Forum: Gesundheit
Studie: Depressions-Patienten werden oft falsch behandelt
DPA

Menschen mit Depressionen werden in Deutschland unzureichend behandelt. Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen des SPIEGEL eine neue Studie. Demnach steigt mit zunehmendem Alter bei Patienten eine Überversorgung mit Psychopharmaka.

Seite 1 von 2
exilfries 16.03.2014, 13:20
1. Ach, die Depression...

...hierzu empfehle ich folgende Dokumentation:
"Das Geschäft mit neuen Krankheiten"

https://www.youtube.com/watch?v=TXAmX5h5BeU

Geht es nach den Krankenkassen, besteht eine Überversorgung an Medikamenten, die Pharmaindustrie hingegen behauptet das Gegenteil. Beide haben ihre eigenen Studien, um dies oder das zu untermauern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jan delta 16.03.2014, 13:20
2. Depression

Zitat von sysop
Menschen mit Depressionen werden in Deutschland unzureichend behandelt. Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen des SPIEGEL eine neue Studie. Demnach steigt mit zunehmendem Alter bei Patienten eine Überversorgung mit Psychopharmaka.

ist keine Krankheit,sondern die Betroffenen nehmen im Sinne des Wortes
den Druck aus ihrem Alltag und haben die Nase voll vom Leben im Hamsterrad.Das darf natürlich nicht sein,und man muß dies mit Medikamenten bekämpfen damit diese Menschen wieder funktionieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h0:my=my0 16.03.2014, 13:24
3.

Da ich gerade ein bisschen Zeit habe, möchte ich diese in den Dienst der Allgemeinheit stellen.

Da es dieser Artikel, wie jeder aus dem psychologisch-medizinischen Bereich, wieder die "Skeptiker" auf den Plan rufen wird und sich ihre Antworten immer wiederholen, dachte ich mir ich fasse die Top-Kritikpunkte, die oftmals auch nichts mit dem Artikel zu tuen haben, mal zusammen, so das jeder Forist, statt einen ellenlangen Text zu schreiben, einfach die Nummer des Punktes dem er zustimmt angeben kann. Mehrfachnennungen sind möglich.

1. Ärzte und Psychologen haben grundsätzlich keine Ahnung. Vielmehr schaden sie willentlich ihren Patienten um sich an ihnen zu bereichern.

2. Jegliche Medikation ist unwirksam, ja sogar schädlich. Außer natürlich Bachblüten, usw.

3. Sämtliche Studien zu Themen wie Medikamenten- und Therapiewirksamkeit haben keinen Beweiswert.

4. Studien die den eigenen Standpunkt unterstützen müssen keinesfalls den allgemeinen wissenschaftlichen Standards entsprechen.

5. Die gesellschaftlichen, politischen und vor allen Dingen finanziellen Gegebenheiten spielen keine Rolle.

6. Es müssen keine KONKRETEN Vorschläge zur Änderung der Situation, z. B. Therapieform, Finanzierung, usw. gemacht werden.

7. In den Büchern von Alice Miller et al. sind alle Erklärungen und Lösungen für jegliche psychischen Probleme enthalten.

Viel Spass damit:-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ursprung 16.03.2014, 13:31
4. Krankes Gesundheitssystem

Zitat von sysop
Menschen mit Depressionen werden in Deutschland unzureichend behandelt. Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen des SPIEGEL eine neue Studie. Demnach steigt mit zunehmendem Alter bei Patienten eine Überversorgung mit Psychopharmaka.
Nicht nur Depressionspatienten.
Zu dem wenigen, was in unserem med. Behandlungssystem relativ gut funktioniert, gehoert Notfallambulanz und Akut-Unfallfolgen.
Sind ja auch Vorzeige-Umsatzbringer aus dem Bereich sonst Gesunder. Sonst bringen ja nur Kranke Umsatz. Je kranker, umso mehr.
Unser Gesundheitssystem" ist also vom Ansatz her meist schon ueberwiegend krank.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eloquentinkompetent 16.03.2014, 13:41
5.

Genau depressive Menschen haben keine Erkrankung...so ein Unfug, Depression ist eine Erkrankung wie zB bei anderen Migräne. Durch Stress wird ein sogenannter Schub ausgelöst. Hören Kopfschmerzen meist nach kurzer Dauer auf, kehrt der Serotoninspiegel nicht auf sein Niveau zurück, da dieser sich in der Regel selbst reguliert... Ein depressiver Mensch will nicht aus dem normalen Alltag ausbrechen, ein depressiver wünscht sich in der Regel einen normalen Alltag, der ohne Sorgen ist. Meines Erachtens werden wir zu wenig über eine recht leicht therapierbare Krankheit informiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hannibalanteportas 16.03.2014, 13:43
6. Ah, ja, und was ist daran neu...

Als in diesem System arbeiten müssender sind diese Ergebnisse nichts neues! Hausärzte überfordert, geben schnell mal ein Anti-Depressivum. Und wenn man zu einem Psychiater geht, ja, was soll man denn da bekommen, wenn nicht Psychopharmaka(obwohl es natürlich Ausnahmen gibt). Wenn Menschen, die zu mir in Therapie kommen, von ihrer "schlechten bisherigen Therapie" erzählen, stellt sich schnell raus, dass diese "Therapie" aus Medikamentengabe und ab und zu 10min Gespräch bestand, also bitte! Und leider ist es so, dass auch viele Menschen die Diagnose Depression nicht gerne hören, was ja an verständlich ist! Nur leider lassen sich dann die (Haus-) Ärzte auch darauf ein, diagnostizieren einen Burn-Out! Klingt ja auch netter! Das öffnet einer Chronifizierung aber Tür und Tor, weil nicht ordentlich behandelt! Das erfordert ein Umdenken auf allen Seiten!
Aber das ist ja auch nichts neues...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tetaro 16.03.2014, 13:44
7. Vielleicht...

muss man ja nochmal darauf hinweisen, dass Depression nicht Depression ist.

Ich bin zwar kein Arzt, aber nach den Beobachtungen in meinem Umfeld gibt es schon Depressionen, die durch einfache Eingriffe zu behandeln sind, so halte ich nach diesem grauen Winter eine Depression fast für normal, und man kann mit wenigen Mitteln, teilweise nur Lichttherapie, oder den richtigen Nahrungsergänzungsmitteln oder auch Pillen etwas dagegen tun.

Vielleicht muss man auch zur Kenntnis nehmen, dass das alltägliche Umfeld des Menschen heute oft so absurd unnatürlich ist, dass leichte Depressionen vielleicht weniger die Krankheit als ein normales Symptom sind.

Schwere klinische Depressionen sind ein ganz anderes Kaliber, da muss man eine individuelle Mischung zwischen Pharmaka und anderer Therapie finde, was kompliziert sein kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jan delta 16.03.2014, 13:49
8. Nun

Zitat von eloquentinkompetent
Genau depressive Menschen haben keine Erkrankung...so ein Unfug, ein depressiver wünscht sich in der Regel einen normalen Alltag, der ohne Sorgen ist. Meines Erachtens werden wir zu wenig über eine recht leicht therapierbare Krankheit informiert.
wollten Sie mir meinen Post um die Ohren hauen,haben ihn aber mit Ihren Ausführungen bestätigt.
Das ist mir zwar gleichgültig,aber trotzdem Danke dafür.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
laracroft11 16.03.2014, 13:51
9. Sehr wohl eine Krankheit!

Depressionen würde ich nicht mal meinem schlimmsten Feind wünschen. Ich hatte seit meiner Kindheit damit zu Kämpfen und wurde immer wieder darauf hingewiesen dass ich meine Probleme nur verarbeiten kann wenn ich keine Antidepressiva nehme und stattdessen fuer Jahre zu Psychotherapeuten renne. Erst in meinen mittleren Jahren hat ein Arzt in einem anderen europäischem Land angeraten ein Antidepressivum zu probieren. Als hätte jemand einen Lichtschalter umgelegt! Keinerlei Nebenwirkungen und zehn Jahre später habe ich einen Doktortitel, ein eigenes Haus, Gesundheit und es geht mir einfach ganz normal. Über die Jahrzehnte von unnötigem Leid kann ich mich heute noch ärgern. Dafür haben aber mehrere Therapeuten ordentlich an mir verdient. Heute kann ich meinen Probleme sehr wohl alleine und mit guten Freunden lösen und keine zehn Pferde würden mich noch einmal zu so einem Seelenklempner bringen. Das ist fuer mich so bescheuert als wenn man versucht Diabetes mit Psychotherapie und ohne Medikamente zu behandeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2