Forum: Gesundheit
Tabuthema: Angst vor der Geburt
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Aus Angst vor den Schmerzen bei einer natürlichen Geburt entscheiden sich immer wieder Schwangere für einen Kaiserschnitt - und täuschen medizinische Probleme vor. Ein Tabubruch kann nur mit intensiven Gesprächen gelingen, mahnen Ärzte und Hebammen.

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Blaue Fee 21.10.2013, 19:42
160.

Zitat von kika2012
Was bitte ist denn ein Geburtsspezialist??? Muss denn sowas wirklich sein?
Na was glauben Sie, ist ein Obstetritian?

Mir ist jemand mit einem Medizinstudium und einer jahrelangen Spezialisierung lieber. Der kann dann auch einen Kaiserschnitt durchführen, wenn nötig.

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meinemeinung: 23.10.2013, 15:03
161.

Zitat von jugglegeese
Liebe/r Meinemeinung, haben Sie auch einen Beweis für Ihre Meinung, oder denken Sie dass es ausreicht so etwas einfach nur zu behaupten. Bitte schreiben Sie doch genau auf, wo Sie etwas derartiges gelesen haben, das würde ich nur zu gerne wissen. Ich denke da an klinische Studien mit einigen hundert Teilnehmerinnen, die in einem renommierten .....
Ich kann gerne einige Quellen zur Verfügung stellen:
Hier finden sie den Bericht über den Ablauf einer natürlichen Geburt bei dem auch die hormonellen Abläufe mit einbezogen werden und den Beleg dafür wie dieser Ablauf den Geburtprozeß fördert:
Why Natural Childbirth?
Hier ein guter Bericht über die Risiken einer Geburt durch Kaiserschnitt, einschließlich der Indikationen wo dieser dennoch notwendig ist,einschließlich des dazu gehörenden Medizingeschichtlichen Hintergrundes:
http://www.naturalscience.org/filead...serschnitt.pdf
Hier finden sie unter den Punkten 27.,31.,33.,,46.,47. und 48. viele Informationen zu Studien die sich mit den Auswirkungen von PDA und Kaiserschnitt beschäftigen:
STUDIEN UND STATISTIKEN
Was das Leben zu Bedingungen in der frühen Menschheitsgeschichte betrifft, kann ich Ihnen "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jean Liedloff empfehlen. Dies zeigt ein wesentlich anderes Bild als das was sie andeuten, basierend auf Erfahrungen die heute noch möglich sind, da es noch Kulturen gibt die dieser Lebensweise entsprechen.
Warum ich meine Meinung äußere ergibt sich auch aus den genannten Hinweisen, den ich glaube das eine natürliche Geburt sehr viel zum Wohl von Mutter und Kind beitragen kann. Das es auch Fälle gibt wo dies nicht möglich ist, wie z.B. in dem link zum Thema Kaiserschnitt beschrieben, ändert nichts daran das in den allermeisten Fällen der natürlichere Weg der bessere ist.
Entscheiden allerdings kann nur die betroffene Mutter selbst. Ich möchte lediglich dazu beitragen das auch alle Informationsquellen mit einbezogen werden und so ein vollständigeres Bild entsteht.

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mind 11.02.2014, 21:10
162. Ertraegliche Wehen sind moeglich

Ich habe 2 Kinder auf natürlichem Weg zur Welt gebracht und der Unterschied zwischen beiden Geburten hätte kaum grössere sein können. Der "Trick" besteht einfach darin sich zu entspannen. Der Körper muss den Geburtsweg dehnen und dabei sollte man die Muskeln besser nicht anspannen. Es ist auch ein kompletter Unsinn dabei durch die Gegend zu laufen um die Geburt zu beschleunigen - kein Tier würde so etwas tun. Am besten ist es meiner Erfahrung nach sich etwas aufgerichtet im Bett hinzu legen und während der Wehe bewusst weniger tief einzuatmen um die Bauchmuskeln weniger anzuspannen. Bei der 2. Geburt brachte mich mein Mann allerdings während einer Wehe zum Lachen - Bauchmuskelalarm - die Schmerzen waren wie bei der ersten Geburt - als würde mir jemand ein Messer in den Bauch stecken. Alle anderen Wehen waren absolut erträglich und dazwischen bin ich teilweise sogar eingeknickt.

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hörnchen76 12.02.2014, 21:00
163. @kangootom

welche Freude wurde durch die Schreie geschmälert??? ich habe spontan nach Einleitung nach 4h eine gesunde Tochter geboren. Wahrlich kein Spaziergang und ich habe auch gebrüllt vor Schmerzen. War mir aber egal und jeder Urschrei war es wert für dieses kleine, süße Wesen. Die Freude war unendlich ohne Pda, Schmerzmittel etc.

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misslongstocking 05.08.2014, 21:57
164. Schmerzempfinden

Warum scheinen so wenige Foristen - gerade auch Mütter - zu verstehen, dass das Schmerzempfinden genauso individuell und unterschiedlich ist wie jeder Mensch? Was für den einen HÖllenqualen sind empfindet der andere als "auszuhalten", und das ist be einer GEburt nicht anders. Der Tipp mit dem Entspannen ist ja wundervoll, aber ich möchte sehen, wie gut Sie sich entspannen, wenn Sie über Stunden unkontrolliertes Muskelzittern haben, das Baby währenddessen aus dem Becken rausrutscht, sich nicht mehr richtig hineindreht und dann permanent auf den Beckenknochen drückt. Nach 10h habe ich mich für eine PDA entschieden und das Ganze endete mit einem GEburtsstillstand und einer Not-Sectio, die für meine Tochter fast zu spät kam. In früheren Zeiten wären wir beide gestorben - weil es keine Chance gab, wie sie wieder in die richtige Position hätte zurückkommen können. Es war nach 12h Wehen mit allem Drumunddran zwar nicht schön und ich habe lange gebraucht um es zu verarbeiten, bin aber in der Hinsicht der modernen Medizin sehr dankbar, die in unserem Fall zwei Leben gerettet hat. Eine Geburt ist immer mit vielen Unwägbarkeiten verbunden und das Wichtigste ist, dass Schwangere im Vorfeld einfühlsam und umfassend aufgeklärt werden, was sie erwartet, was sie tun können, wie unter der GEburt geholfen werden kann und vor allem: Dass sich keine Frau der Welt schämen muss, wenn sie sagt, sie möchte eine PDA oder etwas Vergleichbares. Wer wirklich viel Angst hat, wird sich bei der GEburt nicht entspannen können, was - so viel ist ja richtig - aber notwendig ist, wenn's denn ohne große Nebenwirkungen klappen soll. Entspannen geht aber eben nicht auf KOmmando. Ich war im Vorfeld ziemlich entspannt und bin auch als es losging nicht in Panik verfallen, aber über Stunden Muskelzittern und nichts ging richtig vorwärts - das war übel. Jetzt mit dem 2. Kind, das falsch herum liegt, wird es bei meiner Vorgeschichte höchstwahrscheinlich auf einen Kaiserschnitt hinauslaufen. Ich freue mich zwar nicht darüber, aber die Risiken einer BEL nach einem vorangegangenen Not-Kaiserschnitt sind nunmal nicht gerade klein.
Fazit: Man kann und wird nicht allen die Angst nehmen können, es sollte aber immerhin versucht werden. Auch einer der natürlichsten Vorgänge der Welt ist in der Tat mitunter riskant, aber glücklicherweise gibt es heute genug Mittel und Wege, um jeder Frau durch die GEburt zu helfen, egal wie sie erfolgt. Sowohl eine spontane GEburt als auch ein KS sind kein Pappenstiel, aber es wäre echt schön, wenn all die, die keine Schmerzmittel u. ä. benötigt haben aufhören würden, sich selbst als Heldinnen zu feiern, bloß weil andere es eben nicht ohne schaffen - Stichwort Schmerzempfinden. Mit den richtigen Rahmenbedingungen können viele Frauen eine Geburt ohne totales Trauma bewältigen - und wenn es dafür einen KS braucht, dann ist es eben so. Auch oder trotz KS kann man eine gute und innige Bindung zu seinem Baby entwickeln - so zumindest meine Erfahrung.

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