutsrisiko dar.

Da hilft auch eine Zusatzversicherung nicht weiter - die sich auch nicht alle leisten können - und die dann im Zweifel eben nicht oder nur zum Teil einspringt.

Auch gibt es nach wie vor keine Prüfverfahren, die diesen Namen verdienen, für die verwendeten Stoffe, bzw. medizinische Implantate - anders als bei Medikamenten.

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omexiter 17.09.2019, 23:27
9.

Zitat von Dingens
eine sehr bedauerliche Entscheidung. Es geht nicht nur um das Geld, es geht vor allem um die Adelung der Homöopathie durch die Krankenkassen. Ein schlechtes Signal aus dem Gesundheitsministerium, dass Fakten nun auch hier nicht mehr zählen.
Fakten!? Aufgrund der (immer größeren) Erkenntnisse des Mikrobioms werden sicherlich auch dutzende Medikamente in Zukunft der Nutzlosigkeit überführt werden.

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