Forum: Gesundheit
Studie des Robert Koch-Instituts: So geht es Kindern in Deutschland
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Einige sind zu dick, viele nicht besonders sportlich, aber insgesamt steht es gut um die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Das gilt wenigstens für jene, deren Eltern nicht arm sind.

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realist12345 08.10.2019, 20:30
1. Sportverein

Man sollte die schulischen Anforderungen für Kinder wieder auf ein vernünftiges Maß bringen. Dieses G8 hat den Kindern viel Lernen abverlangt und die Zeit weggenommen, damit Sport getrieben werden kann. Gleichzeitig ist der Sportunterricht an der Schule immer weniger wichtig genommen worden und dementsprechend die Ausstattung vernachlässigt worden. Eine vernünftige Partnerschaft von Schule und Sportverein würde Abhilfe schaffen, aber es wird noch lange dauern, bis die Folgen der 68er sich aus unseren Schulen ausgeschlichen haben.

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Schartin Mulz 08.10.2019, 20:36
2. Achja?

"Dabei verletzten sich Jungen deutlich häufiger, bei ihnen lag der Anteil bei 18,6 Prozent; bei den Mädchen waren es 14,3 Prozent. Schuld daran könnte auch die Gesellschaft sein, schreiben die Forscher. Demnach werden Jungen anders sozialisiert als Mädchen und von ihren Eltern möglicherweise seltener gebremst."
Ist das jetzt schon Fakt oder Evangelium, dass das unterschiedliche Verhalten von Jungen und Mädchen alleine auf die "Sozialisation" zurückzuführen ist? Oder darf man diese Theorie noch hinterfragen?

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aggro_aggro 08.10.2019, 21:02
3. versteckte Kosten beim Sport

Dass Kinder aus armen Familien so deutlich weniger Sport machen als gutsituierte Kinder hat mich etwas verwundert. Sportvereine kosten nicht allzuviel, und theoretisch wird man dabei vom Staat unterstützt.
Um so länger man drüber nachdenkt, desto mehr Faktoren kommen aber hinzu: zusätzliche Kleidung, Schuhe, Sportgeräte. Fahrdienste zum Training und zu Wettkämpfen. Und in der Regel nehmen Kinder erst einmal an mehreren Sportarten teil, bis sie eine lieben lernen. Schwimmen, Turnen, Fussball (mal ausprobieren im Verein) und zusätzlich noch ein bisschen Bouldern oder Mountainbikefahren (am Wochenende) ist schon bei Mittelklassefamilien häufig, in manchen Familien geht es vielleicht auch mit dem Papa zum Golf und der Mama zum Tennis. Um so größer der Wohlstand um so mehr Berührungspunkte mit verschiedenen Sportarten.
Da helfen die 15€ aus dem Teilhabepaket dann auch nicht weiter.
Die Lösung wären staatlich organisierte Sportprogramme, am besten über den Nachmittagsbereich der Schulen. Ehrenamtliche Helfer für Busfahrten und Training/Betreuung und ein möglichst breites Angebot an jeder(!) Schule. Die Kinder müssen freiwillig und gern nachmittags in der Schule bleiben um Sport auszuüben und für eine Schulmannschaft gegen andere Schulmannschaften anzutreten.

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cum infamia 08.10.2019, 22:03
4. ist das Westkind sensibler ?

Zitat von realist12345
Man sollte die schulischen Anforderungen für Kinder wieder auf ein vernünftiges Maß bringen. Dieses G8 hat den Kindern viel Lernen abverlangt und die Zeit weggenommen, damit Sport getrieben werden kann. Gleichzeitig ist der Sportunterricht an der Schule immer weniger wichtig genommen worden und dementsprechend die Ausstattung vernachlässigt worden. Eine vernünftige Partnerschaft von Schule und Sportverein würde Abhilfe schaffen, aber es wird noch lange dauern, bis die Folgen der 68er sich aus unseren Schulen ausgeschlichen haben.
in der "DDR" haben über Jahrzehnte ALLE Abiturienten das Abitur nach G8 absolviert, mit mind. dem Wissensniveau der Westkinder.
Da hat noch KEINER was von "Krankheit durch lernen" gehört. So fühle ich mich z.B. nach wie vor gesund und leistungsfähig - trotz (oder wegen) G8.. Komisch aber auch --- diese Sensibelchen ....

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Lelas 08.10.2019, 22:27
5.

Wie fast immer bei dem Thema werden Ursache und Wirkung vertauscht. Kinder sind nicht dicker oder unsportlicher, weil die Eltern weniger Geld haben. Eltern haben weniger Geld, weil sie nicht gelernt haben, nichts organisiert kriegen und sich selbst - und ihre Kinder - verwahrlosen lassen. Ausnahmen gibt’s natürlich auch, aber auf die Mehrheit trifft oben genanntes zu, was aber wahrscheinlich wegen politischer Unkorrektheit hier im Forum gar nicht erscheinen wird.

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outofthebox39 08.10.2019, 23:03
6. 15 Euro reichen nicht

Es ist ein Witz, arme Familien mit 15 Euro pro Kind für Teilhabe abzuspeisen. Sportvereine und Musikschulen, Büchereien etc. sollten für arme Kinder immer unbürokratisch kostenlos sein. Und einen Zuschuss für den Erwerb von notwendiger Sportkleidung und Musikinstrumenten sollte es auch geben. Nur wer aus dem Haus kommt und ohne lange Anträge Bildung in Anspruch nehmen kann, wird dies auch tun.

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StefanieTolop 08.10.2019, 23:12
7. Kinder sind von Natur aus sportlich

Das politisch korrekte Symbolbild verrät möglicherweise mehr über die Ursachen als der Artikel selbst. Im Allgemeinen kann man aber sagen, das Kinder sehr gerne rumtollen. Und so lange man sie auch lässt, funktioniert das prima.

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im_ernst_56 08.10.2019, 23:57
8. Kommste runter?

Das war der Ruf der Kinder auf der Straße oder im Hinterhof. Dann sind wir bis zum Abendbrot rumgerannt. Übergewicht gab es bei uns nicht. Allerdings fand die Realität auch nicht im Videospiel oder Social Media statt, weil wir keine Smartphones, Tablets oder PCs hatten, sondern auf der Straße, wo wir Räuber und Gendarm, oder Cowboy und Indianer gespielt oder die Hinterhofmeisterschaft im Fußball mit drei Ecken = Elfer, fliegender Torwart und ohne Abseits ausgetragen haben. Das ist sehr lange her, aber dass das Übergewicht mit sitzender Tätigkeit plus ungesunde Ernährung zu tun hat, liegt für mich auf der Hand. Unsere Eltern waren übrigens nach heutigen Maßstäben arm.

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freigeistiger 09.10.2019, 02:01
9. Behauptungen vs. Wissen

"Schuld daran könnte auch die Gesellschaft sein, schreiben die Forscher. Demnach werden Jungen anders sozialisiert als Mädchen und von ihren Eltern möglicherweise seltener gebremst." Das ist unwissenschaftlich. Das sagt man üblicherweise so. Jungen sind aktiver. Dazu gibt es auch genügend Untersuchungen. Viele Interessen haben und aktiv sein wird dann als schlechtes Sozialverhalten bewertet. Weil nicht die Erwartungshaltungen anderer erfüllt werden.

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