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Transplantation: Warum werden in Deutschland so wenige Organe gespendet?
DPA

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Woran liegt das? Und wie kann man einer Spende zustimmen - oder sie ablehnen? Der Überblick.

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gaerry 15.01.2018, 18:14
1. Weil

in Deutschland Solidarität falsch verstanden wird. Es geht zunächts darum etwas zu bekommen, ohne zu geben. Das ist eben keine Solidarität. Man muss zuerst überlegen was man geben kann bevor man ans nehmen denkt. Wer kein Orgam spenden möchte, kann auch keines bekommen. So sehe ich das.

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lupo62 15.01.2018, 18:14
2.

Ich kann nur jeden raten, das Kärtchen auszufüllen und bei sich zu tragen. Wenn die Verfügungen darauf einmal umgesetzt werden sollten, tut das dem Ausfüller bestimmt nicht mehr weh....

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libertina 15.01.2018, 18:15
3. Viele Vorerkrankungen schließen Organspende aus

... das wird hier mal wieder vergessen - nämlich wie hoch die Latte für eine Spende tatsächlich hängt.
Bei uns in der Familie wollten wir uns mal kollektiv um einen Spenderausweis bemühen und auch registrieren lassen. Ergebnis: Wir hatten alle vor Jahrzehnten mal was gehabt - lauter lange überstandene, eher banale Erkrankungen - die Ausschlussgründe für die Organspende darstellten.

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Brathering 15.01.2018, 18:15
4. Vielleicht weil weniger Menschen sterben?

Hirntod, akzeptabler Organzustand und keine ansteckenden Krankheiten. So jemand muss erst einmal auf dem Untersuchungstisch liegen.
Zudem wird es teilweise eine natürliche Entwicklung sein. Autos werden sichere, die Straßen voller. Es ist da nicht mehr so leicht sich umzubringen. Oder möchte jemand, dass wieder mehr Menschen im Straßenverkehr umkommen?

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jj2005 15.01.2018, 18:19
5. Vertrauen ist der Schlüssel

Nein, ich habe keinen Spenderausweis, und werde mir auch keinen zulegen - es sei denn, er ist so konstruiert, dass die Ärzte erst NACH meinem Tod erfahren können, ob ich spenden will oder nicht. Etwa indem sie im Beisein von Angehörigen den von mir versiegelten Personalausweis aufbrechen und nachsehen, was ich da angekreuzt habe. Man mag das paranoid nennen, aber warum sollte ich, nach all den einschlägigen Skandalen, zu wildfremden Personen Vertrauen haben...? Da ist viel zu viel Geld im Spiel.

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dgs 15.01.2018, 18:20
6. Kopplungslösung

Das System kann ganz einfach funktionieren. Jeder der sich als Organspender registrieren lässt, bekommt bevorzugt Spenderorgane. Es soll auch keine Rolle spielen, ob die Organe für eine Spende geeignet sind oder nicht: Sind sie es nicht, gehen die entnommenen Organe in die Forschung.
Mit einmal hätten wir 80Mio Spender!

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Nordstadtbewohner 15.01.2018, 18:21
7. Es ist mein Körper

Vielleicht sollten sich die Autoren damit abfinden, dass es einfach weniger spendenwillige Menschen gibt.

Meine Organe würde ich nur an Familienangehörige spenden, jedoch nicht an unbekannte Dritte.

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BettyB. 15.01.2018, 18:22
8. Deutschland Sorgenlosland

Während man im erzkatholischen Österreich Widerspruch einlegen muss, wenn man keine Organe spenden will, geht man im gemischtchristlichen Deutschland politisch davon aus, dass Gott schon jenen hilft, denen geholfen werden soll, die anderen haben eben Pech gehabt. Dass man damit das Sterben von Erkrankten den mit ihrer Rettung verbundenen steigenden Gesundungskosten vorzieht, ist aber wohl ein wahrlich unchristliches Gerücht. Oder was meinen die SPON-Zensoren dazu? Ist allein der verneinte Gedanke des Streichens würdig?

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biber555 15.01.2018, 18:24
9. Skandale um Organhandel ist schuld

Es gibt immer wieder Organhandelskandale. Die letzten in Heidelberg, Bremen, Bayern etc...alle nur ein paar Jahre her. Kein Wunder dass viele Menschen lieber nicht mehr vorab spenden, denn es besteht die Angst dass für einen selbst keine lebenserhaltenden Massnahmen ergriffen werden weil man ja noch Organe hat, die anderswo teuer verkauft werden können.

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