Forum: Gesundheit
Therapieverweigerung: "Sie halten Medikamente für Gift"
DPA

Viele Kranke nehmen Medikamente nicht, die ihnen der Arzt verschreibt. Das hat oft gefährliche Folgen. Experten fordern, Patienten gründlicher aufzuklären - und bei der Therapiewahl mit einzubinden.

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Rumgeseier 08.09.2014, 12:59
1. Ähhh

200 bis 400 Euro mehr im Jahr, sollte keine Krankenkasse groß belasten.
Irgendwie scheint es mir, da wurde irgendwas im Artikel vergessen.

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DieButter 08.09.2014, 13:04
2. Kommunikationsproblem zwischen Arzt und Patienten als Grund?

Ich seh den Grund ganz woanders. Er liegt vielmehr an reißerischen Presseartikeln, in denen undifferenziert vor angeblichen "Missständen", Gefahren/Nebenwirkungen gewarnt wird, ohne aber gleichzeitig darzustellen, warum diese in Kauf genommen werden. Somit wird der Patient verunsichert und das Arzt-Patienten-Verhältnis empfindlich gestört, da den Patienten dann auch oft der Mut fehlt, beim Arzt nachzufragen.
Leider lassen diese journalistischen Ergüße oft jede Sachkenntnis außen vor, konzentrieren sich auf vermeintliche Fehler im Detail, ohne den größeren Zusammenhang zu kennen und im übrigen ist dieses Magazin hier einer der Vorreiter dieser Praxis.

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mfins 08.09.2014, 13:08
3. alternativloses Pillenschlucken

Da es beispielsweise gegen "Bluthochdruck" alternative Möglichkeiten gibt, z. B. Aderlass sowie Rauchen einstellen, täglich Sport treiben, Ernährung umstellen (salzarm), sollten vielleicht verschiedene Ärzte sich vielleicht einmal mit der Frage auseinandersetzen, ob sie noch innnerhalb der Heilkunde dienen oder sich mittlerweile im Lager der Pharmaziekonzerne befinden und beim schnellen Geldverdienen die notwendige Aufklärung des Patienten inzwischen praktisch abgehakt haben.
Viele Ärzte sehen sich als "Pillen-Heilbringer" deren Aufgabe darin besteht, Menschen mit Pillen über Pillen EINZUSTELLEN, statt gezielt zu versuchen sie zu therapieren.

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derdingens 08.09.2014, 13:09
4. hausgemachtes Problem

Wenn ich beim Arztbesuch das Gefühl habe, dass lediglich Interesse daran besteht, mir möglichst schnell ein Rezept in die Hand zu drücken und mich damit wieder los zu werden, werde ich darauf gedrillt Medikamenten eher skeptisch gegenüber zu stehen und selbst zu entscheiden, wie lange ich sie nehme. So lange der Arzt keinen Anreiz hat Zeit für jeden Patienten aufzubringen (Beratung ist zeitintensiv), wird sich die Situation daher nicht ändern.

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zxmde63 08.09.2014, 13:15
5. Shared Decision Making

Hört sich gut an, aber was soll das sein? Von einem Arzt ist zu erwarten, dass er einen Patienten über Krankheit und Medikamente aufklärt. Das geschieht in aller Regel auch. Eine aktive Rolle des Patienten ist nur sehr eingeschränkt möglich, die Indikation zum Medikament stellt nunmal der Arzt. Entscheidet sich der Patient zuhause trotzdem gegen die Medikamente, ist das tragisch, aber kaum zu verhindern.

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der.tommy 08.09.2014, 13:27
6. @derdingens

Und das heißt dass sie aus trotz und auf Kosten ihrer Gesundheit die Medikamente dann nicht nehmen? Klar, es ist nicht schön wenn der Arzt keine zeit hat, aber zum Wohle der eigenen Gesundheit sollte man vielleicht auch mal gewillt sein, sich selbst zu belesen. In vielen Fällen brauch man kein abgeschlossenes Medizinstudium, um Beipackzettel zu verstehen. Beispiel Antibiotika: dass durch fehlerhafte oder nicht vollständige Einnahme von Antibiotika Bakterien resistent werden ist ein mittlerweile so bekanntes Problem, dass das nicht zu wissen schon peinlich ist. Auch sollte in der heutigen zeit jeder zumindest grob wissen, dass wir gegen Bakterien außer Antibiotika praktisch nichts zu Verfügung Haben. Wer also eine durch Bakterien bedingte Infektion hat, sollte durchaus fähig sein, selbst ohne mit seinem Arzt zu sprechen, die richtigen Schlüsse zu ziehen für den Umgang mit dem Antibiotikum. Tut er das nicht, gefährdet er seine eigene Gesundheit und die anderer falls sich dadurch resistente bakterienstämme bilden

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datura2 08.09.2014, 13:40
7.

Die Medaille hat mal wieder zwei Seiten. Natürlich ist es auf der einen Seite ein Kommunikationsproblem zwischen Arzt/Patient auf der einen Seite und Pharmaindustrie/Medien auf der anderen Seite.
Wer sich so einen Beipackzettel schon mal genauer angesehen hat, bekommt als Laie NATÜRLICH einen Schrecken, wenn er ungefiltert liest, was da an Nebenwirkungen möglich sind. Den meisten Menschen fehlt einfach der Bezug zu Statistik und Wahrscheinlichkeit. Und bedauerlicherweise müssen alle jemals aufgetretenen Nebenwirkungen in diesen Beipackzetteln gelistet werden. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit noch so gering ist. Sowas schreckt ab.
Dann kommt noch dazu, dass Medien immer wieder über die bösen Pharmakonzerne wettern. Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber es ist auch nicht alles schlecht. Nur: mit Panikmache ist niemandem geholfen.

Ehrliche Aufklärung der Patienten kann hier helfen. Aber dazu gehört auch, dass die Patienten sich aufklären lassen wollen. Wer in seiner Verbortheit ("die bösen Pharmakonzerne und diese Quacksalber, sprich Ärzte"; begünstigt durch etwaige reißerische Medienberichte), sich von seiner einst gefassten Meinung nicht abbringen lässt (getreu dem Motto "bringt mich von meiner Meinung nicht ab, in dem ihr mir Tatsachen erzählt"), dem ist dann allerdings auch nicht mehr zu helfen.

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herkurius 08.09.2014, 13:54
8. Und dann noch ...

Und dann gibt es noch die Ärzte, die ihren Patienten Mist, unnützes Zeug oder nicht kompatible Pillen verschreiben. Was soll ich davon halten, wenn mein Kassenarzt in den paar Sekunden, die ihm für ein Patientengespräch vergütet werden, sich in keinster Weise nach anderen Medikamenten oder Krankheiten erkundigt, die man schon hat.

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egyptwoman 08.09.2014, 14:13
9.

Denke auch das es bei vielen die Angst vor den ganzen Inhaltsstoffen in den Medis ist vor allem in Antibiothika und bei einigen Medis kennt man die Langzeitfolgen nicht oder die Nebenwirkungen sind schlimmer als die Wirkung. Es gibt Menschen die sehr sensibel auf Medis reagieren. Gehöre ich auch dazu, ich will meinen Körper nicht unnötig mit chemie belasten und nicht jedes Medikament ist auf pflanzlicher Basis hergestellt und zwar ausschließlich auf pflanzlicher.

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