Forum: Gesundheit
Studie: Raucher, die sozialverträglichen Bürger
AFP

Kosten Raucher die Allgemeinheit Milliarden, weil sie krank werden? Oder entlastet ihr frühes Ableben die Rentenkassen, so dass die Beitragszahler profitieren? Zwei Forscher haben das für Deutschland ausgerechnet.

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sikasuu 01.09.2015, 15:30
20. Nett die alten Zahlen wieder zu finden:-))

Das haben wir in den 70ger Jahren für den Bundesverband der AOKs auch mal als Studie gemacht (Im Rahmen des Diskurses KK-Beitragsaufschlag für Raucher).
Sind zu ähnlichen Ergebnissen gekommen, haben die Studie dann abgeliefert und NIE wieder was davon gehört :-))
.
Soweit ich mich erinnern kann, waren aber die Steuereinahmen damals nicht im Untersuchungsepanel.
Wir haben nur Lebenserwartung, Behandlungskosten, Renten usw. verglichen, dabei aber auch Berufsfelder, -belastungen,- krankheiten, usw. mit einbezogen und entsprechend gewichtet.
Kamen auch zu dem Ergebniss, das Raucher volkswirtscgaftlich, aber auch für die Kassen vorteilhaft waren.
Kann mich schwach an ca 1/4 weniger Kosten erinnern.

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PerIngwar 01.09.2015, 15:31
21. Was ist korrekt?

Zitat von cindy2009
Da wird halt netto mit brutto verglichen.Und noch nie wurde die Tabaksteuer wegen Gesundheitsaspekten erhoben.
Es gibt nur eine korrekte Rechnung: die des Nettoeffekts.
Wenn ein Raucher den Staat 10 000 Euro wegen seiner Erkrankung kostet, sollen die 50 000 Euro, die ihm der Staat abgeknöpft hat, nicht angerechnet werden?

Es gab insgesamt 3 saubere Studien dazu: die erwähnte aus den Niederlanden, eine von der Uni Leipzig und eine von der Uni Bayreuth - keine von der Tabakindustrie.
Alle 3 kommen zu dem selben Ergebnis.

Nein, als Nichtraucher werde ich den Teufel tun, für's Rauchen zu werben - aber die permanent falschen Zahlen über "die Milliarden, die Raucher die Gemeinschaft kosten", waren immer schon falsch - das muss man klarstellen.

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otto_iii 01.09.2015, 15:33
22. 425

Die Studie ist durchaus logisch und einleuchtend. Es ist ja nicht so, dass Nichtraucher nie krankwerden und irgendwann äußerlich topfit aus dem Leben scheiden. Nichtraucher leiden genau so an teuren chronischen und unheilbaren Krankheiten, nur eben erst ein paar Jahre später, und in dieser zusätzlichen LebensZeit beziehen sie Renten und Pensionen und zahlen zeitlebens keine Tabaksteuer.

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hasenfuss27 01.09.2015, 15:33
23.

Zitat von alsterherr
Und wie viel Produktivität geht verloren, wenn Raucher pro Stunde 5 Minuten für eine Kippe nach draussen gehen? Wird das rechnerisch mitermittelt?
Ungefähr genausoviel, wie die Kollegen verplempern, die sich jede Stunde auf ein Schwätzen in der Kaffeeküche treffen...
Ähnlich viel wie bei den Kollegen, die sich alle 2 Stunden mal die Beine vertreten müssen...
Ähnlich viel wie bei den Kollegen, die jeden Tag die Mittagspause um ne halbe Stunde überziehen...
Ähnlich viel wie bei den Facebook-Surfern, Twitter-Lesern, Privattelefonierern und Aus dem Fenster Guckern...

Erbsenzählerei war noch nie sympathisch und ebenso selten hilfreich...

Mal abgesehen davon, dass die Kippenpause wie auch der Plausch in der Kaffeeküche oft auch dienstlich genutzt wird... Ein schnelles Telefonat lässt sich genauso vor der Tür erledigen wie eine kurze Abstimmung mit dem Kollegen aus dem Nachbarteam...

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Steve Holmes 01.09.2015, 15:35
24.

Zitat von alsterherr
Und wie viel Produktivität geht verloren, wenn Raucher pro Stunde 5 Minuten für eine Kippe nach draussen gehen? Wird das rechnerisch mitermittelt?
Man sollte einfach wieder Raucherbüros zulassen, wie früher. Dann ist das Problem sofort gelöst.

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spiegelleser987 01.09.2015, 15:36
25.

Zitat von wermoe
"aufsehenerregenden" Studie war nicht zufällig die notleidende Tabakindustrie ?
Warum sollte die Tabakindustrie das sein ... in einem Land mit den zweithöchsten Steuern und den niedrigsten Renten. Da ikann die Politik doch begründen: die Rente ist sicher ....sicher noch nicht ganz weg. ;-)

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Charlie Hebdo 01.09.2015, 15:37
26. widersinnige Rechnung

1. stellt sich die Frage nach der Moral, die hinter der Berechnung steckt. Ist es nicht grundsätzlich gut, wenn Menschen länger leben oder gesund sind?
2. Was ist mit den Passivrauchern und der zusätzlichen CO2-Emnission?

3. Menschen, die leben und Rente kassieren, konsumieren und zahlen wieder Steuern. Es ist nicht so, dass Renten der Gesellschaft vollständig entzogen werden.

4. Was ist mit der sozialen Funktion länger lebender Verwandter. Wer passt mal auf die Enkel auf?
etc. etc. Die Liste ließe sich wahrscheinlich fortsetzen.
Quintessenz: Das Ergebnis diese Studie scheint gewollt herbeigeführt zu sein, denn eine Gesellschaft mit Rauchern wird wirtschaftlich besser dargestellt.

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Wofgang 01.09.2015, 15:37
27.

Zitat von amidelis
... Schon mal einen Patienten am Lungenkrebs sterben sehen??? Aber Schmerz Leid und Verzweiflung von angehörigen sind eben nicht Geldes Wert!! Abscheuliche denke !
Das istleider der Punkt, der dabei vergessen wird. Die wenigsten haben das Glüch, wie Helmut Schmidt alt zu werden. Die miesten sichen einige Jahre vor sich hin, bis sie elendiglich krepieren. Kein schöner Tod.
Offensichtlich fehlen aber auch die Schmidts in dieser Studie. Macht einen sehr oberflächlichen Eindruck.
Und warum soll die Tabkindustrie nicht ihre Finger im Spiel haben. Fördergelder, Spenden, wie läßt sich das nachvollziehen?

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FrankBennesch 01.09.2015, 15:38
28. #5 Auch Nichtraucher machen Pause

Ja wer früher stirbt, der entlastet das System nun mal.
Jeden ist es selbst überlassen wann und wie er sein Schöpfer gegenüber steht. Und noch was, durch die 14 Milliarden, kann der Staat weniger Schulden machen und kommt auch so den Geldbeutel der Nichtraucher zugute.

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**Kiki** 01.09.2015, 15:39
29.

Zitat von alsterherr
Und wie viel Produktivität geht verloren, wenn Raucher pro Stunde 5 Minuten für eine Kippe nach draussen gehen? Wird das rechnerisch mitermittelt?
Guter Mann,

wer so fragt, hat offensichtlich eine so stumpfsinnige Arbeit, daß es bei der Produktivität ausschließlich auf die Anwesenheit am Arbeitsplatz ankommt, aber nicht auf Intelligenz und Auffassungsvermögen, Leistungsbereitschaft, Interesse an den Arbeitsinhalten, das individuelle Arbeitstempo, Menge und Qualität der Kommunikation mit anderen und all die anderen Faktoren, die üblicherweise zusammengenommen die Produktivität ausmachen.

Das stelle ich mir einfach trostlos vor, Sie haben also mein Mitgefühl. Haben Sie es denn schon mal mit Weiterbildung versucht?

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