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Sujew-Zwillinge: "Die Leichtathletik-Helden sterben aus"
New Balance/ Achilles

Die 1500-Meter-Läuferinnen Diana und Elina Sujew sind die schnellsten Zwillinge auf der Mittelstrecke. Im Interview sprechen sie über Sportförderung, das Leid der Ruderer - und über die Hahner-Twins.

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stevenspielberg 02.09.2016, 23:39
10.

Was die Hahner-Schwestern bei Olympia abgeliefert haben war, gelinde gesagt, peinlich.
Weit weg von der persönlichen Bestleistung, etwas für das viele Schwimmer von den Medien und deren Experten stark kritisiert wurden, kommen sie medienwirksam Hand in Hand lächelnd über das Ziel und wirken als hätten sie sich gar nicht angestrengt.
Wenn Sportler bei olympischen Spielen ihr Land vertreten kann ich auch erwarten das sie sich so vorbereitet haben, das sie im Stande sind, dort ihre maximale Leistung abrufen zu können und sich dort auch anstrengen das zu tun. Mir ist schon klar, das man in Rio nicht so schnell laufen kann wie z.B. in Frankfurt, bin selbst Wettkampfläufer, aber man hätte von den beiden mehr erwarten können.
Lange Zeit wurde der DLV für seine harten Normen kritisiert, bis er sie gelockert hat. Mittlerweile muss ich sagen, das es vielleicht wirklich besser gewesen wäre, die Normen strenger zu lassen, und Athleten ohne Chance auf vordere Platzierungen keinen Startplatz zu geben, wenn diese Olympia nur als Erlebnis und PR-Maßnahme wahrnehmen. In dem Fall sollen sie lieber als Zuschauer auf eigene Kosten dort hin fahren und den Sportlern die wirkliche Leistungen erbringen zujubeln.

Allerdings sind die Hahner-Zwillinge ja in guter Gesellschaft. Die Tennisspielerin Andrea Petkovic hat nach ihrer Erstrundeinniederlage auch gesagt, das sie total glücklich sei über das Erlebnis Olympia. Das olympische Motto 'Dabei sein ist alles' in allen Ehren, aber eine professionelle Berufsauffassung, und ja, für die ist Sport ihr Beruf, sieht anders aus!

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stevenspielberg 02.09.2016, 23:45
11.

Zitat von cave68
Am Ende des Jahres wird wohl jeder sehen,dass diese Hahners mehr als die üblichen 2-3 Marathon-Wettkämpfe (Betonung auf Wettkampf) bestritten haben werden...ein Zeichen dafür,dass sie wohl in keinem ihrer Rennen ans Limit gegangen sind....zumindest bei Olympia ist es wohl das Mindeste was man von einem Telinehmer erwarten könnte.
Sehe ich genauso. Die werden vemutlich Ende Oktober in Frankfurt wieder laufen und eine hohe Antrittsprämie kassieren. Jeder der sich mit der Materie ein wenig beschäftigt weiß das man nicht innerhalb von 10 Wochen zwei Marathons am Leistungslimit laufen kann!

Wenn man einen bekannten Namen hat wie die beiden ,mit denen jeder Veranstalter wirbt verdient man mehr Geld durch viele 'langsam' gelaufenen Marathons als mit wenigen an der Leistungsgrenze.

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bjoern_grewe 03.09.2016, 07:01
12. Es hat in Rio deutsche Sportler gegeben...

...die nach ihrem Ausscheiden in den Vorläufer nach Luft schnappend und in Tränen aufgelöst Interviews gegeben haben und verzweifelt nach Erklärungen dafür rangen, warum sie nach den an sich selbst angelegten Maßstäben gescheitert waren?!?
Ich denke da z.B. an die Schwimmer, die nicht unbedingt eine Medaille erwarteten, sondern sich als persönliches Ziel das Erreichen des Halbfinales oder des Endlauf mit einer Zeit im Bereich der persönlichen Bestleistung gesetzt hatten und für die eine Welt zusammenbrach, weil das nicht geklappt hatte...
Bei aller Diskussion über ihre Erfolglosigkeit: Vor diesen Sportlern habe ich Respekt und ziehe meinen Hut!!!
Und dann sind da die Hahners: Es geht nicht darum, ob sie erster, 80ster oder letzter werden sondern darum, sich an seinem eigenen Leistungsvermögen zu messen und glaubhaft zu vermitteln, daß man an dem Tag alles Menschenmögliche versucht hat, dieses Potential abzurufen - alles andere ist ein Affront gegenüber den Sportlern, die für sie zu Hause bleiben mussten (Qualifikationszeit hin oder her) und allen anderen, die in den Wettkämpfen ihr Bestes gegeben haben!
Nach diesen Kriterien sind die Hahners grandios gescheitert und wenn man dann den Zieleinlauf eines olympischen Marathonrennens zum persönlichen PR-Event umfunktioniert, ist harsche Kritik das Mindeste, was man erwarten darf!!!
Ich bin bei meinem ersten Marathonlauf mit einem Freund zusammen gelaufen, für den es auch das erste mal war - wir haben uns vorher geschworen, dass wir zusammen in's Ziel kommen oder gar nicht und haben das durchgezogen, als er ab km 25 Probleme mit der Achillessehne bekam und wir uns nach gut 4 Stunden in's Ziel schleppten...
So was gibt eine sympathische Story bei einem Volkslauf ab, hat aber nichts mit der Einstellung zu tun, die ich von einem LEISTUNGSsportler erwarte, der auf Staatskosten zu Olympia fährt!!!

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doubletrouble2 03.09.2016, 08:58
13. Was ist das - Leichtathletik ?

Der Zustand der Sportförderung eines Landes, sagt einiges über den Zustand des Landes aus. In Deutschland scheint das Prinzip zu gelten : Wer sich anstrengt, wird bestraft. Darum sind die Hahners erfolgreich als Teletubbies und bedeutungslos als Olympiateilnehmerinnen. Wir lassen unser Land verramschen und verkommen, das spürt allmählich jeder. Wozu benötigen wir dabei noch sportliche Vorbilder ? Es wird uns bald nicht mehr geben.

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dirk.resuehr 03.09.2016, 10:55
14. Leistungssport

warum? Teilnahme soll doch angeblich wichtig sein. Dafür sind doch Sujews und Hahners hervorragend geeignet;Null Chance auf Medaille,, Meilen von der Spitze entfernt, aberTeilnahme und Kosten. Frage erlaubt?Warum dürfen die mitfahren?

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stoffi 03.09.2016, 11:34
15. Talente fallen nicht von Himmel

Wie viele Kinder treiben überhaupt noch Sport? In wie vielen Schulen ist wöchentlich Sportunterricht und wo finden noch Sportwettkämpfe innerhalb der Schulen statt? Von einem jährlichen Sportfest im Sommer und einem im Winter in der Halle habe ich auch lange nichts mehr gehört.
Einzig der Fussball scheint noch interessant zu sein. Na, ja, wenigstens etwas

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Nania 03.09.2016, 11:41
16.

Zitat von fishroro
Nach 15 Jahren Leistungssport im Bereich Mittel- und Langstrecke kann ich ihnen versichern: Atemtechnik ist so ziemlich das einzige, was keinen Sinn macht zu trainieren und in Folge dessen auch nie trainiert wird. Prinzipiell haben sie recht, dass Leichtathletik schon in dr Schule mehr gefördert werden müsste.
Als nie besonders laufstarker Sportschüler kann ich Ihnen sagen: Für die meisten von uns war das Atmen definitiv das Problem, denn meistens hatten wir schon nach ein paar hundert Metern Seitenstiche und japsten mehr als das wir atmeten. Da muss man lernen, wie man besser atmet, sonst fängt man auch nicht an, Spaß an der Sache zu entwickeln.

Ich finde nicht mal, dass man von "Förderung" sprechen muss, wir hatten schon viel Leichtathletik in den trockeneren und etwas wärmern Zeiten im Jahr, aber ich finde, man muss Sportlehrern vermitteln, dass es nicht nur "macht mal" ist, was Leute dazu motiviert, Sport zu treiben.

Persönlich halte ich den Schwimmunterricht im Angesicht wachsender Nichtschwimmerzahlen und Leuten, die sich mehr schlecht als recht über Wasser halten für wichtiger, sehe aber ein grundlegendes Problem.

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turbomix 03.09.2016, 12:26
17.

Zitat von Nania
Als nie besonders laufstarker Sportschüler kann ich Ihnen sagen: Für die meisten von uns war das Atmen definitiv das Problem, denn meistens hatten wir schon nach ein paar hundert Metern Seitenstiche und japsten mehr als das wir atmeten. Da muss man lernen, wie man besser atmet, sonst fängt man auch nicht an, Spaß an der Sache zu entwickeln. Ich finde nicht mal, dass man von "Förderung" sprechen muss, wir hatten schon viel Leichtathletik in den trockeneren und etwas wärmern Zeiten im Jahr, aber ich finde, man muss Sportlehrern vermitteln, dass es nicht nur "macht mal" ist, was Leute dazu motiviert, Sport zu treiben. Persönlich halte ich den Schwimmunterricht im Angesicht wachsender Nichtschwimmerzahlen und Leuten, die sich mehr schlecht als recht über Wasser halten für wichtiger, sehe aber ein grundlegendes Problem.
Unsinn, im Sport kann man sich nur selbst motivieren. Entweder man mag Sport oder lässt es sein. Ich habe auch Sportarten betrieben in denen ich nicht so gut war. Weil es mir Spaß machte.
Es ist auch völlig unwichtig eine große Sportnation zu sein. Das ist nur was für Patrioten/Nationalisten die selbst kein Sport betreiben aber vom nationalen Ruhm was abhaben wollen.

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junge23 03.09.2016, 12:40
18. War das nicht schon ...

… zuvor ausgemacht, dass die Hahners zu den ganz bösen Mediengeilen zählen. Da wurde doch nur gewartet auf irgendeine Belanglosigkeit, um sich dann abzuarbeiten. Ja, sie sind anders. Da schnauft der deutsche Michel.

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Nania 03.09.2016, 13:52
19.

Zitat von turbomix
Unsinn, im Sport kann man sich nur selbst motivieren. Entweder man mag Sport oder lässt es sein. Ich habe auch Sportarten betrieben in denen ich nicht so gut war. Weil es mir Spaß machte. Es ist auch völlig unwichtig eine große Sportnation zu sein. Das ist nur was für Patrioten/Nationalisten die selbst kein Sport betreiben aber vom nationalen Ruhm was abhaben wollen.
Es ist mir und war mir aber völlig unmöglich, mich für eine Sportart zu begeistern, bei der ich immer (!) Schmerzen hatte - und zwar solche, von denen ich heute weiß, dass ich sie hätte vermeiden können, hätte man mir gezeigt wie.

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