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"So okay": Spahn will Homöopathie auf Kassenkosten nicht antasten
Tom Weller/dpa

Sollen Krankenkassen die Kosten für homöopathische Arzneien übernehmen? Gesundheitsminister Spahn beendet den Streit mit einer einfachen Rechnung.

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matthias.ma 18.09.2019, 11:42
240. @95. polca-marcini

Warum Homöopathie statt 8kg Feinzucker? Wenn Feinzucker einen Placebo-Effekt hätte, wäre auch das in Ordnung. Hat er aber nicht. Ärzte schreiben einem allen möglichen sinnlosen Kram auf, z.B. praktisch alle Antibiotika bei grippalen Infekten, selbst wenn sie nicht viral sind (was der Arzt nicht feststellt, weil er keinen Abstrich macht. Bei normalen Menschen geht der Infekt in wenigen Tagen auch so weg. Die Verschreibung des (deutlich teureren) Antibiotikums führt aber zu erheblichen Nebenwirkungen und wenn ich im Alter eine bakterielle Lungenentzündung bekomme und das Antibiotikum brauche, sind die Bakterien vermutlich resistent. Es gibt einfach praktisch keine billigeren und nebenwirkungsfreieren Placebos als Homöopathie. Wenn sie die Patienten dazu bringen, dass die Kassiererin wirkt, bin ich auch für Feinzucker. Klappt aber nicht. Und Placebos helfen nunmal real. Das ist wissenschaftlich erforscht und bestätigt.

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ClausB 18.09.2019, 11:49
241. Leider gibt es

viel zu wenig Mediziner und Naturwissenschaftler und ihre entsprechenden Verbände und Organisationen, die oft und offensiv gegen diese an Scharlatanerie grenzenden esoterischen "Heilmethoden" vorgehen und die Öffentlichkeit immer und immer wieder über die Wirkungslosigkeit von Homöopathie usw aufklären.
Vielleicht lassen sich dann ja wenigstens einige von der Nutzlosigkeit dieser Paramedizin überzeugen ? Obwohl man die meisten Gläubigen dieser Heilslehre(n) wahrscheinlich nicht mehr erreichen kann; da ist Hopfen und Malz verloren.
Von einem Gesundheitsminister erwarte ich aber schon ein bisschen gesunden Menschenverstand und dass er die vielen Gutachten, Untersuchungen und Studien ( aus vielen Ländern) lesen kann oder sich unterrichten lässt über diese Auussagen von Experten wie Medizinern und Naturwissenschaftlern..
Seine Entscheidung, dass Krankenkassen weiterhin diesen Firlefanz weiterhin bezahlen dürfen, ist kontraproduktiv und schädlich und unverständlich.

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jayfrae 18.09.2019, 11:51
242. Milchmädchenrechnung

Zitat von peter.eberl.pe
An anderer Stelle schon einmal gesagt: jahrzehntelange Arbeit mit Patienten mit chronischen Schmerzen lehrt eines - erlaubt ist alles, was dem Patienten hilft; und wenn's der Placeboeffekt ist, prima! Man sollte die aufgrund des Placeboeffekts eingesparten Krankenstandstage mal gegen die 20 Mio gegerechnen, die Bilanz fiele zugunsten der Homöopathie aus!
Dann sollte man aber auch die zusätzlichen Behandlungskosten gegenrechnen, die aufgrund der Verschlimmerung von Erkrankungen aufgrund unwirksamer Behandlungen (Homöopathie) entstehen. Aber was sind schon ein paar Millionen...

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ostanleger 18.09.2019, 11:52
243. Sinnlose Schulmedizin also...

Zitat von carlwilde
... nur dass der dort echt schadet - und extrem kostet. Nicht nur geld, sondern auch grsundheit. Sinnlose antibiotikagabe? An der tagesordnung. Sinnlose Operationen? Immer noch en masse... Fängt beim kaiserschnitt an (bringt der klinik dreimal so viel geld wie die natürliche geburt) und setzt sich über sinnfreie arthroskopien, laparaskopien, bandscheiben-ops und etliches weiteres fort. Homöopathie dagegen schadet wenigstens nicht.
... dann streichen wir doch alle Ausgaben für die Schulmedizin und zahlen nur noch für Hömopathie oder anderen Hokuspokus! Wird enorm viel sparen...

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Frittenbude 18.09.2019, 11:52
244. Tablettengläubigkeit

Zitat von lollipoppey
Selbst als Vertreter der Schulmedizin hat die Homöopathie meines Erachtens seine Berechtigung im Gesundheitswesen und leistet einen wichtigen Beitrag in der Kinder- und Jugendmedizin. Daher ist die Entscheidung von Herrn Spahn folgerichtig und gut!
In der "Kinder- und Jugendmedizin" haben homöopathische Mittelchen am Allerwenigsten!! zu suchen - Mit Plazebo-Pillen für Kleinkinder vermittelt man denen nur: Schluck eine Tablette, dann geht es Dir besser. Obwohl der kleine Schmerz nach wenigen Minuten von alleine vergeht.
So legen wir schon bei den Kleinsten den Grundstein für die Tablettengläubigkeit...
Absolut fatal und unverantwortlich, diese Fehlsteuerung!

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realist12345 18.09.2019, 11:54
245. 20 Mio -na und !?

Wenn man alle Kosten gegenrechnet, die durch selbstverschuldetes Übergewicht und mangelnde Bewegung verursacht werden, sind die 20 Mio ein verschwindend kleiner Beitrag.

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Dingens 18.09.2019, 11:54
246. Offener Brief

Moin
hier der offene Brief des Informationsnetzwerkes INH zum Thema:
https://netzwerk-homoeopathie.info/offener-brief-an-gesundheitsminister-spahn-zur-fortgeltung-der-erstattung-von-homoeopathie-in-der-gkv/

@kamber: Ihnen ist schon bekannt, dass Menschen, die versuchen ihre Krankheiten mit Homöopathie zu lösen, mehr Kosten verursachen? Da gibt es zahlreiche Studien, allein die TK beziffert diese Kosten auf 35 Millionen Euro...

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Analog 18.09.2019, 11:55
247. Habe mir ein Horoskop erstellen lassen

und werde die Kosten bei meiner Krankenkasse einreichen. Die scheinen ja Kosten zu übernehmen, wo die Wissenschaft nur mit dem Kopf schüttelt. In diesem Horoskop steht, dass ich eine Negative Erfahrung in naher Zukunft machen werde, bin aber weiter optimistisch ...

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ostanleger 18.09.2019, 11:57
248. Rücktritt??

Zitat von postit2012
sollte er über einen Rücktritt nachdenken.
... braucht er nicht, er wirft sich ein paar Globuli ein, wird auch gegen Kritik von Seiten aufgeklärter, naturwissenschaftlich denkender, faktenorientierter Kritiker helfen. Geistige Verdünnung, Kopfschütteln und Schenkelklopfen (auf der Nordhalbkugel alles gegen den Uhrzeigensinn!) inbegriffen.

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KayYou 18.09.2019, 11:58
249. Reden wir doch über die Kosten

Der Apothekenumsatz von Zucker / Wasser beträgt über 670 Mio € im Jahr 2018 (Quelle: Spiegel vom 4.3.19). Dreiviertel des Umsatzes machen drei Firmen, 2 aus BaWü, 1 aus NRW. Wobei die Hersteller wie in der Pharmabranche üblich etwa ein Drittel des Umsatzes erhalten (19 % MWSt, Einzel- und Großhandel).
Knapp 10 % gehen über die GKVen.
Kommen wir nun zu den ärztlichen Leistungen. Die homöopathischen Erstanamnese kostet laut GÖÄ Nr. 30 52,46 €, Folgeanamnese (Nr. 31, abrechenbar alle 2 Monate) 26,23 €.
Eine "Erörterung (Dauer mindestens 20 Minuten) der Auswirkungen einer Krankheit auf die Lebensgestaltung in unmittelbarem Zusammenhang mit der Feststellung oder erheblichen Verschlimmerung einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung gegebenenfalls einschließlich Planung eines operativen Eingriffs und Abwägung seiner Konsequenzen und Risiken , einschließlich Beratung gegebenenfalls unter Einbeziehung von Bezugspersonen" kostet übrigens 17,49 € (Nr. 34, alles einfache Sätze).

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