Forum: Gesundheit
Spahn zu Trisomie-Test: "Die Kassen müssen das zahlen"
DPA

Gesundheitsminister Jens Spahn unterstützt die Pläne, Schwangeren einen Bluttest auf Downsyndrom zu bezahlen. Kritiker befürchten, dass es durch den Schritt zu mehr Abtreibungen kommen könnte.

Seite 2 von 5
sahri 08.04.2019, 21:38
10. Kinder kosten...

Jeder wie er meint, aber wieso auf Kosten der Allgemeinheit? Kinder kosten eine Menge Geld, wenn man sich so einen Test schon nicht leisten kann, sollte man sich das ganze vielleicht nochmal durchrechnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
susie.soho 08.04.2019, 22:56
11. Nicht straffrei...

Zitat von Crom
Die Debatte ist mal wieder scheinheilig hoch drei. In Deutschland kann straffrei ohne Grund abgetrieben werden. Da wird demonstriert und radikale Verfechter fordern sogar noch die Abtreibung bis kurz vor der Geburt. Ab wehe man möchte ein Test machen, dann ist das alles unethisch und unmoralisch. Das soll mir mal einer erklären.
Es kann keineswegs "ohne Grund" straffrei abgetrieben werden.

Obwohl ich einen Schwangerschaftsabbruch bei einer entsprechenden Diagnose gutheißen kann, bin ich gegen die Bezahlung des besagten Tests durch die Krankenkassen. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Wer über die üblichen Vorsorgeuntersuchungen hinaus Tests über Befindlichkeiten des werdenden Lebens machen lassen will, der muss sie auch selbst bezahlen. Diese Tests sind auch keineswegs nur Reichen vorbehalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
makwd 09.04.2019, 00:20
12. Bitte medizinisch korrekt recherchieren!!

Dieser Bluttest gibt im Ergebnis "nur" das RISIKO an, ein Kind mit Trisomie in sich zu tragen. Dabei werden auch andere Faktoren, wie z.B. das Alter der Eltern etc. hoch eingerechnet, auch wird nicht auf andere Erbkrankheiten getestet. Das Ergebnis kann dann also lauten: 10% - evtl. auch nur wegen des Alters. Und dann? Dann muss Frau / Familie sich für weitere Untersuchungen, die das Risiko von Fehlgeburten gesunder Kinder in sich tragen, entscheiden (oder dagegen). Ja, meinetwegen soll dieser RISIKO-Test kostenfrei gemacht werden. Aber dass muss dann bitte auch SO dargestellt werden! ...und nebenbei fände ich es sehr viel sinnvoller, das Geld in die bessere Förderung & Betreuung der besonderen Kinder & Erwachsenen zu stecken!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bertholdalfredrosswag 09.04.2019, 00:49
13.

Zitat von kragdag
@Braveheart Jr., deine Einlassungen sind ja wohl das unsozialste und egoistischste Statement seit langem. Das nächste ist dann Euthanasie um die Menschen, die nicht ihre 5 Sinne beisammen haben vor sich selbst zu schützen. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.
Braveheart Jr. Kann man nur zustimmen. Vorausgesetzt natürlich man kann realistisch denken. Das könnte Dir auch das kotzen ersparen. Hier Euthanasie ins Spiel zu bringen ist Unsinn. Hier handelt es sich um Vernunft oder Unvernunft. Jedenfalls würde ich persönlich mir wünschen nicht geboren zu werden wenn mir ein normales Leben zu leben nicht möglich wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heissSPOrN 09.04.2019, 00:50
14.

Warum Herr Spahn hier so eifrig ist, den Versicherten finanziell entgegen zu kommen, wo er bei der Pflege im selben Atemzug bremst? Will heissen, Eltern einen test zu bezahlen, damit diesen ein "schwieriges" Kind uU "erspart" (ja, in jeder Hinsicht) bleibt, den Verwandten Pflegebedürftiger aber alles an möglichen Kostensteigerungen aufbürdet. Hat er wieder ein Start-Up unterstützt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mig68 09.04.2019, 01:24
15. Die Mutter

ist die einzig verantwortliche für jedwede Entscheidung über Ihren Körper. Und die Gesellschaft hat da nicht mal ein minimales Mitspracherecht. Wenn die Mutter einen Test macht und eine Entscheidung trifft, so oder so, wer stellt sich über die Entscheidung dieser Mutter? Die pseudo religiösen Moralapostel, die hinterher verhindern wollen dass ein behindertes Kind mit Ihren Vorzeigekindern in die selbe Schule gehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lhyxlynx 09.04.2019, 03:35
16.

@Braveheart Jr.

Ich bin sehr gespannt, ob sie Selbiges in Zukunft auch über sich selbst sagen werden, wenn SIE als "nie und nimmer fit" eingestuft werden sollten für die "Solidargemeinschaft" einer eiskalten gewordenen Welt, offenbar ganz nach Ihrem Gusto.

Lassen Sie mich raten: Ich tippe auf Nein. Einen Grund werden Sie dann sicher schon finden, nicht wahr? Alles andere wäre ja auch zutiefst "unsolidarisch". Also, jetzt nur Ihnen selbst gegenüber, versteht sich.

Von ihrem Statement aus gesehen ist die Euthanasie der Nazis bereits in Spuckreichweite. Ich sehe das ganz genauso, wie #9: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mumuwilli1975 09.04.2019, 05:05
17. kragdag

Wieso? Er hat doch Recht. In welcher Phantasie Welt leben Sie?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
asentreu 09.04.2019, 06:12
18. wieso gibt es die Debatte überhaupt?

Eigentlich ist die Betrachtung dich einfach:

der Praena- Test ist sensitiver bezüglich der Diagnose als das Ersttrimester- Screening und, im Gegensatz zur Fruchtwasserpunktion, hat er eben KEIN Risiko ungeborenes Leben VERSEHENTLICH zu töten. Hier hätten wir also das Argument 'pro Leben' ganz nach Gusto der CDU, das bedeutet nämlich auch lieber die Testmethode zu wählen, die die Schwangerschaft erhält.

Warum man da noch diskutiert, ich verstehe es nicht. Verstehen kann ich aber jedes Elternpaar dass sich entscheidet eine Schwangerschaft mit Down- Syndrom- Kind abzubrechen. Ich frage mich, wann werden die Medien jemals das echte Leben von Patienten mit Trisomie 21 zeigen. Das besteht nämlich nicht nur aus 'sieht anders aus, ist aber soooo lieb', es besteht aus Klinikaufenthalten, Schmerz, häufig schon jung schwersten Herzoperationen, Angst (weil sie die Notwendigkeit von all dem oft nicht verstehen, oft auch als Erwachsene nicht, Behundertenwerkstatt und Betreuung statt Leben). Für mich ist das kein erstrebenswertes Leben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 09.04.2019, 07:53
19. logisch...

...führt das zu mehr Abtreibungen...und das ist richtig so. Wenn man die Wahl hat ein gesundes oder behindertes Kind auf die Welt zu bringen, werden sich die meisten wohl gegen das behinderte Kind entscheiden....und das kann ich gut nachvollziehen. Das hat nichts damit zu tun, das Menschen mit Down-Syndrom weniger wert sind oder man sie nicht mag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5