Forum: Gesundheit
Tätersuche nach Messerattacke in Hamburg: Darf ein Arzt seine Schweigepflicht brechen
DPA

Bei der tödlichen Messerattacke in Hamburg hat sich der Täter vermutlich selbst verletzt. Hamburger Ärzte wurden gebeten, Patienten mit entsprechenden Wunden zu melden. Das Vorgehen von Polizei und Ärztekammer stößt nun auf Kritik.

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helianthe 01.11.2016, 17:46
80. Seit ca.

einem Jahr, sind Messer als Stichwaffe sehr beliebt. Gibt es eigentlich Studien dazu, woran das wohl liegt? Der Nachbar der seinen Nachbarn wegen 50 Euro die Augäpfel aussprach, war Somalier, nur so als Ergänzung!

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purple 01.11.2016, 17:46
81. Rassist

Zitat von helianthe
wenn ich mich beim Kartoffelschälen schneide, bin ich bei Verdacht sehr gerne bereit meine Unschuld zu beweisen. Was aber in dem Fall ABER keine Rolle spielt. Der Täter wurde ja als Südländer beschrieben und das Mädchen wird auch über die Sprache Aussagen gemacht haben. Dass es in Hamburg öfters Messerstechereien gibt macht es nicht einfach. Zumal die Täter alle einer gewissen Gruppe zugeordnet werden können. Oder kennen sie deutsche Jugendliche die immer mit einem Messer unterwegs sind?
ÄH ja - leider genügend, vor allem aus dem rechten Milieu.

Und ob sie ihre Unschuld immer beweisen können, ist so eine Frage - vor allem wenn sie tatsächlich dem Spektrum zuzuordnen sind das da aus ihren Zeilen hervorblitzt

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munaykim 01.11.2016, 17:49
82. Verkehrsunfallflucht

Zitat von horst.koehler.2
Wenn sie sich beim Heimwerken eine Schnittverletzung an der Hand zugezogen hätten, zu mir in die Praxis zur Behandlung kämen und ich würde die Polizei rufen, wären sie nicht nur angepisst, sondern würden mich auch anzeigen. Also spucken sie hier bitte nicht so große Töne!
in den 80 er Jahren wurde ich zu Fahndung ausgeschrieben, weil ein PKW, des selben Typs und Farbe einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte und anschliessend geflüchtet war. Ich passte ins Schema, da ich zu der Zeit meinen Führerschein abgegeben hatte.

Die Polizei tauchte mit einem Grossaufgebot bei mir zu Hause, meinem Elternhaus und Arbeitgeber auf.

Nachdem ich davon erfuhr, meldete ich mich bei der Polizei und bin gemeinsam mit dieser zu der Garage gefahren wo ich mein Fahrzeug für die Dauer des Führerscheinentzuges untergestellt hatte.

Danach war die Sache für mich und für die Polizei erledigt, da mein PKW nicht beschädigt war.

Daher hätte ich und die, die keine Straftat begangen haben sicherlich kein Problem, wenn Ärzte in diesem Fall der Bitte der Polizei einer Meldung folge leisten würden und ich glaube auch nciht, dass es mit irgendeinem Gesetz kollidieren würde

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hagenlaw 01.11.2016, 17:52
83. Endlich mal einer...

Zitat von purple
In unserer Gesellschaft werden nacheinander alle Freiheitsrechte eliminiert. Jedes mal wenn irgend etwas passiet, steht einer auf und wieder wird ein Stück Freiheit beerdigt und das Volk schreit "Kreuzige Ihn" wie man schön an diesen Forumsbeiträgen sehen kann. Aktuelles Beispiel: Ärztiliche Schweigepflicht Schon Gestorben: Unverletzlichkeit der Wohnung Brief und Fernmeldegeheimnis Bankgeheimnis Steuergeheimnis Asylrecht (der Witz mit den sicheren Drittstaaten) (nicht vollständige Aufzählung) Im Strafrecht haben wir mittlerweile eine faktische Beweislastumkehr: Du musst beweise, daß du unschuldig bist. Wer's noch nicht gemerkt hat: Alle Krimis im Fernsehen laufen so, um die Menschen daran zu gewöhnen. Das Prinzip muß sein: Bevor ein Unschuldiger ins Gefängnis geht müssen 1000 Schuldige in Freiheit bleiben. Und m.E. bedingt ein Zweifel von einem Promille, dass ein Freispruch erfolgen muß. Dem ist aber bei weitem nicht mehr so, weil die Empörung bei einem Freispruch viel größer ist, als wenn ein Unschuldiger ins Gefängnis geht. Diese Gesellschaft hat die Freiheit und die Sicherheit verloren.
... der das Prinzip "Freiheit" begriffen hat. Vor allen Dingen merken diejenigen, die hier nach Aushebelung der ärztlichen Schweigepflicht rufen nicht, dass sie sich Stück für Stück um ihre eigene Freiheit bringen. Das beste Beispiel sind die Türkei und Erdogan. Dort sind die Freiheitsrechte schon dermaßen eingeschränkt, dass davon nicht mehr viel übrig geblieben sind. Wer das will, soll weiter pöbeln, ansonsten besser mal nachdenken.

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Realist111 01.11.2016, 17:54
84. Genau, so wird's wohl sein ...

Zitat von Spiegelleserin57
Man sollte immer bedenken dass man selbst auch nicht möchte dass seine persönlichen Daten frei verteilt werden, egal was man getan hat oder auch nicht!
Ich würde es auch nicht mögen, wenn ich jemanden umgebracht hätte, dass dann "meine persönlichen Daten" als Mörder, der bei der Tat selbst verletzt wurde, "frei verteilt werden" ...

Und: Die Opfer würden's mir wohl danken, dass ich dermaßen auf "meinen persönlichen Daten" beharre ...

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purple 01.11.2016, 17:58
85.

Zitat von munaykim
in den 80 er Jahren wurde ich zu Fahndung ausgeschrieben, weil ein PKW, des selben Typs und Farbe einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte und anschliessend geflüchtet war. Ich passte ins Schema, da ich zu der Zeit meinen Führerschein abgegeben hatte. Die Polizei tauchte mit einem Grossaufgebot bei mir zu Hause, meinem Elternhaus und Arbeitgeber auf. Nachdem ich davon erfuhr, meldete ich mich bei der Polizei und bin gemeinsam mit dieser zu der Garage gefahren wo ich mein Fahrzeug für die Dauer des Führerscheinentzuges untergestellt hatte. Danach war die Sache für mich und für die Polizei erledigt, da mein PKW nicht beschädigt war. Daher hätte ich und die, die keine Straftat begangen haben sicherlich kein Problem, wenn Ärzte in diesem Fall der Bitte der Polizei einer Meldung folge leisten würden und ich glaube auch nciht, dass es mit irgendeinem Gesetz kollidieren würde
Ich glaube das haben sie gerade erfunden, oder was hat ihr Arbeitgeber zu der Polizeiaktion gesagt - meiner hätte mich rausgeworfen - schuldig oder nicht - wegen Vertrauensverlust und schlechter Publicity. Ansehen des Arbeitgebers und so...

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it--fachmann 01.11.2016, 17:59
86. Aufklärung von Verbrechen geht über ärztliche Schweigepflicht.

Eindeutig ja! Wie ein Vorredner sagte sind ja Ärzte schon gesetzlich verpflichtet Schusswunden zu melden. Warum dann nicht auch einen Beitrag zu leisten für die Aufklärung eines schweren Verbrechens. In diesem Fall eines hinterhältigen und sinnlosen Mordes. Es besteht hier die Gefahr, dass der Täter weiter mordet. Die Mitwirkung der Ärzteschaft an der Aufklärung halte ich moralisch für geboten.

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CancunMM 01.11.2016, 17:59
87.

Zitat von Ontologix II
Und warum haben die Ärzte des Selbstmordpiloten den Flugarzt nicht informiert? Weil hier aus falsch verstandener Rücksicht rechtliche Unsicherheit besteht. Die muss beseitigt werden. Seit dem Germanwings-Absturz ist nichts geschehen.
Ich bin mir eigentlich sicher, dass die Ärzte es getan hätten, wenn der Täter damals angedroht hätte sich das Leben zu nehmen.
Und außerdem ging ja die Diskussion auch darum, dass man es trotzdem tun muss. Und es gibt dort ja auch Änderungen.
Aber wie weit wollen Sie es in der Normalbevölkerung treiben ?
Soll ich jeden Arbeitgeber informieren, dass sein an der Maschiene arbeitender Mitarbeiter alkholkrank ist ? Könnte ja was an der Maschine passieren.

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twinketoe 01.11.2016, 18:04
88. Bereitwillig geben wir die Freiheit auf...

... um was dafür zu erringen? Nichts! Natürlich widerspricht es dem Gerechtigkeitsempfinden, wenn ein Mörder ohne Strafe davon kommt. Welchen Preis würde es uns kosten nur die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen ihn zu ermitteln? Wenn ein Arzt ihn anzeigte, ist noch lange nicht sicher gestellt, dass der Mörder auch gefasst wird. Es ist ja nicht mal klar, ob überhaupt ein Arzt aufgesucht wurde.
Ich würde zukünftig ernsthaft überlegen bei Verletzungen einen Arzt aufzusuchen wenn dann hinterher Zuhause oder am Arbeitsplatz die Polizei auftauchte.
Einem Arzt muss man sich anvertrauen können ohne die Angst vor Konsequenzen haben zu müssen. Selbst wenn sich aufklärt, dass an mit einem Fall nichts zu tun hat, wird immer was hängen bleiben wenn man bei der Arbeit von der Polizei aufgesucht wird. Die Polizei erklärt dass auch niemandem und entschuldigt sich dafür auch nicht. Die haben nur ihren Job gemacht und die Konsequenzen sind für alle eben Lebensrisiko.

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spiegelobild 01.11.2016, 18:05
89.

Zitat von unzensierbar
Die Schweigepflicht darf unter keinen Umständen gebrochen werden. Das würde nur dazu führen, dass der Staat dies öfter Ausnutzen würde
Dass die Schweigepflicht unter bestimmten Umständen gebrochen werden kann, geht doch aus der Lektüre des Artikels hervor.

Wenn ein höherwertiges Rechtsgut gegenwärtig konkret gefährdet ist, ist der Bruch der Schweigepflicht nicht rechtswidrig. Eine Offenbarung des anvertrauten Geheimnisses ist nur zulässig, wenn eine Güterabwägung ergibt, dass der Bruch des Geheimnisses angemessen und geeignet ist, die drohende Gefahr abzuwenden UND das zu schützende Rechtsgut das beeinträchtigte Rechtsgut (Vertrauensbruch) wesentlich überwiegt. (wiki)

Es wäre letztlich von einem Gericht zu klären, ob dieser Fall hier vorliegt. Immerhin deutet vieles auf einen terroristischen Anschlag hin. Damit besteht eine erhebliche Gefährdung der Bevölkerung, die abgewendet werden muss. In welchem Verhältnis hier die Rechtsgüter stehen, ist sicherlich strittig, aber nicht so simpel zu entscheiden, wie Sie das machen

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