Forum: Gesundheit
Überfüllte Rettungsstellen: Chef der Kassenärzte fordert Gebühr für die Notaufnahme
DPA

Lange Wartezeiten, Personalmangel: Um Rettungsstellen bundesweit zu entlasten, will der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Patienten zur Kasse bitten, die sich dort unnötig vorstellen.

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MisterD 15.07.2018, 17:46
1. Verständlich, aber letztlich eine Frechheit...

woher soll ein Laie wissen, ob sein Problem ernst genug ist oder nicht? Am Ende wird es dazu führen, dass sich arme Menschen nicht mehr in die Notaufnahme trauen, weil 50 EUR für diese Leute sehr, sehr viel Geld ist. 5 EUR fänd ich ok, aber 50???

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noalk 15.07.2018, 17:55
2. Ja die KV

Vielleicht sollte die KV mal dafür sorgen, dass die von ihr vertretenen Ärzte eine funktionierende Notdienst-Regelung außerhalb der üblichen Prxisöffnungszeiten hinbekommen.

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tiger56 15.07.2018, 18:03
3. Gute Lösung

Weil, Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Was bedeutet dieses Verhalten für diejenige die wirklich Notfälle sind. Es gibt einiges was zu lernen gilt.. wenn Eltern hier versagten... dann ist es schade... aber die Allgemeinheit kann nicht dafür auch nicht zur Kasse gebeten werden. Diejenigen die hier zwischen Notfall u. Bagatelle nicht unterscheiden Vermögen... sollten vielleicht sich ihre Kenntnisse auffrischen.;0))

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m.ecker 15.07.2018, 18:03
4.

Eine medizinisch sachverständige Kraft am Empfang, welche in drr Lage ist Notfälle zu identifizieren.
Der "Schnupfen" muss eben wieder gehen.
Dann würde sich das Problem bald lösen.
Wieder Geld zu nehmen bedeutet noch eine Zweiklassenmedizin und die Verwaltung frisst den Profit auf. Deshalb geht 5? nicht, weil die Verbuchung wahrscheinlich 36? kostet. Das Geld kommt ja nicht in die Kaffeekasse sondern muss abgerechnet werden.

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krautrockfreak 15.07.2018, 18:42
5. Generell ist unser Vollkasko-System eine Katastrophe

Wie in fast allen Ländern der Welt müssten auch die Deutschen viel mehr an ihren Krankenkosten beteiligt werden. Wir stecken in einer katastrophalen Entwicklung, allein was es Diabetes-Patienten gibt, rein aus Fehlernährung und Bewegungsmangel. Das kostet uns Milliarden und Abermilliarden und die Ärzte, Apotheker und Pharmaindustrie reiben sich die Hände. "Die Kasse zahlt es ja" höre ich immer wieder, null Anreiz mal selbst was zu machen. Und mein Beitrag steigt und steigt und steigt und....

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opserver 15.07.2018, 18:51
6. Bei dem Einkommen...

Es ist sicherlich richtig, dass in den Notaufnahmen immer mehr Patienten auflaufen, die dort im Grunde genommen falsch sind. Ein quälend eingewachsener Zehennagel oder die Halsschmerzen, welche schon seit 8 Tagen bestehen, haben offensichtlich nichts mit einem Notfall gemein. Aber wie sieht es bei einem von Altersarmut betroffenem Rentner aus, der auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen ist um sich in der letzten Monatswoche noch etwas zu Essen kaufen zu können? Der bei der Gartenarbeit am Freitagabend unvorsichtig mit einer Säge hantiert und sich verletzt, lieber Herr Barjenbruch? Nicht jeder von uns kann sich über ein Jahreseinkommen von 271 855 Euro freuen! Für Sie haben 50 Euro offensichtlich den Wert wie für andere 50 Cent. Aber dies ist ja nun "unser" Problem. Schließlich können wir alle besser auf uns Acht geben und uns nicht so anstellen. Pflaster drauf und weiter machen - für den Milliardenüberschuss der Kassen und natürlich auch für Ihren Geldbeutel, Herr Barjenbuch und Ihren dritten Porsche!

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Niedlifizierer 15.07.2018, 18:55
7. Jetzt kommen Sie doch nicht mit einfachen

Zitat von m.ecker
Eine medizinisch sachverständige Kraft am Empfang, welche in drr Lage ist Notfälle zu identifizieren. Der "Schnupfen" muss eben wieder gehen. Dann würde sich das Problem bald lösen. Wieder Geld zu nehmen bedeutet noch eine Zweiklassenmedizin und die Verwaltung frisst den Profit auf. Deshalb geht 5? nicht, weil die Verbuchung wahrscheinlich 36? kostet. Das Geld kommt ja nicht in die Kaffeekasse sondern muss abgerechnet werden.
und unkomplizierten Lösungen!

Warum das nicht so gehandhabt wird, wissen nur die beteiligten Arztverbände. Aus eigener, leidvoller Erfahrung kann ich nur konstatieren, dass (Selbst-) Organisation generell nicht zu den Kernkompetenzen unserer Medizinmänner gehört.

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lathea 15.07.2018, 18:57
8. Wenn 6 von 10 Fällen Notfälle sind, ....

......dann ist es doch eine gute Quote. Woher sollen denn die anderen wissen, dass sie keine Notfälle sind und Wieviele der Notfälle würden dann nicht mehr zur Notaufnahme kommen, wenn die wüssten, dass sie im Zweifel 50 EUR zahlen müssen, wenn der Arztihren Fall nicht als Notfall einstuft. Es ist viel zu willkürlich, denn Ärzte in einer Notfallambulanz arbeiten auch gewinnirientiert. Wenn weniger Patienten da sind oder wenn lukrative Fälle kommen, werden sicherlich mehr Fälle zu Notfällen erklärt als wenn viele Patienten mit weniger lukrativen Beschwerden erscheinen. Es sollte insgesamt mehr ambulante Kliniken bzw. ambulante Stellen in Kliniken und Ärzte dort geben, in die Patienten gehen können. Wenn ein Patient zur Notaufnahme geht, dann hat er einen Grund dafür, insbesondere dann, wenn er dabei auch noch lange Wartezeiten und wohl auch beschwerlichere Wege in Kauf nimmt, als bei einem Arzt um die Ecke. Auch solche Patienten sollten ernst genommen und nicht bestraft werden.

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hippelänger 15.07.2018, 19:01
9. kann man so und so sehen

Ich denke mal, wer am Wochenende dringend einen Arzt braucht, kann zum ärztlichen Notdienst gehen und muss nicht unbedingt ins Krankenhaus. Aber viele Menschen sind schlicht zu faul mal einen Augenblick nachzudenken und verschwenden ihre eigene Zeit und die anderer (Ärzte, Pflegepersonal).

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