Forum: Gesundheit
Tägliches Lüften: Sauerstoff rein, Schadstoffe raus
Corbis

Wenn die Luft im Raum zu feucht wird, droht Schimmelwachstum. Tägliches Lüften kann helfen - und befördert auch andere Schadstoffe aus der Wohnung. Ein Überblick.

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khaja 22.12.2014, 18:52
30.

Zitat von Spiegelbildlein
Dann ist es auf jeden Fall nicht BW. Wenn man nicht selbst betroffen ist, hat mein leicht reden oder schwärzen sie Ihre Nachbarn ohne mit der Wimper zu zucken an? Gegenfrage: Was bringen Kommentare hier überhaupt?
Ich bin mir nicht ganz sicher, warum sie solche Rücksicht auf einen Kerl nehmen, der ihre Gesundheit belastet.

Mit den Schadstoffen aus einer schlecht belüfteten Holzheizung ist nun wirklich nicht zu spaßen.

Mal ganz davon abgesehen bringt sich der Kerl ja auch selbst in Gefahr - ich wohne nur knapp 300 Meter von dem Hamburger Haus weg, wo erst vor kurzem Menschen wegen Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung gestorben sind...

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napu 22.12.2014, 20:35
31. Kleine Löcher in die Fensterrahmen bohren hilft.

Seit einigen Jahren wohne ich auch in einer Wohnung in einem sogenannten Niedrigenergiehaus. Das Problem: Morgens kleine Wasserpfüzen unter den Fenstern, komplett beschlagene Scheiben, ständig feuchte Wände.

Abhillfe schaffte eine geniale wie einfache Idee: Wir haben die fehlende Lüfungsleistung überdichter fenster hergestellt, indem wir kleine Löcher in die Fensterrahmen gebohrt haben. Dadurch findet nun wie früher die gute alte kontinuierliche Zwangsbelüftung statt und alle Probleme sind weg. Wenn wir aus der Wohnung ausziehen kleben wir die Löcher mit Holzkitt zu und streichen darüber und schmirgeln nach. Sieht man garantiert nicht, haben wir schon ausprobiert.

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energieingenieur 22.12.2014, 21:01
32. Re: Kleine Löcher in die Fensterrahmen bohren hilft.

Zitat von napu
Seit einigen Jahren wohne ich auch in einer Wohnung in einem sogenannten Niedrigenergiehaus. Das Problem: Morgens kleine Wasserpfüzen unter den Fenstern, komplett beschlagene Scheiben, ständig feuchte Wände. Abhillfe schaffte eine geniale wie einfache Idee: Wir haben die fehlende Lüfungsleistung überdichter fenster hergestellt, indem wir kleine Löcher in die Fensterrahmen gebohrt haben. Dadurch findet nun wie früher die gute alte kontinuierliche Zwangsbelüftung statt und alle Probleme sind weg. Wenn wir aus der Wohnung ausziehen kleben wir die Löcher mit Holzkitt zu und streichen darüber und schmirgeln nach. Sieht man garantiert nicht, haben wir schon ausprobiert.
Das ist jetzt nicht ihr ernst, oder? Zig Architekten und Ingenieure machen sich jahrzehntelang Gedanken, wie sie das hochkomplexe Bauteil Fenster endlich dicht bekommen, Sie haben das Glück in einem Niedrigenergiehaus leben zu dürfen und bohren dann Löcher in die Fensterrahmen??? Das Fenster und der gesamte Rahmenanschluss an die Wand ist damit "nachhaltig" zerstört. Auch Fensterkit kann die Dichtung und die thermischen Eigenschaften nicht wieder herstellen. Eigentlich sollte der Eigentümer von Ihnen verlangen, alle Fenster auf Ihre Kosten erneuern zu lassen.

Warum wird die Lüftungsanlage im Haus nicht einfach richtig eingestellt? Dann hat man keinerlei Probleme in einem dichten Gebäude. Die läuft deutlich effizienter, als manuelle oder Infiltrations(="Löcher")-lüftung. Oder wurde die etwa, wie so oft, "aus Kostengründen" beim Bau eingespart?

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rohanseat 22.12.2014, 21:18
33. Das beste ist immer noch eine

wohnung / ein haus mit leicht undichten fenstern.-Ganz bewußt habe ich kein pott dichtes ( neu deutsch -slammed door-) haus gebaut.Dazu einen ofen der zwangsweise durch seine verbrennungsluft eine umluft im hause erzeugt.-Ja und ganz oben im giebel ist ein kleine rohr (50 mm) durch die wand geführt.--Kein schimmel, kein geruch, nur wohlfühlen.

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jamguy 23.12.2014, 03:05
34. Mauerwerk und Schimmel

Es wurden ja die Faktoren erklärt!Duschen,kochen ,schwitzen,rauchen usw.erhöhen die Luftfeuchtigkeit und je mehr Leute am Start sind desto höher die Konzentration.Die Luftfeuchtigkeit bindet den Feinstaub und meisst schlägt sich das zuerst in den Ecken ,hinter Schränken und Möbeln die zu nahe an der Wand stehen nieder und können schädliche Sporen bilden.
Das 10 minütige Lüften is in jedem Fall sinnvoll und Wer sich wegen Wärmeverlust Gedanken macht sollte wissen das Alle Möbel usw. auf Raumtemperatur aufgeheitz sind! Sind die Fenster wieder zu geben Diese gespeicherte Wärmeenergie in den frisch gelüfteten,kühleren Raum ab was sozusagen den Wärmeverlust ausgleicht.

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Ford Perfect 23.12.2014, 09:21
35. Klimakatastrophe im Kleinen

Die heutige Bauweise von Häusern kann ich nicht mehr nachvollziehen. Von außen dick mit Styropor abgedichtet, innen mit Tiefengrund (flüssig Folie) behandelt, am Besten gleich dreimal und überall drauf: "Damit die Wand nicht saugt." Und dann wundern sich die Leute, dass das Haus von innen schwitzt? Ja wo soll denn die gerade überschüssige Luftfeuchtigkeit hin?

Die Häuser werden erst 100% dicht gemacht um dann wieder Löcher reinzumachen für Lüftungen!? Wer sich eine Lüftungsanlage nicht leisten kann oder will muss dann eben durch regelmäßiges Lüften dafür sorgen, dass die überschüssige Luftfeuchtigkeit wieder abtransportiert wird.

Es werden kaum noch Baustoffe verwendet, die in der Lage sind Luftfeuchtigkeit kurzzeitig aufzunehmen, um sie später bei Bedarf wieder abzugeben. Die Aussenwände sind nicht mehr diffusionsoffen, es findet kein Luftaustausch mehr statt. Das Haus kann somit nicht mehr 'atmen'.

Das Haus hat somit sein eigenes (Mikro-)Klima, völlig isoliert von der Aussenwelt. Die Bauindustrie will uns dann glaubhaft machen, dass sie durch aufwendige Technik, z. B. durch Lüftungsanlagen mit Wärmetauscher und Luftfilter usw., das Hausklima wieder in den Griff bekommt.

Wir haben uns vor über zehn Jahren ein Holzhaus mit diffusionsoffener Aussenwand gebaut. In jedem Zimmer gibt es mindestens eine Innenwand, die mit Lehmsteinen gemauert ist. Unsere Erfahrung ist, dass wir nie lüften müssen, von Anfang an keine beschlagenen bzw. angelaufenen Scheiben hatten und sich nirgends nur ansatzweise Schimmel bildet. Selbst wenn wir uns Duschen oder Baden, es beschlägt noch nicht mal eine Scheibe oder Spiegel. Die Luftfeuchtigkeit wird vom Holz und Lehm aufgenommen und später wieder langsam abgegeben.

Nun ist ein Holzhaus nicht jedermans Sache, aber meine Ansicht ist, dass mit einem vernünftig gebauten Steinhaus und evtl. einem Lehmputz (innen) schon viel erreicht werden kann.

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tomsnap 23.12.2014, 10:38
36. Dämmung + KWL = optimal

KWL (Kontrollierte Wohnraum Lüftung) sollte bei Neubau und Sanierung gesetzliche Pflicht werden, dann wird etwas für die Umwelt und gleichzeitig für die Gesundheit getan. Wir sind eine 5 köpfige Familie in einem Haus (Bj 2004, 180qm, KfW 70), seit ich mir ein CO2 Messgerät gekauft habe sehe ich wie häufig und wie lange ich lüften muss - deutlich mehr als vorher "nach Gefühl" - was den Energieverbrauch nochmals um 20 - 30% nach oben treibt, meiner Gesundheit ist mir das Wert. Es ist nicht nur CO2 sondern auch die Ausdünstungen aus Möbeln und Geräten. Ohne Lüften geht es nicht, diffusionsoffen gilt nur für Dampf, Sauerstoff kommt da nicht durch. In Schweden gibt es seit Jahrzehnten eine Lüftung auf Abluftbasis im Geschosswohnungsbau.

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chen-men 24.12.2014, 11:15
37. Elektrische Luftentfeuchter

Zitat von 7eggert
Früher lief das Wasser von den Fenstern in die Rinne auf er hoffentlich wasserdichten Fensterbank. Mit dichteren Fenstern läuft es dann stattdessen die von Außen gekühlte Wand herab.
Mir ist unbegreiflich, warum Luftfeuchtigkeit und Schadstoffe in der Luft ständig durcheinandergebracht werden. Beides ist getrennt zu betrachten.

1. Um Schadstoffe und Gerüche zu entfernen, ist (Stoß-)Lüften angezeigt. Ist der Feinstaubgehalt außen unabänderlich hoch, bleibt evtl. nur noch die mechanische Lüftungsanlage mit geeignetem Filter für die Zuluft.

2. Luftfeuchtigkeit kann man durch elektrische Luftentfeuchter auskondensieren (wie bei Kondensations-Wäschetrocknern). Die gibt es z.B. im Baumarkt ab etwa 100€. Sie lassen sich in verschiedenen Räumen betreiben (etwa im Bad nach dem Duschen oder auch zum Wäschetrocknen, oder in feuchten Kellern...) und bei Nichtgebrauch - etwa im Sommer - wegstauen.
Der Stromverbrauch ist bei ca. 150W Leistung moderat, einige Stunden Betrieb kosten 10 Cent.

Wer Schimmelwachstum in kalten Ecken sicher ausschließen will, hat - theoretisch - mehrerere Möglichkeiten:
--- Fachgerechte (Außen-)Wärmedämmung: aufwendig, bei Eigentümergemeinschaften evtl. infolge Lügenpropaganda (wie hier im Forum massenhaft verbreitet) abgelehnt...
--- Hygrometer und Infrarot-Thermometer anschaffen (wenige Dutzend Euro) und anhand einer Taupunkt-Kurve - im Internet zu finden - die Luftfeuchtigkeit durchweg so niedrig halten, daß der Taupunkt an der kältesten Wandstelle nicht unterschritten wird.

Es gibt übrigens eine Regel, daß die Fenster(scheiben) nicht besser wärmedämmen sollen als die Wände, auch in der kälteste Ecke: dann - und nur dann - zeigt das Beschlagen der Scheiben, typisch am unteren Rand, eine bedenklich hohe Luftfeuchtigkeite im Raum an.

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chen-men 24.12.2014, 13:24
38. CO2 und Sauerstoff

Es ist erschreckend, wieviel Unsinn hier verbreitet wird.

1. CO2 ist kein Schadstoff (aber: die Dosis macht bekanntlich das Gift, Paracelsus): Wir haben in der Ausatemluft ca. 5% CO2 (ein Vielfaches der Raumluftkonzentration!) - und deswegen noch lange keine Atemnot, können da locker noch die Luft für einige Zeit anhalten.

2. Es ist ohne Bedeutung, ob die Raumluft wie normal ca. 21% Sauerstoff enthält, oder nur 20% (was kaum jemanls eintritt): das ist gesundheitlich und für unser Wohlbefinden unerheblich.

Von Bedeutung sind - wie im im Artikel richtig dargestellt - Luftschadstoffe wie Feinstaub, aber auch gasförmige, etwa Weichmacher aus Kunststoffen, oder das nicht erwähnte radioaktive Radon (Lungenkrebs-Risiko...), das durch radioaktiven Zerfall aus bestimmten natürlichen Baustoffen entsteht oder durch einen offenen Kellerboden aus dem Untergrund in Gebäude eintritt.
Dagegen hilft nur Lüften.

Aufwendige und teuere Technik ist nur in Ausnahmefällen erforderlich, jedenfalls bei halbwegs intelligenten Wohnungsnutzern, die die von einem Hygrometer abgelesenen Werte verstehen und die richtigen Schlußfolgerungen ziehen können (vgl. #38).
Heizkosten sparen und Schimmel verhindern sind kein Widerspruch: STÄNDIGES Lüften - etwa durch undichte Fenster usw. - ist keineswegs nötig.

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tomsnap 26.12.2014, 00:18
39. CO2 = Indikator für

CO2 kann man relativ günstig messen, und zwar in Sekundenbruchteilen, daher ist es ein sicherer Indikator wann durch die Bewohner "die Luft verbraucht" wurde, sprich gelüftet werden sollte, und gleichzeitig wie lange- denn das "fühlt" man ebenfalls nicht. Ist es recht windig dann reicht 1 Minute, ist es windstill dann über 5. Alle anderen Schadstoffe sind nur durch Sammeln in speziellen Geräten und anschließender Laborauswertung zu bestimmen. Eine KWL mit Entalpietauscher reduziert auch die zu trockene Luft wie sie im Winter auftreten kann. Eine KWL wird so dimensioniert dass sie alle 2 Stunden die Luft komplett erneuert.

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