Forum: Gesundheit
Überarbeitete Ernährungsregeln: Gesund essen - jetzt aber wirklich
Getty Images

Unter Experten galten die Empfehlungen als angestaubt. Jetzt hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre "10 Regeln" für eine gesunde Nahrung aktualisiert. Dabei wurden einige bekannte Empfehlungen gestrichen.

Seite 6 von 14
NewYork76 01.09.2017, 18:59
50. Sanfter Widerspruch

Zitat von Sportzigarette
Was haben Sie gegen Milch? Die ist gesund und lecker, ich möchte auf keinen Fall drauf verzichten. Und kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass wir die nicht vertragen würden etc....Auch wenn einige Ernährungswissenschaftler Milch kritisch sehen, erwiesen ist nichts! Also, wer gerne Milch mag (brauche mindestens 05. Liter am Tag) soll sie trinken, wer nicht, der nicht. Es sollten alle essen und trinken was ihnen schmeckt und nicht was gesund oder ungesund ist! Genmiesen ist wichtig!
Da muss ich jetzt sanften Widerspruch einlegen. Ob Milch nun "lecker" ist, das muss natuerlich jeder fuer sich persoenlich beurteilen. Aber "gesund" ist im besten Falle zweifelhaft. Es gibt einige Studien, die Milch als ungesund einstufen.
Und die meisten Studien oder Empfehlungen, die Milch positive darstellen sind von der Milchverarbeitungs-Industrie herausgegeben oder gesponsort.

Aber vielleicht treiben Sie ja sehr viel Sport um den Naehrstoff-Ueberschuss der Milch wieder auszugleichen.

Ihrem letzten Satz stimme ich in Einschraenkung zu. Das seelische Wohlbefinden und das koerperliche Wohlbefinden haengen ganz klar zusammen. Somit haben Sie sicherlich recht, dass geniesen wichtig ist und positiven Einfluss auf die Gesundheit hat.
Dadurch wird ungesunde Ernaehrung allerdings nicht gesuender. Wenn Sie rauchen (was Ihr Forumsname vermuten laesst) so geniesen Sie wahrscheinlich die Zigarette und rauchen mag sich positive auf Ihren Stress-Level auswirken. Aber deswegen ist die Zigarette noch genauso krebserregend wie vorher und verursacht trotzdem Herz- und Gefaess-Erkrankungen etc..

Dass gesundes Essen nicht schmeckt ist uebrigens Unsinn. Die Lebensmittelindustrie hat nur den Geschmackssinn vieler Konsumenten mit billigem Fett, Zucker und Salz (natuerliche Geschmacksverstaerker) sowie mit Glutamat und anderen kuenstlichen Geschmacksverstaerkern betaeubt.

Meine Kinder bekommen z.B. als Nachtisch nur Obst...und sie lieben es. Kiwi und Mango sind aktuell die Favoriten, aber auch Wassermelone, Pfirsich, Pflaumen, Beeren, Apfel, etc (was eben Saison hat). Sie bekommen auch manchmal Kekse, Schokolade, etc, aber sehr selten. Oft bekomme ich dann zu hoeren: "Das ist zu suess!"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blurps11 01.09.2017, 18:59
51.

Zitat von muellerthomas
MIndestens 30/70, wenn man das so ausdrücken will. Ich würde sogar sagen, eine falsche Ernährung kann kaum durch Sport ausgeglichen werden, fehlender Sport kann hingegen weitestgehend durch gesunde Ernährung kompensiert werden.
In Bezug auf das Körpergewicht allein ist das wahrscheinlich so, wobei man die Kalorienzufuhr bei wenig bis gar keiner Bewegung schon extrem herunterfahren müsste. Da dürfte man im Grunde nur noch an Salatblättchen und Möhrchen mümmeln.

Bewegung bringt allerdings noch jede Menge andere Vorteile mit sich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr. Murks 01.09.2017, 19:42
52. 1889?

Zitat von chardon
. Franzosen waren vor der Revolution 1889 kleiner, erst danach wurden sie grösser (Archiv der Armee), sie hatten Hunger!
AFAIK 1789!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 01.09.2017, 19:46
53.

Zitat von NewYork76
[...] Dass gesundes Essen nicht schmeckt ist uebrigens Unsinn. Die Lebensmittelindustrie hat nur den Geschmackssinn vieler Konsumenten mit billigem Fett, Zucker und Salz (natuerliche Geschmacksverstaerker) sowie mit Glutamat und anderen kuenstlichen Geschmacksverstaerkern betaeubt. Meine Kinder bekommen z.B. als Nachtisch nur Obst...und sie lieben es. Kiwi und Mango sind aktuell die Favoriten, aber auch Wassermelone, Pfirsich, Pflaumen, Beeren, Apfel, etc (was eben Saison hat). Sie bekommen auch manchmal Kekse, Schokolade, etc, aber sehr selten. Oft bekomme ich dann zu hoeren: "Das ist zu suess!"
Genau, "bekommen". Wenn ihre Kinder voellig frei entscheiden duerften, dann wuerde es nach einer gewissen Uebergangszeit vermutlich jeden Tag Fritten, Burger, und Schokolade geben, mit Cola. Denn das waere voellig natuerlich. Die Nahrungsmittelindustrie kann unsere Schwaeche fuer Fettes, Suesses, und Salziges nur deshalb so ausnutzen, weil es sie gibt. Auch der Steinzeitmensch hat Gemuese verschmaeht, wenn er stattdessen Fleisch haben konnte.

Und was die Empfehlungen betrifft. Wie oft muss man eigentlich danebenliegen, bevor einem niemand mehr glaubt? Die Ernaehrungsempfehlungen aendern sich schneller als die Jahreszeiten. Das hat mit Wissenschaft wenig, aber sehr viel mit Ideologie zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Isolde_S. 01.09.2017, 19:54
54. Zucker als Riesenproblem

Ich vermisse einen klaren Hinweis auf die verheerenden gesundheitlichen Auswirkungen des massiven Zuckerkonsums in unserer heutigen Gesellschaft. Zucker steckt fast überall, selbst dort, wo ihn kaum jemand erwartet, wie z. B. in Wurstprodukten. In dieser extremen Überdosierung mindert Zucker in all seinen Variationen nicht nur die Lebenserwartung, sondern ebenso unsere Gesundheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sagittarius12 01.09.2017, 20:00
55. Milch

Naja, aufgrund der Tatsache dass es vor ca 10000 Jahren eine Mutation gab, die den Leuten die Möglichkeit gab Milch ohne Probleme zu verarbeiten, und diese Mutation sich auch durchgesetzt hat (besonders im Norden) muss man ganz klar sagen, dass Milch keineswegs ungesund ist.
Sonst haette sich diese Mutation (Lactosetoleranz) nämlich nie durchgesetzt ! Eigentlich das beste Beispiel für Mutation und Selektion-also wie Evolution wirkt. Milch hat bestimmte Vitamine die eigentlich durch Lichteinfluss gebildet werden könnten aber da im Norden viel weniger Licht vorhanden ist, hatten die Menschen, die Milch vertrugen, einen Selektionsvorteil.
Dass Milch i.a. ungesund und schädlich ist, ist schlicht Blödsinn (wenn man sie vertraegt).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
martin.michaelis 01.09.2017, 20:12
56.

Zitat von Isolde_S.
In dieser extremen Überdosierung mindert Zucker in all seinen Variationen nicht nur die Lebenserwartung, sondern ebenso unsere Gesundheit.
Erstens enthalten alle Obstsorten sehr viel Zucker, zweitens wirkt Zucker Stimmungsaufhellend und drittens braucht unser Gehirn einem Menge Zucker.

Gefährlich ist nur eine Art der Ernährung und das ist die Mangelernährung. Die Lebenserwartung steigt erst seit wird uns im Überfuss ernähren.

Der Körper kann mit permanentem Überfluss besser umgehen als mit permanentem Mangel.

Einziges Problem, wie bewegen uns zu wenig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hirn gefragt? 01.09.2017, 20:26
57. Wie konnten dann meine Großeltern dann so alt werden ... bla, bla, bla

Tja, warum? Vielleicht, weil es damals noch keine Überflussgesellschaft in Sachen Lebensmittel gab? Vielleicht, weil die Nahrungsmittel damals weitesgehend "natürlich" waren - ohne Zuckerzusätze, ohne fragwürdige synthetische Zusätze. Vielleicht, weil die Menschen noch zu der Zeit allein durch Arbeit intensiver körperlich tätig waren? Aber die medizinische Versorgung in den meisten wichtigen Punkten schon so weit wie heute war?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Isolde_S. 01.09.2017, 20:26
58.

Zitat von martin.michaelis
Erstens enthalten alle Obstsorten sehr viel Zucker, zweitens wirkt Zucker Stimmungsaufhellend und drittens braucht unser Gehirn einem Menge Zucker. Gefährlich ist nur eine Art der Ernährung und das ist die Mangelernährung. Die Lebenserwartung steigt erst seit wird uns im Überfuss ernähren. Der Körper kann mit permanentem Überfluss besser umgehen als mit permanentem Mangel. Einziges Problem, wie bewegen uns zu wenig.
>>>Dass die Verzuckerungspolitik der Lebensmittelindustrie und die Verharmlosung des süßen Stoffes bereits in den 70er Jahren eine gezielte Taktik war, entdeckte die Zahnärztin Cristin Kearns, als sie in den Archiven der „Great Western Sugar Company“ 1.500 Seiten interner Dokumente einsehen konnte – eine Art geheime „Spielanleitung“ der Zuckerindustrie.

Es begann mit einer geheimen PR-Kampagne. Über 40 Jahre lang hat „Big Sugar“ es geschafft, sein milliardenschweres Imperium auszubauen und die Ernährung der Welt zu verzuckern. Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen haben sich vervielfacht. Die nichtalkoholische Fettleber ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – inzwischen auch bei immer mehr Kindern. Kinderärzte wie Dr. Robert H. Lustig kämpfen unermüdlich gegen die Behauptung, dass wir doch selbst daran schuld seien, weil wir zu viel äßen. Die Zucker-Lobby sitzt auf der Anklagebank, doch ihre neue Verteidigungsstrategie ist die alte: Sie fordert immer weitere Beweise.

Professor Stanton Glantz erinnern diese Schachzüge an seinen Kampf gegen die Tabakindustrie, die es auch verstanden hat, jahrelang politische Entscheidungen und Rauchverbote hinauszuzögern, weil es ihrer Meinung nach keinen hinreichenden wissenschaftlichen Beweis für die gesundheitsschädigende Wirkung des Tabakrauchens gab. Während Industrie und Wissenschaft ihren Kampf noch ausfechten, tickt die gesundheitliche Zeitbombe weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MatthiasPetersbach 01.09.2017, 20:29
59. Mode - nix anderes

Das ist wie mit den Schlaghosen - die sind mal out, mal in.

Wer das macht/isst, was er immer macht/isst, ist regelmäßig alle 10 bis 20 Jahre topaktuell.

Ernst nehmen kann man Ernährungsempfehlungen nicht. Die einzige Regel, die ich als sinnvoll erachte: Man sollte essen, was die Oma noch als Nahrungsmittel erkannt hätte.

Aber in Zeiten, in denen die allermeisten Nahrungsmittel nur so tun, als seien sie welche - also Lebensmittel nur DARSTELLEN- hätte es auch Oma schwer.

Brot aus der Backmischung ohne natürliche Sauerteigführung z.B. ist Müll. Da kann der Bäcker oder die AOK soviel Vollkorn reinstreuen, wie sie wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 14