Forum: Gesundheit
Studie: Raucher, die sozialverträglichen Bürger
AFP

Kosten Raucher die Allgemeinheit Milliarden, weil sie krank werden? Oder entlastet ihr frühes Ableben die Rentenkassen, so dass die Beitragszahler profitieren? Zwei Forscher haben das für Deutschland ausgerechnet.

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sikasuu 01.09.2015, 16:23
70. Wir hatten in den 70ger Jahren ECHTE Daten der AOKs...

Zitat von dudeldumm
Ich weiß nicht, solche Modellrechnungen basieren immer auf Schätzungen und man kann sie letztendlich so drehen wie man will.
... anonymisiert und durften für die Auswertung die Rechenzentren der AOK nutzen. (siehe Beitrag 17)
Das war keinen Modellrechnung, das waren valide, solide Daten aus ca 20 Jahren aus der Versichertengemeinde.
.
Wir haben nur das Studiendesign entworfen und dann die Ergebnisse für die AOK ausgewertet. Der Auftraggeber war die AOK.
.
Die waren über die Ergebnisse dieser nicht ganz preiswerten Auftragsstudie nicht sehr glücklich.
Vergl. dazu auch die schon von anderer Seite angesprochene Gesundheitsprüfung der PKVs.
Die wollen vor dem Abschluss alles Kostenrelevante wissen und schliessen aus, erheben Risikozuschläge, NUR "Rauchen" ist dort kein Thema. Die wissen warum!

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userama09 01.09.2015, 16:24
71.

Der Mensch kostet die Kranken- und Pflegeversicherung in seinen letzten beiden Lebensjahren das meiste Geld. Wenn er geraucht hat, findet das statistisch gesehen eben früher statt, und er entlastet die Sozialsysteme.

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fatherted98 01.09.2015, 16:24
72. Bitte dann...

...den eingesparten Rentenbeiträge in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen...

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kugelsicher 01.09.2015, 16:25
73.

Zitat von rexsayer
80.000 Menschen, vermutlich aber viel mehr, sterben jährlich durch Alkohol...100.000, aber vermutlich weniger, durch Rauchen !
Und was soll uns das jetzt sagen? Das Rauchen halb so wild ist?

Zumal ihre Zahlen doch etwas geschönt sind.
Ca. 74.000 Tote durch Alkohol gegen ca. 110 -120.000 durchs Rauchen.

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Celegorm 01.09.2015, 16:25
74.

Zitat von montecristo
Manche Dinge sollten kein Preisschild haben. Natürlich ist es die Pflicht Kriegsflüchtlingen zu helfen. Natürlich sollte der Staat die Bürger vor Suchtmitteln schützen (sofern die sich helfen lassen...). Natürlich ist es unsere Pflicht unseren Kindern eine bestmögliche Schulausbildung zukommen zu lassen.
Betonung auf "sollten". Da wir aber in keiner Wünsch-dir-was-Welt leben, hat aber alles zwangsweise ein virtuelles Preisschild, egal ob das nun detailliert berechnet oder "aus dem Bauch" heraus erfühlt wird. Ganz einfach weil die Gesellschaft und die Politik permanent Entscheidung treffen muss, in denen es um die Abwägung von (Grenz-)Kosten und Nutzen geht.

Simples Beispiel: Natürlich sollte der Staat die Bürger vor Schädigungen im Strassenverkehr schützen. Absolut gesprochen hiesse das allerdings, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf null zu setzen um die Gesundheitsrisiken durch Unfälle und Schadstoffausstoss zu minimieren. Die Kosten davon wären offensichtlich enorm, wie auch die sonstigen Konsequenzen. Also muss man wohl oder übel einen Kompromiss finden, bis zu welchem Punkt einschränkende Regelungen einen Nutzen haben, der mehr wiegt als die Kosten. Mit einem klaren Resultat: Die Kosten um die verbleibenden paar tausend Leben zu retten sind es der heutigen Gesellschaft offenkundig nicht wert.

Das klingt brutal, aber so funktioniert die Welt nun einmal, aus dem schlichten Grund, weil sich Risiken selbst mit absurd hohem Aufwand nicht auf null senken lassen..

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montecristo 01.09.2015, 16:26
75. Blödsinn

Zitat von Wirbelwind
Menschen vor sich selbst schützen zu wollen ist durch und durch totalitäres Gedankengut.
Dann leben wir also in einen totalitären Staat?

Schon mal überlegt wie viele Gesetze/Verordnungen/Verbote etc es gibt um Menschen zu schützen?

Beispiel:
In meiner Heimatstadt gab einen alten Baggersee. Trotz Verbot sind jeden Sommer hunderte insbesondere Jugendliche dort zum schwimmen hingegangen. Jedes Jahr gab es zahlreiche Verletzte und sogar Tote. 7 Metersprünge in einen eher flachen Baggersee sind nunmal einfach dämlich.
Und nun ist der Staat "totalitär" weil er den Baggersee einzäunt und somit seine Bürger schützt?

Also manchmal...
Manchmal können Menschen einfach nicht mit Regel und Gesetzen. Hat Kevin an der Kasse wohl immer seine Süßigkeiten bekommen solange man nur lange genörgelt hat.

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kugelsicher 01.09.2015, 16:29
76.

Zitat von Wirbelwind
Unbewiesene Behauptungen. Ich habe sowas schon ewig nicht mehr gesehen. In welchem Ghetto leben Sie denn?
Ständig sehe ich hier in einer Mio. Stadt 1-2 Eltern mit oder ohne Kinderwagen, die kleinen Zwerge dabei,
und mind. einer der Eltern Kippe in der Hand.

Sicher hat sich das Verhalten im Vergleich zu früher, wo man mich zu Hause noch gnadenlos wider besseren Wissens zugequarzt hat,
aber mir kann keiner erzählen, dass diese, oft Bildungs ferneren Schichten zu Hause IMMER nur draußen uns NIE in der Bude rauchen.

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edorre 01.09.2015, 16:29
77. Danke

Zitat von Wirbelwind
Menschen vor sich selbst schützen zu wollen ist durch und durch totalitäres Gedankengut.
das kann man gar nicht oft genug sagen, schreiben ...

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kugelsicher 01.09.2015, 16:32
78.

Zitat von Steve Holmes
Man sollte einfach wieder Raucherbüros zulassen, wie früher. Dann ist das Problem sofort gelöst.
Wie gut dass Luft sich in Gebäuden nicht verteilt und in diese Büros keine NR rein müssen.

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Tubus 01.09.2015, 16:32
79. sozialverträgliches Frühableben

Zitat von 2a2b2c
von Rauchern gegenüber vergleichbaren ("gleicher Job") Nichtrauchern berücksichtigt? I.d.R. machen Raucher pro Arbeitstag mehrmals Rauchpause (zusätzlich zu Essens-und WC-Pausen), während hier die Nichtraucher quasi "weiter arbeiten". Zu hinterfragen wäre auch, ob weitere indirekte Folgen des Rauchens, z.B. die Gefährdungen bzw. die gesellschaftlichen Kosten des passiven "Mitrauchens" ebenfalls in diese Rechnungen eingeflossen sind.
Der 1. Einwand wurde von anderen Foristen relativiert. Der 2. Einwand ist deshalb falsch, weil auch die Schädigung durch Passivrauchen ökonomisch in die gleiche Richtung wirkt, wie das Rauchen selbst, die ökonomischen Vorteile eher noch verstärkt.

Man sollte gesellschaftliche Debatten ehrlich führen. Rauchen ist bei den meisten Rauchern eine Sucht. Schon das schließt eine vernünftige Diskussion mit Rauchern aus.
Für die anderen gilt:Auch wenn das Rauchen für die Gesellschaft sogar wirtschaftliche Vorteile bietet, verursachen Raucher durch falsche Vorbildwirkung und gesellschaftlichen Druck schwere Folgeschäden, indem sie andere z.B. auch Minderjährige zu Suchtverhalten verführen und so zu einem Verlust an Freiheit dieser Personen beitragen. Die direkte Schädigung durch Passivrauchen ist mit Ausnahme bei Kindern wahrscheinlich eher gering zu schätzen. Wenn der Staat gewisse für die Gesellschaft schädliche Verhaltensweisen mit Strafsteuern belegt ist das in Ordnung. Die Förderung eines "sozialverträglichen Frühablebens" ,wie das mal ein Ärztekammerpräsident nannte, ist noch kein Staatsziel.

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