Forum: Gesundheit
Späte Elternschaft: Wollen wir alles, was wir können?
Corbis

Die Reproduktionsmedizin macht immer mehr möglich, auch eine Mutterschaft im Großmutteralter. Aber wollen wir das? Und welche Folgen hat das für die Kinder, die Familien, die Gesellschaft?

Seite 1 von 13
breakthedawn 15.04.2015, 19:13
1. Reproduktionsmedizin gehört verboten.

Ich bin allgemein kein Freund von Verboten, aber die Reproduktionsmedizin gehört verboten.

Es gibt schon viel zu viele Menschen auf diesem Planeten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
noalk 15.04.2015, 19:23
2. Die Erfahrung hat gezeigt:

Was machbar ist, wird gemacht. Dagegen helfen weder Gesetze noch Moral noch Ethik. Idioten oder Idiotinnen finden sich immer.

Die Frau hat etwas gemacht, was in Deutschland illegal ist. Für die Folgen illegaler Handlungen sollte die Solidargemeinschaft nicht einstehen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
imperatom 15.04.2015, 19:28
3.

Ich bin gegen solche künstlich-späten Schwangerschaften und glaube nicht, dass sie den Kindern gerecht würden oder gut für die Gesellschaft wären.

Aber: Mit welcher Utopie einer Gerechtigkeit will man der Frau es verbieten, schwanger zu werden? Das rechtliche Verbot in Deutschland führte nur dazu, dass sie sich im Ausland befruchten ließ.

Die Gesellschaft kann Normen bestimmen, mit Gesetzen sollte man sich zurückhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anloli 15.04.2015, 19:29
4. Die Medizin hat es doch längst entschieden ...

wer will sich denn als Richter zu diesem umfassenden Thema erheben?
Und dad die jungen Mütter ja bereits nach wenigen Jahren mit Kind mit ihrem Schicksal als Mutter hadern - wie es die aktuellen Diskussionen um #regrettingmotherhood belegen, bleibt uns wohl kaum eine Wahl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Midgard_ 15.04.2015, 19:31
5. Den Preis bezahlen die Kinder

Ein sehr wesentlicher Aspekt kommt noch hinzu: Frau R. ist im Prinzip nur Leihmutter, denn es handelt sich um Ei- und Spermaspenden ...

Was bedeutet das für die Identitätsfindung der Kinder, die weder den biologischen Vater noch die biologische Mutter kennen?

Ich glaube nicht, das irgend jemand auf diesem Globus damit glücklich werden kann, der seine eigene Entstehung einem Labormix verdankt ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tiananmen 15.04.2015, 19:33
6.

Zitat von breakthedawn
Ich bin allgemein kein Freund von Verboten, aber die Reproduktionsmedizin gehört verboten. Es gibt schon viel zu viele Menschen auf diesem Planeten.
Ich finde Ihre Einstellung etwas oberflächlich und womöglich nicht zu Ende gedacht. Durch ein Verbot der "paar Dutzend" künstlicher Befruchtungen in Deutschland werden Sie das Welt-Bevölkerungsproblem nicht lösen.

Wenn ein Paar kein Kind bekommen kann, dann leidet seine Lebensqualität ggf. erheblich. In einem wohlhabenden Staat, wie dem unseren sollte man solchen Leuten helfen. Insbesondere bei Bevölkerungsgruppen, bei denen die demoskopische Entwicklung ohnehin rückläufig ist.

Ob man in extrem fortgeschrittenem biologischem Alter noch auf eine künstlich herbeigeführte Schwangerschaft bestehen sollte, muss jeder für sich selbst entscheiden. In Anbetracht der erhöhten gesundheitlichen Gefährdung des Kindes und der Mutter (und ggf. angesichts der Tatsache, dass schon ein oder mehrere Kinder da sind) scheint mir persönlich das verantwortungslos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
universitario 15.04.2015, 19:35
7. Schwierig

Die Frage, welche Folgen für die Kinder bestehen, halte ich für überaus angemessen. Der Wunsch, Kinder großzuziehen, ist kein Menschenrecht - manche können das leider nicht, was mir sehr leid tut.
Eine bessere Gesellschaft liegt in der Verantwortung von uns - den Erwachsenen - und sollte vielleicht nicht durch Inkaufnahme potentiell nachteiliger Kindheiten Unbeteiligter erzwungen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Grafsteiner 15.04.2015, 19:36
8. Verschwendetes Leben

Wenn ich diese Omas und Opa mit ihrem Frischling rumstolzieren sehe, frage ich mich, wo deren Vernunft geblieben ist. Wenn die erst zur Rentnerzeit merken, dass etwas in ihrem Leben fehlt.

Die haben ihr ganzes Leben (das von ca. 20 - 45 dauert) verschwendet. Und sie selbst merken es noch nicht einmal, dass ihr Leben nicht den kleinsten Sinn gehabt hat. Ich habe mir schon mit 25 die Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet. Der Sinn des Lebens besteht darin, diese Frage an die nächste Generation weiterzugeben. Denen dämmert es allmählich um 50.

Nach einem Leben der völligen Egozentrik. Dann, mit abgewetzten Ellenbogen versuchen die etwas Leben in ihr Leben zu holen, was nicht mehr funktionieren kann. Kinder im Alter als Sinngeber anzusehen, ist dann der Gipfel der denkerischen Impotenz. Körperlich mag es ja noch funktionieren, aber geistig hat es nie funktioniert.

Ich warte nun auf die Nachricht, dass Alice Schwarzer (72) von ihrer Freundin schwanger geworden ist. Weil sie endlich mal was Sinnvolles auf die Welt bringen wollte. Ich warte dabei auf einen Titel in der Bild-Zeitung: "Wir haben abgetrieben - und das war ein Fehler".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BettyB. 15.04.2015, 19:37
9. Das Schlimme

Es gibt wohl viel schlimmere Mütter als jene, die als Quasi-Geburtsmaschinen Kinder ihnen fremder Ei- und Samenspender zu Welt bringen, ohne sich über deren Wohl wirklich Gedanken zu machen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 13