Forum: Gesundheit
Softdrinks: Großbritannien will Zuckersteuer einführen
REUTERS

Bei fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter geht's los, ab acht Gramm wird es noch teurer: Großbritannien plant eine Zuckersteuer auf Softdrinks. Das Geld soll in den Grundschulsport fließen.

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jj2005 17.03.2016, 15:27
50. Manipulation?

Zitat von cato.
grundsätzlich ist jede Steuer abzulehnen, die den Souverän zu einer bestimmen Verhaltensweise manipulieren soll
So ein Unsinn. Selbst paläoliberale Ökonomen wissen, dass externe Effekte steuerlich kompensiert werden sollten - und wenn fette kleine Jungs beim Sport nicht mehr mitkommen, sind gewaltige Folgekosten vorprogrammiert, vom Zahnarzt mal ganz zu schweigen. Die Zuckersteuer kann ich also als UraltNeoLudwigErhardLiberaler nur voll und ganz gutheissen. Und Fruchtzucker gehört auch auf die Liste, klar.

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Tante_Frieda 17.03.2016, 15:33
51. Kompliment!

Kompliment!Während Lobbyisten hierzulande bei solchen Plänen der Politik hysterisch "Sozialismus,Sozialismus" schreien würden,zeigt in London ausgerechnet eine konservative,also traditionell unternehmernahe Regierung,dass man so etwas einführen kann - der Gesundheit zuliebe.

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taglöhner 17.03.2016, 16:53
52. op1l Cola = 180g Haferflocken = 200g Vollkornbrottional

Ist man jetzt ein Spielverderber, wenn man in den Raum stellt, dass der Massen-Dickmacher das Getreide in jeder Form ist, und nicht der Zucker.

Vielleicht geht das ja nach dem Schichtwechsel durch..

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Tobsen666 17.03.2016, 17:07
53. Da stimmt was nicht

Zitat von joan
Was Zucker ist, steht in der Zuckerartenverordnung. Und die ist weniger darauf ausgerichtet, Krankheiten zu verhindern, als eher darauf, Schlupflöcher zu bieten. Glukosesirup bspw. ist demnach kein Zucker, darf also auch Getränken zugesetzt werden, die mit der Aufschrit "ohne Zuckerzusatz" beworben werden. Die Grenze müsste man daher beim Fabrikzucker ziehen, also allen ......
Selbstverständlich fällt ein Glukosesirup auch unter die Zucker. Weshalb sollte eine zähflüssige, konzentrierte Glukoselösung, die in der genannten Verordnung ja aufgeführt wird, dies nicht auch sein?
Da ist nichts mit Schlupflöchern.

Jeder Zucker hat hoffentlich mal eine Fabrik gesehen um zumindest die Rohwaren zu waschen und den Zucker zu extrahieren und zu verpacken. Beim Weißzucker wurde das "Waschen" eben mehrmals wiederholt. Ändert am Nähstoffgehalt im Vergleich zum weniger raffinierten braunen Bio-Rohrohrzucker vernachlässigbar wenig.

Wenn manche Verbraucher nur mit solchen Mitteln erreicht und zum Nachdenken gebracht werden können und die Abgabe, wie in diesem Falle, zweckgebunden ist, finde ich das keine schlechte Idee.

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Tobsen666 17.03.2016, 17:13
54. Sättigung und Resorption?!?

Zitat von taglöhner
Ist man jetzt ein Spielverderber, wenn man in den Raum stellt, dass der Massen-Dickmacher das Getreide in jeder Form ist, und nicht der Zucker. Vielleicht geht das ja nach dem Schichtwechsel durch..
Ein Spielverderber nicht, aber wohl auch kein Durchblicker.

Wie lange sind Sie nach dem Genuß von1 Liter Cola satt und wie lange nach dem Verzehr von 180 g Haferflocken?

Cola enthält nur Zucker, Haferflocken aber u.a. Fett, Proteine, Ballaststoffe, Polysaccharide, Vitamine, Mineralstoffe.

Dickmacher ist übermäßiger Verzehr bei untermäßigem Verbrauch. Kann man beides regulieren.

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bill_dauterive 17.03.2016, 17:28
55.

Zitat von Tante_Frieda
Kompliment!Während Lobbyisten hierzulande bei solchen Plänen der Politik hysterisch "Sozialismus,Sozialismus" schreien würden,zeigt in London ausgerechnet eine konservative,also traditionell unternehmernahe Regierung,dass man so etwas einführen kann - der Gesundheit zuliebe.
Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft dass dieser vollkommen hirnlose Schwachsinn irgend einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat, oder? Oder meinen Sie wirklich ein waschechter Cola-Junkie trinkt wegen dieser Steuer weniger Cola? Der weicht höchstens auf Billigmarken oder Importe aus (in Berlin wird seit dem genauso idiotischen Dosenpfand so gut wie keine deutsche Cola mehr auf der Straße getrunken).
Und das eine gesundheitlich unbedarfte Mutter ihrem Nachwuchs plötzlich Früchtetee zu trinken gibt weil die Cola nun ein paar Cent teuerer ist halte ich auch für absurd.
Reiner Populismus und widerliche Symbolpolitik in Reinform.

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rompipalle 17.03.2016, 17:35
56. In der Schule lernte ich...

Das es einen einfach Zucker gibt und einen mehrfach Zucker.der erste ist raffiniert und der zweite ist "wohl fast" Fruchtzucker..?
Im Job lerne ich heute jeden Tag, das die Spätfolgen von Diabetes recht gravierend sind und sich in extremen Kosten -auch für die Allgemeinheit niederschlagen. Seite ich beruflich das alles ertragen muss.... Esse ich kaum noch Zucker. Bei uns sind ca.30% der orthopädischen Amputationen auf Diabetes zurück zu führen, und das entbehrt einer jeglichen Erklärung warum ich gegen Zucker bin. Man kann Zucker auch anerziehen. Wenn alle Regale von Zucker befreit würden, währe ein fast jeder Supermarkt fast zu einem Drittel leer. Fazit: ich bin gegen Zucker Subventionen in der Eu und ich bin für eine Zucker Steuer in Europa für Hersteller und auch für den Endverbraucher! Der Rest der Diskussionen ist mir völlig egal.

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niska 17.03.2016, 17:39
57.

Zitat von Moewi
Sehr vernünftiger Ansatz
Aus mehreren Gründen, nein:
1. Recht auf Selbstbestimmung mündiger Bürger:
Eine staatliche Einmischung in das Privatleben der Menschen sollte eigentlich ganz selbstverständlich von jedem abgelehnt werden.
Auch für Erwachsene und Gelegenheitstrinker wird es teurer.
Es ist nicht Aufgabe des Staates die Menschen zu erziehen. Es ist Aufgabe der Eltern Kinder zu erziehen.
Und Steuern haben auch bei suchtpotenten Stoffen nur einen sehr geringen Erziehungswert.
2. Rechtlich nicht haltbar:
Den Zucker nur in Softdrinks zu besteuern verstößt gegen das Prinzip Gleichbehandlung. Anbieter von Zucker in anderen Formen erhalten damit einen Wettbewerbsvorteil. Also entweder Zucker überall abhängig von der enthaltenen Konzentration besteuern (incl. Lactose, Fructose, Dextrose etc.), oder gar nicht.
Dieser populistische halbgare Ansatz ist von der Industrie spielend leicht anzufechten.
3. Man kann zwar darüber nachdenken alles was potentiell schädlich oder ungesund sein könnte mit horrenden Strafsteuern zu belegen, um eventuell daraus resultierende Krankheitskosten zu decken, dann müssten diese Steuern aber zweckgebunden und die Kausalität (Fußball = Knieverletzung) eindeutig sein.
Dann müsste man aber auch noch prüfen, ob Zuckerjunkies nicht genau wie Raucher das sozialverträgliche Frühableben praktizieren.

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7eggert 17.03.2016, 17:42
58.

Zitat von mansiehtnurmitdemherzengu
Die Molkereien und Keltereien werden sich freuen, sie bekommen zu Unrecht eine Vorzugsbehandlung während die Konkurrenz verteufelt wird. Letztendlich verkaufen alle die gleichen Zuckerbomben. Sieht wirklich niemand mehr beim Einkauf auf die Etiketten? Da braucht's keine Gesetze, nur ein bischen Hirn.
Dem Hirn des einzelnen Käufers steht das Gehirn der Marketingabteilung entgegen, die es dem Kunden-Hirn möglichst schwer macht, die Angaben überhaupt erst mal ohne Lupe und Lawinenhund zu finden, und die dann noch darauf bedacht ist, daß derjenige allenfalls mittels Dreisatz und Taschenrechner die Angaben entschlüsselt - wohlwissend, daß dadurch effektiv verhindert wird, daß das die breite Kundschaft auch tatsächlich tut. Das Ergebnis: "Breite Kundschaft" ist nicht mehr nur metaphorisch.

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Hermes75 17.03.2016, 17:42
59.

Zitat von Tobsen666
Ein Spielverderber nicht, aber wohl auch kein Durchblicker. Wie lange sind Sie nach dem Genuß von1 Liter Cola satt und wie lange nach dem Verzehr von 180 g Haferflocken? Cola enthält nur Zucker, Haferflocken aber u.a. Fett, Proteine, Ballaststoffe, Polysaccharide, Vitamine, Mineralstoffe. Dickmacher ist übermäßiger Verzehr bei untermäßigem Verbrauch. Kann man beides regulieren.
Dickmacher ist in erster Linie dass man mehr Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht. Ich kenne Leute die nie Cola trinken und trotzdem massives Übergewicht haben, weil sie eben fettes Essen lieben. Ich kenne Leute die sich nur vor Grünzeug ernähren und trotzdem Probleme mit den Zähnen haben und ich kenne Leute die Cola trinken und trotzdem eine gute Figur haben.

Wie immer im Leben ist es ein Frage der Menge.

Diese Strafsteuer gegen Softdrinks wird gar nichts bringen, weil man sich eben völlig willkürlich ein bestimmtes Lebensmittel heraussucht und zum Sündenbock erklärt. Dabei gibt es so viele Lebensmittel die viel zu viel Zucker enthalten.

Konsequent wäre es daher Zucker generell zu besteuern.
Da Zucker sehr billig ist, wird er von vielen Herstellern gerne auch als Füllstoff verwendet.
Wenn diese Strafsteuer wie beschrieben eingeführt wird, dann werden die Hersteller natürlich reagieren und den deklarierten Zuckergehalt senken. Die Differenz wird dann eben durch Ersatzstoffe ausgeglichen, die aber nicht unbedingt besser sind.

Ich für meinen Teil esse z.B. keine "light" Produkte und vermeide Süßstoffe und habe keine Gewcihtsprobleme.

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