Forum: Gesundheit
Stellungnahme von Wissenschaftlern: Fahrverbote bringen keine Entlastung
Ralf Hettler / Getty Images

Zu streng und willkürlich: Fahrverbote aufgrund von Schadstoffgrenzwerten stehen in der Kritik. Auch Wissenschaftler bewerten die Maßnahmen jetzt als wenig effektiv - weil sie kaum etwas an der Luftverschmutzung ändern.

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www-professor 09.04.2019, 15:05
60. Gut erkannt

Zitat von Johannes60
Es ist eines der kaum adressierten Probleme von E-Autos: die Batterien wiegen einige 100kg, was zu entsprechend höherem Energiebedarf, Reifenabrieb etc. führt
Elektromoren sind aus Metall.
Benzin und die dazu nötigen Motoren und Getriebe sind wohl aus Luft.
Deswegen wiegt ein Elektroauto mehr als eine Tonne, ein Benziner bringt es dafür auf deren zwei.
Ich habe verstanden!

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s.l.bln 09.04.2019, 15:10
61. Tolle Idee...

Zitat von mr-mucki
Meine Schlußfolgerung aus dieser Studie würde sein, rein in die E- Mobilität und Verbrenner verbieten und alle übrigen nötigen Fahrzeuge (Krankenwagen, LKW, Polizei) mit neuster Technologie ausrüsten (nachrüsten). Dazu noch in Hafenstädten die Schifffahrt verpflichten nur Schiffe mit gleichen Abgasanlagen einlaufen zu lassen. Für die ländlichen Regionen könnte auch ein Hybrid reichen. Aber als sofort Maßnahme sollte die Regierung doch bitte alle SUVs verbieten. Die haben wirklich keinen Nutzen (Ausnahme der landwirtschaftliche Betrieb). Und dazu bitte noch ein Tempolimit von 130 km/h (Autobahn) und 80 km/h (Landstraße). Nicht wegen der Umwelt, sondern wegen der vielen Toten. Jeder Tote im Straßenverkehr ist einer zu viel... Auf einem sehr vorderen Platz, warum Männer früher sterben als Frauen. Siehe Artikel dazu im Spiegel.
...falls man die AFD ins Kanzleramt bringen will.
Ein großer Teil der Autofahrer kann sich gar kein Neufahrzeug leisten und bedient sich preiswert auf dem Gebrauchtwagenmarkt.
Wie wollen Sie denen denn vermitteln, daß sie demnächst zu Fuß zu gehen haben?
Und wie vermitteln Sie den Besitzern der aktuellen Fahrzeuge, daß sie diese unabhängig vom Alter ersatzlos zu verschrotten haben, weil die mangels Betriebserlaubnis auf dem Gebrauchtmarkt dann ja auch nicht mehr zu veräußern sind?
Sie merken schon, daß Ihr Vorschlag Unfug ist?
Davon abgesehen ist die "neue Technologie" noch gar nicht in einem Umfang verfügbar, der die umfassende Mobilisierung ermöglichen würde. Bislang ist die Rohstoffversorgung dafür noch gar nicht geklärt.
Von der Ladeinfrastruktur ganz abgesehen.
Das funktioniert als Nischenprodukt und vielleicht mit langen Übergangsphasen mal umfassend, aber ganz sicher nicht im Hauruckverfahren.

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bikosaurus 09.04.2019, 15:14
62. Die selektiv lesenden Autofreaks.....

...werden jetzt sicher noch dafür sorgen, dass Autobahnen, Bundesstraßen und Innenstädte zu Luftkurorten umgewidmet werden. Alternative Fakten schaffen im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz anderes Klima. Sie haben es ja schon immer gewusst....

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NewYork76 09.04.2019, 15:22
63. Sehr interessant

Die deutsche Diskussion zum Thema Auto, Abgase und Tempolimit kann ich nur mit der Waffen-Diskussion in den USA vergleichen.

Ich kann wirklich nur den Kopf schuetteln. Und wer glaubt, dass die Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hier neutral agiert, der glaubt wohl auch, dass die NRA beim Thema Schusswaffen neutral agiert.

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norsail 09.04.2019, 15:26
64. Statt Energiewende

... ist eine Systemwende nötig. Der Turbokapitalismus mit immer mehr, immer schneller, immer größer auf allen Gebieten verhindert die notwendige Energiewende. Dies gilt auch für den Autowahn in Deutschland.

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manicmecanic 09.04.2019, 15:52
65. Nr.1 trifft genau

Genauso geht das wenn man mit einem Auto nicht mehr irgendwo hinfahren darf.Dann kreisen die meisten bestimmt um den Bezirk um das Auto dort irgendwo zu ankern und die reine Strecke wird nicht kürzer sondern länger.Ich halte das ganz anders,sollte eine Ecke wo ich hin will für meinen Euro 6 gesperrt werden fahre ich gar nicht mehr hin.

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Referendumm 09.04.2019, 15:58
66.

Zitat von Johannes60
Es ist eines der kaum adressierten Probleme von E-Autos: die Batterien wiegen einige 100kg, was zu entsprechend höherem Energiebedarf, Reifenabrieb etc. führt
Korrekt, oder: Wenn wir zig millionen Autofahrer den Tank nicht immer randvoll machen würden, könnten wir den CO2-Austoß in einem riesigen Umfang erheblich senken.

Merke: In der Automobilindustrie wird um jedes GRAMM (nicht nur Kilogramm) extrem gefeilscht, was sich einsparen lässt, um Autos leichter und damit verbrauchsfreundlicher zu machen.

Darüber hinaus sollten uns die vielen E-Autofans im Forum mal erläutern, wie sie diese beiden Problem zu lösen gedenken:

Zukunft der Mobilität : Der Weg zum Elektroauto führt über den Kongo
An Kobalt für den Bau von Batterien fehlt es in Kongo nicht. Kein Land besitzt mehr Vorräte, keines baut mehr ab. Zumal es genug Kinder gibt, um das Erz billig aus der Erde zu kratzen. Klingt wie Zynismus, ist aber elende Realität. Eine Realität, die beim Tanz um das goldene Elektroauto freilich nicht gerne gehört wird.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/die-batterie-entscheidet-ueber-das-e-auto-kommentar-15109179.html

Wenn allein der Automobilhersteller Audi sämtliche seiner produzierten Autos mit Verbrennungsmotor durch Autos mit Elektroantrieb ersetzen würde, dann könnten alle anderen Automobilhersteller dieser Welt (inkl. Tesla) kein weiteres Elektroauto mehr bauen, weil Audi alle verfügbaren weltweiten Rohstoffe zum Bau von Elektroautos dafür benötigen täte. Aber die Rohstoffe wachsen ja auf Bäumen und man muss dann eben mehr Bäume pflanzen, oder wie oder was?

Aber Ideologen interessieren Tatsachen ja eh nicht, klaro.

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dwalle99 09.04.2019, 15:59
67.

Zitat von Referendumm
Zitat: "Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina .., diese Fragen unabhängig zu prüfen und aufzuklären" Wie ergebnisoffen, wie unabhängig kann eine Stellungnahme der Forscher von Leopoldina sein, wenn genau das herauskommt, was unser hochqualifizierter Verkehrsminister Andreas Scheuer seit Jahren gebetsmühlenartig von sich gibt? Dass die Anteile des verkehrsbedingten Feinstaubausstoßes im Vergleich zur Gesamtmasse inkl. den natürlichen Feinstaubemissionen dermaßen gering und diese selbst zu den rein anthropogenen Feinstaubmassen extrem klein sind, wird dabei selbstverständlich unterm Teppich gekehrt. Dass der verkehrsbedingte Stickstoffdioxidausstoß allerdings die Hälfte der menschgemachten Stickstoffemissionen ausmachen, ist auch wurscht? Dass die verkehrsbedingten Stickstoffemissionen eine wesentliche Grundlage zur Erzeugung von (eben wiederum anthropogenen) Feinstaubemissionen sind, ist dabei auch völlig egal, gell. So, da wir jetzt erfahren haben, dass die Emissionen durch Fahrzeuge alles Pillepalle sind, weil Zitat: "Fahrverbote seien nicht geeignet, um die Schadstoffbelastung in der Luft nachhaltig zu senken." können wir das Kapitel des anthropogenen Klimawandels durch Kohlenstoffdioxid (CO2) nun endlich auch endgültig schließen. Da es sich beim Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Atmosphäre eh um 1.) ein extrem kleines Spurengas handelt und 2.) der menschgemachte Ausstoß von diesem winzigen Spurengas im Vergleich zu den vielfachen, zigtausendfachen CO2-Emissionen der Natur eh keine Rolle spielt. Wie wärs, könnten die Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina das Thema CO2 nicht auch mal ergebnisoffen darlegen - selbstverständlich unter der selben Berücksichtigung, wie das beim hier diskutierten Thema der Emissionen von Fahrzeugen geschehen ist. Konsequnt sollten Forscher schließlich sein, oder ist auch das mittlerweile völlig egal?
Ist offensichtlich schwer zu ertragen, wenn eine faktenbasierte Analyse nicht zum eigenen Weltbild passt. Konsequent wäre es, auch mal die eigene Position zu hinterfragen.

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Jawolljaja 09.04.2019, 15:59
68. Sperren macht Spaß

Für Umweltphanatiker gibt es kaum größere Freuden, als Fahrverbote. Fahrbahnveregnungen, Parken in engen Straßen zulassen, Blumentöpfe auf Durchgangsstraßen, ... da geht den "Aktivisten" das Herz auf.
Deshalb kann keine Erkenntnis irgendetwas am Autobushing ändern. Glück auf.

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Kradfahrer 09.04.2019, 16:00
69. Oma ist die älteste

Oder um meinen ehemalichen Chef zu zitieren: Wie haben Sie gerechnet? Was für eine Erkenntnis! Natürlich bringt ein kleinräumiges, regionales Fahrverbot auf 1 oder 2 km Straße global gesehen gar nichts. Dazu brauche ich keine hochdotierten Wissenschaftler, diese Erkenntnis erwarte ich von einem Grundschüler. Nur, und darum geht es ja wohl, den Menschen, die sich in dieser sonst hoch belasteten Ecke aufhalten müssen, bringt das eine Menge.

Gegen Feinstaub sind hingegen viele Maßnahmen nötig. Die einfachste ist eine Verkehrsrelung, die "Rotlichtbezirke" vermeidet, vulgo grüne Welle, denn bei jedem Bremsen entsteht Feinstaub und beim Beschleunigen ebenfalls. Hier sind die Städte in der Pflicht, das lässt sich alles regeln, u.a. auch mit Anzeigen, welche Geschwindigkeit die grüne Welle sicherstellt, wie dies etwa in Berlin auf der Heerstraße schon ewig der Fall ist.

In Europa gibt es viele Städte, in denen man großräumige Reglementierungen aller Art für den Individualverkehr hat. London wurde gestern im Spiegel als Beispiel genannt, wo bis zu 30 Euro täglich fällig sind, wenn man mit weniger umweltfreundlichen Fahrzeugen in die Stadt fahren will. Das sind dann wohl 900 Euro im Monat! Michel würde in so einem Fall Opas 98er ausgraben und zur Rettung der Welt eine Revolution veranstalten.

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