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Überarbeitete Ernährungsregeln: Gesund essen - jetzt aber wirklich
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Unter Experten galten die Empfehlungen als angestaubt. Jetzt hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre "10 Regeln" für eine gesunde Nahrung aktualisiert. Dabei wurden einige bekannte Empfehlungen gestrichen.

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supergrobi123 01.09.2017, 20:34
60. Wohl kaum!

Zitat von vandersteeg
Versteh ich nicht, woran wird das festgemacht? Wenn man sich 1 Millionen Jahre von ähnlichen Dingen ernährt, dann regelt das die Evolution schon. Wenn wir ab jetzt nur noch McDonalds essen würden, dann wäre der Mensch in 1 Millionen Jahren auch perfekt darauf angepasst. Nur im Moment ist seit der Steinzeit noch zu wenig Zeit vergangen und das, was wir heute im Supermarkt kaufen, ist nicht "artgerecht".
Leider unterliegen wir nicht mehr (oder kaum noch) der natürlichen Selektion. Evolution greift da nicht mehr zwangsläufig.

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MatthiasPetersbach 01.09.2017, 20:35
61.

Zitat von chardon
Die oft so abgelehnte, ungesunde moderne Medizin hat viel zu der höheren Lebenserwartung beigetragen.
Man täusche sich da nicht: Am meisten zur Lebensverlängerung beigetragen haben Wohnumstände wie die Zentralheizung, bessere Arbeitsumstände - und das Vorhandensein ausreichender Nahrung. Egal welcher "Couleur".

Die Medizin kommt da etwas später.

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Hirn gefragt? 01.09.2017, 20:46
62.

Zitat von martin.michaelis
Erstens enthalten alle Obstsorten sehr viel Zucker, zweitens wirkt Zucker Stimmungsaufhellend und drittens braucht unser Gehirn einem Menge Zucker. Gefährlich ist nur eine Art der Ernährung und das ist die Mangelernährung. Die Lebenserwartung steigt erst seit wird uns im Überfuss ernähren. Der Körper kann mit permanentem Überfluss besser umgehen als mit permanentem Mangel. Einziges Problem, wie bewegen uns zu wenig.
"Erstens enthalen alle Obstsorten sehr viel Zucker"
Dann vergleichen Sie beispielsweise mal zum Beispiel Heidelbeeren und Weintrauben...

Und was die Lebenserwartung vs. Überflussgesellschaft betrifft:
Warum hat eine fortschrittliche Industrienation wie Japan - deren Bevölkerung bestimmt nicht am Hungertuch nagt - z.B. eine durchschnittlich um fünf Jahre höhere Lebenserwartung als Deutschland, oder sechs gegenüber den USA? Das ist in meinen Augen eine Menge Holz, zumal die durchschnittliche Lebenserwartung in den USA meines Wissens nach sogar leicht rückläufig ist.

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Bishob 01.09.2017, 20:58
63. Passend dazu:

Zitat von Isolde_S.
Ich vermisse einen klaren Hinweis auf die verheerenden gesundheitlichen Auswirkungen des massiven Zuckerkonsums in unserer heutigen Gesellschaft. Zucker steckt fast überall, selbst dort, wo ihn kaum jemand erwartet, wie z. B. in Wurstprodukten. In dieser extremen Überdosierung mindert Zucker in all seinen Variationen nicht nur die Lebenserwartung, sondern ebenso unsere Gesundheit.
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-05/zucker-verschwoerung-ernaehrung-fett-uebergewicht

so funktioniert "Wissenschaft" heute. Einfach nur traurig

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martin.michaelis 01.09.2017, 21:18
64.

Zitat von Hirn gefragt?
Und was die Lebenserwartung vs. Überflussgesellschaft betrifft: Warum hat eine fortschrittliche Industrienation wie Japan - deren Bevölkerung bestimmt nicht am Hungertuch nagt - z.B. eine durchschnittlich um fünf Jahre höhere Lebenserwartung als Deutschland, oder sechs gegenüber den USA?
Das lässt sich letztlich nicht ermitteln. Das mit der Ernährung zu begründen ist schlicht unseriös. Das aber wird in der "Ernährungswissenschaft" gerne gemacht.

Die Lebenserwartung hängt von sehr vielen Faktoren ab. So gibt es zum Beispiel Unterschiede bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Auch soziokulturelle Faktoren spielen eine Rolle.

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shooop 01.09.2017, 21:55
65. @supergrobi123

Na klar unterliegen wir noch der natürlichen Selektion und Evolution! Wir nehmen das nur punktuell gerade nicht so wahr. Ein Menschenleben mit seinen 80 Lenzen ist leider zu kurz, um so etwas wie Evolution bezogen auf uns selbst tatsächlich vollumfänglich begreifen zu können. Warten wir noch mal 30-50 Jahre ab-die Weltbevölkerung explodiert, die Meere sind leer, Felder sind nur noch im Besitz einiger weniger - da bekommen wir Selektion und Evolution und die Menschheit wird nach dieser Krise eine andere sein.

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schmidt-post 01.09.2017, 22:12
66.

Zitat von loeweneule
Jaja, früher sind sie mit 30 alle tot umgefallen. Daß es bei der Berechnung von historischer Lebenserwartung auch um Kindersterblichkeit, Tod durch früher nicht heilbare Erkrankungen (Blinddarmentzündung etwa) usw. geht, das lassen Sie entweder außen vor oder sind - mit Verlaub - zu borniert, es zu bregreifen.
Mit Verlaub: Was hat mein Satz mit borniert zu tun? Vielleicht kennen Sie die Bedeutung des Wortes nicht...
Zum Thema. Jetzt kriegen Sie doch mal raus, wie viel Prozent der Menschen im Römischen Reich über 40 oder 50 waren... Das wird eine recht überschaubare Zahl.

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schmidt-post 01.09.2017, 22:14
67.

Zitat von shooop
Na klar unterliegen wir noch der natürlichen Selektion und Evolution! Wir nehmen das nur punktuell gerade nicht so wahr. Ein Menschenleben mit seinen 80 Lenzen ist leider zu kurz, um so etwas wie Evolution bezogen auf uns selbst tatsächlich vollumfänglich begreifen zu können. Warten wir noch mal 30-50 Jahre ab-die Weltbevölkerung explodiert, die Meere sind leer, Felder sind nur noch im Besitz einiger weniger - da bekommen wir Selektion und Evolution und die Menschheit wird nach dieser Krise eine andere sein.
Selektion durch äußere Einflüsse ja, Evolution nein. Spätestens mit Entwicklung der Gentechnik ist die natürliche Evolution vorbei.

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ckoehler1977 01.09.2017, 22:24
68. Sehe ich anders

Zitat von muellerthomas
MIndestens 30/70, wenn man das so ausdrücken will. Ich würde sogar sagen, eine falsche Ernährung kann kaum durch Sport ausgeglichen werden, fehlender Sport kann hingegen weitestgehend durch gesunde Ernährung kompensiert werden.
Ich habe -ohne Änderung der Ernährung- über einen Zeitraum von 3 Jahren meinen BMI von 32 auf 21 reduziert und halte das Gewicht seit vielen Jahren problemlos. Vorher über die Ernährung habe ich das nicht geschafft.
Warum? Ganz einfach: Mit der Ernährung läuft es immer auf Kontrolle, Reglementierung und Verzicht hinaus. Und auf moralische Zeigefinger. Wer nicht jeden Tag eine Stunde in der Küche steht, ist ein schlechter Mensch... Mit dem Sport waren es aber Spass, Erfolgserlebnisse und neue soziale Kontakte.

Ich will auch mal sehen, wie Sie durch Ernährung (ohne Sport) Muskeln wachsen lassen oder die Ausdauer oder die Geschicklichkeit und Beweglichkeit verbessern. Mit Sport kann man Stress und Aggressionen abbauen und die mentale Stärke verbessern. Sport ist viel mehr als nur zusätzlicher Kalorienverbrauch!

Man muss sich aber klar darüber sein: Ich rede nicht von "Treppe statt Aufzug", sondern (wörtlich!) von Marathonläufen und entsprechendem Training. Ich rede davon, Sport zu machen, wenn es den anderen im Winter zu kalt, im Sommer zu heiss, im Herbst zu regnerisch ist oder wenn die anderen im Frühling noch auf den Sommer warten.

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supergrobi123 01.09.2017, 22:54
69. @shoop

Zitat von shooop
Na klar unterliegen wir noch der natürlichen Selektion und Evolution! Wir nehmen das nur punktuell gerade nicht so wahr. Ein Menschenleben mit seinen 80 Lenzen ist leider zu kurz, um so etwas wie Evolution bezogen auf uns selbst tatsächlich vollumfänglich begreifen zu können. Warten wir noch mal 30-50 Jahre ab-die Weltbevölkerung explodiert, die Meere sind leer, Felder sind nur noch im Besitz einiger weniger - da bekommen wir Selektion und Evolution und die Menschheit wird nach dieser Krise eine andere sein.
Na, also wenn ich Essen von McDonalds besser vertrage als meine Mitmenschen, habe ich dadurch eben keinen evolutionären Vorteil, da meine Familienplanung eben nicht von der Fähigkeit, bestimmte Nahrungsmittel verdauen zu können, abhängt und ich durch diese neue Fähigkeit eben nicht mehr oder nachhaltiger meine Gene weitergebe.
Dank moderner Medizin können sogar Menschen mit mehr oder weniger schweren Krankheiten oder anderen Defiziten (etwa mangelhafter Sehstärke) problemloslang genug leben, um Kinder großzuziehen.
Am ehesten würde ein Blick in die Nachwuchsstatistik Aufschluss geben, was die erschreckende Erkenntnis bringen könnte, dass Akademiker selten Nachwuchs zeugen, während Menschen mit niedrigem IQ sich vermehren wie die Karnickel. Da liegt wohl am ehesten die Zukunft unserer Spezies. Ob man das als "natürliche(!) Selektion" bezeichnen möchte, weiß ich nicht.
Dass in einem Umfeld absoluten Überflusses und maximaler Nahrungsauswahl sich eine verbesserte Verdauungsfähigkeit von Fastfood per Evolution entwickelt, ist aber mehr als unwahrscheinlich.

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