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Stiftung Warentest: Zu Risiken und Nebenwirkungen schweigt mancher Apotheker
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Apotheker müssen umfassend beraten: Sie sollen auf drohende Wechselwirkungen von Medikamenten hinweisen und im Zweifel Rücksprache mit dem Arzt halten. Eine verdeckte Prüfung von Stiftung Warentest offenbart deutliche Mängel.

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darkday1977 24.04.2014, 19:12
20. Versandapotheke

Ich bestell meine Medikamente immer bei 2 Apotheken aus Venlo und da ist immer die Lektüre mit Wechselwirkungen meiner Medikamente immer dabei.

Beim Apotheker vor Ort kommt nur die Frage ob ich weiß wie ich das verschriebene Medikament einnehmen soll und nicht ob ich noch andere Medikamente einnehme.

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gollum 24.04.2014, 20:00
21. Jedes Kind?

Zitat von heinrich-von-braun
... Dass man ASS und andere blutverdünner nicht zusammen nimmt, weis eigentlich jedes Kind. Also, im Prinzip können wir schon, zumindest einigermaßen zufrieden sein mit unseren Deutschen Apotheken.
Also mein Hausarzt (Internist) und mein Kardiologe wissen das nicht ;-)
Ich muss jedenfalls beides (Marcumar und ASS 100) nehmen, ist nur eine Frage, wie oft man seinen INR Wert (alt:Quick-Wert) bestimmt. Ansonsten spricht nichts dagegen

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hartmut_s 24.04.2014, 20:31
22.

Ich schließe mich den vorangegangenen Kommentaren an. In Apotheken kaufe ich gezielt ein, was ich entweder kenne oder was mir vom Arzt, der es wissen sollte, verschrieben wurde. Von der aufgezwungenen Beratung bin ich eher genervt, denn von Leuten, die Schüßler-Salze anpreisen, nehme ich mit Sicherheit keinen Rat zu echter und evtl. riskanter Pharmazie an.

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gollum 24.04.2014, 20:44
23. Apotheke vor Ort

Zitat von darkday1977
Ich bestell meine Medikamente immer bei 2 Apotheken aus Venlo und da ist immer die Lektüre mit Wechselwirkungen meiner Medikamente immer dabei. Beim Apotheker vor Ort kommt nur die Frage ob ich weiß wie ich das verschriebene Medikament einnehmen soll und nicht ob ich noch andere Medikamente einnehme.
Die Apotheke vor Ort, falls Sie nicht mehrere frequentieren, haben in der Regel Ihre Medikamente (die Sie dauerhaft einnehmen müssen) gespeichert und klären Sie über eventuelle Wechselwirkungen auf (wenn nicht der Arzt schon darauf hingewiesen hat). Zumindest meine macht das so.

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Severin87 24.04.2014, 22:03
24. Stiftung Warentest

Ganze 21 Apotheke hat Stiftung Warentest also unter die Lupe genommen. Für eine Studie ist das viel zu wenig.
Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche, da nehme ich die Apotheken nicht aus, aussagekräftig ist die Studie aber definitiv nicht.

Zur Apotheken Umschau:
Die Apotheken sind dazu verpflichtet, diese Zeitschrift zu kaufen. Die Kunden bekommen diese Zeitschrift also geschenkt, manche kommen ja auch nur deswegen in die Apotheke ("Ich hole nur die neue Umschau, für mich und meinen ganzen Familien-Clan gleich 10 Stück"). Nun gut,...

Zur Beratung:
Grundlegend verschreiben die Ärzte in meiner Region sehr gut, es passieren kaum Fehler und falls doch, wird der Arzt zurückgerufen. Wenn die Patienten allerdings von Arzt zu Arzt rennen und niemand mehr einen Überblick hat, wird es schwierig. Und viele Patienten möchten anscheinend gar nicht beraten werden, bei anderen kommen Aussagen wie "Ich weiß schon alles" oder "Ja, also so ne gelbe Packung hab ich da noch zuhause, ist das schlimm?".

Die Diskussion über die Bezahlung finde ich lächerlich.
Apothekenpersonal wird nach Tarif (ADEXA) bezahlt. Die Gehaltssteigerung nach 11 Berufsjahren wird von der Inflation + Steuer verschluckt.
Pro verschriebenem Medikament auf dem Rezept bekommt die Apotheke 8,35 - 1,65 (Kassenabschlag). Egal ob das Medikament 10 Euro kostet oder 10.000 Euro. Wenn man sich überlegt, dass ein teures Medikament das Konto des Apothekeninhabers gleich ins Minus bringt und die Kassen 1 Monat später das Geld (hoffentlich) erstatten...

Naja, aber es ist immer einfach auf eine Berufsgruppe einzuschlagen.
Wer der Meinung ist, eine Bäckereifachverkäuferin könnte in der Apotheke Medikamente verkaufen,... naja. Ich würde mir nicht anmaßen, genauso gut in der Bäckerei zu sein, wie in meinem Job.

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hemithea 24.04.2014, 22:15
25.

Interessant. Bei uns in der Nähe gibt es 4 Apotheken, 1 Apotheke dann am Kinderarzt und 1 in der Nähe der Arbeit/Uni.
Ab unnd zu kaufen wir auch Medikamente für meine Eltern in ihrer Nähe oder dann unterwegs, wenn wir wissen, dass wir nicht rechtzeitig zu der "Stammapotheke" schaffen.

Bisher wurden wir in jeder einzelnen Apotheke excellent beraten, mit Nebenwirkungen, Tips wie es auch ohne Medikamente geht etc. pp.

Ich war schon sicherlich in mehr als 21 Apotheken "einkaufen" und kann bisher nicht klagen.

Genauso wenig kann ich klagen, wenn es um Ärzte geht. Außer meiner ehemaligen Zahnärztin, die mir dann tatsächlich die Zähne kaputt gemacht hat, wurde ich, mein Freund und mein Kind von sehr kompetenten und gebildetet, menschlichen und verständnisvollen Ärzten behandelt.

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icc wer's kennt 25.04.2014, 07:23
26.

Wenn man als so genannte unabhängige und verbraucherfreundliche Stiftung zu einem Urteil kommt, nachdem man weniger als 0,2% der Apotheken getestet hat, ist das sehr fahrlässige und fast schon absichtliche Täuschung.
Und man sieht ja wie viele leicht zu beeinflussende Gestallten sich hier in ihrer Meinung bestätigt fühlen weil sie den gesamten Horizont nicht überblicken können.

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misterr 25.04.2014, 10:28
27.

Anhand der verschiedenen Kommentare kann man erkennen, dass nicht die ganze Schuld auf die Apotheke geschoben werden kann. Hier gibt es welche, die wollen gar keine Beratung und es gibt welche die fühlen sich zu wenig beraten. Genau das ist doch die Misere im Alltag. Der Arzt ist sowieso heilig, obwohl dort die meisten Fehler, gerade was mangelnde Aufklärung angeht, gemacht werden. Vergleicht man mal die Kosten, die für die Verschreibung an den Arzt gehen zu den 8 Euro für den Apotheker, wird sich sicher der ein oder andere mächtig umgucken. Es gibt leider zu viele Apotheken, die tatsächlich Mist sind, aber es gibt auch genügend, bei denen man in guten Händen ist. Und zu denen sollte man gehen.

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limubei 25.04.2014, 11:09
28. Apotheken und Bäckereien

Zitat von McMuffin
Der Unterschied ist, dass die Bäckereifachverkäuferin ein Gehalt knapp oberhalb des Mindestlohns erhält, Apotheker aber in der Regel viel Geld bekommen, weil sie eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe haben. Wenn sie diese Aufgabe jedoch nicht erfüllen, könnte auch die Bäckereifachverkäuferin Medikamente verkaufen und im Gegenzug könnte man im Gesundheitswesen die hohen Kosten für Apotheker einsparen.
Der Apotheker könnte in der Bäckerei auf die Gefahren von zu viel Brot und Zucker hinweisen.
Siehe die Bücher "Weizenwampe" und "Dumm wie Brot". Das würde dann gigantische Summen einsparen.
Die heutigen übergewichtigen, bewegungsfaulen, Diabetes Typ2 Patienten haben sich in einer langen Karriere diesen Zustand selbst angetan. Due Zukunft verheisst schlimmes bis in den Alzheimer.
Es gibt ja schon vermehrt Kinder mit diesen Symptomen.
So viel Medikamente kann man da gar nicht reintun in einen solchen Körper, dass der halbwegs bzw gerade noch funktioniert.
Wer mal bei einem Wetterwechsel in einem ALtenheim war, weiss wovon ich spreche.
Mein Bruder ist Arzt und hat die Faxen dicke mit diesem Jammer Klientel. Asozial bis in die Knochen wird der "Lifestyle" weiter durchgezogen. Das gilt auch für Trinker und Raucher.
Es wird prächtig verdient an dieser sehr grossen Bevölkerungsgruppe.
Umsatzaussichten der Pharmas sind noch besser für die Zukunft.

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i.v. 25.04.2014, 11:26
29. @vvoyzek

richtig, nur fragt im Krankenhaus zb. auch kein Arzt den Apotheker vorher, wenn er Medikamente anordnet.
Apothekenberatung ja, aber nicht als Ersatz für die fehlende beim Arzt.

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