Forum: Gesundheit
Straßenverkehr: Der Fahrradhelm wird überschätzt
Nutcase

Handelt fahrlässig, wer ohne Kopfschutz radelt? Auf keinen Fall! Radfahren ohne Helm kann extrem sicher sein, wie der Blick nach Holland und Dänemark zeigt.

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Anstaltswärter 02.04.2014, 08:50
1.

Zitat von sysop
Handelt fahrlässig, wer ohne Kopfschutz radelt? Auf keinen Fall! Radfahren ohne Helm kann extrem sicher sein, wie der Blick nach Holland und Dänemark zeigt.
Ein sehr schöner Beitrag, der komplett außer Acht lässt, daß die normale Sturzgefahr beim Radfahren signifikant höher ist. Das Gleiche gilt auch für die Art der dabei (Kopf) erlittenen Verletzungen.

Macht der Spiegel mal wieder ne Kampagne, diesmal gegen Helme für Radfahrer?

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Reiner_Habitus 02.04.2014, 08:51
2.

Zitat von sysop
Ob ein Auto mit 30 oder 40 Stundenkilometern einen Radler oder einen Fußgänger erfasst, macht für das Unfallopfer keinen allzu großen Unterschied.
Das ist falsch! Ein Unfall mit 40 km/h bedeutet, das die DOPPELTE kinetische Energie auf das Unfallopfer einwirkt......

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Martin Karmann 02.04.2014, 08:51
3. Ich kann es nicht verstehen...

Da etabliert sich in der Gesellschaft die Bekenntnis zum Helm.. (wirtschaftliche Aspekte hin oder her) und dann wird das von ihrer Redaktion zerrededt! Ich glaub manchmal sollte man sich Kommentare aus gesundem Menschenverstand sparen... wenn ein Helm nur ein Leben rettet ist mir ehrlich gesagt die ganze Debatte um das Theme egal! Zur Info...Ich bin ebenfalls gegen Helmplicht.. deswegen das Thema aber so darzustellen als sei der Helm eigentlich ja doch unter Umständen unnötig, kann ich einfach nicht nachvollziehen!

Ich bin ehrlich... mich ärgert so eine Darstellung und man hätte sich diesen Beitrag nun wirklich sparen können!

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susuki 02.04.2014, 08:53
4.

Deja vu! Unsinn zu zitieren und einen drauf zugeben macht Unsinn nicht zu Sinn.
Die Helm-Stänkerer sollen sich an den Argumenten der Anschnall-Pflicht-Gegner der 70er Jahre orientiern. Da ist noch eine Menge Unsinn den sie wiederholen können.

Wenn die Helm-Stänkerer noch mehr Unsinn brauchen es gab auch eine Debate zu den Gurten auf den Auto-Hinterbänken und der Pflicht zu Kindersitzen.

Und ja, ich habe als Kind nie in einem Kindersitz oder angeschnallt auf dem Rücksitz gesessen. Meine Eltern waren sehr fürsorglich, sogar über vorsorglich. Allein es fehlte die Pflicht des Einbaus von Gurten auf dem Rücksitz und es existierten keine Kindersitze. Und es gab auch keine Kinder-Dummys mit welchen experimentiert wurde.
Kinder und Erwachsene, tragt Helme beim Velofahren, es gibt coole Teile!

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spon-facebook-10000294691 02.04.2014, 08:53
5. Knapp vorbei ist auch daneben...

Natürlich würde eine Verkehrsplanung die nicht zu 100% das Auto im Sinn hat mehr Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer, Radfahrer eingeschlossen, bringen. Das macht aber die Nutzung eines Radhelms nicht weniger sinnvoll. Dumme Pseudo-Argumente wie "hilft nicht immer" erinnern mich an die Einführung der Gurtpflicht. Ich kenne mehrere konkrete Fälle wo der Fahrradhelm schwere Verletzungen verhindert hat. Die Dinger wiegen kaum etwas und sind mehr oder weniger luftig. Statt drauf zu warten, dass wir eine Verkehrspolitik wie in Holland bekommen, fahre ich lieber heute schon mit Helm - denn bei uns wird im Alltag aus dem "Nebenaspekt" schnell eine existenzielle Notwendigkeit. Oder soll ich - diesem hirnlosen Artikel folgend warten bis bei uns ein anderes Verkehrskonzept greift und bis dahin das Rad stehen lassen? Soll ich auf den Gurt im Auto verzichten - den haben Fußgänger ja auch nicht zur Verfügung? Soll ich barfuß laufen, denn beim Schwimmen trage ich ja ebenfalls keine Schuhe?
Ob man eine Pflicht braucht - die Diskussion kann man führen - ich brauche sie nicht. Nur geht der Artikel auf diesen Aspekt fast nicht ein.
Selten so einen hohlen Quark gelesen.

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diskantus 02.04.2014, 08:54
6. Geht es nur um schwere Unfälle?

"Für die meisten Radfahrer ist das Risiko, einen schweren Unfall zu erleiden, sehr gering"

Warum wird nur über schwere Unfälle geredet? Wer schon einmal vom Rad gefallen ist, wie der Autor selbst, sollte es besser wissen: Jeder Sturz vom Rad kann den Kopf in Mitleidenschaft ziehen, und ein Knall auf den Boden ist sehr, sehr unangenehm ohne Helm.
Das Verweisen auf Länder wie Holland oder Dänemark macht keinen Sinn: denn 1. sind diese Länder flunderflach, 2. fahren deren Radler gerne langsame schwere Räder, und 3. sind diese Länder von jeher Radfahrnationen.
Nichts von dem trifft auf Radfahren in (vielen Regionen von) D oder Ö zu. Die Räder werden immer schneller (Trekkingbikes, Pedelecs!), die Straßen sind oft kurvenreich und in Städten auch oft mit Schienen bestückt, Autofahrer nicht immer rücksichtsvoll, Kinder nicht immer achtsam im Straßenverkehr. Und überland gibt es immer wieder frei laufende Hunde (ein Freund von mir hatte deshalb einen schweren Radunfall, der dank Helm glimpflich ablief).
Ausgerechnet in diesem Fall die berühmte "Freiheit" anzusprechen, ist völlig falsch, und das müsste eigentlich jeder, der verantwortungsvoll denkt, wissen. Denn man lebt nicht allein auf der Welt.

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marvin_megabrain 02.04.2014, 08:56
7. Wem es gefällt soll einen Helm tragen

ich habe mit etwa sechs Jahren angefangen Fahrrad zu fahren und bis heute nicht aufgehört. Damals gab es weder Fahrradwege noch Fahradhelme (und ich habe auch noch nie einen getragen und werde es auch nicht), und ich bezweifle das die Autoofahrer rücksichtsvoller gefahren sind. Aber man wusste als Fahrradfahrer das man immer der schwächere ist und hat sich auch so verhalten. Heute scheint die Mehrheit der Fahrradfahrer zu glauben Sonderrechte zu besitzen, vielleicht weil sie sich für ökologische Vorreiter halten ?!

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celsius234 02.04.2014, 08:56
8. es gibt wohl keine zeitung medium heutzutage

in dem nicht die angstindustrie tobt und das beliebte foto einer erschreckten frau und der textbaustein "wie schutze ich mich " auftaucht. angstindustrie eben.

es wird wirklich zeit helm und rollator für Fußgänger zur Pflicht zu machen und kinder dürfen nur noch im suv zur schule gefahren werden. natürlich mit kniepolster, ellbogenschutz und helm.

das leben ist prinzipiell lebensgefährlich und garantiert tödlich

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hyho 02.04.2014, 09:00
9. schon mal was von ..

..Gewohnheit gehört? wenn wir uns nicht alle an alle möglichen und unmöglichen Gewohnheiten gewöhnt hätten, dann würden wir immer noch im Busch leben, und sogar da brauchen wir ausreichend Gelerntes und Gewohntes, um zu überleben. ich jeden falls bin sehr froh, daß ich nicht nur seit über 50 Jahren mit Gurt im Auto fahre (was bin ich jahrelang dafür beschimpft worden!), sondern auch seit ca. 40 Jahren mit Helm auf dem Rad. Es stört mich nicht der Helm, sondern nur falls ich ihn mal nicht (!) aufhabe. und dann würde ich auch hier gerne endlich mal hören, was es mir schaden könnte, wenn ich mit Helm fahre. Der Nutzen mag ja nicht so hoch sein, wie es wünschenswert wäre, aber wo ist der Schaden?

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