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Sperre für Sportlerinnen: Warum sind lange Beine okay - und viel Testosteron nicht?
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Manche Frauen haben von Natur aus viel Testosteron im Körper. Sie dürfen laut Leichtathletik-Weltverband nicht mehr auf Mittelstrecken-Läufen starten. Eine unfaire Entscheidung.

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Leser161 27.04.2018, 18:09
1. Einfach

Warum lange Beine okay sind und Testosteron nicht? Weil es im Sport Klassen gibt. Beim Boxen gibt es ziemlich viele, je nach Gewicht halt. Beim Laufen zwei - Männer und Frauen.

Es muss daher eine willkürlich festgelegte Grenze geben, wann man in welche Klasse gehört. Beim Boxen ist es wieviel der Athlet auf die Waage bringt (und sein geschlecht) in der Leichtathletik halt eine gewisse Testosterongrenze. Gerade in Zeiten in denen wir erkennen das es soetwas wie Intersexualität gibt ist eine solche Einteilung hochaktuell und sinnvoll.

Man kann generell gegen Klasseneinteilung im Sport sein. Aber ich fände das unfair gegenüber den Athletinnen die dann mit Männern konkurieren müssten.

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asdf01 27.04.2018, 18:17
2.

Warum gibt es Senioren- oder Junioren-Wettbewerbe? Weil man versucht, möglichst Gruppen ähnlicher Leitungsfähigkeit gegeneinander antreten zu lassen. Natürlich ist das nie perfekt, der eine ist mit 17 körperlich weiter als der andere. Will man diese Imperfektionen nicht akzeptieren, muss man in der Tat jeden gegen jeden antreten lassen und somit auch Frauen-Wettbewerbe abschaffen. Das ist dann korrekte Gleichstellung und müsste von den Feministen eigentlich bejubelt werden.

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jeremy_osborne 27.04.2018, 18:24
3. Endlich!

Eine sehr gute Entscheidung, wobei ich persönlich die Einführung einer dritten Kategorie, also Männer -- Frauen -- Intersex, als noch günstiger empfinden würde. Gerade die Mittelstreckenrennen bei den Frauen sind in letzter Zeit zur Farce verkommen. Und bei aller Liebe: "Wenn eine Frau als Frau aufgewachsen ist und sich als Frau fühlt - dann hat sich auch das Recht, als Frau Sport zu treiben." Das ist etwas zu naiv. Natürlich darf jede Frau, jede Intersexuelle, ja selbst jeder Mann jederzeit als Frau Sport treiben. Wenn man aber einen fairen Wettkampf haben möchte, muss man für die Teilnahme an diesem Wettkampf irgendwo eine Grenze ziehen.

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hansulrich47 27.04.2018, 18:24
4. Das seh ich anders!

Deutlich vermännlichte Sportlerinnen - wie früher aus der DDR - haben einen unfairen Vorteil. Ob das jetzt Doping ist oder "natürlich", das ist sehr zweifelhaft. Denn man kann der "Natur" schon mal mit Hormongaben nachhelfen. Und deshalb muss es Grenzwerte geben. Die Regeln sind sowieso schon zu lax, siehe "Asthma" bei Skilangläufern oder Radfahrern.

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tanteju3 27.04.2018, 19:06
5. Scheinheilig und inkonsequent.

Mag sein, dass es unfair den "normalen" Sportlerinnen gegenüber ist, aber ich halte diese Regelung trotzdem für scheinheilig.
Man zwingt hier Menschen in eine Hormontherapie, deren Folgen gar nicht absehbar sind.
Bei den männlichen Kollegen wurde diese Frage der Differenzierung aufgrund des Testosteronwertes noch nie gestellt, obwohl die Werte hier viel weiter auseinander liegen.
Müsste man dann also konsequenterweise gar nicht mehr nach Geschlecht, sondern generell nach Testosteronwert kategorisieren?

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womo88 27.04.2018, 19:06
6. Downgraden!?

Ich bin durchaus gegen Doping, aber was hier abgeht: Da müssen/sollen sich Frauen medizinisch dorngraden lassen, weil sie einen zu hohen Testosteronspiegel haben. Das ist doch irre. Man könnte bei vielen Sportarten noch andere Parameter heranziehen wie z. B. das Lungenvolumen, die Schuhgröße, die Gesamtanatomie in Eignung für eine bestimmte Sportart. Ich finde es irre: Da kann jemand etwas etwas besser, weil er/sie etwas mehr von einem bestimmten Hormon in die Wiege gelegt bekommen hat, und nun darf sie nicht mehr bei den Frauen mitmachen ohne eine medizinische Therapie. Beginnen wir langsam, uns die passenden Menschen für jede Sportart zu basteln?

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chriswo 27.04.2018, 19:16
7. Ihr ernst?

Ist das tatsächlich ihr Ernst?!?! Sie befürworten Doping im Sport und wollen das im Frauensport breit zulassen? Genau das würde nämlich passieren, wenn man diesen Testosteron-Ausreißerinnnen keinen Riegel vorgeschoben hätte. "Diese Frauen mit dem hohen Testos-Wert dürfen antreten.... ja dann spritzen wir unsere Sportlerinnen auch mal voll".Jede Sportlerin müsste entweder was nehmen oder hätte keine Chance mehr auf einen fairen Wettbewerb. In gewissen Ländern würden sogar im Jugendsport die Mädels mit Testos vollgespritzt werden, ist ja legal. Warum soll hier wieder die breite Masse unter einen geringfügig betroffenen Teil der Damen mit einem dieser Anomalie leiden? Diese Damen können doch wie erwähnt einfach die Hormonpille nehmen. Genderthemen haben im Sport einfach nichts verloren, hier muss auch mal logischer Sachverstand ran.

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radioactiveman80 27.04.2018, 19:26
8. Ihr Ernst, Frau Weber?

ZITAT: Wenn eine Frau als Frau aufgewachsen ist und sich als Frau fühlt - dann hat sich auch das Recht, als Frau Sport zu treiben. —- Ist das ernsthaft die Schlussfolgerung einer Journalistin? Frau Weber, ich fühle auch dass ich das Doppelte verdienen, keine Steiern mehr zahlen und auf der Autobahn eine eigene Spur bekommen sollte. Und jetzt? Sport ist ein Wettbewerb, und im Spitzensport geht es um viel Geld. Und wie so oft im Leben geht es nicht ohne Regeln. Aber wie man schon bei Life of Brian feststellte: Loretta kann zwar keine Babies bekommen, aber er(sie) hat das absolute Recht dazu. Und auch wenn es sinnlos erscheint, steht es symbolisch für unser Ringen gegen die Unterdrückung!

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halrick 27.04.2018, 19:30
9. Völlig ernst gemeinte Frage

Wo wird die Grenze gesetzt? Sofern der Testosteronwert nicht künstlich verändert wird, diskriminiert die Regelung doch extremst. Es kann doch niemand was dafür wie hoch / niedrig der eigene Wert ist. Wenn eine Person einen Testosteronwert von 4,75 hat, wäre sie ja bei den Frauen bevorteilt, bei den Männern aber benachteiligt. Und wenn nur Intersex untereinander kämpfen würden, wäre jemand mit einem Testosteronwert von 1,9 einer Person mit einem Wert von 7,6 unterlegen.

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