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Trisomie 21: Nach heftiger Kritik - FDP löscht Tweet zu Downsyndrom
Soeren Stache/ DPA

Die FDP unterstützt die Forderung, einen Bluttest für die Früherkennung von Trisomien kostenlos zu machen. Und wirbt damit ausgerechnet mit dem Bild eines Kindes mit Downsyndrom.

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Aktinionär 05.04.2019, 15:40
30. Die Kritiker des Bluttests sind an Zynismus nicht zu überbieten

Mal ein paar Fakten:
Bei der herkömmlichen Plazentabiopsie enden viele solcher Untersuchungen in einer Fehlgeburt.
Trotzdem nehmen viele Frauen das auf sich um Gewissheit über evtl. Chromosomentrisomien zu haben.

Wie kann man bitte hier argumentieren, dass weniger Frauen den Bluttest machen sollen, weil sie sich ja sonst nach bestem Wissen und Gewissen gegen ein Kind mit Trisomie 21 entscheiden könnten?

Wieso sollen abstrakte Debatten über ein "Recht auf ein gesundes Kind" auf dem Rücken von Frauen ausgetragen werden? Die Frau kann dann eben aus Unwissenheit ein behindertes Kind bekommen, nur weil in der Gesellschaft diffuse Ängste hinsichtlich der selektion von Embryos vorherrschen. Achja Wenn das Kind den CSV Test überlebt, dann darf die Mutter selbstverständlich eine Spätabtreibung vornehmen und ein totes Kind Gebären. Das finden die Kritiker des Bluttestes ja anscheinend normal.

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j.kawalek 05.04.2019, 15:46
31. einen Bluttest für die Früherkennung für Hartz IV

Kann es mir jemand erklären, warum wir die Test bei nicht leistungsfähigen Downsyndromkinder einsetzen und sie eliminieren, deren Nutzen aber für die Gesellschaft gleich wenn nicht höher als bei Hartz IV Empfänger ist. Bei denen werden solche Tests auf die Leistungsfähigkeit für die moderne Geselschaft weder eingesetzt noch exekutiert? Ich verstehe es nicht? Wo fangen die Menschenwürde und -rechte an?

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michael.mueller1 05.04.2019, 17:05
32. Die Entscheidung sollte doch wohl bei den Eltern liegen, denn ein

schwer behindertes Kind ist eine große Belastung, benötigt ein Leben lang Betreuung, viele Beziehungen zerbrechen daran. Wenn man mehr behinderte Kinder will, dann soll man entsprechend das Gesetz ändern und eine kostenlose Rundumbetreuung, kostenlosen Umbau behindertengerechte Wohnung,Auto etc. Das macht man alles natürlich nicht, sondern man erhöht natürlich den seelischen Druck auf die eh schon unter Druck stehenden Familien, sich für ein behindertes Kind entscheiden zu müssen. Wir haben auch ein paar Tests gemacht und waren unsicher, was wir gemacht hätten, wenn die negativ gewesen wären. Frau Klöckner ist dann nicht rund um die Uhr da um das Kind zu pflegen, zu betreuen usw. aber schöne Gutmenschen Poasts ablassen und selber gar nicht vom Thema betroffen sein. Das ist eine riesen Heuchellei, niemand will behinderte Kinder, aber niemand macht es sich einfach mit einer Abtreibung. Aber immer schön Druck auf die Eltern ausüben.
Vor allem so ein Kind benötigt extreme Betreuung, bei Doppelverdiener kann dann gleich jemand aufhören zu Arbeiten, was einem gleich das Leben doppelt schwer macht, dann kann man Haus oder Wohnung nicht bezahlen usw. usw. die Folgen für die Familie sind extrem.

Nein der Tests sollte kostenlos sein und die Eltern entscheiden was zu tun ist und nicht irgend welche Bio Latte Macchiato Gutmenschen Heuchler die noch nicht mal selber Kinder haben.

Und wir haben ein gesundes Kind bekommen, seit der Geburt hat meine Frau den Rücken kaputt, kann nicht arbeiten,auch im Haus nicht, kann sich kaum bewegen. Wir kommen nur klar, weil ich gut verdiene und ich im Homeoffice arbeiten kann. Sonst wäre das selbst mit einem gesunden Kind schon nicht machbar. Mit einem behinderten Kind, wäre das gar nicht mehr machbar.

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werwil1 08.04.2019, 14:04
33. Fakten

Zitat von Aktinionär
Mal ein paar Fakten: Bei der herkömmlichen Plazentabiopsie enden viele solcher Untersuchungen in einer Fehlgeburt. Trotzdem nehmen viele Frauen das auf sich um Gewissheit über evtl. Chromosomentrisomien zu haben. Wie kann man bitte hier argumentieren, dass weniger Frauen den Bluttest machen sollen, weil sie sich ja sonst nach bestem Wissen und Gewissen gegen ein Kind mit Trisomie 21 entscheiden könnten? Wieso sollen abstrakte Debatten über ein "Recht auf ein gesundes Kind" auf dem Rücken von Frauen ausgetragen werden? Die Frau kann dann eben aus Unwissenheit ein behindertes Kind bekommen, nur weil in der Gesellschaft diffuse Ängste hinsichtlich der selektion von Embryos vorherrschen. Achja Wenn das Kind den CSV Test überlebt, dann darf die Mutter selbstverständlich eine Spätabtreibung vornehmen und ein totes Kind Gebären. Das finden die Kritiker des Bluttestes ja anscheinend normal.
Ihr Grundgedanke ist nachvollziehbar und gewinnt vor allem noch an Gewicht, dadurch, dass das Ergebnis einer Biopsie oft relativ spät vorliegt. Mit einer entsprechend gravierenderen ethischen Problemstellung.
Aber wenn man mit der Wucht von "Mal ein paar Fakten" einsteigt, dann doch möglichst vollständig.

"Viele" ist ja nun ein recht unscharfes Adjektiv. Tatsächlich kommt es nach 1 - 2 % der Untersuchungen zu einem Abort (und wer nun Wikipedia zu Rate zieht: die dort verwendeten Zahlen sind über 20 Jahre alt).
Dabei muss man aber wohl auch noch in Relation setzen, dass im Zeitraum in dem üblicherweise die Chriozottenbiopsie durchgefürht werden, etwa zehn mal so viele Schwangerschaften ohne eine solche Untersuchung spontan enden.

Das macht die (nehmen wir mal die höhere Zahl) 2 % nicht kleiner, aber lässt vielleicht eher einschätzen, ob man das für "viele" hält.

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zzipfel 08.04.2019, 20:01
34. Auch wenn Sie gegen Schwangerschaftsunterbrechungen sind ...

Zitat von wurzelpurzel
Einmal mehr zeigt sich die menschenfeindliche Fratze der FDP. Untersuchungen auf Down-Syndrom mit dem Ziel einen ungeborenen Menschen mit dieser Diagnose abzutreiben sind nichts anderes als eine Form der Aktion T4.
... und ich respektiere Ihre Auffassung, ist die FDP nicht die einzige Partei, die es der werdenden Mutter überläßt, ungeborene Menschen abzutreiben (nach einer entsprechenden Beratung). Selbst für die CDU ist eine Schwangerschaftsunterbrechung nichts generell zu Verdammendes mehr. Und Gesundheits-Tests des ungebohrenen Lebens sind legal und es kann ggf. nur das "Ziel" der jeweiligen Eltern sein, weil nur diese darüber entscheiden können und nicht politische Parteien, wobei ich Ihre Wortwahl "Ziel" schon als verunglimpfend gegenüber den Eltern halte, die eine sicherlich schwere Entscheidung mit sich auszufechten haben.

Es ist jedoch für Sie als betroffene Frau Ihr gutes Recht, sich gegen Atreibung zu entscheiden, einen Grund, Ihren Geschlechtsgenossinnen eine andere Entscheidung vorzuhalten, haben Sie allerdings nicht.

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cave100 09.04.2019, 16:12
35. Übertrieben

Fast wie immer, etwas Infragestellen und schon wird Unterstellt jemand hätte was dagegen bzw. möchte etwas,
jemanden, nicht. Die FDP hat eine vernünftige Forderung gestellt, den kostenlosen Trisomie Test, damit sich
werdende Eltern entscheiden können ob sie, falls positiv, endscheiden können ja oder nein. Daran ist nichts
verwerfliches sondern das Recht der Eltern für oder gegen die weitere Schwangerschaft zu sein. Nicht mehr und auch nicht weniger, und die Entscheidung ist meistens sehr schwer, aber geht niemanden etwas an.

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