Forum: Gesundheit
Umfrage: Deutsche sind beim Arzt immer selbstbewusster
Corbis

Halbgott in Weiß? Das war einmal. Eine neue Umfrage zeigt, dass die Deutschen heute genauer von Medizinern informiert werden wollen. Alarmierend ist die schlechte Pflegevorsorge.

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spon-facebook-10000228292 09.10.2014, 13:17
20. Nein, nicht die Deutschen werden beim Arzt immer kritischer...

sondern die Behandlung bei den Ärzten wird immer schlechter.

Vor 15 Jahren, als mein alter Hausarzt noch praktizierte, bin ich mit meiner Erkältung zu ihm gegangen und wollte eigentlich nur ein Attest. Aber wisst ihr, was der gemacht? Der hat mich abgehört und abgetastet und mir dann tatsächlich gesagt, was ich habe und welche Behandlungsmethoden er mir empfiehlt. Nur ganz selten hat er mir Medikamente verschrieben.

Heute gehe ich zu meinem Hausarzt. Dieser untersucht mich nicht, sondern fragt MICH!!!, was ich habe. Wenn ich ihm dann meine Symptome beschriben habe, greift er zum Rezeptblock, verschreibt mir ein Medikament und schreibt mich arbeitsunfähig. Das wars.

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alexxa2 09.10.2014, 13:19
21. Ach, ja..

Eine neue Umfrage zeigt, dass die Deutschen heute genauer von Medizinern informiert werden wollen.

Stimmt! Und immer weniger checken....

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fatherted98 09.10.2014, 13:27
22. Frage ich mich auch...

Zitat von somasemapsyches
Das medizinische Pseudowissen schreitet voran. Manchmal fragt man sich, warum die Leute eigentlich noch ihren Arzt fragen.
...denn von meinem Arzt bekomme ich eh keine Antwort. Der Hausarzt ist höchstens dazu gut mir einen gelben Zettel oder ein Rezept auszustellen...wenn es über eine einfach Erkältung hinausgeht...gibts eh die Überweisung zum Facharzt. Wenn ich mir selbst bei Bedarf Antibiotika verschreiben könnte und mir selbst auch eine Krankmeldung ausschreiben könnte...bräuchte ich keinen Hausarzt mehr.
Was die Fach- und Krankenhausärzte angeht...die Abgrundtiefe Arroganz dieser Leute hat dazu geführt, dass sich Patienten besser informieren und nicht mehr jeden Mist der ihnen aufgetischt wird glauben (Internet sei Dank). Das der kritische Patient (vor allem wenn es eine Kassenzecke ist) bei diesen Leuten unbeliebt ist, ist logisch.
Die Ärzte durchlaufen die gleiche Entwicklung wie einst die Lehrer...von der Respektsperson die sich wer weiß was einbildet zur Witzfigur.

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privado 09.10.2014, 13:32
23. Je mündiger der Patient...

...desto mehr müssen sich die Ärzte anstrengen und das ist gut so. Nach meiner persönlichen Erfahrung verlassen sich immer noch viele Patienten auf die Aussagen der Ärzte und sind selbst eher un- oder nur rudimentär informiert. Der Grund liegt vermutlich in der Bequemlichkeit der Menschen.

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Ingmar E. 09.10.2014, 13:41
24.

Zitat von henkeltopf
Und das Thema "Solidarität" in den gesetzlichen Krankenkassen sollten diejenigen mal hinterfragen, die gesund leben, viel arbeiten und dabei 15,5% ihres Einkommens für Mitmenschen aufbringen, die im Gegenzug relativ unsolidarisch dem Nikotin-, Alkohol- und Kaloriengenuss fröhnen.
Witzig dass Sie das als Arzt sagen, ist bei Ihrer Berufsgruppe doch das Problem des Alkoholmissbrauchs und Übergewichts auch sehr weit verbreitet. Die übergroße Mehrheit der deutschen Hausärzte ist übergewichtig. Interessanterweise diagnostizieren und therapieren übergewichtige Ärzte auch seltener eine Adipositas.
Ich geh arbeiten und fröhne nur dem Nikotin und Alkohol, dafür geh ich nicht skifahren. Wie wollen Sie das alles gegeneinander aufrechnen? ;)

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Ingmar E. 09.10.2014, 13:45
25.

Zitat von ffmfrankfurt
Schon klar, zwei Wochen Internetrecherche genügen zur Wissensaneignung. Studium? Wofür? Vorschlag: kommen Sie zu mir in die Klinik und wir diskutieren Ihren Gesundheitszustand auf Augenhöhe. Bin gespannt, wie Sie nach zwei Wochen Internet die physiologischen Zusammenhänge interpretieren. *kopfschüttel*
Wenn man wie ein Patient sich nur ein halbes Diagnosen erlernen muss, und die dazu gehörigen Therapiewege, kann das durchaus in paar Wochen gehen. Dass es Profi-Patienten gibt, die mehr wissen als viele wirkliche Profis ist doch nichts neues. Sollte man deswegen sich im Selbstverständnis ankratzen lassen?

Das Studium wird dann sinnvoll, wenn es darum geht zu Diagnostizieren. Therapieren nach vorgegebenen Therapieleitlinien kann man bei vielen Krankheitsbildern schnell lernen. Diagnostizieren ist die Kernqualität die ein Arzt bieten kann.
Da allerdings auch nicht viele, mMn können die Mehrheit nur einfache Dinge diagnostizieren. Und manche hören auch bei jedem zweifarbigen Huftier gleich an ein Zebra, dabei kann es auch einfach ein geschecktes Pferd sein.

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Darwins Affe 09.10.2014, 13:59
26. Ein krankes Volk

Das deutsche Gesundheitssystem ist im internationalen Vergleich sicherlich nicht schlecht. Die hohen Kosten sind auch dadurch bedingt, dass der Deutsche im Vergleich mit Schweden 17x häufiger zum Arzt rennt - halt ein krankes Volk in jeder Hinsicht.

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ohne_mich 09.10.2014, 14:08
27. Natürlich hinterfrage ich!

Selbstverständlich hinterfrage ich den Arzt, wenn mir etwas spanisch vorkommt - und das auch zu Recht:

Mein letzter Hausarzt wollte mir bei einer akuten Gichtattacke Diclofenac verschreiben. Als ich ihn fragte, warum er mir kein viel wirksameres Arcoxia verschreiben wollte, da mein Herz kerngesund ist, schaute er mich an wie ein krankes Schwein und mußte erstmal in seinem schlauen Buch, der Roten Liste nachschauen, weil er den Namen nie gehört hatte.

Dann sagte er, das verschreibe er mir nicht, das kenne er nicht! Nach 1-2x Nachbohren schrie er mich plötzlich an, wer denn nun der Arzt sei, und ob ich oder er zur Uni gegangen sei! Ich fragte ihn nur noch, in welchem Jahrhundert das gewesen sei...
Gott sei Dank ist mein jetziger Hausarzt weit moderner.

Aber das Halbgottdenken existiert vielerorts noch. Was diese Leute vergessen: Auch ohne Koch gelernt zu haben, kann ich ein erstklassiges 5-Gang-Menü zubereiten. Ähnliches gilt für medizinisches Wissen.

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alexxa2 09.10.2014, 14:10
28. Hallo Ingmar E.

Darf ich raten ? Naturheilkunde? Irgendwelchen Wochenendkurse? Weißen Kittel?

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schreckgespenst 09.10.2014, 14:16
29.

Zitat von Ingmar E.
Ich geh arbeiten und fröhne nur dem Nikotin und Alkohol, dafür geh ich nicht skifahren. Wie wollen Sie das alles gegeneinander aufrechnen? ;)
Grundsätzlich hat Ihr Vorredner doch recht. Solidarität im Gesundheitswesen, wird doch oftmals sehr einseitig definiert:

Jeder darf sich gefährden und so ungesund leben wie er möchte, die Kosten dafür sollen jedoch andere bzw. die Gemeinschaft tragen.

Deshalb ist es doch sinnvoll bei der Versicherung auch die Eigengefährdung (Alkoholkonsum bzw. Drogenkonsum allgemein, Übergewicht, sportliche Betätigung) etc. mit zu berücksichtigen.

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