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"So okay": Spahn will Homöopathie auf Kassenkosten nicht antasten
Tom Weller/dpa

Sollen Krankenkassen die Kosten für homöopathische Arzneien übernehmen? Gesundheitsminister Spahn beendet den Streit mit einer einfachen Rechnung.

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remylop 18.09.2019, 12:00
250. Falsches Signal

Ich verstehe ja das finanzielle Argument des Gesundheitsministers. Dennoch setzt diese Entscheidung ein völlig falsches Signal, indem es suggeriert, dass die Homöopathie dadurch quasi "staatlich anerkannt" wäre.
Schwerwiegend kommt hinzu, dass homöopathische Mittel zwar als Medikamente verkauft werden, sie jedoch nicht den strengen Zulassungsverfahren aller anderen Medikamente unterworfen sind. Also, entweder sie müssen genauso zugelassen werden (einschließlich Wirkungsnachweis), oder sie dürfen nicht mehr als Medikamente deklariert werden.

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rst2010 18.09.2019, 12:02
251. trotzdem...

placebos wirken einfach besser, wenn man dafür - nicht zu wenig - bezahlen muss. wenn der arzt nicht mehr diese wirkung hat, dann muss es eben die homöopathie oder das gesundbeten sein.

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katjawa 18.09.2019, 12:10
252.

...Globulis kosten einen Bruchteil der pharmazeutischen Medikamente...fragt sich, wer die Drahtzieher sind, die immer wieder aufs Neue die Homöopathie an den Pranger stellen?!
Es wird in Ihrem Beitrag der Eindruck erweckt, dass die Krankenkassen alle homöopathischen Mittel kostentechnisch übernehmen- das stimmt so nicht!

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samrong 18.09.2019, 12:13
253.

Globuline sind billig. Lächerlich billig. Man könnte richtig viel Geld mit der Drosselung der Verschreibung der "normalen" Medikamente sparen. Dann würden vielleicht auch weniger Menschen an den Nebenwirkungen sterben - mehr als 20000 im Jahr. Der Straßenverkehr ist weniger gefährlich. Die ganze Sparte der Psychopharmaka ist umstritten.
Ich selber nehme keine Globuline, störe mich aber nicht daran, daß andere sie nehmen.

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polza_mancini 18.09.2019, 12:13
254. Wir drehen uns im Kreis...

Zitat von matthias.ma
Warum Homöopathie statt 8kg Feinzucker? Wenn Feinzucker einen Placebo-Effekt hätte, wäre auch das in Ordnung. Hat er aber nicht. Ärzte schreiben einem allen möglichen sinnlosen Kram auf, z.B. praktisch alle Antibiotika bei grippalen Infekten, selbst wenn sie nicht viral sind (was der Arzt nicht feststellt, weil er keinen Abstrich macht. Bei normalen Menschen geht der Infekt in wenigen Tagen auch so weg. Die Verschreibung des (deutlich teureren) Antibiotikums führt aber zu erheblichen Nebenwirkungen und wenn ich im Alter eine bakterielle Lungenentzündung bekomme und das Antibiotikum brauche, sind die Bakterien vermutlich resistent. Es gibt einfach praktisch keine billigeren und nebenwirkungsfreieren Placebos als Homöopathie. Wenn sie die Patienten dazu bringen, dass die Kassiererin wirkt, bin ich auch für Feinzucker. Klappt aber nicht. Und Placebos helfen nunmal real. Das ist wissenschaftlich erforscht und bestätigt.
...wer zwingt denn Menschen, in jedem dieser Fälle ein Antibiotikum zu nehmen - meine eigenen kann ich auf 50 Jahre an einer Hand abzählen. Das ist Augenwischerei und eher ein Grund für einen Arztwechsel. Wie Sie sagen: vieles geht von selbst weg, gerne auch mit PlaceboGerade das H.-Klientel rennt wegen jedem Zwicken zum Arzt und DESWEGEN kosten die unter dem Strich so viel. Worum es geht ist also, dass wir uns mit der faktischen Anerkennung von Zucker als Heilmittel von jeglicher Wissenschaftlichkeit verabschieden. Zumal Sie sich selbst widersprechen, wie hier auch schon mehrfach dargelegt wurde: je teurer der Schmu (bezahlt aus dem eigenen Geldbeutel), desto wirksamer ist so ein Placebo. Es gibt - neben beten - massenhaft billigere und nebenwirkungsgfreiere Placebos als Homöopathie: nur würde sich erstaunlicherweise kein Arzt trauen, Feenstaub, Heilkristalle oder Traumfänger zu verschreiben...

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xtechnokratx 18.09.2019, 12:14
255. Das

Zitat von kamax
Wenn nur so wenig für homöopathische Mittel ausgegeben wird, dann kann man es doch einfach streichen. Das stört doch dann kaum jemanden.
ist aber nur der Anteil der Kasse dem Bürger wird weit mehr aus der Tasche gezogen.

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KayYou 18.09.2019, 12:16
256. Es sind drei Dinge, über die Sie reden

Zitat von matthias.ma
Warum Homöopathie statt 8kg Feinzucker? Wenn Feinzucker einen Placebo-Effekt hätte, wäre auch das in Ordnung. Hat er aber nicht. Ärzte schreiben einem allen möglichen sinnlosen Kram auf, z.B. praktisch alle Antibiotika bei grippalen Infekten, selbst wenn sie nicht viral sind (was der Arzt nicht feststellt, weil er keinen Abstrich macht. Bei normalen Menschen geht der Infekt in wenigen Tagen auch so weg. Die Verschreibung des (deutlich teureren) Antibiotikums führt aber zu erheblichen Nebenwirkungen und wenn ich im Alter eine bakterielle Lungenentzündung bekomme und das Antibiotikum brauche, sind die Bakterien vermutlich resistent. Es gibt einfach praktisch keine billigeren und nebenwirkungsfreieren Placebos als Homöopathie. Wenn sie die Patienten dazu bringen, dass die Kassiererin wirkt, bin ich auch für Feinzucker. Klappt aber nicht. Und Placebos helfen nunmal real. Das ist wissenschaftlich erforscht und bestätigt.
1. Natürlich hat Feinzucker einen Placebo-Effekt. Nennt sich Homöopathie.
2. Korrekt. Wird zu viel verschrieben. Bestreitet das jemand der Homöopathie-Gegner?
3. Muss man teilweise sogar zustimmen. Zitat aus der Ärztezeitung, 12.10.18: "Zu den häufiger verordneten Pseudoplacebos zählen demnach in Deutschland Sedativa, Supplemente, Antibiotika, Homöopathika, Vitamine und Phytotherapeutika. Seltener werden Analgetika oder subtherapeutische Dosen anderer Substanzen gegeben."
Die von Homöopathen so verdammte Schulmedizin hat nämlich ein paar ethische Grundsätze. Z. B., dass man den Patienten über seine Therapie aufklären muss. Was man bei Placebogabe nun einmal nicht zielführend kann. Außer man erzählt kompletten Humbug, erfindet ein wohlklingendes Märchen und benutzt die althergebrachten Schamanentricks. Womit wir bei Homöopathie sind.
Unethisch wäre es, dem Patienten bei der Aufklärung nicht zu sagen, wenn es wirksame Therapien gibt und ihn entscheiden zu lassen.
Es ist ja letztlich der Patient, der die Konsequenzen der Placebogabe tragen muss – ob sie ihm gefallen oder nicht.

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t.schulte 18.09.2019, 12:16
257. Homepathie ist Betrug.

Wenn Homepathie wirken würde, wäre die Produktion ein Umweltskandal. Verdünnt man irgendwas um Faktor 1:10 hoch 30 braucht man selbst für kleinste Wirkstoffmengen aus der Pipette mehr Wasser als es auf dem Planeten gibt.

Davon ab würde jeder Schuck aus dem Wasserhahn schon sämtliche Medikamente beinhalten, entsprechend braucht jeder nur ein Glas Wasser um sich homöopathisch zu "behandeln".
Einfach Etikertenschwindel erlauben und Placebos als homepathische "Medikamente" im Verkauf zulassen. Inklusive jedem gewünschten "wirklich echt, kein Placebo" Aufdruck. Dann geht der Homöopathie Mafia fix der Umsatz aus.

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cyborgpiratelaserninja 18.09.2019, 12:20
258.

Zitat von 7eggert
Wer keine Placebowirkung will, sollte dazusagen, daß er die Betroffenen krank sehen will. Denn Medikamente kommen oft kaum darüber hinaus. Es gibt auch gewaltige Kostenunterschiede bei Medikamenten, die gegenüber absolut billigem Schmerzmittel kaum über eine Placebowirkung hinauskommen. Der Aufpreis ist aber pro Packung (zwei im Monat braucht man) so teuer wie zwei Jahrespackungen Globuli. Wenn es nur Medizin gibt, dann ist auch der Homöopath und Oma mit ihrer Hühnersuppe ein Mediziner.
1) Nun, wenn wir schon dabei sind anzuerkennen, dass es um den Placeoeffekt geht, können wir auch aufhören an die Zauberwirkung der Homöopathie zu glauben.
Wer redet eigentlich davon die Placebowirkung abzulehnen? Nur Sie.
Von daher werde ich auf dieses Strohmannargument nicht weiter eingehen.

2) Der Verweis auf Fehler bzw. Probleme innerhalb der Verbreitung von Medikamenten ist und bleibt kein Pro-Argument für die Homöopathie. Im Gegenteil. Das ist eigentlich ein Grund die gesamte Geschichte auf den Prüfstand zu stellen.

3) Ich sprach von auf Wissenschaft basierender Medizin bzw. evidenzbasierter Medizin. Die gibt es und wenn Oma nachweist, dass ihre Hühnersuppe z. Bsp. Infektionen heilt, dann wäre SIe auch Mediziner. Im Gegensatz zum Homöopathen, der einfch eine Wirkung annimmt und sich nicht dafür interessiert woher eventuelle Effekte kommen.

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xtechnokratx 18.09.2019, 12:23
259. Warum

Zitat von spmc-125536125024537
mich überrascht allerdings nur, dass Spon sich bei diesem Thema so dezidiert auf die etablierte schulmedizinische und evidenzbasierte Seite schlägt. Wo man doch sonst keinerlei Gelegenheit zur Technik- und Industriefeindlichkeit auslässt. Stichwort Elektromobilität und Dieselmotor, Verteufelung der Automobilindustrie und der Energiewirtschaft, der modernen Landwirtschaft und beispielsweise Glyphosateinsatz. Die Homöopthie ist das gesundheitspolitische Äquivalent zur romantisierenden Kritik an der westlichen Industriegesellschaft. Ein pharmakologisches Fridays for future, sozusagen. Rückwärtsgewandt, ohne praktischen Nutzen und die Menschheit um Jahrhunderte zurückwerfend.
sollte Nachhaltigkeit Rückwärtsgewandt sein, es ist eher primitiv seine Umwelt aus kurzfristigem Denken zu zerstören. Eine Nachhaltige und CO2 reduzierte Wirtschaft wirft auch niemanden Jahrhunderte zurück, sondern es wird der Rahmen für eine moderne Kreislaufwirtschaft geschaffen an deren Ende weit mehr Arbeitsplätze als vorher stehen.

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