Forum: Gesundheit
Straßenverkehr: Der Fahrradhelm wird überschätzt
Nutcase

Handelt fahrlässig, wer ohne Kopfschutz radelt? Auf keinen Fall! Radfahren ohne Helm kann extrem sicher sein, wie der Blick nach Holland und Dänemark zeigt.

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dkisll 02.04.2014, 09:50
80. Ich trage weiterhin Helm

"2012 starben 406 Radfahrer auf Deutschlands Straßen und 520 Fußgänger." Ein starkes Argument für den Helmpflicht, wenn mann davon ausgeht dass der Zahl der Fussgänger den Radfahrer tausendfach überschreitet.

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Hajojunge 02.04.2014, 09:51
81. Ich bin nicht auf den Kopf gefallen

Zitat von sysop
Handelt fahrlässig, wer ohne Kopfschutz radelt? Auf keinen Fall! Radfahren ohne Helm kann extrem sicher sein, wie der Blick nach Holland und Dänemark zeigt.
Deshalb fahre ich nie ohne Helm. Im Zweifelsfalle kann er eben doch schützen oder zumindest die Unfallfolgen bei einer Beteiligung des Kopfes abmildern. Und ich weiß nun einmal nicht, wie der nächste Unfall verläuft. Die Kosten für die Allgemeinheit (mehr CO2-Ausstoß, weil weniger Radfahrer unterwegs sind, Anschaffung des Helmes) interessieren mich nicht. Wenn weniger Rad fahren, ist mir das recht, wenn ich die Verhältnisse in Berlin betrachte.
Die Helmpflicht für Motorradfahrer ist längst akzeptiert, obwohl der Helm hier auch nur bei geringeren Geschwindigkeiten wirksam ist.

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PeterPan95 02.04.2014, 09:51
82.

Zitat von JuergenM
Ich habe weder getrunken noch die Prozentrechnung vergessen. Was ist so schwer daran zu verstehen, dass wenn maximal 13% der Radfahrer einen Helm tragen, dafür aber mit 30% bei den getöteten Radfahrern vertreten sind, Fahrradhelme offensichtlich keinerlei Schutzwirkung aufweisen? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Fahrradhelme müssten danach eigentlich verboten werden. Bitte zeigen Sie doch mal auf, was daran falsch sein soll.
Falsch ist die Annahme, dass diese Zahlen ohne weitere Informationen in irgendeinen Bezug gesetzt werden können. Was ist mit der Häufigkeit der Fahrradnutzung? Wenn gemütliche Gelegenheitsfahrer, die nur 1x pro Woche 100m ohne Helm durch den Park zum nächsten Supermarkt radeln, in Ihrer Wahrnehmung das gleiche Unfallrisiko zugewiesen bekommen wie jene, die sportlich jeden Tag mit Helm 10Km durch den Straßenverkehr zur Arbeit und zurück radeln, dann haben Sie genau dort Ihren Denkfehler.

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andreasz 02.04.2014, 09:51
83. Warum muessen Minderheiten immer der Masse aufzwingen....

was sie fuer richtig halten. Ich Fahre mit einem Helm in Asien da hier Autofahren keine alte Kulturtechnik ist. Period. Aber was ich fuer mich als gut erachte muss ich doch nicht anderen aufzwingen......dieses rechthaberische Gutmenschentum, die mit ihren Lebenseinstellungen andere zum Glueck zwingen wollen machen deutschland so unendlich unattraktiv....

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mikelinden 02.04.2014, 09:52
84. Wirklich Schutz bieten nur Integralhelme

Nicht umsonst wurden Motorradhelme mit ähnlichem Design früher verächtlich "Eierschalen" genannt, die nur dann bedingt Schutz bieten, wenn mit dem Kopf zuerst gegen eine Wand oder auf den Asphalt knallt. Seitenaufprall-, Nacken- oder Gesichtsschutz - Fehlanzeige! Von daher kann ich die Kritik an der Helmpflicht gut verstehen, weil einem Sicherheit suggeriert wird, die nicht besteht.

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hm.hh 02.04.2014, 09:53
85. Danke danke danke

Endlich mal ein sinnvoller Beitrag zum Thema Helm! Diese Regulierungswut ist doch unerträglich! Wer will, soll gern Helm tragen, aber es ist wirklich beschämend, daß so viele Leute das Gefühl haben zu wissen, was gut für andere ist! Laßt uns freiheitsliebende Ohnehelmfahrer bloß in Frieden mit Euerm Helmquatsch. Danke!

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pimposse 02.04.2014, 09:54
86. Oh Gott, wirf Hirn auf die Erde ...

Habe selten so einen dummen Artikel gelesen genauso wie der vor ein paar Tage, dass sich Helmtragen nicht lohne (ohne in der Überschrift zu sagen für wen: schließlich wurde eine halbgare volkswirtschaftliche Rechnung aufgemacht, die mir als Einzelnen gar nicht sagen kann, ob es sich für mich lohnt, denn: es lohnt sich immer.

1) Helme helfen Unfallfolgeschäden vermeiden(ja: netto, selbst mit erhöhten Gefahren, weil die Radler und Autofahrer unvorsichtiger werden könnten)

2) Die rein ökonomische Berechnung der Uni Münster ist zynisch und falsch, denn erstens wäre es auch billiger gewesen, wenn Michael Schuhmacher keinen Helm getragen hätte (keine Krankheitskosten, Begräbniskosten fallen irgendwann sowieso an ...) und zweitens wurde nicht dargestellt welcher Helmpreis zugrunde gelegt wurde. Die Kosten für alle Helme wurden in der Studie als einziges den Nutzen entgegen gerechnet. Bei einem Apothekenpreis von 150€ kommt man zu anderen Ergebnissen als bei dem Preis für den völlig ausreichenden Helm vom Aldi für 9.99€.

3) Selbst bei Helmpflicht ist jeder frei ohne Helm zu fahren, da eine Kontrolle mangels Nummernschild ohnehin kaum möglich ist. Und da diese Leute ja der Meinung sind, ihnen passiert schon nichts und selbst wenn, dann können sich die trauernden Eltern, Lebenspartner und Freunde schon darüber hinweg trösten, dass man wengistens seine Freiheit genießen konnte.

4) Wie beim Gurtanlegen, dass den Älteren bis heute schwer fällt und den Jüngeren in Fleisch und Blut übergegangen ist, darf man die Gewohnheit nicht außer Acht lassen. Der Helm wird ganz einfach zum Bestandteil der nötigsten Dinge, wenn ich das Haus mit dem Fahrrad verlasse, wie der Haustürschlüssel, das Handy und die Geldbörse. Dass die Alten, die sich nicht umgewöhnen können, dann vielleicht mal weniger Radfahren ist ein vorrübergehender Kollateralschaden.

5) Ich selbst fahre mit einem Mountain-Bike mit Bosch Motor (400h) und einem schicken Ski-Helm in weiß für runtergesetzte 19€ vom Lidl. Das ganze inkl. Fahrrad hat mich weniger gekostet als das fest eingebaute Navi in meinem Auto. Was lohnt sich hier wohl mehr - jedenfalls fahre ich mit dieser "Ausrüstung" gefühlte 1000% mehr mit dem Rad in unserer bergigen und mit Radwegen nicht gesegneten Universitäts-Stadt. Ganz abgesehen davon schützt mich der Helm mit tollem Polster auch über die Ohren auch vor manchen unangenehmen Luftzug und Mittelohrenzündungen (keine Angst, man hört trotzdem extrem gut).

FAZIT: Helmpflicht? Ja - Handyverbot am Steuer? ja bei beiden kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er die Folgen der Nichtbeachtung tragen will; mit Pflicht werden die Folgen nur etwas teurer und damit völlig richtige Anreize gesetzt. Die Freiheit bleibt!

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germi24 02.04.2014, 09:54
87. Statistik kann täuschen

Bei Unfällen mit Todesfolge mit absoluten Zahlen zu argumentieren, ohne die Grundgesamtheit der jeweiligen Verkehrsteilnehmer zu nennen, halte ich für unseriös. wie stellen sich die Unfälle mit Todesfolge prozentual dar? Denn jeder Fahrradfahrer, Busnutzer, Autofahrer ist auch mal Fußgänger.

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nomorejokes 02.04.2014, 09:54
88. Verstand schützt

Die Zahl der Fahrradunfälle ließe sich mit Sicherheit drastisch reduzieren, würden viele Radfahrer nicht nach der Devise fahren: Der Autofahrer ist selbst schuld, wenn er mich tot fährt! Erfahrung aus dem Berliner Innenstadtverkehr: Hier herrscht blanke Anarchie.
In Italien habe ich ein (hier zwar auf Motorradfahrer gemünztes) Poster gesehen: "Es reicht nicht nur der Helb, es braucht auch Verstand". Bitte, liebe Radler...

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Eva K. 02.04.2014, 09:54
89. Alle Jahre wieder zum Beginn der Saison

Zitat von Martin Karmann
Da etabliert sich in der Gesellschaft die Bekenntnis zum Helm..
Die Deutschen, ein Volk von Helmträgern. War es früher die Pickelhaube, ist es heute die Styropormütze. Warum nicht gleich eine Pickelhaube aus Styropor, gesetzlich vorgeschrieben jederzeit und überall von jedem zu tragen.

Zitat von Holger Dambeck
Vor fast 20 Jahren hatte ich einen heftigen Sturz, bei dem ich mit voller Wucht mit dem Kopf auf den Asphalt knallte. Bei sehr hohem Tempo war ich mit dem Lenker an einem Absperrband hängengeblieben. Der Helm war angebrochen, mein Schädel heil. Glück gehabt.
Es sind genau diese Anekdoten, mit denen Helmträger dazu beitragen, das Fahrradfahren zu einem lebensgefährlichen Irrsinn zu erklären, bei dem man sich besser komplett panzert, um rundherum geschützt zu sein. Seltsamerweise sind es auch nur Helmträger, die von solchen Ereignissen berichten, die auch öfter mal auf den Kopf fallen - um dann der Welt neue Horror-Anekdoten zu berichten.

Der ehemalige britische Radrennfahrer und heutige Berater für Fahrradpolitik Chris Boardman, hatte im Februar dazu die These aufgestellt, daß sich viele lieber der Gewalt des Blechdosenverkehrs unterwerfen und panzern, statt daß die Politiker den Verkehr friedlicher gestalten, so daß eine Panzerung nicht nötig sei. Seine Kernaussage lautete "Helmets not even in top 10 of things that keep cycling safe." (deutsche Übersetzung)

Der beste Satz daraus: "Ich habe neulich zwei Leute in meinem Ort auf dem Fahrrad gesehen. Einer fuhr den Berg zum Bahnhof runter, er trug eine Warnweste und einen Helm. Ein paar Minuten später fuhr ein anderer Typ den Berg runter, er radelte in lockerer Kleidung zum Bahnhof. Welcher von beiden macht mir Lust auf’s Fahrradfahren?" Meine Antwort ist klar.

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