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Studie: Warum in Deutschland so wenige Organe gespendet werden
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In Deutschland ist die Zahl der Organspender gering. Laut einer Studie liegt das nicht an der Bereitschaft der Menschen - sondern an einem Problem in den Krankenhäusern.

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firenafirena 06.07.2018, 19:41
20.

Zitat von scottbreed
Weil laut neusten Wissenschaften eben das Bewusstsein nicht nur im Gehirn verankert ist sonder überall im Körper.. Die Leber oder die Niere ist eben nicht nur nen dummes Organ wie ne lichtmaschiene die man austauschen kann sondern viel mehr und ein Teil des Bewußtsein was den Menschen ausmacht steckt in jedem Organ.
Die neuesten Wissenschaften würde ich gerne mal sehen. Das ist esoterischer Humbug, der in der modernen Medizin wenig bis gar nichts verloren hat.
Die Organempfänger, die ich kenne (und ich kenne definitiv mehr als Sie!) haben jedenfalls nicht mit mehreren Persönlichkeiten oder Geistererscheinungen zu tun.

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egonv 06.07.2018, 19:42
21. @ex rostocker

Sind Sie wirklich so ein Vogel oder wollen Sie nur Stimmung gegen Organspende machen?
Ihnen ist schon klar, dass die besagte Ausstellung und die Spende an erkrankte Menschen etwas grundsätzlich anderes ist? Der Organspendeausweis ist für den Einsatz der Organe zur Rettung anderer Menschen. Nicht für Ausstellungen, ja noch nicht einmal zu Forschungszwecken!
Für letztere Fälle gibt es meines Wissens andere Verträge und Möglichkeiten der Absprache, die mit entsprechenden Instituten getroffen werden können.
Zum Thema: Ich bin für die Regelung mit dem Widerruf. Ich glaube, dass es der großen Mehrheit egal ist und sie sich nur nicht damit beschäftigt. Man sollte mal gucken, Wie viele Leute tatsächlich widersprechen. Wenn das sehr viele sind, kann die Regelung ja rückgängig gemacht werden.

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firenafirena 06.07.2018, 19:43
22.

Zitat von ex rostocker
Wann endlich verbietet die Politik diese unsägliche Leichen-Show des Professors (!) von Hargens? Auf unwürdige Weise werden plastinierte Leichen und Organe in verzerrten, obszönen Posen zur Schau gestellt - gegen Eintritt - und so der Lächerlichkeit preisgegeben. Alles das passiert mit gespendeten Körpern und Organen. Solange solcher Unfug erlaubt ist, werde ich kein Organ für diesen Irrsinn zur Verfügung stellen.
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Im Übrigen hat Prof. von Hagen (!) mehr Anfragen von Spendewilligen als er bearbeiten kann. Die Leute möchten sich damit ein Stück Unsterblichkeit erkaufen und wissen ganz genau, wie die Ausstellung aussieht.

Im Übrigen ist da nichts verzerrt oder obszön dran; gefallen muss es einem nicht.

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firenafirena 06.07.2018, 19:45
23. Toter als hirntot geht nicht

Zitat von quark2@mailinator.com
Ich entsinne mich, mal gelesen zu haben, daß es sich für Kliniken finanziell nicht lohnt, potentielle Organspender am Leben zu erhalten und den vollen Weg zu beschreiten. Kann es sein, daß es reichen würde, dies zu ändern ? Oder würde das dann dazu führen, daß Menschen Organspender werden, die eigentlich eine Chance hätten, es zu schaffen ? Geld ist leider wohl oft ausschlaggebend in unserem reformierten System. Schröder hat eben nicht nur Hartz4 eingeführt und die Soldaten ins Ausland gelassen, sondern auch die Rentenformel demoliert, die Verschreibung von Medikamenten verschlimmert und die Kliniken in ein Profitcenter verwandelt. Kann es sein, daß dies hier das Kernproblem ist ?
Es wird hier niemand Organspender, der es "schaffen könnte". Die Kriterien für den Hirntod sind dermaßen streng, das ist umumkehrbar. Die Menschen werden lediglich über künstliche Beatmung, Medikamente, etc. vom Verwesen abgehalten.

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firenafirena 06.07.2018, 19:46
24.

Zitat von herbix
Die entscheidene Frage ist doch: Wann ist ein Mensch tot ? Früher galt: Ein Mensch ist tot, wenn die drei untrüglichen Todesmerkmale auftreten. - Leichenflecken - Leichenstarre - Verwesung Das Problem ist, dass zu diesem Zeitpunkt auch die Organe eines Menschen "tot" und für eine Transplantation nicht mehr brauchbar sind. Deshalb wurde der "Todeszeitpunkt" vorverlegt. Die Nulllinie im EEG bedeutet, dass das Bewustsein der Person erloschen ist. Ob noch eine Schmerzempfinden vorhanden ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Es könnte sein, dass gutmütigen Organspendern ein Höllentrip bevorsteht.
Tut es nicht. Es ist ja nicht nur die Nulllinie im EEG, die Kriterien gehen viel weiter. Kann man alles bei der DSO oder Eurotransplant nachlesen. Das Gehirn ist völlig funktionslos; ein Schmerzempfinden ist genauso unmöglich wie bei einem Geköpften.

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widower+2 06.07.2018, 19:47
25. Mal nachdenken

Zitat von herbix
Deshalb wurde der "Todeszeitpunkt" vorverlegt. Die Nulllinie im EEG bedeutet, dass das Bewustsein der Person erloschen ist. Ob noch eine Schmerzempfinden vorhanden ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Es könnte sein, dass gutmütigen Organspendern ein Höllentrip bevorsteht.
Wenn an Ihren völlig unwissenschaftlichen und für potenzielle Empfänger desaströsen Äußerungen auch nur minimal etwas dran wäre, wären sämtliche Operationen unter Vollnarkose praktisch unmöglich und täglich würden zehntausende Menschen auf der Welt den von Ihnen befürchteten Höllentrip durchleben.

Die Adjektive und Substantive, die mir zu Ihrem Beitrag einfallen, spare ich mir lieber, da sie massiv gegen die Netiquette verstoßen würden.

Aber soviel: Mit derartigen Beiträgen, die von vielen im Internet gelesen werden, gefährdet man mittelbar Menschenleben, wenn sich auch nur eine Handvoll Leute findet, die einen derartigen Unsinn glauben.

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gmellus 06.07.2018, 19:55
26. Als Assistenzarzt einer Intensivstation...

...war ich oft so ausgelastet, dass für die aufwendigen und emotional schwierigen Gespräche nicht selten gar keine Zeit blieb. Und Sie brauchen nicht glauben, dass ein Oberarzt das kompensiert. Die eigentliche Arbeit und das Bahnen solcher Entscheidungen übernimmt "das Fußvolk", sprich die Assistenzärzte und Pflegekräfte.
Solange sich die Bedingungen in den Krankenhäusern für die Mitarbeiter nicht bessern wird sich auch daran nichts ändern. Unser Gesundheitssystem wird seit Jahren sehenden Auges gegen die Wand gefahren - Hauptsache die Politik beschäftigt sich die ganze Zeit mit Einwanderung... :(

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Caffeine 06.07.2018, 19:55
27.

Zitat von ex rostocker
Wann endlich verbietet die Politik diese unsägliche Leichen-Show des Professors (!) von Hargens? Auf unwürdige Weise werden plastinierte Leichen und Organe in verzerrten, obszönen Posen zur Schau gestellt - gegen Eintritt - und so der Lächerlichkeit preisgegeben. Alles das passiert mit gespendeten Körpern und Organen. Solange solcher Unfug erlaubt ist, werde ich kein Organ für diesen Irrsinn zur Verfügung stellen.
Was hat das mit dem Thema Organspende zu tun? Versorbene die ihren Körper zur Verfügung stellen für Plastinate oder für den Sezierkurs im Medizinstudium können dies doch gerne tun. Für die Organspende kommen diese Menschen üblicherweise nicht in Frage.

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grandpalais 06.07.2018, 19:55
28. Danke für den Kommentar.

Zitat von herbix
Die entscheidene Frage ist doch: Wann ist ein Mensch tot ? Früher galt: Ein Mensch ist tot, wenn die drei untrüglichen Todesmerkmale auftreten. - Leichenflecken - Leichenstarre - Verwesung Das Problem ist, dass zu diesem Zeitpunkt auch die Organe eines Menschen "tot" und für eine Transplantation nicht mehr brauchbar sind. Deshalb wurde der "Todeszeitpunkt" vorverlegt. Die Nulllinie im EEG bedeutet, dass das Bewustsein der Person erloschen ist. Ob noch eine Schmerzempfinden vorhanden ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Es könnte sein, dass gutmütigen Organspendern ein Höllentrip bevorsteht.
Er ist ein weiterer Beweis dafür, dass ein Internetführerschein eingeführt werden sollte. Solch ein pseudowissenschaftliches Halbwissen zu verbreiten, ist fahrlässig.

Also: es handelt sich nicht um den "Todeszeitpunkt", der frei-nach-Schnauze "vorverlegt" wurde, sondern um den irreversiblen Hirnfunktionsausfall (IHA). Und die Nulllinie im EEG zeigt, dass keine Hirnaktivität mehr vorhanden ist - nicht, dass der Patient nur bewußtlos ist.

Aber gern, nehmen wir doch die anderen technischen Verfahren zur Bestätigung der Irreversibilität, zum Beispiel die Angiographie. In der muss nachgewiesen werden, dass das Hirn nicht mehr durchblutet wird. Es handelt sich somit um totes Hirn, eine fettige Masse ohne jegliche Funktion. Wenn Sie so wollen, wie ein Töpfchen Griebenschmalz.

Selbst mit diesen technischen Verfahren ist die Feststellung des Hirntodes nicht vollständig - er muss auch klinisch bestätigt werden. Eben dazu gehört auch das Setzen eines Schmerzreizes, auf dass der Patient wieder motorisch, noch durch Anstieg der Herzfrequenz oder des Blutdrucks reagieren darf.

Und nochwas: ein Mensch ist nicht tot, wenn "die drei" Todesmerkmale auftreten, sondern eines reicht schon als sicheres Todeszeichen.

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Caffeine 06.07.2018, 19:59
29.

Zitat von herbix
Die entscheidene Frage ist doch: Wann ist ein Mensch tot ? Früher galt: Ein Mensch ist tot, wenn die drei untrüglichen Todesmerkmale auftreten. - Leichenflecken - Leichenstarre - Verwesung Das Problem ist, dass zu diesem Zeitpunkt auch die Organe eines Menschen "tot" und für eine Transplantation nicht mehr brauchbar sind. Deshalb wurde der "Todeszeitpunkt" vorverlegt. Die Nulllinie im EEG bedeutet, dass das Bewustsein der Person erloschen ist. Ob noch eine Schmerzempfinden vorhanden ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Es könnte sein, dass gutmütigen Organspendern ein Höllentrip bevorsteht.
Nein?
Sie sollten sich ggf. einmal mit der genauen Hirntoddiagnostik beschäftigen. Eine Nulllinie im EEG ist nur ein Diagnostisches Tool, Schmerzprovokation über Trigeminus, Apnoe-Test und weitere Untersuchungen und Tests werden durchgeführt. Von einem Höllentrip hab ich bei keiner von mir betreuten Multiorganentnahme etwas gemerkt.

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