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Streit um Pille "Yasminelle" : Frau scheitert mit Klage gegen Pharmariesen Bayer
DPA

Weil sie nach der Einnahme der Antibabypille eine Lungenembolie erlitt, verklagte eine Frau vor sieben Jahren den Konzern Bayer auf 200.000 Euro Schmerzensgeld. Ein Landgericht wies diese Forderung nun zurück.

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martinhaidegger 20.12.2018, 14:03
1. Wichtige Informationen werden nicht genannt!

Laut Badischer Zeitung wurde nicht ein, sondern es wurden drei medizinische Gutachten eingeholt, die keine Klärung zuließen! Außerdem lagen bei der Klägerin laut Südkurier gesundheitliche Faktoren vor, die mit einem erhöhten Thromboserisiko einhergehen!

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lincoln33t 20.12.2018, 14:18
2. In den USA hätte sie das 10fache bekommen

Bei uns hat der Endverbraucher keine Rechte.

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brux 20.12.2018, 14:23
3. @ 1

Danke für die Hinweise. In solchen Fällen sollten Journalisten wirklich besser recherchieren und sich mit dem Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität vertraut machen.

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biofri 20.12.2018, 14:29
4. Und wie ist es mit Rauchen?

Bei vielen Antibabypillen wird ausdrücklich davor gewarnt, zu rauchen, weil dies ein zusätzlicher Risikofaktor für Embolien ist. Mich würde schon sehr interessieren, ob die Patientin Raucherin war. Alle Antibabypillen haben ein prinzipielles, wenn auch geringes Risiko, für Lungenembolie. Ich kann mich sehr gut darin erinnern, dass dies von jedem Gynäkologen gesagt wird und auch auf jedem Beipackzettel steht. Wie ein Gutachter herausfinden soll, welcher der möglichen Risikofaktoren ursächlich für eine Emolie war, ist und bleibt mir ein Rätsel.

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Nania 20.12.2018, 14:45
5.

Zitat von biofri
Bei vielen Antibabypillen wird ausdrücklich davor gewarnt, zu rauchen, weil dies ein zusätzlicher Risikofaktor für Embolien ist. Mich würde schon sehr interessieren, ob die Patientin Raucherin war. Alle Antibabypillen haben ein prinzipielles, wenn auch geringes Risiko, für Lungenembolie. Ich kann mich sehr gut darin erinnern, dass dies von jedem Gynäkologen gesagt wird und auch auf jedem Beipackzettel steht. Wie ein Gutachter herausfinden soll, welcher der möglichen Risikofaktoren ursächlich für eine Emolie war, ist und bleibt mir ein Rätsel.
Das habe ich mich schon zu Beginn der Berichterstattung gefragt. Vor allem, da Thrombosen selbst auch völlig ohne die klassischen Risikofaktoren entstehen können. Mein Vater hatte eine, war zu jung, ist Nichtraucher, verhältnismäßig sportlich, schlank, nahm bis dato keine Medikamente und dennoch... Zum Glück ist alles gut gegangen und es blieb bei "nur" einer Not-OP.

Auch weiß ich nicht, wie es sein kann, dass diese Frau von dem Thromboserisiko nichts wusste. Meine Frauenärzte haben schon vor rund 15 Jahren darauf hingewiesen und in meiner Packungsbeilage stand das als ein Risikofaktor auch immer schon drin.

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sufou 20.12.2018, 14:46
6. tja pech gebhabt

Zitat:

"Inzwischen wird bei Präparaten, die den Wirkstoff Drospirenon enthalten, "deutlicher" auf das Risiko hingewiesen."
Also doch nicht "eindeutig"? Tja Lady Sie haben das Pech im falschen Land zu leben. Hier in Deutschland wo wie in kein anderes Land wo der Pharma Lobby sehr mächtig ist.
Hier in D sind klagen gegen Mediziner oder Pharma fast aussichtslos. Lustigerweise gibt es in den USA für Deutschland deswegen eine Reisewarnung die auf den Resiken während des Urlaubs in Deutschland krank zu werden. Stichwort: Krankenhaus Keime

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ein-berliner 20.12.2018, 14:53
7. Korrekt erkannt

Zitat von lincoln33t
Bei uns hat der Endverbraucher keine Rechte.
Man klagt, wenn genug Geld da ist, in der Staaten. Da hätte Bayer blitzartig kleine Brötchen gebacken.

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cs01 20.12.2018, 14:59
8.

Zitat von lincoln33t
In den USA hätte sie das 10fache bekommen Bei uns hat der Endverbraucher keine Rechte.
10 mal 0 ist immer noch 0.

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lhi 20.12.2018, 15:23
9. Risiken und Nutzen

Um Risiken und Nutzen abwägen zu können, müsste die Tabelle um das Thrombose- und Embolierisiko von Schwangerschaften ergänzt werden. Die Pille nimmt man ja nicht einfach nur so, sondern, weil es sich um die sicherste Methode der Schwangerschaftsverhütung handelt.

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