Forum: Gesundheit
Stiftung Warentest: "Mineralwasser ist überbewertet"
DPA

Stilles Mineralwasser kaufen - oder einfach das Wasser aus der Leitung trinken? Laut Stiftung Warentest gibt es nur wenige Gründe für die teurere Variante.

Seite 11 von 19
horstenporst 28.07.2016, 14:45
100.

Zitat von Wolfes74
Naja, im großen und Ganzen haben Sie ja recht, aber wo wurde das getestete Leitungswasser entnommen? Bei mir war keiner. Die Krankheitserreger sitzen ja meist in den Hausleitungen, in alten oder "ungünstg" installierten Wasserleitungen, manchmal nur im eigenen Wasserhahn. Sicherheitshalber könnte man sein Wasser ja noch abkochen, aber schmeckt es erstens dann nur noch bähh und zweitens wäre das teurer als die Supermarktvariante.
Uund warum sollten ausgerechnet in ihrem Wasserhahn mehr Krankheitserreger sitzen als in den 28 getesteten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
panzerknacker51 28.07.2016, 14:47
101. Also ...

Zitat von Crom
Ich mag Wasser mit Kohlensäure und da ist das vom Discounter immer noch günstiger als wenn man sich so einen Soda-Automat kauft. Meine Freundin mag still und trinkt daher ausm Hahn.
ich mag keine Platikflaschen. Deshalb "sprudeln" wir zuhause selbst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pressionist reloaded 28.07.2016, 14:47
102. Es gibt nur wenige Institute ...

Zitat von malanders-oder
Na wie gut, das sich Hormone nicht aus dem Trinkwasser -bisher- filtern lassen. Die Konzentration an Oestrogenen ist zT. brereits so hoch, dass männliche Fische in vitro ihr Geschlecht ändern. Auch für Menschen kann das fatale Auswirkungen haben. Ich bin immer wieder erstaunt, dass diese Werte in Proben nicht auftauchen! Spannend sind auch nachweise von Pestiziden, Medikamenten und Chlor-wie bitte kann das denn sein?
... die hierzu überhaupt eine verlässliche Aussage im unteren Picogrammbereich treffen können. Ich weiß ja nicht, wo Sie Ihre Weisheiten herhollen. Mehere Halbwahrheiten (i) Östrogene in der Umwelt, ii) wahrscheinliche Geschlechtsausprägung) vermischt ergeben noch lange keine belastbare Antwort nahe an der Wahrheit. Seien Sie froh, dass hier niemand natürlich vorkommende hormonähnliche Substanzen und Pflanzenwirkstoffe untersucht hat, mit denen wir seit Jahrtausenden klar kommen. Sie würden vom Lachen nicht in den Schlaf kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jasro 28.07.2016, 14:51
103. Da gibt es eine einfache Methode...

Zitat von ed_tom_bell
Ich trinke viel Mineralwasser Medium. Stilles Wasser schmeckt mir nicht und ist mir auch nicht geheuer. Nicht weil es tief wäre, wie ja immer behauptet wird, sondern weil sich ohne Kohlensäure meines Wissens schneller Keime bilden.
Einfach gemäß dieser Anweisung die Flasche mit Wasser in die pralle Sonne stellen und das Wasser wird nach ca. sechs Stunden keimfrei:

http://de.wikihow.com/Wasser-mit-Son...-desinfizieren

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rambo2012 28.07.2016, 14:53
104. Qualität und Wirtschaftlichkeit

Leitungswasser ist je nach Lage:
-mineralarm
-sehr kalkhaltig
-eventuell zweifelhafter Qualität:keine Tests auf Viren/Parasiten, Chemische Rückstände (Bsp. Berlin). Für beide keine Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung gibt.
-Wasserwerke garantieren die Qualität nur bis zur Wasseruhr: Für die Hausinstallation ist der Vermieter bzw. Bewohner verantwortlich.

Sodastream:
-im Original sehr teuer
-Reinigung mechanisch als auch chemisch über Tabletten nötig
-Wasser muss erst jedes Mal "hergestellt" werden
-größere Vorratslagerung schwierig bzw. nur auf kurze Dauer (Platz- und Gefäßmangel)

Ich kaufe generell nur in Glasflaschen. Wenn man mobil ist, dann reichen auch die kleinen 0,5l Plastikflaschen aufgrund Gewicht, aber auch hier merkt man oft die Geschmacksannahme von Plastik (selbst wenn diese nicht in der Sonne standen - widerlich).

Kostentechnischer Vergleich:
Anschaffungskosten original Sodastream inkl. 60L CO2 Patrone: 60€
jede weitere CO2 Patrone: ca. 30€
Reinigungstabletten (10er Pack): 5€

Für 60€ der Anschaffungskosten bekomme ich z.B. 12 Kisten Extaler-Mineralwasser (=110l bei 3,70€ die 9L-Kiste), was vom Ca-Gehalt ähnlich an das teurere Gerolsteiner rankommt (mineralienrechner.de für Vergleich).

Die 110l-60l = 50l sind auf jeden Fall schon mal der reine Rückstand des Sodastreams bei Anschaffung.
Bei den variablen Kosten der CO2 Patronen, bekomme ich aber auch pro Kosten einer CO2 Patrone (60l) dafür 13 Liter mehr Mineralwasser (73l).
Dazu kommen noch die Reinigungstabletten ab und zu (5€) oben drauf.

Der Rückstand vergrößert sich also und so wird das Teil mit jeder gekauften Original CO2-Patrone und Reinigungstabletten unwirtschaftlicher.

Gut, wer die Kisten nicht schleppen kann, für den ist das hier sicherlich ganz in Ordnung.
Oder für Leute, die sehr gute Wasserqualität haben (wir haben hier sehr kalkhaltiges Wasser..).
Ich verbinde immer Autofahrten direkt mit dem Wasserkauf, daher habe ich mal eventuelle "Fahrtkosten" außer Acht lassen.

Wenn man natürlich Noname bzw. Discounter CO2-Flaschen nimmt, könnte es sich unter Umständen irgendwann doch rechnen:
Beispielhaft bei x=60 Liter (nehme mal eine Kartuschengröße):
Bei 30€ pro Kartusche: 60€-30€ + 30€*x (1 Kartusche bereits bei Anschaffung dabei im Wert von 30€)
Bei einer 6€ Kartusche: 60€-30€ + 6€*x
Mineralwasser (24,6€ pro 60l): 24,6€*x
Als Gleichung aufgesetzt erhalten wir so exakt, dass:
- original Kartuschen niemals rechnen werden: Der Schnittpunkt, wo die original Kartuschen wirtschaftlicher wären, wäre hier bei -330l Wasser ;-)
- 6€ Ersatzkartuschen ab x=1,6 d.h. nach 96l hergestelltem Wasser rechnen. Bei mir (ca. 12L pro Woche) also nach 8 Wochen.

Aber nur, falls das Heimatwasser auch qualitätstechnisch vergleichbar ist, d.h. kalkarm, mineralwertig ähnlich zu Mineralwasser und auch keimarm ist (d.h. Leitungen ausreichend sauber sind). Andererseits nimmt man vielleicht besser Mineralwasser. Das muss man auch nicht extra herstellen, sprich ist bequemer und auch in größeren Mengen verfügbar zu Hause.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pressionist reloaded 28.07.2016, 14:53
105. Bei Filtern ...

Zitat von movfaltin
Leitungswasser ist oft kontaminiert (abhängig von den Leitungen, durch die es fließt) und nicht selten sehr kalkhaltig. Man sollte also einen Wasserfilter anwenden, um Gerät und sich selbst davor ein wenig zu schützen. Bei den Mineralwassern gibt es sehr große Unterschiede, was die Mineralhaltigkeit anbelangt. Diese ist für Sportler durchaus relevant, und da kann man sich am besten am Magnesiumgehalt orientieren, der um die 100mg/l betragen sollte. Für Säuglinge sollte auf Wasser mit niedrigem Natriumgehalt zurückgegriffen werden. Gut sind für Sportler hier in Deutschland vor allem folgende Marken (jeweils die kohlensäurehaltigen Wasser, also klassisch oder medium): Ensinger, Rosbacher, Gerolsteiner - und, erstaunlicherweise, ein Billigwasser: Markgrafen-Quelle. Letzteres ist allerdings zuletzt bei der Stiftung Warentest nicht allzu gut davongekommen, wegen anderweitiger Verunreinigungen. Aber preislich ein echter Hit! Französisches Mineralwasser ist generell sehr mineralstoffarm und bietet sich daher für Sportler nicht an (auch die Marken wie Volvic oder Vittel oder Perrier - allesamt wenig Gehalt), während es gen Osteuropa tatsächlich noch einen enormen Anstieg an Mineralgehalt gibt. Jene Wasser schmecken dann auch komplett anders (etwa Jamnica aus Kroatien, allerdings dort nur ein mittlerer Magnesiumgehalt, aber ein krass hoher Natrium- und Hydrogencarbonatgehalt; mit einem arg hohen Natriumgehalt kann auch das salzig schmeckende Perling aufwarten). Ergo: Suum cuique.
... nicht die Wartung und Reinigung vergessen. Die meisten halten die Duchbruchskurven für die verwendeten Adsorptionprozesse nicht ein, so dass nach kurzer Zeit das filtrierte Wasser nahezu im Ausgangszustand vorliegt. Keimfrei sind sie meist sowieso nicht. In der Regel sind nach 50 % der Laufzeit alle Grenzwerte für die Keimezahlen überschritten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
loncaros 28.07.2016, 14:54
106.

Da kann die Stiftung testen, was sie will.

Das Wasser aus der Leitung muss ich runterwürgen. Billiges Aldi-Wasser kann ich locker wegsüffeln.

Es ist ein großer Geschmacksunterschied da.

Da ist mir die "Qualität" egal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pressionist reloaded 28.07.2016, 14:56
107. Rechtfertigen muss sich niemand ...

Zitat von believe-web
Meine Freundin und ich trinken kein Leitungswasser - sind wir nun per se schlechte Menschen? Anhand der Zahl der 'absoluten Leitungswasserbefürworter und Wasser aus Trinkflaschenverteufler' hier bekommt man fasst den Eindruck dass es so sei. Kann nicht jeder für sich selbst entscheiden, was er gern trinken mag und sollte sich sich nicht auch noch für seine persönliche Wahl rechtfertigen müssen?
... bewusstes Leben bedeutet jedoch, auch mal über ökologische Aspekte nachzudenken und sein Leben zu reflektieren. Die Substanzen, die beim Reinigen von Pfandflaschen verwendet werden landen irgendwann wieder im Wasserkreislauf ... Generationen vor Ihnen haben sich auch nicht rechtfertigen wollen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jasro 28.07.2016, 14:59
108. Da hilft nicht so sehr Milch

Zitat von Joe Amberg
Wer nicht massiv Milchprodukte konsumiert, hat ab 40 ein zunehmendes Defizit an Kalzium. Das wird sich dann ab 75 in hässlichster Art und Weise in kollabierten Rückenwirbeln etc. bemerkbar machen. Wasser mit hohem Kalziumanteil hilft definitiv - aber nur vorher!
Osteomalazie bzw. Osteoporose, auf die sie hier anspielen, ist i.d.R. eher zurückzuführen auf einen chronischen, jahrelangen massiven Vitamin D3-Mangel, welcher eigentlich kompensiert werden muss.

Denn ohne Vitamin D3 (sowie Vitamin K2) kann der menschliche Organismus mit Kalzium gar nichts anfangen, er kann es nicht in die Knochen "einbauen". Das Kalzium "rutscht" dann "durch" und wird wieder ausgeschieden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thomas Kossatz 28.07.2016, 15:00
109.

Zunächst sollten die, dier Ängste schüren oder ihre eigenen Ängste ungefiltert (!) in das Internet einspeisen einen Blick in die Trinkwasserverordnung werfen.
https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/trinkwv_2001/gesamt.pdf

Die genannten Grenzwerte müssen im Wasserversorgungsgebiet eingehalten werden, nicht nur im Wasserwerk, also auch am entferntesten Anschluss.

Wasser aufgrund der Nitratbelastung nicht aus der Leitung zu trinken, ist falsch, es sei denn, man füllt Leitungswasser in Flaschen und wartet, bis Bakterien das Nitrat in Nitrit umgewandelt hat. Nitrat ist unproblematisch, Nitritbildung ist der Grund der Überwachung. Die (unbegründete) Angst vor Nitrat würde eher gegen Mineralwasser sprechen, denn gegen Leitungswasser, das selten älter als 1 Tag wird und deshalb kein Nitrit enthalten wird.

Die größte Panik im Internet verbreiten üblicherweise Verkäufer von mehr oder weniger sinnlosen, aber teuren Filtern (die oft sogar zum Verkeimen neigen). Gerade wieder bin ich über ein System gestolpert, das mit "8 Dynamisierungs-Modulen"wirbt, die angeblich das Wasser "energetisieren".

Trinken sie aus der Leitung, wenn es ihnen schmeckt. Wenn sie Flaschenware bevorzugen und sehr ängstlich sind, kaufen sie eine Marke, die populär ist und deshalb im Regal nicht alt wird. Kaufen sie nicht für 8 Wochen im voraus ein.

Wenn Ihnen das noch nicht reicht, basteln Sie sich einen Aluhut. Man kann ja nie wissen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 19