Forum: Gesundheit
Studie: Fahrradhelm-Pflicht brächte mehr Schaden als Nutzen
DPA

Sollten Radfahrer immer einen Helm tragen müssen? Ein Forscher aus Münster hat die Auswirkungen einer Helmpflicht für Deutschland untersucht. Sein Ergebnis fällt überraschend eindeutig aus.

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Common Sense! 31.03.2014, 18:37
300. Helmpflicht für Kinder, mehr aber auf keinen Fall

Ich erinnere mich an so manchen Sturz in Kindertagen, als ich die Gefahr sicher noch nicht einschätzen konnte, deshalb ist eine Helmpflicht für Kinder sicher sinnvoll. Danach aber, obwohl ich immer ein exzessiver Radfahrer gewesen bin (10.000 km und mehr pro Jahr), kam ich nie wieder annähernd in die Situation, wo ein Helm nötig gewesen wäre. Das kleine Restrisiko nehme ich in Kauf. Meiner Meinung nach sind die Fahrradfahrer auch so schon die Gekniffenen, weil die StVO zu 99 % auf die Bedürfnisse von Autofahrern und Fußgängern zugeschnitten ist. Wenn man sich da als Radfahrer streng an die "Regeln" hält, fährt man entweder über Schlaglochpisten (auch Radweg genannt) oder steht permanent an der Ampel hinter dem Auspuff eines SUV. Bei einer generellen Helmpflicht würde ich definitiv sofort meinen Sattel an den Nagel hängen und meinen Motorradführerschein reaktivieren, den ich zum Glück damals gemacht habe.

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Over_the_Fence 31.03.2014, 18:37
301. Wohl öfter als man denkt...

Zitat von kp550
... Wie oft ist man mit dem Drahtesel schon mitten in der Tour de France interwegs?
Ich finde es immer wieder verwunderlich, wenn ich z.B. auf autofreien Strassen am Rhein entlangspaziere, und dann Rentner mit Tempo 20 in voller Montor und Helm auf ihren Fahrrädern an mir vorbeifahren.
Keine Ahnung was die umtreibt, auf das ihnen nicht der Himmel auf den Kopf fallen möge...

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Kontra 31.03.2014, 18:37
302. Es gibt soviel Möglichkeiten Kasse zu machen.....

Ich bin für eine Helmpflicht bei Radfahrern.

Dann kann der Bußgeldkatalog endlich erweitert werden, sowie dadurch zusätzliche Einnahmen für Stadt und Land generiert werden und die Helmindustrie / der Handel hat auch etwas davon.

Nächster Schritt sollte sein, Stützräder verpflichten einzuführen.

Damit sinkt dann die Gefahr um zu kippen um ein Vielfaches, und die Stützräderindustrie / der Handel hat auch etwas davon.

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women_1900 31.03.2014, 18:38
303.

Zitat von firenafirena
Soll man demnächst den volkswirtschaflichen Schaden berechnen, wenn mein Chef schlechte Laune hat?
Das wäre tatsächlich mal eine Berechnung wert, dann tragen nicht nur die Arbeitnehmer die Lst ein Kostenfaktor zu sein.

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marcus1966 31.03.2014, 18:38
304. Ganz falsches Signal

Ich hatte selbst schon einmal einen Unfall mit einem Auto, das mich in ziemlich geringer Geschwindigkeit (höchstens 20 km/h beim Anfahren) auf die Kühlerhaube genommen hat.
Den Lärm beim Aufprallen auf die Kühlerhaube werde ich nie vergessen. Obwohl ich leichtgewichtig bin, sah die Kühlerhaube danach auch echt schön aus. Wieviel Gewalt in einem Auto schon bei geringen Geschwindigkeiten steckt, kann sich keiner vorstellen, der sowas noch nicht erlebt hat. Mein Helm ist beim Aufprall geplatzt. Nach einhelligen Erklärungen des Rettungssanitäters und der behandelnden Ärztin in der Notaufnahme, wäre es ohne Helm meinem Schädel so ergangen.
Eine Temporeduktion in Städten mag sinnvoll sein, um die Unfallzahlen allgemein zu senken. Allerdings wird eine Begrenzung auf 30 km/h (dann wird natürlich 40 gefahren) kaum geeignet sein, schwere oder tödliche Kopfverletzungen bei Radfahrern zu verhindern. Wenn Sie mit 30 voll von einem Auto erfasst werden, haben Sie gute Chancen zu sterben. Erst Recht ohne Helm.
Und bezüglich der Auswirkungen der Helmpflicht kanadische Provinzen mit deutschen Städten zu vergleichen, halte ich übrigens auch für gewagt.
Wichtiger als eine Helmpflicht ist die Aufklärung darüber, wie wichtig ein Helm ist. Vor allem unsere Kinder, die noch häufiger als Erwachsene stürzen, sollten selbstverständlich einen Helm tragen. Und die Erwachsenen sollten natürlich mit gutem Beispiel vorangehen (Binsenweisheit). Ich kann mir nicht vorstellen, dass entsprechend vorgebildete Menschen mit dem Radfahren aufhören, wenn später einmal die Helmpflicht eingeführt wird.
Alles in allem kommt mir im Artikel die Schutzwirkung eines Fahrradhelmes viel zu kurz.

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dinglberry 31.03.2014, 18:38
305. @284

Dann gehören sie sicherlich auch (jedenfalls bevor sie im Biergarten waren) nicht zur Gruppe mit dem größten Risiko wenn sie nur kleine Strecken von 5km oder so fahren.
Da sollten sie, vorrausgesetzt ihr Helm ist nicht zu alt oder zu billig, dann auch keine großen Schweissausbrüche erleiden, da dann ja auch ihre Angstrengung sich in Grenzen hält

P.S. nicht jeder der Radfahren zum Sport macht fährt Straßenrennen oder Downhill.

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Palisander 31.03.2014, 18:39
306. Gähn....

Wie viele Pflichten will dieses Land eigentlich noch einführen? Kann man nicht jedem frei entscheiden lassen ob er einen Helm trägt? Wie unmündig will es dieser Staat eigentlich noch? Ist doch dann nur wieder eine Möglichkeit den Bürger im Falle des Verzugs wieder an die Tasche zu gehen. Also wirklich. Man sollte das Geld lieber in neue und bessere Fahrradwege investieren und sich mal überlegen ein wenig mehr mit Rücksicht und Vorsicht im Strassenverkehr zu bewegen. Es ist doch eher das rüpelhafte Benehmen der Verkehrsteilnehmer die solche Unfälle hervorrufen. Man muss doch nur mal im Frühling eine Tour durch den Wald machen. Die sogenannten Fahradsportler die dort Rücksichtslos auf die Menschen losgelassen werden ohne Sinn und Verstand. Der Deutsche ist doch ein gemeines Tier ohne "common sense" . Ich trag jedenfalls kein halbes Osterei auf meinem Kopf.

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peptonio1 31.03.2014, 18:40
307. Was oll das denn nun?

"Fest steht: Mit Helmzwang gibt es weniger Kopfverletzungen...... Demnach würde jeder zweite an einer Kopfverletzung verstorbene Radfahrer noch leben, hätte er einen Helm getragen. Und jeder zweite Radfahrer mit schweren Kopfverletzungen hätte dank Helm nur leichte Verletzungen."

Darum geht es. Nicht um mehr, nicht um weniger. Reicht ja auch. Man nennt das Risikomanagement. Was interessiert mein Hirn die volkswirtschaftliche Gesamtbilanz?? Ich brauche es dringend und lege keinen Wert auf die Freiheit, es im Falle des Knalles ggfs. auch einzubüßen.
Eine gute Gelegenheit, das postmoderne Schwachmaten Statement anzubringen: "Das kann doch jeder machen wie er will".
Leben retten oder nicht retten wird jetzt unter dem Aspekt von Aufwand und Ergebnis betrachtet, das ist fabelhaft!
Gegen ein Helmpflicht bin ich aber auch. Wer ohne Helm an einer Verletzung stirbt oder, noch schlimmer, zum Behinderten wird, an der er mit Helm nicht gestorben wäre, den betrachten wir doch am besten als auf natürliche Weise selektiert.

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kellam2 31.03.2014, 18:40
308. Sind eigentlich Airbags und

Sicherheitsgurte volkswirtschaftlich zu rechtfertigen?

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peptonio1 31.03.2014, 18:43
309. Was soll das denn nun?

"Fest steht: Mit Helmzwang gibt es weniger Kopfverletzungen...... Demnach würde jeder zweite an einer Kopfverletzung verstorbene Radfahrer noch leben, hätte er einen Helm getragen. Und jeder zweite Radfahrer mit schweren Kopfverletzungen hätte dank Helm nur leichte Verletzungen."

Darum geht es. Nicht um mehr, nicht um weniger. Reicht ja auch. Man nennt das Risikomanagement. Was interessiert mein Hirn die volkswirtschaftliche Gesamtbilanz?? Ich brauche es dringend und lege keinen Wert auf die Freiheit, es im Falle des Knalles ggfs. auch einzubüßen.
Eine gute Gelegenheit, das postmoderne Schwachmaten Statement anzubringen: "Das kann doch jeder machen wie er will".
Leben retten oder nicht retten wird jetzt unter dem Aspekt von Aufwand und Ergebnis betrachtet, das ist fabelhaft!
Gegen ein Helmpflicht bin ich aber auch. Wer ohne Helm an einer Verletzung stirbt oder, noch schlimmer, zum Behinderten wird, an der er mit Helm nicht gestorben wäre, den betrachten wir doch am besten als auf natürliche Weise selektiert.

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