Forum: Gesundheit
Spahns Gesetzentwurf: "Therapien" gegen Homosexualität sollen verboten werden
Tom Weller/dpa

"Diese angebliche Therapie macht krank und nicht gesund": Gesundheitsminister Jens Spahn will sogenannte Konversionstherapien verbieten - so weit wie möglich.

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Grünspahn 04.11.2019, 11:45
1.

Ok, diese "Therapien" gibt es - aber wer bietet denn so was an? Warum wird überhaupt versucht an der sexuellem Orientierung herumzudoktern, wo es doch sehr starke Hinweise gibt, dass diese angeboren ist? Vielleicht weiß jemand was genaueres.

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Björn L 04.11.2019, 11:50
2. Es wird immer wen geben der sowas anbietet

Hier in Köln sind wir liberal und intressieren uns nicht dafür was die Leute daheim in ihren Schlafzimmer machen. Manche nennen das Aktzetanz, ander Toleranz.

Die meisten uns bekannten Homosexuellen waren dies immer schon, andere kämpften mit sich bezüglich eines Outing, da die Gesellschaft dies als "anders sein" betitelt. Dabei ist dies derart normal und hat es immer gegeben -auch im Tierreich (mit Schmunzeln denke ich an ein schwules Pinguinpaar im Zoo, welche ein Nest bauten und von den Pflegern ein Ei untergejubelt bekommen haben und tolle Eltern wurden).

Homos gibt es rund um den Globus nur die Aktzeptanz/Toleranz der Gesellschaft lässt diese sichtbar werden.

Therapien sind vermutlich eher von beschämten Familienmitgliedern erbeten. Schwer vorstellbar, dass einer selbst danach fragt.
Therapierbar ist das nicht und wird es auch nie sein.
Dennoch glaube ich nicht, dass ein Verbot was bringt, es verlagert sich ins Ausland oder Untergrund.

Eine Therapie verstärkt die Selbstzeifel und schadet mehr als es einfach anzunehmen, worauf es am Ende immer hinausläuft. Nebenbei verdienen Schmierlappen aller Art und machen Gesunde krank.

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dasfred 04.11.2019, 11:52
3. Sehr obskur

Der Behandelnde soll den Nachweis erbringen, dass ein Patient zwischen 16 und 18 die nötige Einsichtsfähig mitbringt? Wie kann man die mitbringen in eine Therapie, die nicht funktioniert? Es gibt keine Möglichkeit, Homoseuelle zu "heilen", da sie nicht krank sind. Ausgerechnet Herr Spahn sollte doch über diese Thematik die nötige Sachkenntnis besitzen. Statt Angebote auszubauen, junge Homoseuelle, Jungs uns Mädchen, in ihrem Selbstfindungsprozess zu stärken, auch ihrer Familie oder ihren Glaubensbrüdern gegenüber, wird im Grunde weiter gepfuscht wie bisher. Das Gesetz ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Hier wird künstlich Aktionismus signalisiert, ohne wirklich gegen diese Scharlatane zu handeln.

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stolte-privat 04.11.2019, 11:53
4. Wieso sind solche Praktiken...

...und die Werbung dafür nicht schon längst verboten? Homosexualität ist doch keine Krankheit und wir leben nicht im Mittelalter. Gerade in die sexuelle Entwicklung von Jugendlichen und Heranwachsenden einzugreifen sehe ich absolut kritisch. Das kann eigentlich nur nach hinten los gehen und diese jungen Menschen für den Rest ihres Lebens schädigen.

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hrmblgrmpf 04.11.2019, 11:58
5.

Zitat von Grünspahn
Ok, diese "Therapien" gibt es - aber wer bietet denn so was an? Warum wird überhaupt versucht an der sexuellem Orientierung herumzudoktern, wo es doch sehr starke Hinweise gibt, dass diese angeboren ist? Vielleicht weiß jemand was genaueres.
Im "verwandten Artikel" bei Spiegel Online (
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/jens-spahn-gutachter-spricht-ueber-geplantes-verbot-von-konversionstherapien-a-1272485.html ) heißt es dazu: "Radikale christliche Gruppierungen, aber auch Ärzte und Psychotherapeuten, haben in der Vergangenheit immer wieder sogenannte Konversionstherapien angeboten."

Oder kurz zusammengefasst - hauptsächlich religiöse Eiferer, welche homosexuellen Menschen einreden wollen, sie wären "unnormal" oder "bösartig" und müssten davon geheilt werden.
Ob wir dann auch Therapien für religiöse Eiferer brauchen, um sie von ihrem Wahn zu heilen?

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draco20007 04.11.2019, 12:02
6.

Informationen für Abtreibungen werden verboten, aber "Therapien" für Homosexuelle sind erlaubt?
Und ich dachte wir wären ein säkulärer Staat...das riecht sehr nach religösen Fanatikern und nicht nach Wissenschaft, die man 2019 erwarten könnte...

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luciust 04.11.2019, 12:04
7. Warum nicht generell verbieten?

Das ist genau ein Thema, wo die Exekutive, wie auch die Legislative klare Kante zeigen sollte. Homosexualität ist keine Krankheit und daher nichts, was als solches therapiert werden muss. Erwachsene, die deswegen Leidensdruck haben, können ihne weiteres zu einem regulären Psychotherapeuten gehen, oftmals dürfte sogar die Krankenkasse die Behandlung übernehmen. Die dritte Gewalt, das Bundesverfassungsgericht kann dann gerne angerufen werden und entscheiden, ob der Gesetzgeber tatsächlich so unterscheiden muss, wie der aktuelle Vorschlag lautet. Der ist schwach und riecht nach politischem Kotau vor den extremen Rechten. Alleine das ist schon widerlich. Die Therapien und vor Allem Werbung dafür sind es sowieso.

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w.glsener 04.11.2019, 12:05
8. Recht so,

Therapieversuche, Betroffenen von der Homosexualität „zu heilen“, sollten verboten werden. Auch religiöse Gemeinschaften sollten allmählich begreifen und akzeptieren, dass diese sexuelle Ausrichtung angeboren ist.
Wer Menschen nicht akzeptiert die eben anders sind, macht sich schuldig!

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Hans-Dampf 04.11.2019, 12:05
9.

Solche Therapien gleichen ja beinahe dem Exorzismus, der de facto auch verboten ist. Jemandem eine andere sexuelle Orientierung "therapieren" zu wollen kann in einer aufgeklärten Gesellschaft ja nur verboten werden.

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