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Studie: Warum in Deutschland so wenige Organe gespendet werden
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In Deutschland ist die Zahl der Organspender gering. Laut einer Studie liegt das nicht an der Bereitschaft der Menschen - sondern an einem Problem in den Krankenhäusern.

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acculeer 06.07.2018, 20:02
30. glauben Sie, dass sich daran gehalten wird?

Zitat von i.dietz
habe seit Jahrzehnten einen Spenderausweis - selbstverständlich mit dem Vermerk: keine Organspende an Millionäre und Milliardäre - keine Organspende an Menschen, die selbst keinen Spenderausweis besitzen !
Ich spende nicht, weil ich null Vertrauen in das System habe. Bei dem Skandal seinerzeit sind ja nicht nur Organe versilbert worden, es gab ja wohl auch "Bevorzugung" sogenannter VIP's. Genau da hab ich Probleme. Für mich ist jeder Mensch VIP, egal ob Politiker CIO oder Strassenfeger, jeder ist gleich wichtig, keiner verdient eine Bevorzugung bei der Versorgung mit Organen. Selbiges gilt für Privatpatienten.
Ich würde spenden, wenn ich mich 100 %ig darauf verlassen könnte, dass a: nur gesetzlich versicherte (keine Privaten) die Organe bekommen und b: ich nicht wegen der Organspende solange künstlich am Leben gehalten werde, bis der Empfänger soweit ist. Wer in seiner Jugend die Verantwortung für die Gesundheit breiter Bevölkerungsschichten auf andere Schultern abschiebt, die Solidargemeinschaft der gesetzlich versicherten verlässt, der darf auf keinen Fall von mir Organe bekommen. Auf dem Spenderausweis finde ich aber kein Feld, wo ich genau das eintragen kann. Formlos kann ich ja alles mögliche darauf kritzeln, dass wird dann nicht gelesen, da wird sich nicht dran gehalten und schon ist so ein möchtegernVIP der Empfänger. Nö, dann gibt es eben nichts und ich nehme meine Ersatzteile mit

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herbix 06.07.2018, 20:04
31.

Zitat von marcaurel1957
Sorry, eine Nulllinie schließt Schmerzemfinden eindeutig aus! In diesem Fall hat das Gehirn keine Funktionen mehr .....
Ich denke, da liegen Sie falsch.
Das EEG zeigt nur die Aktivität der Großhirnrinde.
Über tiefer liegende Gehirnareale sagt das EEG nichts aus.

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helisara 06.07.2018, 20:05
32.

Zitat von widower+2
. Seine Organe dann doch lieber den Würmern zum Fraß vorzuwerfen, finde ich befremdlich, egoistisch und unsozial, zumal es Sie nach Ihrem Tod kaum noch jucken dürfte, wer nun Ihre Organe erhält.
Falsch. Es ist befremdlich, egoistisch und unsozial Anspruch auf die Organe anderer zu erheben. Kein Mensch hat ein Anrecht auf eine Organspende. Spende bedeutet eine freiwillige Gabe, ohne Zwang und moralischen Druck.

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allessuper 06.07.2018, 20:20
33. Ist halt Kollateralschaden der erbarmungslosen Privatisierung

des Gesundheitssystems. Wir sind Marktführer mit 30% der Privatkliniken. Da geht es nicht darum, den Kranken Hilfe angedeihen zu lassen, sondern den Aktionären gute Erträge, denn die Krankenkassengelder fließen Konzerne, die an die Börse gehen. Man hat ein gesundes, gut funktionierendes System korrumpiert und zerstört. Das mit den Pauschalen führt dazu, dass Investoren nur das anbieten, was viel GEld einbringt. Mit der Not von Menschen macht man aber kein Geld in einem gesunden System. Patienten stellen nur noch einen Marktwert dar. Man spricht sogar vom "Patientengut". Das geht auch gegen die Ethik der Ärzte, die diesen Beruf ergreifen wollten, um Menschen zu helfen und sich nun gezwungen sehen, einem komplett wirtschaftlich ausgerichteten Geschäftsführer Zahlen zu liefern. Und nun darf es nicht überraschen, wenn in einem komplett deregulierten System ohne Werte und Anstand Menschen dann auch nicht bereit sind, ihre Organe zu spenden. Man braucht nicht viel Menschenverstand, um das zu kapieren. Oder?

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sven_schreiber 06.07.2018, 20:21
34. Ich spende nicht!

Ich spende nicht, weil ich schon mehrere Operationen mit Schlafmedikamenten und örtlicher Betäubung live miterlebt habe. Äußern und abbrechen konnte ich nicht. Zum Glück funktionieren Vollnarkosen bei mir. Nun sagt jede Wissenschafft, Hirntod = kein Schmerzempfinden. Aber es sagt mir auch jeder Arzt, dass Schmerzmittel immer wirken.
Mir ist das Restrisiko einfach zu groß, dass die letzten Stunden meines daseins voll unerträglicher Schmerzen ist.

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allessuper 06.07.2018, 20:22
35. Ist halt Kollateralschaden der erbarmungslosen Privatisierung

des Gesundheitssystems. Wir sind Marktführer mit 30% der Kliniken in privater Hand. Die anderen funktionieren immer mehr nach diesem "Vorbild" an Wirtschaftlichkeit. Da geht es nicht darum, den Kranken Hilfe angedeihen zu lassen, sondern den Aktionären gute Erträge, denn die Krankenkassengelder fließen Konzerne, die an die Börse gehen. Man hat ein gesundes, gut funktionierendes System korrumpiert und zerstört. Das mit den Pauschalen führt dazu, dass Investoren nur das anbieten, was viel GEld einbringt. Mit der Not von Menschen macht man aber kein Geld in einem gesunden System. Patienten stellen nur noch einen Marktwert dar. Man spricht sogar vom "Patientengut". Das geht auch gegen die Ethik der Ärzte, die diesen Beruf ergreifen wollten, um Menschen zu helfen und sich nun gezwungen sehen, einem komplett wirtschaftlich ausgerichteten Geschäftsführer Zahlen zu liefern. Und nun darf es nicht überraschen, wenn in einem komplett deregulierten System ohne Werte und Anstand Menschen dann auch nicht bereit sind, ihre Organe zu spenden. Man braucht nicht viel Menschenverstand, um das zu kapieren. Oder?

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widower+2 06.07.2018, 20:26
36. Das sehe ich anders

Zitat von helisara
Falsch. Es ist befremdlich, egoistisch und unsozial Anspruch auf die Organe anderer zu erheben. Kein Mensch hat ein Anrecht auf eine Organspende. Spende bedeutet eine freiwillige Gabe, ohne Zwang und moralischen Druck.
Streng genommen handelt es sich eben nicht um eine Spende. Der Begriff scheint ein Teil des Problems zu sein. Es handelt sich um Recycling oder auch Verwertung sonst ungenutzter, wertvoller "Teile".

Menschen wie Sie müssten dann wohl auch unterbinden, dass sich arme Menschen aus Mülltonnen an Supermärkten bedienen und würden ihr Altauto wohl auch lieber sofort in der Schrottpresse sehen, als dass sich jemand vorher noch ein Teil ausbauen würde, das er gebrauchen kann.

Ich bleibe dabei: ein solches Verhalten ist befremdlich, egoistisch und unsozial. Ich ergänze dann nochmal um irrational.

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herbix 06.07.2018, 20:31
37.

Zitat von firenafirena
Tut es nicht. Es ist ja nicht nur die Nulllinie im EEG, die Kriterien gehen viel weiter. Kann man alles bei der DSO oder Eurotransplant nachlesen. Das Gehirn ist völlig funktionslos; ein Schmerzempfinden ist genauso unmöglich wie bei einem Geköpften.
Es gibt Berichte von Transplantationsmedizinern, die von deutlichen Abwehrreaktionen bei Organentnahmen erzählen.
Vielleicht nur Reflexe - oder auch nicht.
Ich habe mal von einer Anesthäsistin gelesen, die ist Organspenderin - aber nur unter Vollnarkose.

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Titanus 06.07.2018, 20:32
38. Medien

Zitat: "DerOrganspendeskandal, der 2012 öffentlich wurde, könnte das Vertrauen der Menschen so zerstört haben..." Hier hätten die Medien nie solch eine Hetzjagd veranstalten dürfen. Es ist ja niemand zu Schaden gekommen - alle Organempfänger haben von der Spende profitiert. Es wurde lediglich die Reihenfolge der Vergabe leicht verändert. Insgesamt hat die Berichterstattung die Bürger verunsichert und die Spendebereitschaft vermindert.

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allessuper 06.07.2018, 20:39
39. OK. Sie sind ein Bot

Zitat von Titanus
Zitat: "Der*Organspendeskandal, der 2012 öffentlich wurde, könnte das Vertrauen der Menschen so zerstört haben..." Hier hätten die Medien nie solch eine Hetzjagd veranstalten dürfen. Es ist ja niemand zu Schaden gekommen - alle Organempfänger haben von der Spende profitiert. Es wurde lediglich die Reihenfolge der Vergabe leicht verändert. Insgesamt hat die Berichterstattung die Bürger verunsichert und die Spendebereitschaft vermindert.
und damit als Spender nicht geeignet. Ich finde, Medien sind an ziemlich viel Mist sehr beteiligt. Sehr viel. Mist. und tragen erheblich zur Desinformation bei. Aber in dem Fall sehe ich System gegen System. Ein privatisiertes Gesundheitssystem hat ebenso wenig das Vertrauen der Patienten wie ein dereguliertes Mediensystem. Und wir haben das, was wir wählen, und damit verdient haben. Eben.

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