Forum: Gesundheit
Tetanus, Hepatitis, Grippe: US-Teenager lässt sich gegen den Willen seiner Eltern imp
Getty Images/Cultura RF

Tetanus, Masern, Hepatitis: Eine Impfung schützt vor gefährlichen Krankheiten. Doch was, wenn Eltern die Immunisierung verweigern? So ging es einem Jugendlichen aus dem US-Bundesstaat Ohio.

Seite 2 von 8
Stillerbeobachter 13.02.2019, 16:11
10.

Zitat von der_unbekannte
Es soll jeder selbst entscheiden ob er sich impfen lassen möchte oder nicht. Man findet für beide Seiten Pro und Contra. Daher ist es falsch die jeweils andere Seite als dumm oder was auch immer zu bezeichnen.
So einfach ist dies leider nicht. Während ich im Fall von Drogenkonsum (jeder soll selber entscheiden können womit er sich vergiftet) fast geneigt wäre Ihnen zuzustimmen, ist dies bei Infektionskrankheiten leider etwas anders. Denn als ungeimpfter setzen Sie leider nicht nur sich selbst einer Gefahr aus (es sei denn Sie leben auf einer einsamen Insel), sondern sind für Ihre Mitmenschen (vor allem die, welche unfreiwillig keinen entsprechenden Schutz erhalten können, wie Babys, Personen mit Immunschwäche, Transplantationspatienten etc.) eine laufende Zeitbombe (eine Art biologische Waffe). Dies kann perfiderweise dazu führen, dass Sie eine Krankheit überleben, jedoch mehrere Unschuldige (die vielleicht an Immunschwäche leiden) in den Tod schicken. Der Fall ist also eher mit der Situation des betrunkenen Bus- oder LKW-Fahrers vergleichbar - da hört m.E. irgendwann das Selbstbestimmungsrecht auf, und der rationale Verstand und Gefahrenabwehr geht vor. Von Kleinkindern die sich gegen den Fanatismus ihrer Eltern gar nicht zur Wehr setzen können, ganz abgesehen. Momentan profitieren die Impfgegner und ihre Kinder von der noch vorhandenen Durchimpfung der Gesamtbevölkerung, wehe wenn der Prozentsatz unter die kritische Masse fällt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepino17 13.02.2019, 16:19
11. Impfen in der 3. Welt

Die Impfgegner sind herzlich dazu eingeladen, sich die Auswirkungen des nicht-impfens hier in Madagaskar anzusehen! Danach bin ich gespannt, mir deren Argumente erneut anzuhören. Wahnsinn! Tatsächlich...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
5mark 13.02.2019, 16:25
12. Ganz im Gegenteil

Zitat von der_unbekannte
Es soll jeder selbst entscheiden ob er sich impfen lassen möchte oder nicht. Man findet für beide Seiten Pro und Contra. Daher ist es falsch die jeweils andere Seite als dumm oder was auch immer zu bezeichnen.
Sie haben Recht. Es ist ein Fehler Impfgegner oder Impfskeptiker als dumm zu bezeichnen. Tatsächlich gehören die meisten von ihnen zu den gebildeteren Bevölkerungsschichten. Aber, und das ist das Übel der heutigen Internetgesellschaft, sie ersticken an Informationen. Und wenn es ums Impfen geht, sind die Informationen im Internet doch relativ einseitig. Machen Sie sich mal den Spaß und googlen zum Thema Impfen und Risiken. Da sind Sie nur einen Klick weit entfernt von Horrorstories über Berichte von Leuten die Impfschäden in ihrer unmittelbaren Umgebung erlebt haben. Geschichten über Autismus. Aluminiumbelastungen. Das Vollpumpen von Babys mit Unmengen von Antigenen. Der Harmlosigkeit von Kinderkrankheiten. Der Profitgier von Ärzten und Pharmaunternehmen.
Was sie nicht finden sind Erfahrungsberichte von Leuten die aufgrund einer Impfung nicht an Masern erkrankt und an deren Komplikationen gestorben sind, die nicht aufgrund einer vermiedenen Mumpsinfektion zeugungsunfähig geworden oder die nicht aufgrund einer vermiedenen Infektion mit Kinderlähmung eine lebenslange Behinderung zurückbehalten haben.
Das ist alles ziemlich verängstigendes Zeug auch für den einigermaßen gebildeten Internetkonsumenten.

Was den gebildeten Impfgegnern/-skeptikern allerdings vorzuwerfen ist, dass sie der Sache nicht auf den Grund gehen.
Keiner von denen fragt sich: Wieviel Aluminium nehme ich oder mein Baby denn sonst so täglich auf? Wie hoch ist die Sterberate bei Masern. Wie hoch ist die Rate der Impfschäden. Wie hat Andrew Wakefield einen Zusammenhang von Masernimpfstoff und Autismus begründet? Und warum kenne ich keinen Impfgeschädigten wenn alle anderen offenbar immer ein Beispiel aus der nächsten Nähe zur Hand haben? Wie hoch ist die Anzahl der üblichen Antigene mit denen ich oder mein Baby täglich in Kontakt kommen. Und ist es wirklich Profitgier die meinen Arzt zum Rat zur Impfung treibt, wenn er für die Impfung meines Kindes nur 10,72 EUR in Rechnung stellen kann (bei Privatpatienten), er um seine Praxis mit drei Arzthelferinnen am Laufen zu halten weit mehr als 10.000 EUR pro Monat einnehmen muss?

Und das kann man ihnen vorwerfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widower+2 13.02.2019, 16:25
13. Ergänzung

Zitat von neo99999
Sie sind auf Gedeih und Verderb dem (un)sinnigen Treiben ihrer Eltern ausgeliefert. Es gibt die Schulplflicht zum Wohle der Kinder. Warum nicht auch die Impfpflicht?
Sie sind auch auf Gedeih und Verderb dem unsinnigen Treiben anderer Eltern ausgesetzt, weil nicht sofort nach der Geburt geimpft werden kann und sie dann als dreimonatiger, noch nicht impffähiger Säugling von Kindern der Impfgegner in der Kinderarztpraxis angesteckt werden. Impfgegnern und ihren Kindern sollte der Zutritt zu Kinderarztpraxen grundsätzlich verweigert werden. Die können ihre Kinder dann ja mit Globuli, Bachblüten und Aluhüten behandeln. Für schwerwiegende Fälle bleiben ja dann im Interesse der unschuldigen Kinder von Impfgegnern noch die Notaufnahmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
noalk 13.02.2019, 16:31
14. Pro und Contra

Zitat von reissp
... Man findet für beide Seiten Pro und Contra. Daher ist es falsch die jeweils andere Seite als dumm oder was auch immer zu bezeichnen.
Ich finde tatsächlich für beide Seiten Argumente pro und contra: Für die Impfbefürworter nur pro, für die Gegner nur contra.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nixus_minimax 13.02.2019, 16:36
15. Stimmt

Zitat von der_unbekannte
Es soll jeder selbst entscheiden ob er sich impfen lassen möchte oder nicht. Man findet für beide Seiten Pro und Contra. Daher ist es falsch die jeweils andere Seite als dumm oder was auch immer zu bezeichnen.
Auf der einen Seite steht das neben Antibiotika wohl singulär beste Verfahren um Abermillionen Menschen vor dem Tod durch Infektionskrankheite zu schützen und auf der anderen Seite Menschen die scheinbar keine Statistik lesen können wie die Lebenserwartung vor und nach der Einführung der Impfungen war.

Das ist vielleicht für eine im Promillebereich liegende Anzahl Personen ein medizinisches Problem der Rest hält viel im Internet lesen tatsächlich für ein MIttel gegen Ignoranz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lazyfox 13.02.2019, 16:40
16. Wieso kommt man auf den Gedanken, Impfen wäre schlecht. Vertrauen?

Wenn Impfungen nicht sinnvoll wäre, gäbe es sie nicht. In der Angst und Not vor ansteckenden Krankheiten hat man danach gesucht und große Erfolge erzielt. Wieso kann man auf den Gedanken kommen, sie wäre schlecht. Manche glauben nicht dran. Was gibt es da zu glauben - es gibt dazu Fakten. Ist unsere Welt nicht komisch geworden bzw. die Menscheben unserer Zeit? Einige zweifeln an Demokratie, andere der Wissenschaft - obwohl täglich tonnenschwere Fliger am Himmel sind und Menschen am Herzen operiert werden. Manche zweifeln an der EU, an der Presse, an der Technik und der Wirschaft obwohl unser Leben im einfacher und komfortabler wird. Krebs lässt sich besser bekämpfen als je zuvor. Werden die normalen Menschen bekolppt oder trauen wir uns an die echten Probleme nicht ran: weniger Fleisch, mehr Tierschutz, besseres Rentensystem, mehr Verbraucherschutz, faires Steuersystem, verantwortliches Handeln für Manager, Wahrheit von Werbeaussagen auf Packungen und natürlich bessere Impfstoffe. Warum glauben so viele Leute plötzlich wieder irgendwelchen Unsinn - statt echte Probleme zu lösen und Lebenssituationen zu verbessern. Ich glaube, dass wir im realen Leben zuwenige Vorbilder haben. Das Leben in unserer Welt von zu vielen - inzwischen unüberschaubare - Regeln beherrscht wird, was die Menschen hilflos macht. Wie sonst könnte es sein, dass Menschen von zu geringen Renten überrascht werden, obwohl (oder gerade weil) sie regelmässig über die zu erwartende Rente informiert (bzw. belogen) wurden. Die Politik kann zu wenig Vertauen aufbauen weil sie offensichtlich mehr Probleme umschifft als sie (verständlich) löst. Haben wir in den Parlamenten vielleicht zu viele Lehrer, Juristen und zu wenige Ingenieure und Handwerker? Verständlichere Lösungen und Gesetze, eindeutig zugeordnete Verantwortung und Schutz der Schwachen vor den Mächtigen (der Industrie, den Chemiekonzernen, der Landwirtschafslobby, den Banken), Vertrauen in den Staatsapparat. Die Liberalität hat in den Augen der Staatsbürger offensichtlich - in der gesamten westlichen Welt - Grenzen, die überschritten wurden. Mehr Vertrauen in Unternehmen, Behörden und das Rechtssystem würde auch die Impkritiker zurück drängen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pless1 13.02.2019, 16:41
17.

Zitat von der_unbekannte
Es soll jeder selbst entscheiden ob er sich impfen lassen möchte oder nicht. Man findet für beide Seiten Pro und Contra. Daher ist es falsch die jeweils andere Seite als dumm oder was auch immer zu bezeichnen.
Nein das stimmt so nicht. Sie stellen das so dar, als seien hier zwei mehr oder weniger gleichwertige Meinungen zu einer offenen Frage vorhanden und das ist objektiv falsch. Es ist hinreichend erwiesen und in frei zugänglichen Quellen gut dokumentiert, dass der Nutzen von Impfen die Risiken bei weitem überwiegt (also um Größenordnungen, nicht nur um ein paar Prozente).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_unbekannte 13.02.2019, 16:45
18.

Zitat von Stillerbeobachter
So einfach ist dies leider nicht. Während ich im Fall von Drogenkonsum (jeder soll selber entscheiden können womit er sich vergiftet) fast geneigt wäre Ihnen zuzustimmen, ist dies bei Infektionskrankheiten leider etwas anders. Denn als ungeimpfter setzen Sie leider nicht nur sich selbst einer Gefahr aus (es sei denn Sie leben auf einer einsamen Insel), sondern sind für Ihre Mitmenschen (vor allem die, welche unfreiwillig keinen entsprechenden Schutz erhalten können, wie Babys, Personen mit Immunschwäche, Transplantationspatienten etc.) eine laufende Zeitbombe (eine Art biologische Waffe). Dies kann perfiderweise dazu führen, dass Sie eine Krankheit überleben, jedoch mehrere Unschuldige (die vielleicht an Immunschwäche leiden) in den Tod schicken. Der Fall ist also eher mit der Situation des betrunkenen Bus- oder LKW-Fahrers vergleichbar - da hört m.E. irgendwann das Selbstbestimmungsrecht auf, und der rationale Verstand und Gefahrenabwehr geht vor. Von Kleinkindern die sich gegen den Fanatismus ihrer Eltern gar nicht zur Wehr setzen können, ganz abgesehen. Momentan profitieren die Impfgegner und ihre Kinder von der noch vorhandenen Durchimpfung der Gesamtbevölkerung, wehe wenn der Prozentsatz unter die kritische Masse fällt.
Aber mit dieser Logik dürfte sich dann auch keiner mehr ins Auto setzen, da man immer zu einem Risikofaktor für Fußgänger (vor allem für Kinder) und für andere Verkehrsteilnehmer wird. Und wie sollen sich die Kinder gegen den "Auto-Fanatismus" der Erwachsenen schützen!? Ich selbst besitze weder Führerschein noch ein Auto, aber ich würde nie auf die Idee kommen meinen Mitbügern das Autofahren zu untersagen, weil ich darin eine Gefahr für mich und andere sehe. Von den schädlichen Abgasen will ich erst gar nicht anfangen. Man sollte mal darüber nachdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
realist4 13.02.2019, 16:54
19. Lustiger Vorschlag

Zitat von der_unbekannte
Es soll jeder selbst entscheiden ob er sich impfen lassen möchte oder nicht. Man findet für beide Seiten Pro und Contra. Daher ist es falsch die jeweils andere Seite als dumm oder was auch immer zu bezeichnen.
Und wie bitte könnte ein Säugling oder Kleinkind selbst entscheiden?
Man braucht auch keine pro oder kontra Studien zu kennen. Die Statistiken der Krankheiten zeigen die Wirksamkeit von Impfungen und ebeso kann man aus Statistiken herauslesen, dass es kaum gefährliche Nebenwirkungen gibt. Was gibt es da zu überlegen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 8