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Studie: Warum in Deutschland so wenige Organe gespendet werden
Getty Images/Westend61

In Deutschland ist die Zahl der Organspender gering. Laut einer Studie liegt das nicht an der Bereitschaft der Menschen - sondern an einem Problem in den Krankenhäusern.

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herbix 06.07.2018, 20:54
40.

Zitat von widower+2
Die Adjektive und Substantive, die mir zu Ihrem Beitrag einfallen, spare ich mir lieber, da sie massiv gegen die Netiquette verstoßen würden.
Verehrter Forist,
Ihr Nick "widower+2" könnte darauf hindeuten, daß Sie bei diesem Thema emotional stärker involviert sind, als andere.
Falls ich Ihre Gefühle verletzt haben sollte, bitte ich um Verzeihung.

Dennoch muss es möglich sein, darauf hinzuweisen, dass eine Organspende für den Spender ein Risiko sein kann.

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widower+2 06.07.2018, 20:59
41. Gedankenspiel

An alle, die hier nicht mehr spenden wollen, weil sie das Vertrauen in das System verloren haben: Selbst wenn das System so korrupt wäre, dass Reiche, Mächtige, Politiker oder auch wer immer bevorzugt "Spenderorgane" erhalten würden (wofür es keinerlei stichhaltige Beweise gibt), so würde doch jede Spende dazu führen, dass nichtpriviligierte Empfänger auf der Liste um einen Platz nach oben rutschen.

Selbst wenn man annimmt, dass das System dermaßen korrupt ist, gibt es keinen rationalen Grund, eine Verwertung der eigenen Körperreste zu verhindern. Da sollte man sich lieber zu Lebzeiten dafür einsetzen, dass das System geändert wird. Und das funktioniert garantiert nicht, indem man neoliberale Parteien wie CDU/CSU, FDP oder AFD wählt. Die Liste der Parteien ließe sich selbstverständlich noch ergänzen.

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widower+2 06.07.2018, 21:08
42. Danke!

Zitat von herbix
Verehrter Forist, Ihr Nick "widower+2" könnte darauf hindeuten, daß Sie bei diesem Thema emotional stärker involviert sind, als andere. Falls ich Ihre Gefühle verletzt haben sollte, bitte ich um Verzeihung. Dennoch muss es möglich sein, darauf hinzuweisen, dass eine Organspende für den Spender ein Risiko sein kann.
Aber da liegen Sie (soll ich sagen zum Glück?) falsch. Ich schätze auf jeden Fall die mit Ihrem Beitrag zum Ausdruck gebrachte Empathie. Vielleicht sollten Sie diese auch für Menschen aufbringen, die auf Organe angewiesen sind, um überleben zu können.

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helisara 06.07.2018, 21:08
43.

Zitat von widower+2
Streng genommen handelt es sich eben nicht um eine Spende. Der Begriff scheint ein Teil des Problems zu sein. Es handelt sich um Recycling oder auch Verwertung sonst ungenutzter, wertvoller "Teile". Menschen wie Sie müssten dann wohl auch unterbinden, dass sich arme Menschen aus Mülltonnen an Supermärkten bedienen und würden ihr Altauto wohl auch lieber sofort in der Schrottpresse sehen, als dass sich jemand vorher noch ein Teil ausbauen würde, das er gebrauchen kann. Ich bleibe dabei: ein solches Verhalten ist befremdlich, egoistisch und unsozial. Ich ergänze dann nochmal um irrational.
Sie vergleichen also allen Ernstes weggeworfenes Brot mit menschlichen Leichnam? Übrigens ist es laut Gesetz auch verboten, sich am Müll zu bedienen, weil derjenige der etwas in die Mülltonne wirft (oder zum Sperrmüll stellt) seine Eigentumsrechte damit an das Abfallunternehmen überträgt. In der Praxis wird dies nur eben in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt. Wenn wir noch bei der Juristerei sind: es gibt auch den Straftatsbestand der Leichenschändung. Weil eine Leiche eben nicht irgendeine Sache ist, darf man mit ihr auch nicht alles tun.

Es ist im höchsten Maße asozial, unmoralisch und äußerst egoistisch einem Hirntoten auszuwaiden, wenn dieser es nicht zu (Hirn)lebzeiten erlaubte. Weil es hier eben NICHT um Recycling geht, sondern um die Art des Sterbens. Unmoralisch finde ich dagegen den erhobenen Zeigefinger der Möchtegernleichenschänder die auf ihre Art ebenso sentimental und irrational argumentieren wie die Anhänger der These "Man könne nach dem Hirntod wieder aufwachen" woran ich persönlich auch nicht glaube" (allerdings glaube ich an die Fehlbarkeit der Hirntoddiagnose). Sie dürfen Ihre Organe gern zur Verfügung stellen, das ist Ihr Recht. Aber Sie haben nicht das Recht, auch über die Körper/ Organe anderer verfügen zu wollen.

Im übrigen ist die Organspende, wenn man es genau betrachtet, ein Faß ohne Boden, denn viele heute Transplantierte werden irgendwann wieder ein neues Organ brauchen.

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helisara 06.07.2018, 21:29
44.

Zitat von widower+2
An alle, die hier nicht mehr spenden wollen, weil sie das Vertrauen in das System verloren haben: Selbst wenn das System so korrupt wäre, dass Reiche, Mächtige, Politiker oder auch wer immer bevorzugt "Spenderorgane" erhalten würden (wofür es keinerlei stichhaltige Beweise gibt), so würde doch jede Spende dazu führen, dass nichtpriviligierte Empfänger auf der Liste um einen Platz nach oben rutschen. Selbst wenn man annimmt, dass das System dermaßen korrupt ist, gibt es keinen rationalen Grund, eine Verwertung der eigenen Körperreste zu verhindern. Da sollte man sich lieber zu Lebzeiten dafür einsetzen, dass das System geändert wird. Und das funktioniert garantiert nicht, indem man neoliberale Parteien wie CDU/CSU, FDP oder AFD wählt. Die Liste der Parteien ließe sich selbstverständlich noch ergänzen.
Wie kommen Sie darauf, daß SPD und Grüne nicht neoliberal wären? Unter Rot-Grün wurden die Praxisgebühr eingeführt- und die Zuschüsse für Sehhilfen abgeschafft. Hat eine ganze Menge Rentner, Geringverdiener und HartzIV-Empfänger die ich kannte betroffen.

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Grummelchen321 06.07.2018, 21:29
45. Es

hat sich bereits gezeigt das es im Bereich mit der Organspende nicht mit rechten Dingen zu geht.Warum sollte ich ein für Manipulation anfälligem System meine Organe geben.
Auch wenn bei mir einmal der Stecker gezogen wird kommen Sie nicht auf den Markt.
Noch dazu bleiben die Hinterbliebenen auf den Bestatungskosten sitzen.Wie wäre es wenn für Organspender ein Zuschuss zu den Kosten der Bestattung gezahlt wird.Schließlich können die spender bis zu 8 Menschenleben retten.

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widower+2 06.07.2018, 21:40
46. Das sehe ich anders

Zitat von helisara
Sie vergleichen also allen Ernstes weggeworfenes Brot mit menschlichen Leichnam? Übrigens ist es laut Gesetz auch verboten, sich am Müll zu bedienen, weil derjenige der etwas in die Mülltonne wirft (oder zum Sperrmüll stellt) seine Eigentumsrechte damit an das Abfallunternehmen überträgt. In der Praxis wird dies nur eben in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt. Wenn wir noch bei der Juristerei sind: es gibt auch den Straftatsbestand der Leichenschändung. Weil eine Leiche eben nicht irgendeine Sache ist, darf man mit ihr auch nicht alles tun.
Was laut Gesetz verboten ist, spielt für mich hier absolut keine Rolle, da es sich um eine ethische und nicht um eine formaljuristische Debatte handelt.

Und rational betrachtet hat weggeworfenes Brot einen weit höheren Wert für lebende Menschen als ein Leichnam, der in allen Teilen der Verwesung oder Verbrennung preisgegeben wird. Aber da kommt dann wohl wieder Religion ins Spiel. Und dazu äußere ich mich hier lieber nicht explizit.

Nur soviel: Christlich sind die von Ihnen angeführten Gesetze mit Sicherheit nicht zu rechtfertigen.

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Grummelchen321 06.07.2018, 21:51
47.

Zitat von helisara
Wie kommen Sie darauf, daß SPD und Grüne nicht neoliberal wären? Unter Rot-Grün wurden die Praxisgebühr eingeführt- und die Zuschüsse für Sehhilfen abgeschafft. Hat eine ganze Menge Rentner, Geringverdiener und HartzIV-Empfänger die ich kannte betroffen.
Und für Kliniken ist die Organverpflanzung auch ein einträgliches Geschäft,dass sollte man auch nicht verschweigen.Wäre mal interessant zu erfahren wie hoch für Organverplfanzungen die Fallpauschalen sind.Darüber wird ja von Eurotransplant und den Kliniken geschwiegen.Also ist das System immer noch Intransparent.

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helisara 06.07.2018, 21:55
48.

Zitat von widower+2
Was laut Gesetz verboten ist, spielt für mich hier absolut keine Rolle, da es sich um eine ethische und nicht um eine formaljuristische Debatte handelt. Und rational betrachtet hat weggeworfenes Brot einen weit höheren Wert für lebende Menschen als ein Leichnam, der in allen Teilen der Verwesung oder Verbrennung preisgegeben wird. Aber da kommt dann wohl wieder Religion ins Spiel. Und dazu äußere ich mich hier lieber nicht explizit. Nur soviel: Christlich sind die von Ihnen angeführten Gesetze mit Sicherheit nicht zu rechtfertigen.
Für SIE handelt es sich um eine ethische Debatte, wenn jeder gezwungen werden soll im Fall des Falles seine Organe herzugeben. Das ist IHRE persönliche Meinung. Es geht hier auch nicht um Religion. Unter den Spenderverweigerern gibt es Menschen aller Religonen und Atheisten. Die Kirchen verbieten es nicht.

Das von Ihnen offenbar angestrebte Gesetz (sind Sie eigentlich für die Widerspruchslösung oder für die sogenannte Notstandslösung wie in Bulgarien wo jeder ausgeschlachtet werden darf, ohne die Möglichkeit zum Widerspruch)? ist jedenfalls auch nicht christlich. Es muß die Entscheidung eines jeden einzelnen sein. In einer Diktatur kann man so etwas machen.

Rational bedeutet nicht gleich ethisch. Rational wäre es auch, den Problem des Hungers mit Soylent Green zu lösen. Oder das Ableben eines Todkranken zu beschleunigen um möglichst schnell an dessen Organe zu kommen. Ich behaupte nicht, daß dies passiert, aber rational wäre es. Nur nicht ethisch. Wenn Sie ihren zukünftigen Leichnam als weggeworfenes Brot betrachten ist das Ihr Problem.

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widower+2 06.07.2018, 22:00
49. Habe ich das je behauptet?

Zitat von helisara
Wie kommen Sie darauf, daß SPD und Grüne nicht neoliberal wären? Unter Rot-Grün wurden die Praxisgebühr eingeführt- und die Zuschüsse für Sehhilfen abgeschafft. Hat eine ganze Menge Rentner, Geringverdiener und HartzIV-Empfänger die ich kannte betroffen.
Ich schrieb doch, dass sich die Liste der Parteien noch ergänzen ließe. Ich habe nur die genannt, die in Bezug auf ihr Wirtschaftsprogramm am ehesten neoliberal und damit nach meiner Auffassung menschenfeindlich sind.

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