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Suchtgefahr: Was ist so schlimm an Nasenspray?
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Kurzfristig sind abschwellende Nasensprays ein Segen für Erkältete. Zu lang eingenommen machen sie jedoch abhängig und können dauerhaft Schaden anrichten. Ein HNO-Arzt erklärt, was gegen die Sucht hilft.

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Meineserachtens 25.10.2017, 12:17
1. Spülung ...

Es geht nichts über Nasenspülungen mit warmen salzhaltigen Wasser.
Einfach und wirkunsvoll ohnen Nebenwirkungen. Mach ich schon seit Jahrzehnten ...

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Nania 25.10.2017, 12:21
2.

Genau, Verschreibungspflicht für Nasensprays. Was für ein Vorschlag!
Es gibt genügend Leute, die regelmäßig unter (allergiebedingtem) Schnupfen leiden, sollen die dann jedes Mal zum Hausarzt rennen, weil sie ein Rezept brauchen?

Die Aufklärung über die Problematik, die ein Nasenspray haben kann, ist sinnvoll. Allerdings muss ich aus leidvoller Erfahrung sagen, dass mir Nasenduschen bei meinen chronischen Beschwerden nicht geholfen haben und wer erstmal gefühlt über Monate eine verstopfte Nase hat [und genau wegen der Suchtproblematik auf Nasentropfen verzichtet hat], der sucht nach guten Auswegen, die helfen. Meersalz hat bei mir nur zu einem verstärkten wässrigen Ausfluss aus der Nase geführt - nicht aber zu einer freien Nase.

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zeisig 25.10.2017, 12:29
3. Es gibt einen Trick.

Abends vor dem Schlafen einen (nur einen!) Sprühstoß in ein Nasenloch, und zwar immer in das Selbe. Ich mache das nun schon über Jahrzehnte und habe nachts eine frei Nase und einen ruhigen Schlaf.
Icich muß innerlich immer lachn, wenn mir die Apothekerin beim Kauf meines Nasensprays erklärt: "aber nicht länger als 10 Tage am Stück einnehmen".
Als ich vor ein paar Jahren beim HNO Arzt war, und zwar einfach weil mir mein Verhalten selbst nicht geheuer war, hat die Ärztin nichts festgestellt und mir stattdessen einen sinnlosen Allergietest verpasst. Also mach ich weiter so, habe nachts eine freie Nase und darüber hinaus gegebenfalls immerhin noch mindestens ein gesundes Nasenloch.

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schnulli602 25.10.2017, 12:39
4. Tropfenweise verdünnen hilft

Nach jedem Sprühen die Flasche wieder mit ein, zwei Troofen Wasser auffüllen. nach zwei Wochen ist man "clean". Hat bei mir sehr gut geklappt

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horstmoik 25.10.2017, 12:42
5. 7 Jahre

war ich von dem Zeug abhängig, bis ich mich im letzten Sommer selbst entwöhnt habe. Ich habe nicht abrupt abgesetzt, sondern zwei Weichei-Methoden benutzt, indem ich erst das Nasenspray immer weiter verdünnt habe und dann auf die Ein-Nasenloch-Methode umgestellt habe, bis beide Nasenlöcher frei geblieben sind. Heute kann ich sagen, dass ich so erkältet gar nicht sein könnte um nochmal zu Nasenspray zu greifen. Das Zeug gehört wirklich rezeptpflichtig gemacht!

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cindy2009 25.10.2017, 12:49
6. Trick ist nix für 80%

Zitat von zeisig
Abends vor dem Schlafen einen (nur einen!) Sprühstoß in ein Nasenloch, und zwar immer in das Selbe. Ich mache das nun schon über Jahrzehnte und habe nachts eine frei Nase und einen ruhigen Schlaf. Icich muß innerlich immer lachn, wenn mir die Apothekerin beim Kauf meines Nasensprays erklärt: "aber nicht länger als 10 Tage am Stück einnehmen". Als ich vor ein paar Jahren beim HNO Arzt war, und zwar einfach weil mir mein Verhalten selbst nicht geheuer war, hat die Ärztin nichts festgestellt und mir stattdessen einen sinnlosen Allergietest verpasst. Also mach ich weiter so, habe nachts eine freie Nase und darüber hinaus gegebenfalls immerhin noch mindestens ein gesundes Nasenloch.
Toller Trick, Sie gehören vielleicht zu 20% der Bevölkerung, die anderen 80% haben nämlich einen Nasenzyklus, den die Natur uns eingebaut hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nasenzyklus

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Django_DUS 25.10.2017, 12:57
7. Kalter Entzug

Ich war selbst jahrelang abhängig und habe mit vielen der im Artikel beschriebenen Folgeprobleme zu kämpfen. Seit ca. fünf bis sechs Jahren bin ich clean, und clean heißt, auch bei starken Erkältungen kein Spray mehr. Anders geht es nicht. Ich habe damals alle Entwöhnungsstrategien ausprobiert. Bei mir ging nur kalter Entzug, von heute auf morgen nichts mehr. Die schrittweise Entwöhnung kann dazu führen, dass man, wenn es ganz besonders schlimm ist, sich selbst betrügt und noch kurz ein zweites mal sprüht. Ich habe es im Urlaub im Süden geschafft. Das hat leicht natürlich nachvollziehbare Nachteile, aber den Vorteil, dass man auch mal schlecht durch die Nacht kommen kann und man am nächsten Tag eben nicht tadellos im Job funktionieren muss. Und schlechte Nächte hat man in der Entwöhnungsphase, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Man muss es wirklich wollen, sonst geht's nicht. Aber das trifft natürlich auf alle Süchte zu. Und Nasenspray- (oder -Tropfen) Abhängigkeit ist eine schlimme Sucht.

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matt.k.84 25.10.2017, 13:14
8.

Ich habe nach 12 Jahren Dauergebrauch einen kalten Entzug gemacht.Das ist jetzt zwei Jahre her, ehrlich gesagt war es mit Xylo doch besser... Die Schlafqualität ist schlechter geworden und ich die Atmung durch die Nase ist laut und ich atme deutlich mehr durch den Mund, auch Nachts, dadurch dann auch lautes Schnarchen. Das alles hatte ich auch schon vor Xylo. Beim Arzt war ich zwischendrin mal, aber die Optionen mit Nasenscheidewand korrigieren, Nasenmuschelverkleinerung und Schleimhäute veröden haben mir nicht wirklich zugesagt.
Jetzt lebe ich halt mit den Auswirkungen, die finde ich meistens weniger schlimm als eine Sucht.

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neuss66 25.10.2017, 13:23
9. Sucht?

In der Überschrift steht Sucht. - Kann es sein das der Author des Artikels, obwohl im Interview von Abhängigkeit gesprochen wird, den Unterschied zwischen Sucht und Abhängigkeit nicht kennt?

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