Forum: Gesundheit
Stellungnahme des Deutschen Ethikrates: Wie viel Designer-Baby ist erlaubt?
MR.Cole/ Getty Images

In China wurden Embryonen gentechnisch verändert, die betroffenen Zwillinge könnten ihr manipuliertes Erbgut weitergeben. Ist das ethisch legitim? Der Ethikrat hat definiert, wann solche Eingriffe geboten sein könnten.

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irgendwer 09.05.2019, 15:41
1. Quo Vadis Ethikrat

Sobald Geneingriffe möglich sind um Menschen schöner, stärker, intelligenter zu machen wird das auch irgendwo in der Welt umgesetzt werden. Die deutsche christlich humanistische Ethik hat international dabei wenig Relevanz. Man sollte vorhersehbare Entwicklungen die man nicht steuern kann akzeptieren und sinnvoll begleiten und nicht so tun als können wir diese signifikant ändern.

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Käptn Horn 09.05.2019, 15:47
2. Ich glaube nicht mehr an den Ethikrat.

»Unter diesen Voraussetzungen spreche unter anderem auch die Menschenwürde für einen Eingriff, schreiben die Ethiker: Die Vorenthaltung eines möglichen Keimbahneingriffs könne "als eine Verletzung des Würdestatus des zukünftigen Kindes gewertet werden, da es von einer wichtigen therapeutischen Möglichkeit ausgeschlossen wurde".«

Da werden wieder Spezialfälle an den berühmten Haaren herbeigezogen um auf der Basis unserer geheiligten Werte, etwas zu rechtfertigen, das auf die Optimierung von biologischen Funktionen im Dienste des einzigen Wertes hinaus läuft der dann am Ende wirklich zählt: Kapital.
Unterm Strich bedeutet das nicht nur Ziegen deren Milch Spinnenseide produziert (die gibt es heute schon), es bedeutet optimierte Menschen für das Fließband, die Roboter mit denen sie interagieren, den Krieg.
Vielleicht vertritt der Ethikrat hehre Grundsätze, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber das tun die UNO, die UNESCO und andere Institutionen auch, mit welchem Erfolg sieht man ja momentan an der Richtig in die sich unsere globalisierte Welt bewegt. Ich glaube nicht mehr an solche Einrichtungen. Nicht an die UNO und auch nicht an den Ethikrat. Tut mir leid.

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noalk 09.05.2019, 16:02
3. Schleichender Fortschritt

Er schleicht, aber kommt voran. Der Anfang ist gemacht. Vor ein paar Jahren hieß es noch, es werde Jahrzehnte dauern, bis Eingriffe in die menschliche Keimbahn möglich wären. Das wäre aber sowieso egal, weil von wegen Ethik und so: Niemals! Und jetzt? Was geb' ich uff mei schläächt Geschwatz vun gestern. Was einmal als Gedanke ins menschliche Hirn gepflanzt wurde, wird irgendwann kommen - ausgenommen der Fusionsrektor und interstellare Reisen.

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darthmax 09.05.2019, 16:03
4. Ethikrat

es wäre begrüssenswert wenn sich zumindest die EU auf eine Ethik einigen könnte. da wäre dann tatsächlich mal etwas in Gang gesetzt, was uns eint.
Ansonsten, wer meint die Ethik zu repräsentieren ist gefährlich.

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Olaf 09.05.2019, 16:39
5. Klingt ganz vernünftig

und nachvollziehbar was der Ethikrat da beschlossen hat. Es ist wohl kaum ethisch vertretbar Menschen an einer heilbaren Krankheit leiden und sterben zu lassen, nur weil einem die Heilmethode nicht gefällt.

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weroc 09.05.2019, 16:50
6. Folgen

Der Mensch denkt mal wieder er könne sich gegen die Natur wehren.
Wie auch bei zig anderen Fällen können gene für bestimmte Dinge verantwortlich sein, aber die Umweltfaktoren bleiben. Ebenso Mutationen und kein Forscher weiss (bislang) wie was genau wechselwirkt und was eine Genveränderung genau für Auswirkungen hat auf lange Sicht.
Auch die chinesischen Kinder können jetzt zwar vllt immun sein, aber was bringt der Eingriff für negative Folgen mit sich? Das weiss keiner, aber Hauptsache wir kennen nun einen Fall, in dem wir ethisch hinter einer Genveränderung stehen. Super toll, die Folgen brauchen uns ja nicht zu interessieren.

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gbpa005 09.05.2019, 16:59
7. Gene mit hoher Auftretenshäufigkeit

Wie wäre es, wenn man die Zulässigkeit von Eingriffen über die Häufigkeit des Auftretens des Zielgens in der Bevölkerung definier? Man könnte z. B. die Ersetzung selten vorkommender Gene, die zu einer Krankheit führen dann erlauben, wenn die Genvariante, die an diese Stelle tritt, bei mindestens 50% der Population vorhanen sind. Das würde den Genpool der Gesellschaft kaum verändern und Optimierungsversuchen einen Regel vorschieben.

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Magnifier007 09.05.2019, 17:07
8. Das Zeitalter der Optimierung

Die einzige Chance für die Spezie Mensch sich gegenüber der KI wird die Optimierung seiner selbst sein. Beginnend bei Substanzen und der Ernährung, über Implantate und Schnittstellen (Bibliotheken, Vernetzung, etc.) bis hin zur Genetik. Nur so wird der Homo Sapiens es schaffen, überhaupt in die Position (vom IQ) zu gelangen, mit der KI über die zukünftigen Machtverhältnisse zu verhandeln. Dabei wird sich die Spezie Mensch in mindestens 2 neue Spezies aufteilen. Die eine hat die Ressourcen und den Willen sich zu optimieren, der Rest nicht. mfg.magnifier.007

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spiegelleserin7 09.05.2019, 17:07
9. Die Evolution hat

sehr lange gebraucht, um uns so zu bauen, wie wir sind. Alles greift ineinander. Welche Funktion hat den der Rezeptor, an den das Hi- Virus angreift? Behält er nach seiner Manipulation seine Funktion bei (er wurde bestimmt nicht von der Natur für uns entwickelt, um das HI- Virus andocken zu lassen)?Hat dieser Rezeptor vielleicht noch andere Funktionen, von denen wir gar nichts wissen? Vielleicht müssen die Zwillinge, die vielleicht nie mit jm schlafen werden, der Hiv hat, safer Sex betreiben werden, unter ganz schlimmen anderen Erkrankungen leiden, weil ihr Rezeptor nun nicht mehr funktioniert. Ich glaube, dass man den Ethikrat auch auflösen kann. Der Mensch macht eh was er will. Mit oder ohne Ethikrat und die Leute, die da hocken sind auch nur Menschen mit ihrer subjektiven Sicht. Da hat sich sicherlich jm sehr Dominantes durchgesetzt in diesem Gremium. Anders kann ich mir diese Katastrophe nicht erklären. Mir tun die Generationen nach uns so unfassbar leid.

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