Forum: Gesundheit
Sport als Vorsorge: Bewegung könnte Medikamente überflüssig machen
AP/dpa

Sport statt Pillen: Bewegung kann bei manchen Krankheiten so gut vor dem Tod schützen wie gängige Medikamente. Das zeigt jetzt eine weltweite Studie. Forscher bemängeln, dass dieses Potential zu wenig ausgenutzt wird.

Seite 5 von 14
asentreu 02.10.2013, 09:10
40. optional

Nee, stimmt mit Sport ist kein Geld zu verdienen! Da habe ich mir wohl gestern diesen riesigen Ketten- Sportladen nur eingebildet...

Dannyg234 hat recht: Sport NACH dem Schlaganfall heißt Physiotherapie. Wie will man denn ein effektives Training bei einem halbseitig gelähmten Patienten erreichen?

Ich denke das Studiendesign ist hier problematisch, da die wirklich gefährdeten Patienten sicher nicht berücksichtigt werden konnten.

Bin übrigens nicht gegen Sport, ganz im Gegenteil, hab Sonntag erst eine Kampfsport- Leistungsprüfung bestanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
auch noch 02.10.2013, 09:11
41. Fast alle provitieren!

Zitat von tweakimp
Mit Sport verdient die Industrie aber kein Geld
Stimmt nicht ganz. - Die Pillendreher verdienen weniger, die Sportartikelindustrie dagegen mehr.
Und da die Joggingschuhe nicht von der Kasse gesponsert werden freut sich auch das chronisch überlastete Krankenkassensystem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Diskutierender 02.10.2013, 09:12
42. Motivation zum Sport

Zitat von sysop
Sport statt Pillen: Bewegung kann bei manchen Krankheiten so gut vor dem Tod schützen wie gängige Medikamente. Das zeigt jetzt eine weltweite Studie. Forscher bemängeln, dass dieses Potential zu wenig ausgenutzt wird.
Dann sollte man auch für die grosse Mehrheit der Bevölkerung Sport attraktiv machen. In der Praxis ist dies leider das Gegenteil, wenn durch diese unsinnige Mobbing-Veranstaltung mit dem Namen Schulsport gerade diejenigen Menschen, die besonders zum Sport Treiben animiert werden müssten, für den Rest ihres Lebens von jeglicher sportlicher Betätigung abgeschreckt werden.

Mir ging es genau so. Nach der Schulzeit habe ich bis etwa zu meinem 30. Geburtstag kaum noch Sport getrieben, da mir der Schulsport als mein absolutes Hassfach jegliche Lust auf Sport ausgetrieben hatte. Nur hatte ich dann das Glück, in einer landschaftlich sehr schönen Gegend zu leben, die mich dann regelrecht zum Wandern, Mountain-Bike Fahren und Skilanglauf eingeladen hatte. Das hat dann die negativen Schulsport-Erlebnisse vergessen lassen, aber ich treibe heute noch keine Sportart, mit der ich im Schulsport drangsaliert wurde.

Übrigens, als Motivation für alle Schulsport-Opfer, im vergangenen Jahr habe ich den Kilimanjaro im Alter von 41 Jahren geschafft. Sport ist wirklich etwas Gutes, nur der Zwangssport in der Schule darf keine Daseinsberechtigung haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reifenexperte 02.10.2013, 09:13
43. Sport muss nicht sein,

es reicht auch schon mit dem Rad oder zu Fuss eine halbe Stunde oder etwas mehr zur Arbeit zu fahren oder andere Wege so zu erledigen. Gegenüber dem Auto spart man dann meistens noch Zeit. Medikamente, die sich so ersetzen lassen, sollte die Krankenkasse nicht mehr zahlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bla-bla-blub 02.10.2013, 09:13
44. Sport, Bewegung und soziale Kontakte...

... waren lange Zeit dafür bekannt die Gesundheit erheblich zu verbessern. Noch vor der Pharmaindustrie gab es die Turnvereine. Schon 1811 baute Friedrich Ludwig Jahn den ersten Turnplatz, damals noch um die Menschen wehrhaft zu machen gegen die "Feinde der Freiheit."

Doch aus diesen Anfängen entstand eine Turnbewegung welche bis heute anhält und Ihren Höhepunkt vermutlich zur Zeit von Bismarck hatte. In der Hasenheide finden sich Wittmungen deutscher Turnvereine aus aller Welt, vor allem aus dieser Zeit.

Leider verkauft sich die Pharmaindustrie heute so als hätten Sie die Allheilmittel gegen nahezu alles erfunden. Wer muss denn da noch selbst auf seinen Körper achten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bunterepublik 02.10.2013, 09:13
45. Ist ja alles schön und gut

Zitat von sysop
Sport statt Pillen: Bewegung kann bei manchen Krankheiten so gut vor dem Tod schützen wie gängige Medikamente. Das zeigt jetzt eine weltweite Studie. Forscher bemängeln, dass dieses Potential zu wenig ausgenutzt wird.
Ist ja alles schön und gut, aber eins darf da nicht vergessen werden, nämlich die Zwänge unserer Gesellschaft.

Bewegungsmangel und die Aufnahme von schlechten Nahrungsmitteln hat ja sehr viel mit Lebensgewohnheiten zu tun, mit Überforderung (familiär, beruflich), gefühltem Zeitmangel, Faulheit, Verdrängung von Problemen etc.pp....da wird natürlich das dünnste Brett gebohrt, und lieber ne Pille eingeworfen, als Zeit investiert und Lebensgewohnheiten umgestellt. Die Ernährung dauerhaft umzustellen kostet mehr Kraft, als das Rauchen aufzugeben, regelmäßig Sport zu machen, ist schlicht sehr zeitintensiv und auch anstrengend. Zeit, die man als wenig sportbegeisterte Person auch anders besser zu nutzen meint. Man muss da dann zwangsläufig Prioritäten setzen. Und Bewegung gehört da halt oft gar nicht dazu.

Wer jeden Werktag 2 Stunden im Auto sitzt, 9 Stunden im Büro hockt und noch eine Familie hat, mit der er "leben" will, der hat meistens schlicht nicht die Zeit, noch abends Sport zu machen. Und wenn man dann noch Alkohol und schlechte Kost (fettes Essen, Süßigkeiten) als Stressabbauer nutzt, der kommt in den Teufelskreis Übergewicht und Bewegungsmangel. Hat man erst mal paar Pfunde zuviel, macht die Bewegung im Sport auch keinen Spass mehr, sondern wird als Qual empfunden.....

Sicherlich alles Ausreden, aber so ist unsere Gesellschaft. Jeder der ein Auto fährt, das mehr als 4 Liter verbraucht, jeder der mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, jeder der billiges Fleisch und beim Discounter einkauft, lebt mit ähnlichen Ausreden und Selbstrechtfertigungen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pat-Riot 02.10.2013, 09:22
46. Besser vorher

Zitat von dannyg234
Mich würde mal interessieren, ob man wirklich von Vergleichbarkeit der Studie(n) ausgehen kann. Wenn z.B. jemand einen Schlaganfall hatte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er noch gut Sport treiben kann, ja eher geringer. Also ist es gut möglich, dass Leute, denen es ziemlich schlecht ging, aus den Gruppen der Sporttreibenden rausgeflogen bzw. gar nicht erst aufgenommen worden sind.
Machen Sie den Sport besser vor dem Schlaganfall - dann kommt dieser erst gar nicht oder er fällt milder aus. Im Übrigen ist man nicht nach jedem Schlaganfall gelähmt oder weitgehend bewegungsunfähig. Es gibt auch viele "kleine" Strokes - wie der von BAP-Sänger Niedecken -, nach denen man eine gute Chance auf einen deutlichen Lebenswandel hat, und dazu gehört dann auch Sport.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jurx 02.10.2013, 09:24
47. Sport als die bessere Präventionsmaßnahme

Das traurige dabei ist, dass eine Riesenindustrie aus Chemie, Pharma, Ärzten die Medikamentenprävention als das allein Seeligmachende propagiert als gäbe es nichts anderes. Arzt zum Patienten: "Ihre Cholesterinwerte sind bedenklich hoch, da sollten Sie was gegen tun. Ich gebe Ihnen mal ein Mittel als Probepackung mit, probieren Sie das mal aus!". Patient zum Arzt: "Herr Doktor, kann man da nichts anderes machen?". Arzt zum Patienten: "Ja, wenn sie das Mittel nicht vertragen und Nebenwirkungen auftreten, gibt es Alternativen und ich kann Ihnen ein anderes verschreiben.". Ungefragt kam kein Hinweis auf mangelnde sportliche Betätigung als Ursache der hohen Cholesterinwerte. Und dass Sport eine bessere Wirkung als Medikamente hat, liegt natürlich daran, dass die Medikamente nur "die Werte in den Normbereich regeln", während Sport vielfältige Auswirkungen hat: Blutkreislauf auf Trab bringen, Blutgefäße bleiben elastisch, Entschlackung, Hormonausschüttung, Trainingseffekt und und und. Und das hat in der Summe alles viel mehr positive Auswirkungen als wenn nur "ein Wert stimmt", z.B. der Cholesterinwert mit Medikamentenhilfe in den Normbereich gedrückt wird, wie ihn z.B. die sporttreibende Bevölkerung von ganz alleine hat. Das teure Gesundheitswesen in Deutschland macht und hält Leute nicht gesund, sondern macht Leute zu Dauer-Medikamentenschluckern und hält sie in Abhängigkeit von Medikamenten, die nur mit ein wenig Sport oftmals nicht erforderlich wären.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegelleserin57 02.10.2013, 09:28
48. Faktor Zeit!

Zitat von horstpremium
...wird am Rande der Studie festgestellt, dass der menschliche Körper für Bewegung (und zwar jede Menge) ausgelegt ist. Da würde der bequeme Patient große Augen machen: " Ich verschreibe Ihnen 3x die Woche einen ausgedehnten Spaziergang - oder diese Tabletten, die müssen Sie aber selbst bezahlen".
Wer voll berufstätig ist und damit meine ich mindestens 10 Stunden
wird keinen Sport mehr treiben können da er zu erschöpft ist. Es ist immer alles ganz nett dargestellt nur sollte es auch durchführbar sein.
Sport am Arbeitsplatz wäre eine gute Prävention nur die meisten Arbeitgeber haben kein Interesse daran, hier geht nur um Leistung aber nicht Prävention, die können sich nur sehr große Betriebe wie z.B. VW leisten. Selbst Krankenhäuser bieten in der Regel für ihr Personal keine Maßnahmen an und diese Häuser sollten es eigentlich am besten wissen.
Es ist genau wie bei der Ernährungsberatung, nur wer auf Kantinenessen angewiesen ist hat in der Regel das Nachsehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prfxvr 02.10.2013, 09:32
49.

Zitat von deragnostiker
Viel Ärzte dürften nur geringes Interesse daran haben, ihren Patienten Sport zu verordnen. Neben dem Widerstand des Patienten, selbst aktiv werden zu müssen, fällt dann ja die Gehaltsaufstockung durch die Pharmalobby weg!
^^^ Schwachsinn. Kenne keinen Arzt in meinem Bekanntenkreis der durch die Pharmalobby Geld erhält, außer denen die bei einer angestellt sind. Die Zeiten in denen dieser oder jene Urlaub, auch gern mit der ganzen Familie durch Pharmafirmen bezahlt wurde, ist vorbei.
Für die, die als Nebentätigkeit für die Firmen Vorträge halten oder ähnliches sieht es so aus, dass sie natürlich dafür entlohnt werden. Und Pharmafirmen suchen sich gezielt habilitierte Redner für ihre Sache aus.... dazu kommt dass es auch noch relativ viele gibt, die sich darauf nicht einlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 14