Forum: Gesundheit
Sport als Vorsorge: Bewegung könnte Medikamente überflüssig machen
AP/dpa

Sport statt Pillen: Bewegung kann bei manchen Krankheiten so gut vor dem Tod schützen wie gängige Medikamente. Das zeigt jetzt eine weltweite Studie. Forscher bemängeln, dass dieses Potential zu wenig ausgenutzt wird.

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M43usch3n 01.10.2013, 23:42
1. Krankenkassen bezahlen

quasi unbegrenzt Schmerzmittel, aber keine Präventionskurse, die Schmerzen nicht nur verhindern, sondern auch lindern können (e.g. Aquajogging)

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Nebhrid 01.10.2013, 23:59
2. Dadurch

"Dadurch ist es für den Arzt eine Herausforderung, seinen Patienten eine präzise Dosis körperlicher Aktivität zu verordnen."

Schon wieder so ne Scheindiskussion. Wer soll angesprochen fühlen?

Der überforderte Manager, oder der Krankenpfleger. der seine physischen und psychischen Grenzen nur noch verdrängen kann?

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Jasro 02.10.2013, 00:11
3. Neuigkeit?

Zitat von sysop
Sport statt Pillen: Bewegung kann bei manchen Krankheiten so gut vor dem Tod schützen wie gängige Medikamente. Das zeigt jetzt eine weltweite Studie. Forscher bemängeln, dass dieses Potential zu wenig ausgenutzt wird.
Warum wird das jetzt als "neue" Erkenntnis verkauft? Das predigt der Medizinspezialist des "Spiegel", Jörg Blech, doch - zu Recht - schon seit Jahren, schrieb 2006 darüber sogar mal eine "Spiegel"-Titelgeschichte:

Bisher empfahlen Ärzte körperliche Aktivität meist, um Krankheiten vorzubeugen. Doch zunehmend erkennen Alzheimerforscher, Herzmediziner und Onkologen: Bewegung hilft Menschen auch dann, wenn sie schon erkrankt sind - häufig besser als teure Tabletten und Hightech-Medizin.

DER SPIEGEL*5/2006 - Fit wie in der Steinzeit


Bewegung auf Rezept: Alpenüberquerung statt Bettruhe - SPIEGEL ONLINE


Heilung durch Aktivität: Das Wundermittel namens Bewegung - SPIEGEL ONLINE

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Shantam 02.10.2013, 01:22
4.

Das ist doch schon ewig bekannt! Nur war/ ist für die Pharma die Vermarktung unrentabel ! Es ist eine Schande das unsere Ärzteschaft nicht schon länger mal den Mund aufmacht und unsere Pillengemeinschaft mal Aufrüttelt.

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quark@mailinator.com 02.10.2013, 01:56
5. Komiker

Wenn man sich ansieht, was in diesem Land subventioniert wird und wieviel ein Besuch im Fitnesstudio kostet, dann kommen einem schon Fragen. Wenn man dann Meßtechnik nach Italien liefert, damit die dort Tomaten und Orangen nach Qualität sortieren können, bevor diese VERNICHTET werden (damit die EU die richtige Förderung zahlen kann), dann fragt man sich entsetzt, warum in DE immer über gesunde Ernährung gefaselt wird, man aber versäumt, dieses Obst/Gemüse hiesigen Kindern in der Schule zu geben, ggf. auch als Saft. Oder warum man nicht verbietet, nichtalkoholischen Getränken so viel Zucker zuzusetzen (nachzuckern könnte jeder selbst), etc. pp. Reden ist wertlos, wenn es nicht zu Taten führt. Und immer Bewegung zu fordern ist i.e. wie mit dem Fernsehen, wo immer mehr Müll und Werbung kommen (einschließlich bei den staatlichen Sendern), man aber fordert, die Leute sollten mehr nachdenken. Die wirklich interessanten Sachen kommen dann nach Mitternacht.

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Jeder kann... 02.10.2013, 02:00
6. Bewegung ist Leben

Leider ist dies aus Sicht vieler Ärzte keine anerkannte Behandlungsform. Deshalb wird jeder Arzt weiterhin versuchen, mit Pillen zu kurieren. Ärzte haben so gut wie kein Wissen über Prävention durch moderate Bewegung oder Behandlung von sog. "Volkskrankheiten" durch Bewegung. Es ist - zumindest in Deutschland - nicht Bestandteil des Medizinstudiums. Im Studium wird praktisch nichts über die Stoffwechselaktivität der Muskulatur gelehrt, insbesondere, welche körpereigenen Medikamente während des Stoffwechselvorgangs bei sich bewegender Muskulatur produziert werden (nämlich im Grunde fast sämtliche in der Apotheke erhältliche).

Doch man muss eigentlich noch viel früher ansetzen: Bei der Prävention. Der Ausbildungsgang des "Präventologen" (Berufsverband der Präventologen) ist noch relativ jung, wird sich aber hoffentlich etablieren und auch als ein Gegengewicht zur "behandelnden" Branche wahrgenommen werden, damit im Gesundheitssystem wieder der alte Grundsatz hochgehalten wird: Vorbeugen ist besser als heilen.

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dequincey 02.10.2013, 02:01
7. Alter Wein in alten Schläuchen

Zitat von sysop
Sport statt Pillen: Bewegung kann bei manchen Krankheiten so gut vor dem Tod schützen wie gängige Medikamente. Das zeigt jetzt eine weltweite Studie. Forscher bemängeln, dass dieses Potential zu wenig ausgenutzt wird. Könnten die Resultate der Studie gefestigt und die Erkenntnisse über den Effekt der Bewegung ausgebaut werden, dürfte wohl vor allem der Patient profitieren: Körperliche Aktivität bringt nach derzeitigem Kenntnisstand keine kritischen Nebenwirkungen. Dennoch werde ihr Wert bei der Prävention von Krankheiten in der Praxis heute nicht vollständig ausgeschöpft, sagt Leitzmann. Ein Grund dafür sei, dass es auch an wissenschaftlich gesicherten Daten bezüglich der genauen Art, Häufigkeit Frequenz und Intensität präventiv wirkender körperlichen Bewegung mangele. "Dadurch ist es für den Arzt eine Herausforderung, seinen Patienten eine präzise Dosis körperlicher Aktivität zu verordnen."
Die wesentliche Herausforderung liegt darin, die Patienten überhaupt zu gezielten Bewegungen, die IHRE Gesundheit fördern, zu motivieren. Von systematischem, regelmäßigem Sport ganz zu schweigen. Es benötigt keine ausgefeilten Trainingsprogramme, man muss sich nur bewegen wollen.
In der Orthopädie und in der unfallchirurgischen Rekonvaleszenz ist das größte Problem, die mangelnde Bereitschaft der Patienten, selbst etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Wenn nicht KG verordnet wird, machen die allermeisten Patienten nichts. Die in der Klinik erlernten Eigenbeübungen, werden zuhause weder selbstständig noch anhaltend durchführt. Die Informationen, die in der Rückenschule gelehrt werden, werden nicht einmal während des stationären Aufenthalts umgesetzt und sofort vergessen, kaum dass die Klinik verlassen wurde. Wenn man Patient nach einiger Zeit wieder sieht, kann fast kaum jemand noch ein zuvor erlerntes Trainingsprogramm oder auch nur einzelne Übungen. Auch wenn die Patienten drei Wochen Reha hatten und hinterher ambulante KG. Eine beliebte Ausrede: der Dr. verschreibt mir ja keine KG oder Massagen.
Das Patienten für Ihre Gesundheit primär selbst verantwortlich sind, scheint in Deutschland nur einer Minderheit einsichtig zu sein. Von den unlösbaren Problemen wie zunehmende Haltungsschäden und Degenerationen des Bewegungsapparates bei Jugendlichen und dem allgemein steigenden Übergewicht gar nicht schreiben.

Je länger ich Arzt bin, desto intensiver habe ich das Gefühl, dass die Bereitschaft Ärzte zu kritisieren in dem Maße steigt, wie die Bereitschaft sinkt Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.

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Newspeak 02.10.2013, 03:04
8. ...

Sport statt Pillen: Bewegung kann bei manchen Krankheiten so gut vor dem Tod schützen wie gängige Medikamente. Das zeigt jetzt eine weltweite Studie. Forscher bemängeln, dass dieses Potential zu wenig ausgenutzt wird.

Und Geld könnte mich glücklich machen. Was ist jetzt die Neuigkeit?

Gibt es eigentlich noch Forscher, die etwas Unbekanntes erforschen, ohne vorher zu wissen, was dabei herauskommen soll?

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unmoeglich 02.10.2013, 03:17
9. OK - das ist soweit geklärt

un dauch nciht wirklich neu. Addieren wir dann zu den physisch positiven Auswirkungen des Sports noch die Freisetzung der Endorphine haben wir noch einen psychischen Multiplikator.

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