Forum: Gesundheit
Späte Elternschaft: Wollen wir alles, was wir können?
Corbis

Die Reproduktionsmedizin macht immer mehr möglich, auch eine Mutterschaft im Großmutteralter. Aber wollen wir das? Und welche Folgen hat das für die Kinder, die Familien, die Gesellschaft?

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nomadas 16.04.2015, 07:27
70. Ahriman

Alte Frauen wollen schwanger werden, junge Frauen regretting mother hood und Angie, die kinderlose, setzt auf Roboter, Industrie 4.0 - Die Welt ist aus den Fugen, ja, Herr Außenminister! Ahriman kommt, im 3. Jahrtausend nach Jesus Christus. Sieht ganz so aus!

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kinshasa 16.04.2015, 07:31
71. Und was ist mit alten Vätern?

Wieso wird so auf der Frau herumgehackt. Kein Mensch regt sich über Männer auf, die im hohen Alter noch stolz Nachwuchs haben.

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iLady 16.04.2015, 07:34
72. späte Vaterfreuden...

Als Gerhard Schröder mit fast 70 noch mal Vater wurde haben alle von den Späten Vaterfreuden geredet, keiner hat bemängelt das er auch schon 88 sein wird (wenn er dann noch lebt) wenn sein Kind 18 wird... gerade in Hinblick das Männer ja auch früher sterben ist es interessant das Männern das Späte Vaterwerden - nur weil es biologisch geht - absolut anerkannt wird und da kaum einer negativ drüber berichten.

Dabei weiß man auch das Männer ab 50 aufwärts auch nicht mehr die Qualität abliefern (Behinderungen eher entstehen) die biologisch gut ist..

Wenn ein 80 jähriger sich eine 25 Jährige nimmt und dann noch mal Vater wird... kein Thema... macht das eine Frau ist gleich große Moral und Weltuntergang und die ganze Medizin wird in Frage gestellt!

ich persönlich finde beide gleich unverantwortlich und fand es schon immer befremdlich wenn Klassenkameraden so "alte" Eltern hatten...

Aber es ist nicht meine Entscheidung und mit welchem Recht, wage ich es jemanden das abzusprechen...
Klar, man muss nicht alles machen, nur weil es möglich ist... aber eine erwachsene Frau oder ein erwachsener Mann haben auch das recht törichte Fehler zu machen...

Ich glaube das Kind hat davon weniger schaden als vermutet wird...

ich Wünsche mir nur, dass mit gleichem Maas gemessen wird was die mal angeht aber auch hier werden Frauen schneller als negatives Objekt abgespielt als Männer...

und davon abgesehen... was soll ist Ihre Entscheidung sie muss damit leben und ihre Familie.. und als Mutter weiß sie ja was auf sie zukommt....

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juergen.christensen 16.04.2015, 07:37
73. Man muss das Kind ja nicht selbst austragen ...

Der Artikel beleuchtet leider nicht die Tatsache, dass man ja das Kind nicht selbst austragen muss. Eine Schwangerschaft im hohen Alter ist sicherlich nicht optimal. Daher sollte man sich fuer das Austragen des Kindes eine professionelle Leihmutter nehmen. Dies ist in Kalifornien bereits moeglich. Maenner im Rentenalter koennten sich dann eine Eizelle von einer Spenderfrau kaufen (muss nicht die Frau sein, die das Kind austraegt), Frauen koennten ihre eingefrorenen Eizellen verwenden.

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juergen.christensen 16.04.2015, 07:42
74. Rentnereltern als Zukunftsmodell

Elternschaft im Rentenalter ist sicherlich ein Zukunftsmodell:
1. Man hat Zeit fuer die Erziehung der Kinder und braucht sich um Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht zu kuemmern.
2. Man ist (hoffentlich) finanziell abgesichert.
3. Man ist reich an Lebenserfahrung, die man an seine Kinder weitergeben kann.
4. Man kennt seine Krankheitsgeschichte und sein Potential und kann daher eher abwaegen, ob man aktiv einen Beitrag zum Genpool der naechsten Generation leisten moechte.
5. Die Kinder halten einen selbst jung, und man wird auch im Alter eher noch auf seine eigene Gesundheit achten.

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lütte 16.04.2015, 07:49
75. Traurig!

ein beinah schon zu vorsichtig formulierter Artikel, der genau die richtigen Fragen aufwirft. als Betroffene der genannten 2012-Statistik hängt mir das Thema wie ein Stigma an. doch Debatten wie diese sowie zum Thema 'social freezing' stimmen mich vor allem eins: traurig! So, Deutschland, willst Du mit Deinen Kindern umgehen?! Selbstverwirklichung endet dort, wo sie anderen Menschen Schaden zufügt!

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kai0816 16.04.2015, 08:04
76. Manche wollen, manche nicht

Kirche, Staat, Gesellschaft und wer noch alles können und sollen sich eigene Standpunkte erarbeiten und Beratungen zum Thema anbieten. Mitentscheiden sollten sie bei diesen Fragen nicht, weil niemand das Leben anderer Menschen "korrigieren" kann.

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jenspeh 16.04.2015, 08:15
77. Leben und Leben lassen

Ich kann viele der Argumente nicht nachvollziehen, habe ein ungutes Gefühl auf 'Krampf' noch spät Kinder erzwingen zu wollen, aber ob das gut oder schlecht für die Kinder ist, scheint mir unklar.... also: Nicht moralisch anderen dreinreden, würde ich mal vorschlagen.

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sternensturz 16.04.2015, 08:16
78.

Ich möchte das nicht für andere entscheiden. Im Fall von Frau R. frage ich mich dennoch, warum die durchführenden Ärzte so verantwortungslos gewesen sind, ich meine gelesen zu haben, dass aufgrund der Wechseljahre und der damit verbundenen hormonellen Umstellung im Körper Frau R. auf natürliche Weise weder Kinder bekommen (keinen Eisprung) noch austragen hätte können. Und hier frage ich mich tatsächlich, ob das nicht zu weit geht.
Ich möchte nicht übergriffig sein, aber dabei habe ich Bauchschmerzen.
Da mein Mann und ich uns mit über 30 Jahren kennen gelernt haben, bin ich mit 37 schwanger geworden und habe unsere Tochter mit 38 Jahren zur Welt gebracht. Für mich war bereits klar, dass ich ab 40 Jahren kein Kind mehr bekommen möchte. Das sagt mir mein Gefühl, erklären kann ich es nicht gut. Ich bin ein wenig traurig, dass unser Kind nun ohne Geschwisterchen aufwachsen wird. Schwangerschaft und Geburt verliefen super, ich war körperlich fit, als gesunder Mensch, der nicht raucht usw merkt man mir die 40 nicht an. Körperlich bewältigen wir es sehr gut, kein nennenswerter Unterschied, sind glücklich, unser Kind putzmunter. Ich bin vielleicht vernünftiger und ruhiger, als ich es mit Anfang 20 gewesen wäre.
Ich denke aber eben auch an die Jahre später. Wenn unsere Tochter 20 ist, bin ich schon 58. Ich würde gerne noch so viel von ihrem Leben mitbekommen, ich würde gerne noch für Enkel da sein als Oma, sollte sie Kinder haben wollen. Ich würde das nur ungerne verpassen, das ist doch auch, was Familie ausmacht. Man kann natürlich sagen, jeder kann seine Eltern immer und zu jeder Zeit durch einen Unfall oder Krankheit verlieren... Ich bin mir aber nicht sicher, wie es sich auswirken wird, wenn ganzen Generationen die Eltern sehr früh fehlen. Meine Frauenärztin sagte mir, dass mein Alter bei der Schwangerschaft keine Seltenheit mehr sei und viele noch um die 40 Kinder bekommen. Ich mache mir einfach Sorgen, dass wir vielleicht in 10 oder 15 Jahren schon nicht mehr Schritt halten können mit unserem Wildfang, auch wenn es albern klingt.
Mit 65 wäre für mich undenkbar, Kinder kriegen ist doch noch viel mehr... Man hat verantwortung und da zu sein, bis das Kind selbstständig ist und reicht diese Zeit bis zur Verselbstständigung?
Vielleicht melden sich einmal Menschen, die früh ihre Eltern verloren, wie das für sie und ihr Leben gewesen ist.

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fwittkopf 16.04.2015, 08:22
79. Die Nobelpreisträgerin

Zitat von tommit
Das Kind 18 die Mutter 83 der Vater tot....
Bertha von Sutter, geboren 1843, hat ihren Vater nie kennengelernt, denn der war bereits 75 und ist während der Schwangerschaft gestorben.
Das gabs zu allen Zeiten, und heute, über 100 Jahre später, können wir aufgrund des Fortschritts auch älteren Müttern eine Schwangerschaft ermöglichen.
Die Vollendung der Gleichheit.
Warum jubelt keiner?

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