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Studie Einsamkeit: Wer allein lebt, hat häufiger Depressionen und Ängste
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Alleinleben erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen. Das legt eine neue Studie nahe. Besonders betroffen sind Menschen, die sich zusätzlich einsam fühlen. Doch es gibt Mittel dagegen.

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qoderrat 03.05.2019, 09:29
30.

Zitat von susie.soho
Auf dem Land zu leben, um dort mehr soziale Kontakte zu haben, ist eine Binse, wenn man nicht dort aufgewachsen ist.
Mit dem Rest Ihres Beitrags bin ich einverstanden, mit dem obigen Satz aber überhaupt nicht.

Ich bin aufgewachsen in Stadt und habe den Grossteil meines Lebens in der Stadt verbracht, bin aber aus finanziellen Gründen aufs Land gezogen (Miete).

Das war die beste Entscheidung meines Lebens, und auch wenn ich es heute nicht mehr nötig habe, ich werde nie wieder in die Stadt ziehen. Eine solche Nachbarschaft wie im Dorf habe ich in der Stadt nie erlebt, auch im Umfeld in dem ich langjährig aufgewachsen bin.

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hastunichgesehn 03.05.2019, 10:12
31.

Zitat von jordaninge
Schonmal länger in Nordamerika gelebt, wo man sich das Salz in der Suppe nicht gönnt und Menschen mit anderem Parteibuch regelrecht hasst, nicht erst seit Trump, den republikanischen oder demokratischen Onkel nicht mal beim Weihnachtsessen dulden will und keine Krankenversicherung auf die Beine stellen kann?
Muss ein anderes Amerika sein ... oder ich hatte als Kraut in Ventura/Ca und Charlotte/NC immer Exotenbonus.

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Hirschkuh 48 03.05.2019, 12:45
32. Für Einsamkeit ist man selbst verantwortlich.

Die Leute tun mir leid, denn sie wissen ihre Freiheit und Unabhängigkeit nicht zu schätzen.
Ich würde gerne mal 24 Stunden selbstbestimmt erleben dürfen, ohne zu sagen, wo ich hingehe und wann ich wiederkomme. Wie sich das wohl anfühlt niemandem Bescheid geben zu müssen?

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zeichenkette 03.05.2019, 14:48
33.

Zitat von Hirschkuh 48
Die Leute tun mir leid, denn sie wissen ihre Freiheit und Unabhängigkeit nicht zu schätzen. Ich würde gerne mal 24 Stunden selbstbestimmt erleben dürfen, ohne zu sagen, wo ich hingehe und wann ich wiederkomme. Wie sich das wohl anfühlt niemandem Bescheid geben zu müssen?
Das ist Freiheit, aber keine Einsamkeit. Einsamkeit ist, wenn man jeden Tag 24 Stunden allein ist und es nie jemanden interessiert, wo man hingeht oder wann man wiederkommt. Der Unterschied zwischen allein sein und einsam sein ist der, dass man das allein sein jederzeit beenden kann, wenn man will, während der Einsame auch dann noch einsam ist, wenn er nicht einsam sein will. Freiheit und Unabhängigkeit ist halt noch etwas anderes als Verdammung zum Alleinsein. Genau daran liegt es ja, dass allein lebende Menschen vor allem dann zu Depressionen neigen, wenn sie sich einsam fühlen und nicht gerne allein leben, sondern darunter leiden.

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gantenbein3 04.05.2019, 08:41
34. Ich weiß

Zitat von Hirschkuh 48
Die Leute tun mir leid, denn sie wissen ihre Freiheit und Unabhängigkeit nicht zu schätzen. Ich würde gerne mal 24 Stunden selbstbestimmt erleben dürfen, ohne zu sagen, wo ich hingehe und wann ich wiederkomme. Wie sich das wohl anfühlt niemandem Bescheid geben zu müssen?
meine Freiheit und meine Unabhängigkeit zu schätzen, aber auch, wie schön es ist, wenn zuhause jemand auf einen wartet, was ich nach dem Tod meiner Frau schmerzlich entbehre.

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timo.funken 05.05.2019, 16:14
35.

Auch wenn die Studie nicht den kausalen Zusammenhang beachtet, verdeutlicht sie eine zunehmende Lebensrealität von Menschen und macht darauf aufmerksam, wie sich dies durch andere gesellschaftliche Veränderungen verschärft. Es ist fast so, als würden natürliche Räume der Begegnung zunehmend verschwinden, dafür "professionalisierte" Angebote wie Psychotherapie etc zunehmen.

Liebe Grüße aus Berlin,
Timo Funken

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serbskisokol2 05.05.2019, 18:31
36. ok,zugestimmt

Zitat von hastunichgesehn
1. Können wir mal "Depression" durch "depressive Stimmung" ersetzen? Letzteres hat was mit Selbstmitleid zu tun! 2. Ich bin Mitte 60 und der "Bikertyp". Ich finde entweder nur noch "Merkelmuttis" in meinem Alter (was soll ich mit denen im Bett?) und/oder "Prinzessinnen", bei denen jeder zweite Satz mit "Ich habe auch das Recht..." losgeht (wobei Frauen bei mir IMMER auf Augenhöhe bestehen / müssen!) 3. Der Mensch ist kein "Einzelwesen" ... und warum gucken fast alle wischend auf ihr Cellphone? Thx digital! 4. Seit 20 Jahren Single (mal abgesehen von Fuck' n Go) und wann immer sich eine Beziehung anbahnte, versuchte mich das weibliche Gegenüber "einzunorden". 5. Wie schon Marius sagte: Für Sex gibt es keinen Waffenschein. Schön, wenn Testosteronmangel Unabhängkeit und Freiheit bedingt. Nur blöd wenn man(n) dann allein ist. Fragen wir den chinesischen Philosophen WATNU ? * Hormonregelung und Prostatapflege via Xhamster in Verbindung mit * Alkohol/Drogen um Einsamkeit nicht mehr wahrzunehmen plus * politisch korrekt das Geschlecht wechseln oder * ab nach Thailand in die Seniorenresidenz und Party und Bullshit Oder einfach "Eier haben" und stolz darauf sein, dass man alleine in dieser assozialen Digitalsociety überlebt?!? Better dead than mainstream!
Kurz und knapp- Die Psyche machts meist.Wenn die ok ist, dann sollte es gehen.Schreibt einer mit kurz vor 80. Wollte mich erst nicht zu dem Thema äußern , zumal morgen Behandlungsbeginn.Wuensche allen gute Besserung.BTW-es ist nicht so, daß man den ganzen Tag traurig rumhängt.Ganz im Gegenteil.Da schrieb doch einer meiner Vorposter:
"Menschen mit Depressionen rennen auch nicht den ganzen Tag schwarzgekleidet mit ner Trauermiene durch die Gegend, das sind Vorurteile. Es gibt leichte, mittlere und schwere depressive Phasen, aber eben auch Phasen, in denen es den Betroffenen relativ gut geht und sie aktiv am normalen Leben teilnehmen und ja auch durchaus herzhaft lachen und fröhlich sind." Genauso isses

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dudest_dude 05.05.2019, 23:16
37.

@norgejenta Also ich bin 24, alleinlebend, mit Abitur aber ohne abgeschlossene Ausbildung. Ich schätze mich als gutaussehend ein, wenn das mit meinem Lebensstil jedoch so weiter geht, weiß ich nicht, wie lange das noch so bleibt. Ich habe von drei begonnenen Studiengängen - der längste währte fünf Semester - keinen abgeschlossen. Ich habe kein gutes Verhältnis zu meinen Eltern oder sonstigen Verwandten, meine Freunde kann ich an einem Finger abzählen. Ich arbeite bei einem Pizzalieferdienst. Ich trinke, auch ohne unter Menschen sein zu müssen. Sehr oft bin ich wütend auf das System oder den Staat oder Menschen, die sagen, man müsse hart arbeiten und auch mal etwas durchziehen, denn das habe ich meines Erachtens nach meistens getan und immer alles gegeben (die Räusche inbegriffen), nur reichte es nie. Wegen meiner Depression war ich sogar Therapie, wurde sogar vorzeitig entlassen, nur um mich wieder zu verrennen. Ich hatte oft das Gefühl, nicht in diese Welt zu passen, doch inzwischen ist es mir irgendwie egal. Ich versuche irgendwie klarzukommen, und selbst wenn ich alleine Zuhause vor dem PC sitze und mir abends einen antrinke, ist das noch tausende Male besser als darüber nachzugrübeln, was man besser, anders oder richtiger machen könnte. Meine Mutter machte mir Zeit meines Lebens sehr viel Druck. Ich bin froh, sie nicht mehr sehen zu müssen. Und ja, ich bin sehr einsam, habe mich aber daran gewöhnt.

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aplush 06.05.2019, 09:59
38. Neue Studie?

Wie kommt es eigentlich, dass die banalsten Nachrichten so häufig anfangen mit den Worten "eine neue Studie..."? Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass Alleinlebende häufiger depressiver sind, dass im Umkehrschluss Zweisamkeit oder Familienleben Menschen ausgeglichener macht. Da muss man auch nicht lange über Ursachen grübeln (was war zuerst da Depession oder Sinlge-Dasein), die Hauptursache ist uralt: Wir sind Herdentiere, die Mitmenschlichkeit und Halt in der eigenen Sippe, mindestens Beziehung suchen. Zum glücklichen Single-Dasein muss man geboren sein. Ich kenne keinen Single, der wirklich mit sich glücklich ist. Die meisten, die das sagen, lügen sich nur selbst in die Tasche. Habt ihr Lust auf ein paar "neue Studien" als Themen? Ich schreibe gerne ein paar Banalitäten als Pseudo-Studien nieder. :D

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da_shetty 06.05.2019, 12:18
39. Die Banalisierung des Problems ist keine Lösung!

Also ich vermute, dass Einsamkeit bei Menschen mit einer Disposition zur Depression, die Depression triggern kann. Es gibt ja auch verschiedene Formen der Einsamkeit, bei mir hat das Fehlen einer Liebesbeziehung über die Spanne meines Lebens, die Depression getriggert. Dies hängt unter Anderem mit den stereotypen Geschlechterrollen zussammen, Männer müssen häufig noch die Strereotypen erfüllen, um als Mann akzeptiert zu werden. Im Sinne des Konzeptes der Resilienz, sind soziale Bindungen ein erheblicher Bestandteil der Widerstandsfähigkeit bei auftretenden Problemen. Was vermittelt man denn bitte, wenn man aufzeigt dass es sich bei der Einsamkeit um "kein Privatproblem" handelt? Man spielt die Problematik runter und erklärt das Problem als Banal, immerhin haben ja viele dieses Problem. Ist es nicht besser aktive Strategien zu entwickeln, um die Einsamkeit zu beenden? Etwa durch die Schaffung von Möglichkeiten zur Begegnung mit Menschen die ähnlich Denken und Gemeinsamkeiten haben, etwa durch den Beitritt in einen Verein..... Die aktive Suche nach einer Liebesbeziehung scheitert oft an der Möglichkeit neue Menschen kennezulernen. Neben Vereinen oder anderen sozialen Treffpunkten, kann etwa auch Onlinedating neue Gelegenheiten schaffen. Statt also das Problem damit abzutun, indem man den Betroffenen erklärt, dass es ja vielen so geht, sollte man den Betroffenen Hilfestellung bieten, dem Problem aktiv zu begenen und die Wurzel des Problems zu beseitigen. Die Schaffung neuer Perspektiven ist wichtig!!!!

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