Forum: Gesundheit
Tausende betroffene Kinder: Wie Alkohol in der Schwangerschaft schadet
Corbis

Aggressionen, eine fehlende Orientierung, Hilflosigkeit: Wer im Mutterleib Alkohol ausgesetzt ist, startet oft in ein kompliziertes Leben. Viele Schwangere unterschätzen die Risiken des Trinkens, warnen Experten.

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spon-416-d4ir 17.03.2015, 10:08
1. bin irritiert -

den die Symptome die hier geschildert werden, könnten direkt auch das Störungsbild von Autismus beschreiben - sofern auch eine Einschränkung im sozial-kommunikativen Bereich miteinhergeht...

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Windlerche 17.03.2015, 10:17
2. Danke!

Endlich so ein Artikel! Wir haben seit drei Jahren eine inzwischen sechs Jahre alte Pflegetochter mit Alkoholschädigung. Weder bei Ämtern noch in Schule oder Hort sind die Auswirkungen dieser Schädigungen bekannt und wir bekommen oft zu hören, wir müssten das Kind nur noch mehr lieben, dann würden die Aggressionen schon verschwinden. Schön wär's! FASD ist lebenslänglich.

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firenafirena 17.03.2015, 10:19
3. Gesellschaftsdroge

Vermutlich spielt auch hier das enge Umfeld die Hauptrolle. Man muss nur lange genug rumfragen und schon findet sich die Tante der Nachbarin, die ja auch immer "ein Gläschen" getrunken hat und deren Kinder aber total gesund sind... als nächstes wird dann von "Hysterie" und "Panikmache" gesprochen und "früher hat sich darüber ja auch keiner Gedanken gemacht" und schon ist das Thema wieder erledigt...

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nettes Gespräch 17.03.2015, 10:41
4.

Zitat von spon-416-d4ir
den die Symptome die hier geschildert werden, könnten direkt auch das Störungsbild von Autismus beschreiben - sofern auch eine Einschränkung im sozial-kommunikativen Bereich miteinhergeht...
nein, das passt nicht zu Autismus.
Gezieltes Schlagen, bedrohen und lügen passt nicht. Emotionen nicht zeigen zu können ist auch nicht das Problem von Autisten. Ihre Emotionen kann man ihnen sehr wohl ansehen, sie können aber die Emotionen anderer nicht gut verstehen.

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elizar 17.03.2015, 10:48
5. Hinweis

Auch die meisten "alkoholfreien Biere" haben so gut wie nie 0,0 % Alkohol. Wer also glaubt mit einem alkoholfreien Bier oder Weizen sein Kind nicht zu gefährden irrt!

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hikage 17.03.2015, 11:10
6.

Zitat von elizar
Auch die meisten "alkoholfreien Biere" haben so gut wie nie 0,0 % Alkohol. Wer also glaubt mit einem alkoholfreien Bier oder Weizen sein Kind nicht zu gefährden irrt!
Mit derselben Begründung müsste man dann aber auch Säfte verbieten.
Letztlich müsste es vollkommen egal sein, wieviele % der Deutschen Alkohol in der Schwangerschaft für ungefährlich halten. Spätestens das Erstgespräch beim Gynäkologen sollte hier jegliche Unklarheiten beseitigen.

Sollte nach diese Aufklärung noch ein Alkoholkonsum stattfinden und ein Schaden beim Kind diagnostiziert werden, müsste man im übrigen wegen Körperverletzung gegen die Eltern vorgehen.

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hakim 17.03.2015, 11:19
7. Lieber auf RTL2

...die betroffenen Frauen und Familien lesen sicher nicht Spiegel online. Also die Familien, die trotz Wissen um die Schwangerschaft Alkohol trinken und Rauchen.

Ich kenne eher das Gegenteil, dass eine Frau in Unkenntnis der Schwangerschaft eine Likörpraline gegessen hat und daraufhin die ganze Schwangerschaft Angst hat, ein geschädigtes Kind zu bekommen. Zur sachlichen Diskussion: ein alkoholfreies Leben ist nicht wirklich möglich: Brot ca. 0,3 %, Saft ca. 0,5 % Kefir bis 2 %; Obst 0,5 %; Kein feuchtes und einfachzuckerhaltiges Lebensmittel ist vollständig alkoholfrei. Ebenso entsteht Alkohol im Stoffwechsel des Menschen und bei Gärprozessen im Darm.

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alterLeser 17.03.2015, 11:33
8. aus eigener Anschauung bekannt

Wie haben zwei Kinder aus der ehemaligen UdSSR adoptiert, wo der Alkoholismus weit verbreitet ist. Wir kennen das Problem genau, das auch mit dem größten pädagogischen und medizinischen Aufwand nicht behoben werden konnte. Das ist eine schwerste Verletzung eines noch nicht geborenen Kindes. Es wird höchste Zeit, dass man die werdenden Mütter darüber aufklärt.

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humpalumpa 17.03.2015, 11:48
9.

Guter Artikel! Aber im Grunde schade, dass so ein Artikel überhaupt notwendig ist. Der gesunde Menschenverstand sollte doch eigentlich ausreichen, um zu begreifen, dass Alkohol nicht gut für einen Fötus ist. Alkohol gibts nicht erst seit gestern und Jeder weiss, dass das kein Wellness-Produkt ist. Insofern gehe ich bei den Müttern, um die es im Artikel geht, weniger von Unwissen aus, vielmehr von einer gewissen Gleichgültigkeit und das finde ich an der Sache eher bedenklich.

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