Forum: Gesundheit
Überfüllte Rettungsstellen: Chef der Kassenärzte fordert Gebühr für die Notaufnahme
DPA

Lange Wartezeiten, Personalmangel: Um Rettungsstellen bundesweit zu entlasten, will der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Patienten zur Kasse bitten, die sich dort unnötig vorstellen.

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MerlinB 15.07.2018, 22:28
40.

Sorry, die frühere Zuzahlung beim Arztbesuch wurde nur deshalb aufgegeben, weil die kassenärztlichen Vereinigungen sich nicht durchsetzen konnten, der Aufwand für die Arztpraxen etc. waren höher wie die Einnahmen.
Bei der nun geforderten Zuzahlung wären Klagen vor den Sozialgerichten wieder vorprogrammiert ...

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fehleinschätzung 15.07.2018, 22:31
41. Ich war mit einem Freund 4x in einer Woche

in der Notaufnahme: Blutdruck jedes mal ca 260 zu 220, ist kein Bett frei, ist es kein Notfall, auch wenn man vom Hausarzt da hin geschickt wird??? 50?? Hä?? Das ist doch albern: der "Schnupfen" ist in einer Minute diagnostiziert und kann wieder nach Hause geschickt werden; aber wahrscheinlich läuft auch da immer die Standartprozedur mit Druckmessung, Blutabnahme, EKG etc und viel warten. Natürlich "blockt" der Schnupfen die Notaufnahme, aber wahrscheinlich nur, weil keiner da ist, der die Leute, die wirklich nix haben auch wieder weggeschickt. Ich meine, in der Notaufnahme sollte nach Dringlichkeit untersucht werden und nicht nach Reihenfolge: wenn erst die 8 mit "Schnupfen" untersucht werden und erst dann der mit Bluthochdruck mit möglicher akuter Lebensgefahr, kann man sich gut den Unmut der "ernsthaften" Patienten vorstellen. Im übrigen muss jeder "durch" die Notaufnahme, der ggfs auch stationär aufgenommen wird. Der Ablauf stimmt offensichtlich nicht...

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geotie 15.07.2018, 22:33
42.

Ja, warum bezahle ich meine Beiträge? Damit meine Krankheiten nur zu ausgewiesen Zeiten kommen dürfen? Damit ich die Notwendigkeit für den Krankenhausaufenthalt selbst feststelle? Ärzte leben nicht schlecht von meinem Geld. Falls das nicht stimmen sollte, kann man immer noch einen anderen Beruf ergreifen.

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kleinsteminderheit 15.07.2018, 22:41
43. Stellt Euch nicht so an !

In Zeiten, zu denen man weder beim Haus- noch beim Facharzt kurzfristig Termine bekommt und viele Eltern keinen Kinderarzt finden, ist es normal, wenn immer mehr Patienten in die Notaufnahmen kommen. Teilweise empfehlen auch Hausärzte diesen Weg um kurzfristige Untersuchungstermine zu bekommen. Mit Bequemlichkeit haben die dortigen Wartezeiten wirklich nichts zu tun.
In anderen Ländern haben an die Krankenhäuser angelagerte Ambulanzen längst einen großen Teil der Krankenversorgung in den Ballungsräumen übernommen. Also: hört auf mit der Aufregerei. Stellt euch auf die Anforderung ein. Es gibt schon sehr gut organisierte Notaufnahmen, bei denen schon beim Eintreffen eine ärztliche Einstufung nach Dringlichkeit erfolgt und der Laden personell wie organisatorisch gut aufgestellt ist. Bevor wir uns zur Behebung von Versorgungslückem über telefonische Arzttermine oder Onlinediagnosen unterhalten, sollten wir eher die ambulante Behandlung an den Kliniken stärken.

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crisalide 15.07.2018, 23:08
44.

Lieber Quark2maillinator, das Problem ist folgendes: Wie zuvor auch schon angesprochen wurde durch die „ Chipkarten“- Bezahlung im Gesundheitssystem schon vor vielen Jahren die durchaus teure, erbrachte Gesundheitsleistung von ihrem Wert entkoppelt. Dadurch ist eine Bevölkerung herangezogen worden, die keinerlei Empfinden mehr für die entstehenden Kosten hat, den „ es wird ja einfach bezahlt“. Vor 30 Jahren sah das noch anders aus, da kannten weite Teile der Bevölkerung noch andere Zeiten. Man ging nicht wegen Lappalien zum Arzt und erst Recht nicht in die Klinik. Ob das imEinzelfall immer gut war, sei dahingestellt. Heute haben wir aber das gegenteilige Problem, und die Gebühr, welche noch immer lächerlich niedrig angesetzt ist ( Vergleiche: Kosten Schlüsseldienst Nachts um halb zwölf!) dient der Umerziehung der Bevölkerung. Es ist traurig, dass es so weit kommen musste aber es geht nicht anders. Jeder möchte unmittelbar verfügbare Versorgung für wirkliche Notfälle, niemand möchte einen behandelnden Arzt, der seit 20 Stunden durcharbeitet, es gibt von diesen Menschen nur eine begrenzte Anzahl. Auch die vorgehaltene Infrastruktur ist nur begrenzt finanzierbar.Es kann daher nicht jeder mit jedem Quatsch zur Unzeit ins Krankenhaus rennen. Es ist nicht notwendig und es ist nicht finanzierbar. Ich bin mir sicher, dass 50 Euro Gebühr mehr Leben retten, als gefährden.

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practicus 15.07.2018, 23:26
45. Ganz ähnlich

verhält es sich auch mit dem Fahrdienst im kassenärztlichen Bereitscaftsdienst: Wozu sich einen Termin beim Hausarzt geben lassen und Ewigkeiten im Wartezimmer sitzen - wenn ich doch genausozuhause bei Bier und Zigarette vor der Flimmerkiste warten kann, bis der Arzt kommt. In der Klinik wurde ich mal zwei scheren Polytraumen mit Tod eines jungen Mädchens um drei Uhr nachts aus dem eben gelungenen Schlaf gerissen, um das Knie einer jungen Dame zu begutchten "die ja immer nur nach dem Abtanzen Beschwerden hat"
Als damals bei jeder Inanspruchnahme des Notdienstes oder einer Notaufnahme 10 Euro Praxisgebühr fällig was, ging die Inanspruchnahme schlagartig zurück... bis die Regelung wegen einiger absurder Fallkonstruktionen entschärft wurde.
Wie Damals 10 Euro für die Notdienstkonsultation, und schon regelt sich das.

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didowo 15.07.2018, 23:59
46. Jetzt muss ich doch noch schreiben

Es geht hier immer nur ums Geld. Wann wird von den Verantwortlichen endlich mal das Gesundheitswesen wieder von den Kopf auf die Füße gestellt? Wenn ich höre Gebühren auf Notaufnahmen (Plastik, Umwelt etc.) dann reicht es mir. Wenn sie die Notaufnahmen entlasten wollen dann sorgen sie für eine flächendeckende Versorgung mit Gesundheitsleistungen (Ärzte auf allen Dörfern) wie früher, dann haben Bagatellfälle keinen Grund mehr, in die Notaufnahme zu gehen und alle Älteren sind auch wieder versorgt. Mir reicht hier in D langsam.

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GoaSkin 16.07.2018, 00:16
47. Ganz einfach: Notaufnahme nur mit Überweisung

Wer außerhalb der ärztlichen Sprechzeiten plötzlich krank wird, kann den ärztlichen Bereitschaftsdienst aufsuchen. Sofern es erforderlich ist, ins Krankenhaus zu fahren, so soll Dieser eine Überweisung ausstellen. In besonders akuten Fällen kann dies ein Notarzt übernehmen.

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Racer2017 16.07.2018, 01:12
48. Völlig falscher Weg

Untragbar dieser Andreas Gassen

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Meckerameise 16.07.2018, 02:19
49.

Genau, weil die Patienten auch vorher immer so genau wissen, ob das Symptom jetzt Teil einer gefährlichen Krankheit ist oder nicht. Die große Unbekannte, ob der anhaltende starke Husten daher kommt, weil zwischen Rachen und Lunge ein Krümel steckt oder in Wirklichkeit eine Lungenentzündung vorliegt. Oder man hat auf einmal einen starken Juckreiz. Option 1: Das, was Sie haben, ist eine leichte Schuppenflechte. Salbe rauf und gut. Option 2: Oh, gut, dass Sie gekommen sind, Sie haben Krätze.
Aber ist doch perfekt: der arme Bauer soll sich bitte zweimal überlegen, ob das Leiden krankenhausreif ist, also vorher den kompetenten Arzt spielen. Die 50 Euro sollen ihm so richtig wehtun. Um 23 Uhr fühlt sich Sigrid Schnösel, gemeinsam mit Ehepartner in einer gehobenen Position und kinderlos nicht so gut und in 8 Stunden geht ein wichtiges Meeting los. Also ab ins Krankenhaus und wenn es doch nur ein Zipperlein war, wen kümmern schon 50 Euro, die sind während des Meetings längst wieder drin.

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