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Studie Einsamkeit: Wer allein lebt, hat häufiger Depressionen und Ängste
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Alleinleben erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen. Das legt eine neue Studie nahe. Besonders betroffen sind Menschen, die sich zusätzlich einsam fühlen. Doch es gibt Mittel dagegen.

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zeichenkette 02.05.2019, 17:03
20.

Zitat von dasfred
Wie schon im Beitrag erwähnt, sagt die Studie wenig darüber aus, ob sich Menschen mit Neigung zur Depression eher zurückziehen, oder ob das allein leben die Depression verursacht. Dazu kommt wohl auch, dass Menschen in Beziehungen leichte Depressionen durch Gespräche mit dem Partner überwinden können, während andere dann doch eher den professionellen Gesprächspartner aufsuchen. Allerdings ist es zwar interessant, Zusammenhänge zu suchen, die Ursachen im Einzelfall müssen aber immer individuell erforscht werden. Die hier geforderten Begegnungsräume scheinen mir nur eine schöne Utopie zu sein. Genutzt wird soetwas ja in erster Linie von Menschen, die von vornherein Geselligkeit suchen. Je einsamer ein Mensch ist, desto höher wird die Hemmschwelle, solche Einrichtungen aufzusuchen. Das Gefühl, dort ausgegrenzt zu sein, überlagert den Wunsch nach Gesellschaft. Dazu kommt, das in früheren Gemeinschaften Generationen zusammengelebt haben. Heute, wo Singles in die Großstadt ziehen, gibt es die Fixierung auf die eigene Altersgruppe, den gleichen sozialen Status und ähnliches. Das schließt von vornherein die meisten Kontaktmöglichkeiten stark ein. Ein weiterer Aspekt, den Alleinlebende für sich erkennen können ist, dass sie für niemanden Verantwortung tragen und keinem zur Rechenschaft verpflichtet sind. Das ist für den einen eine Befreiung, für den nächsten aber eine Belastung.
Ja, das ist was dran. Ich bin zwar ein großer Freund von "Wahlverwandtschaften" anstatt von obligatorischer Familienbande (und jetzt stelle man sich gar mal Leute vor, die in der Familie nur Vernachlässigung oder gar Gewalt und Missbrauch erlebt haben), aber wenn man das so betreibt, dass man sich da nur mit Leuten gleichen Alters etc. umgibt, dann sind die irgendwann alle in der derselben Lage und den Letzten beißen die Hunde. Bzw. wenn das bei anderen wegbricht (z.B. wegen Heirat und Kindern und deswegen weniger Zeit), bricht es bei immer mehr davon weg. Da hilft es schon sehr, wenn man versucht, sich auch mit Leuten in anderen Altersklassen zu umgeben, aber ist nicht immer einfach bzw. liegt nicht jedem. Trotzdem, man sollte nicht in die Falle gehen und Familie und Verwandtschaft immer nur für etwas Gutes halten. Da gibt es durchaus auch immer wieder Zwänge und Schlimmeres, das im Endergebnis auch nicht glücklicher macht als Einsamkeit. Schon so mancher hat seiner verkorksten Familie mit gutem Recht den Rücken zugewandt. Und während der Mensch zwar prinzipiell durchaus ein soziales Wesen ist, gilt das nicht immer und nicht für jeden. Seiner dysfunktionalen und vor die Hunde gehenden Sippe den langen Finger zu zeigen und wegzugehen, bevor er selber mit vor die Hunde geht, hat schon so manchen gerettet. Schon bei Affen gibt es gar nicht so wenige, die von der ganzen Horde eher die Nase voll haben und sich phasenweise oder dauerhaft lieber allein durchschlagen. Bei Menschen gibt es das auch sehr häufig, schlimm wird es eben dann, wenn das nicht freiwillig ist, sondern sie darunter leiden. Oder sie nur ihre Freiheit genießen, aber keine neuen Bindungen und Verantwortlichkeiten eingehen, denn dann sind sie irgendwann allein, ob sie dann noch wollen oder nicht.

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susie.soho 02.05.2019, 17:36
21. Die Prämissen stimmen nicht!

Es sind die Gründe, warum ein Mensch allein lebt, die ihn depressiv werden lassen oder nicht.
Auch die Großstadt ist nicht unbedingt anonym! Wer lange oder nur in Großstädten gelebt hat, den kennt der Apotheker, der Teehändler, der Banker u.a. - In einem großen Mehrfamilienhaus kennt man sich zumindest auf der Etage.....Auf dem Land zu leben, um dort mehr soziale Kontakte zu haben, ist eine Binse, wenn man nicht dort aufgewachsen ist.

Kurz und gut: ich gehöre zu denen, die seit 25 Jahre freiwillig allein lebt und nicht einen Hauch von Depression erlebt hat. Dabei bin ich alt und nicht gesund, genieße aber meine Freiheit, zu tun, was und wann ich will! Es gibt nicht mehr viele soziale Kontakte, aber die drei bis vier außerhalb der Familie genügen mir völlig!

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stevens. 02.05.2019, 17:50
22. Nur so....

Hallo

Also ich bin selbst betroffen und bei mir ist es so das ich sogar eine Erwerbsminderungsrente deswegen habe.
Die Auslöser sind in der Kindheit bei mir zu suchen und auch gewisse Dinge die im jungen Erwachsenen Alter passiert sind..
Wenn manche denken nur ältere betrifft das oder arme Menschen ohne Einkommen, na man muss sich nur das tragische Leben so vieler uns aller bekannten Stars und Prominenten ansehen. Viele davon hab trotz Reichtum, gutem aussehen und allem trotzdem den Kampf gegen diese Krankheiten verloren.
Diese Sache mit Depressionen und Zwängen und Ängsten gehen mit so vielen Sachen einher die Menschen die nicht betroffen sind sich gar nicht so denken können
Auch das Selbstbewusstsein leidet, manchmal gibt's den Versuch dann zu sagen Ach komm ich gehe mit auf den Geburtstag oder so. Heute geht's mir relativ gut. Dann kommt die Angst sieht man gut aus? Was denken die Menschen von einem die man noch nicht kennt? Man sieht vielleicht Paare die zb glücklich sind.... Also ohne Neid direkt aber man vergleicht sich sofort damit.... Und das kann einen auch wieder runter ziehen.
Dann die Angst irgendwie die Spass Bremse an dem abend zu sein
Also ich meine eine einzige Verabredung kann... Wenn man dort nicht nur gute Freunde die einen und die Erkrankung kennen um sich hat, für einen zum großen Akt werden und bedarf halt der Energie sich darauf einzulassen. Ich hoffe alle verstehen was ich meine, man hat eh nicht so große Energie Reserven psychisch und so.
Nur so als Beispiel, auch ist immer oft noch gerade sage ich mal im dörflichen oder klein städtischen Bereich es so das nur wirklich Krank ist der seinen Kopf unter dem Arm trägt
Ich sage oft Depressionen, Angstzustände und Zwänge halt alles das was damit zusammen hängt ist wie Krebs, halt nicht am Körper sonder in der Psyche.
Aber ich muss sagen, meine Katzen zb helfen mir so sehr. Auch wenn das mache nicht vielleicht direkt nachvollziehen können. Ich sage immer eigentlich müssten sie... Meine Katzen von der Krankenkasse Futter bekommen. Da ich ohne sie mache Sachen schwer oder gar nicht hätte meistern können.
Ich hoffe alle die betroffen sind das sie irgendwie die Kraft finden weiter zu machen, und an alle anderen froh zu sein das ihre Psyche nicht ihr eigener Feind ist.
Gruss

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MissMorgan 02.05.2019, 18:46
23. @hastunichgesehen

haha! Merkelmuttis oder Prinzessinnen? Vielleicht Mal das Jagdgebiet ändern? Und alle, alle anderen versuchen Sie - angeblich - einzuordnen, und das verängstigt Sie dermaßen, dass es mit einer Beziehung dann doch nicht klappt? Tja, lieber Bikertyp mit 'fuck 'n go'-Beziehungsstatus: Dann einfach mutig aus der Komfortzone raus! 'Merkelmuttis' trauen sich an einen 'Bikertypen' ran, nur der starke Junge hat Schiss, lol.

Klar, dass Sie unter einer depressiven Verstimmung, "Selbstmitleid" wie Sie sagen, leiden. Wenn Ihr ganzes Leben lediglich auf Sex und Optik ausgerichtet ist, wundert es mich nicht. Aber ein einsamer Wolf stirbt eben auch als einsames Raubtier

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Luemgi 03.05.2019, 00:14
24.

Ich gehöre auch zu denen, die jung psychisch erkrankt sind. Jung, gut ausgebildet, guter Job, lang laufende Beziehung und mit einer Figur, für die andere Frauen echt was geben würden. Das alles spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es war eher erstaunlich, dass ich mit meiner Vorbelastung so weit gekommen war. Aber alle Ressourcen sind endlich und so kann man sich trotz aller Bemühungen manchmal einfach nicht über Wasser halten.

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jordaninge 03.05.2019, 00:33
25. @thomas_storch "Die Deutschenb können sich gegenseitig nicht leiden"

Schonmal länger in Nordamerika gelebt, wo man sich das Salz in der Suppe nicht gönnt und Menschen mit anderem Parteibuch regelrecht hasst, nicht erst seit Trump, den republikanischen oder demokratischen Onkel nicht mal beim Weihnachtsessen dulden will und keine Krankenversicherung auf die Beine stellen kann?

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wiseacre 03.05.2019, 00:38
26. Krailsheimer

Allein sein zu müssen ist das Schwerste, allein sein zu können das Schönste. Wer allein ist und lebt muss nicht einsam sein. Depression entsteht zunächst mal aus dem Gefühl des Leidens und des Mangels, der inneren Ablehnung. Aber es ist natürlich nicht jedermanns Sache gerne allein zu sein.

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so-long 03.05.2019, 07:09
27. Heiraten

hilft. Etwas Mut und Gottvertrauen braucht man, um (vielleicht?) ein Klumpenrisiko einzugehen, aber was soll‘s. Die eigene Gesundheit ist auch ein Klumpenrisiko.

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gantenbein3 03.05.2019, 08:07
28. Es ist ein Teufelskreis

Wer einsam ist, hat oft keine gute Ausstrahlung. Wer keine gute Ausstrahlung hat, wird gemieden. Wer gemieden wird, zieht sich zurück uswusf.

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politikwatcher2 03.05.2019, 09:14
29. Unklare Studie

Was ist denn mit Menschen die zwar einen Partner haben, aber (bewusst) oder noch getrennt wohnen?
Zählen die auch dazu?
Unklar irgendwie-

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